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Keine Einspeisung in Netz erlaubt.

Hallo,

wie kann ich die Einspeisung verhindern am AC In bei einem MultiPlus2 bei

ESS.

Da in Deutschland keine Einspeisung auch die 0 Watt Einspeisung ohne Genehmigung

des Netzbetreibers nicht erlaubt ist.

Hub4 funktioniert auch nicht ohne Einspeisung und HUB1 ist wegen der

Spannungssteuerung keine Alternative.


Meine Anlage ist DC verbunden.

- 2 Mppt Laderegler

- 1 MulitPlus-II 48/3000/35-32

- 3 Pylontech US2000

- Venus GX

- ET340


Wozu gibt es im Multiplus bei Grid Code - Settings die Einstellung

-> Use Aux1 as disable FeedIn signal.


Freue mich auf eine Antwort.

Multiplus-IIESSgrid
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7 Answers
Matthias Lange - DE avatar image
Matthias Lange - DE answered ·

Was spricht gegen eine Anmeldung beim VNB?
Was sind denn ihre Vorstellungen für die geplante Anlage?

Das mit dem AUX1 neuerdings eine Forderung in der Norm, damit könnte, falls angeschlossen, der VNB das Einspeisen ihrer Anlage stoppen, wenn sie es für nötig halten.
Ich denke das könnten sie nutzten um das einspeisen zu verhindern.

Ansonsten könnte man auch ohne ESS arbeiten und den AC Eingang nur nutzten, um die Batterie beim unterschreiten eines gewissen SOC bis zu einem bestimmten Wert aus dem Netz zu laden und das Netz danach wieder ignorieren.
Dabei würde man allerdings die PowerAssist-Funktion verlieren und man wäre auf die Wechselrichterleistung am Ausgang beschränkt.

Dann könnte man noch über ein Signal das Ladegerät deaktivieren und wie oben nur beim unterschreiten eines gewissen SOC wieder aktivieren.
Dabei würden die Verbraucher aber zum größten Teil ihre Energie aus dem Netz beziehen und der Wechselrichter würde nur bei Spitzen einspringen.
bzw. könnte man hier noch mit der Eingangsstrombegrenzung arbeiten und den Netzbezug so reduzieren. Aber gerade die Grundlasten würden hierbei dennoch aus dem Netz kommen.

Wie ganz oben schon geschrieben, müsste man dazu erst mal wissen. was sie sich von der Anlage erhoffen/vorstellen.
Aber gerade bei einem 1-phasigen Speicher macht das alles mMn nur mit ESS und Einspeisung wirklich Sinn, da möchte man mit der Phasenkompensation* den Verbrauch aus dem Netz verringern.
*die Phase mit dem Speicher versucht den Verbrauch auf den anderen Phasen durch Einspeisen auszugleichen

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@M.Lange

Hallo,

eigentlich spricht nix dagegen da ich kein EEG nutzen will und auch kein überschüssigen Strom Einspeisen will.

Jedoch habe ich bedenken das ich es einfach mit einem Brief, E-Mail oder Formular ähnlicher einer "Balkon Anlage" anmelden kann.


Eigentlich sollten nur die Lasten an dem AC-Out1 versorgt werden, so lange bis zum Beispiel

SOC 50% unterschritten wird. Wenn unter 50% dann sollte es auf Netzbetrieb umschalten.

Bei meiner alten Anlage hat das funktioniert, leider nicht gut da es nur von der Batteriespannung

abhänig war. Mir gefällt das mit SOC besser und auch das BatterieLife ist sinnvoll.


Das mit dem Aux1 :

Ich habe einfach einen Schalter dort installiert ohne Ergebnis.

Bei zweiten versuch habe ich es mit +5 Volt versucht an Aux1.

Leider auch ohne Erfolg. Finde auch keine brauchbare Dokumentation wie das

bei Aux1 funktioniert, angesteuert wird oder Konfiguriert wird außer in den Grid Code settings.


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knut answered ·

Zu ->

Aber gerade bei einem 1-phasigen Speicher macht das alles mMn nur mit ESS und Einspeisung wirklich Sinn, da möchte man mit der Phasenkompensation* den Verbrauch aus dem Netz verringern.
*die Phase mit dem Speicher versucht den Verbrauch auf den anderen Phasen durch Einspeisen auszugleichen


Das stimmt, aber alles was am AC-IN ist also zwischen Netzbezugszähler und dem AC-IN

sind auf L1 bis L3 nur noch " Großverbraucher" ( Backofen / Waschmaschine ) die ich absichtlich

außen vorgelassen habe zudem sollte evt. später auf 3 Phasen erweitert werden..

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Beim ESS handelt es sich nicht um ein Einspeisen von Überschüssen, sondern wie schon geschrieben um einen Phasenausgleich.
Wenn z.B. auf L2 und L3 Verbraucher an sind, wird Energie aus dem Akku über L1 ins Netz geschoben. Damit Dreht sich er Zähler langsamer oder bleibt sogar stehen.
Wenn die Akkus voll sind und keine Verbraucher mehr an sind, werden die PV-Laderegler gedrosselt/abgeschaltet.

In dem Moment sollte man schauen, ob man die Energie nicht irgendwo anders verbrauchen kann. z.B. Waschmaschine, Geschirrspüler oder Heizstäbe im einem Warmwasserspeicher einschalten.

Für ein reines Einspeisen ist das ESS gar nicht gedacht.

Also einfach den Speicher anmelden, den ESS Assistenten installieren, anpassen und sich über einen geringeren Stromverbrauch aus dem Netz freuen.

karli avatar image
karli answered ·

Hallo Knut,

ich habe fast das gleiche Problem wie du: Noch habe ich eine reine Insel, aber ich würde gerne in genau zwei Fällen Strom aus dem Netz beziehen:

1. Wenn der Wechselrichter in den Overload geht, soll Netz unterstützend hinzugeschaltet werden

2. Wenn die Pylontechs auf unter 20% SOC sinken, sollen diese über das Netz mit ca 1-1,5 KW Leistung bis 40% SOC geladen werden.


Das ganze ERST MAL ohne Einspeisung. Also brauche ich EIGENTLICH auch kein Energymeter oder?

Im Moment steht mein Multiplus 2 noch auf HUB-1. Kann es sein, dass ich Punkt 1 damit jetzt schon erfüllt hätte, sobald ich Netz an AC-In anklemme?


Danke für deine (und auch für alle anderen) Antworten

und

viel Grüße

Karl


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Moin Karl!

Zuspeisen funktioniert nur, wenn die Anlage netzparallel läuft. Somit ist eine Anlage im ESS-Modus auf jeden Fall anmeldepflichtig.

Wenn du das Netz an ACin anschließt, kannst du im Hub1-Betrieb allerdings konfigurieren, wann die Umschaltung auf Netz erfolgen soll. Beispielsweise kann du einen Maximalstrom angeben und auch die Zeitspanne, wann die Umschaltung bei dieser Last erfolgen soll. Auch eine Umschaltung bei Erreichen eines bestimmten SOC-Wertes ist möglich.


Zusätzlich kannst du auch noch auswählen, ob im Netzbetrieb die Akkus geladen werden sollen oder nicht. Wann die Rückschaltung erfolgen soll, kannst du ebenfalls einstellen (siehe Screenshot oben: BeimAkzeptieren von AC...)


Hoffe, das hilft.


Gruß

Manfred

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markussi answered ·

Hallo Knut,

die Nulleinspeisung kann man eigentlich im ESS Menü (gx device) einstellen, indem man den Haken bei "Überschüsse einspeisen" weg nimmt.

Gruß Markus


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thk avatar image
thk answered ·

Hallo Knut, hallo Matthias

Ich habe das gleiche Problem . Matthias hat gefragt was gegen eine Anmeldung spricht.

Die nicht besonders Kooperativen Mitarbeiter In dem für meinem Gebiet zuständigen Kundencenters des Netzbetreibers. Diese sprechen von Nutzungsänderung der Anlage, wegfallen von Bestandsschutz und Umbau der Verteileranlage nach neuer TAB.

Ein solcher Umbau der Verteileranlage würde bei meinen speziellen örtlichen Gegebenheiten die Kosten der gesamten Solaranlage übersteigen


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Wir hatten dazu bei uns diese Woche eine Schulung.

Wenn ich das richtig Verstanden habe, müssen die Netzbetreiber Anlagen bis zu einer gewissen Größe zulassen.
Die Anlage muss natürlich aktuellen Normen und Vorschriften entsprechen.
Wenn ihre aktuelle Elt-Anlage noch aus Mitte des letzten Jahrhunderts ist und erst mal auf den aktuellen Stand gebracht werden muss, dafür kann der Netzbetreiber ja nix.

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thk answered ·

Wie oben Beschrieben kommt eine Anmeldung nicht in Frage.

Daher kein ESS und PowerAssist-Funktion

ich möchte etwa das gleiche wie Karli. Dort heißt es das bei Overload das Netz unterstützend hinzu geschaltet werden soll.

Das mit dem unterstützend geht natürlich nur im anmeldungspflichtigen Netzparallel Betrieb und ist deshalb nicht möglich.

Ich möchte eine harte Umschaltung der Last zwischen Netz und Inverter wie bei einer USV.

Jedoch andersherum als bei einer USV wo die Last primär vom Netz versorgt wird und der Inverter als Backup dient, soll bei mir die Last primär vom Inverter versorgt werden und das Netz dient als Backup wenn die Last zu hoch ist oder die Batterie einen gewissen niedrigen SOC hat und keine Solarenergie zur Verfügung steht.

Für Schaltvorgänge verwendete Daten wie Strom, Spannung uva. SOC sollen vom BMS der Batterie kommen. Für eine Anlage die zur Steuerung nur die Batteriespannung benutzt könnte man sonst auch Billigteile vom China-Mann verwenden. Wir wollen aber die Anlage wenn möglich mit Qualltät von Victron realisieren. Die Einstellung des SOC und andere Bedingungen zur An- und Abschaltung des Inverters sollte eventuell automatisch dynamisch erfolgen, auf jeden Fall müssen sie vernünftig und individuell einstellbar sein.

Laden Der Batterie vom Netz ist nur im Notfall zum Schutz der Batterie bei längeren Phasen ohne Solare Ladung gedacht. Es soll auch nur so viel nachgeladen werden das die Batterie keinen schaden nimmt. Eine automatische vollständige Ladung mit Zellenausgleich ist nicht gewünscht, eine manuell zu startende vollständige Ladung wäre nicht schlecht.

Auch zur Ladung der Batterie sowohl mit Solar (Victron MPPT Laderegler) als auch bei Ladung mit Netz (Ladegerät im Victron Multi-Wechselrichter) sollen Daten vom BMS der Batterie verwendet werden

Nun Hat Knut weiter oben geschrieben das anscheinend nur HUB1 die harte Lastumschaltung ohne Netzparallel- Betrieb unterstützt, HUB1 bietet aber nach der selben Aussage keine Einbindung des BMS .

Habe ich das so richtig Verstanden?

oder gibt es eine Konfiguration die harte Lastumschaltung der Verbraucher zwischen Netz und Inverter unterstützt (also kein anmeldungspflichtiger Netzparallelbetrib) und Trotzdem viele Möglichkeiten eines ESS-Systems bietet. z.B. die Verwendung von BMS -Daten und Dynamische Ermittlung des SOC zur Abschaltung des Inverters anhand von vorangegangen Solarerträgen um eine vollständige solare Batterieaufladung am nächsten Tag zu ermöglichen.

Freue mich auf eine Antwort.



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netrange answered ·

Hallo an die "halben Inselbesitzer"

Die Überschrift zum Thema passt so leider nicht ganz zum Inhalt ...

Das "Nicht erlaubt" ist ja eher eine persönliche als eine technische Einschränkung des EVU's

Egal wie und was die Multis so in der Anlage machen sollen und können ...

SOBALD EIN NETZANSCHLUSS VORLIEGT ... IST LEIDER AUCH EINE ANMELDUNG NÖTIG ...

Auch das Laden der Akkus ist ja eine Nutzung des Netzes ...

Im PV Forum geht das auch immer wieder um dieses leidige Thema ...

Zitat : "Ich habe eine Inselanlage und benötige den Netzanschluß wirklich nur zum Nachladen meiner Batterien" ...

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Laut Norm hat man eine Insel nur, wenn man weder mittelbar noch unmittelbar eine Verbindung zum öffentlichen Netz hat oder weniger als 15min pro Jahr(!) mit dem Netz verbunden ist.
(Zähler abgemeldet)

Da gab es in D mal einen der solche "pseudo-Inselanlagen", wie er sie genannt hat, verkauft hat (schon mehrmals Insolvent gewesen).
Die haben auch immer lastabhängig hin und her geschaltet (einige dutzend mal am Tag).
Das verursacht Netzrückwirkungen, die auch die Elektroanlage vom Nachbarn beeinflussen können.
Wir haben einige dieser Anlagen auf ESS umgebaut und angemeldet, erst danach waren die Kunden zufrieden mit ihrer Anlage.
Da war mein Chef letztes Jahr bei einer Gerichtsverhandlung weil es bei einem Kunden und bei einem Bäcker ein paar Straßen weiter regelmäßig Maschinen/Steuerungen zerschossen hat.

Davon abgesehen, kann das System bei Einschaltspitzen auch gar nicht so schnell reagieren und umschalten, was bei einem zu kleinen Multi auch mal zur Abschaltung wegen Überlast führen kann. Man müsste den/die Multis also auch ein gutes Stück überdimensionieren um solche Spitzen abfangen zu können. Für den Mehrpreis kann man sicher auch erstmal seine Elt-Anlage modernisieren um das ESS einfacher angemeldet zu bekommen.

hallo netrange

Da es wohl öfter um dieses leidige Thema geht ist es wohl doch nicht ein persönliches sondern ein generelles Problem mit den technischen Einschränkungen die das EVU vorgibt.

Ich habe mich auch schon des längerem mit diesem Thema beschäftigt.

Auch in anderen Foren. verschiedene Links zu Gesetz- und Vorschriften Texten verfolgt. Dort steht zwar ausdrücklich das Anlagen die in irgend einer Weise mit dem Netz verbunden sind keine Inselanlagen sind, aber wie sie genau einzuordnen sind habe ich noch nicht gefunden. Eine verbindliche Einordnung und eine daraus resultierende Anmeldepflicht beim EVU habe ich ( und viele andere auch ) nicht gefunden. Es muß nur sichergestellt sein das eine schädliche Rückwirkung oder Einspeisung ins Netz verhindert wird. Dazu gibt es einige VDE Vorschriften wie z.B die doppelte Fehlersicherheit bei der Netztrennung u.s.w. . Wenn diese Vorschriften eingehalten werden sehe ich kein Problem mit einer Halbinsel ohne Anmeldung beim EVU. Anders sieht es mit der Eintragung ins Marktstammdatenregister aus, Diese muß gemacht werden. Erst bei Anlagen über 7KW kommt der Netzbetreiber ins Spiel da dann EEG Umlage Fällig wird.

Wenn es irgendwo andere echte rechtsverbindliche Informationen dazu gibt und wie und als was so eine Halbinsel beim Netzbetreiber angemeldet werden muß bitte zeigen.

Halbinseln gibt es nicht!

Entweder man hat Netz und nutzt dieses "ab und zu", dann muss die Anlage angemeldet werden, oder man meldet seinen Zähler ab, nur dann hat man eine Insel.

Am besten suchen sie sich einen Victron Installateur, der schon Erfahrung mit Installation, Inbetriebnahme und Anmeldung von solchen ESS hat.

https://www.victronenergy.de/where-to-buy