ich richte gerade ein einphasiges System ein in welchem der Multiplus II als Batterieladegerät (AC auf DC) genutzt werden soll. Dabei bin ich an einer möglichst hohen Ladeleistung interessiert. Nun stehe ich vor der Frage ob der 6k5 auch einphasig verwendet werden kann. Bis gerade eben bin ich davon ausgegangen das dies nicht möglich sein wird da wegen der VDE Schieflast Norm ja schon beim 5000er die kVA auf 4,6 heruntergesetzt wird. Nun habe ich aber das Zertifikat Certificate-VDE-AR-N-4105-2018-11-EZE-MultiPlus-II-(GX)-24V-3k,-48V-3k-4k5-5k-6k5.pdf entdeckt und gesehen das dort 4,56 kVA angegeben sind. Auch habe ich an der ein oder anderen Stelle Beiträge gesehen das der Ladestrom vom 5000er mit 70A nicht voll genutzt wird und mit der Zeit abnimmt. Da ich Einsteiger bin hätte ich gern Feedback ob ich den 6k5 alternativ einphasig verwenden kann und um wieviel höher der Ladestrom im vermutlich dann auch gedrosselten Betrieb (4,6kVA Input) liegen wird.
Same in english: I am currently setting up a single-phase system in which the MultiPlus II will be used as a battery charger (AC to DC). I am interested in achieving the highest possible charging current.
Now I am wondering whether the 6k5 can also be used single-phase. Until just recently, I assumed this would not be possible because, due to the VDE phase imbalance standard, even the 5000 model is limited to 4.6 kVA.
However, I have now found the certificate Certificate-VDE-AR-N-4105-2018-11-EZE-MultiPlus-II-(GX)-24V-3k,-48V-3k-4k5-5k-6k5.pdf, which shows 4.56 kVA. I have also seen a few posts indicating that the 5000’s 70 A charging current is not fully utilized and decreases over time.
As I am a beginner, I would like feedback on whether the 6k5 can alternatively be used single-phase in Germany, and by how much the charging current could be higher in the presumably AC-limited operation (~4.6 kVA input).
Es können mehrere einphasige Wechselrichter verwendet werden, um ein dreiphasiges System aufzubauen. Die Wechselrichter müssen gleichmäßig auf alle Phasen verteilt sein. Alle Wechselrichter nutzen dieselbe Batterie. Alle Wechselrichter kommunizieren miteinander.
Ansonsten darf die maximale Anschlussleistung von 13,8 kVA (max. 4,6 kVA pro Phase) nicht überschritten
werden
ich möchte ja kein dreiphasiges System, lediglich das Maximum aus einem Wechselrichter herausholen. Die Max. Scheinleistung von 4,56 liegt ja unter der Schieflastgrenze von 4,6kVA und sollte damit passen, wenn ich die Angaben richtig verstehe.
Damit wäre der 6k5 das neue Topmodell für einphasige Aufbauten von Victron.
Kann noch irgendwer eine grobe Abschätzung geben wie groß der Vorteil gegenüber dem 5000er ist?
Eine KI spuckt eine Abschätzung in dem Rahmen für AC Laden aus:
Vergleich: MultiPlus II 5000 vs. 6k5 (nur AC-Laden)
Ein Punkt noch für mein Verständnis. Durch das Limit von 4,6kVA kann der 6k5 lediglich maximal 4600W einphasig ins Netz einspeisen, oder? Die Ausgangsleistung von 6000W wäre nur im Inselbetrieb möglich?
Konnte es noch nicht testen/beobachten, aber denke auch der 6k5 wird seine Ladeleistung nicht dauerhaft halten können und diese nach einer Weile reduzieren.
Auf die 100A wirst mit dem deutschen Gridcode und der damit verbundenen Leistungsbegrenzung vermutlich auch nicht kommen.
Aber auch das konnte ich noch nicht testen, werde dafür dieses Jahr auch keine Zeit mehr haben.
Im Netzbetrieb sollten die im Zertifikat angegebenen Leistungen gelten und nur im Inselbetrieb kann die Leistung aus dem normalen Datenblatt angenommen werden.
wenn du im neuen Jahr mal Gelegenheit für einen solchen 6k5 Test hast wäre es super, wenn du auch einen Blick (oder ein Ohr ) auf die Lautstärke im Vergleich zum MP5000 werfen könntest.
ja ich habe eine 24,5kWp Anlage auf dem Dach Ost-Süd-West etwa gleichverteilt mit eigenem (Nicht-Hybrid) Wechselrichter mit 3 MPPTs letzten Dezember installiert. Wegen der hohen Eigenverbräuche habe ich mich damals gegen einen Hybriden in der Größe entschieden (bis zu 2,4kWh am Tag) und als Nachrüstung einen eigenen Batteriewechselrichter geplant. Dies wird nun umgesetzt. Eventuell soll später noch eine eigene kleine PV Anlage auf einem noch nicht vorhandenem Carport ergänzt werden.
Die aktuelle Anlage läuft soweit gut. Die schlechtesten Erträge an komplett grauen Wintertagen liegen so bei 5kWh und an den besten Tagen im Sommer bei 174kWh. Im Durchschnitt kommen diesen Dezember am Tag bis jetzt 20kWh…glaube aber bis zum Ende des Monats eher im Mittel so 15kWh rein. Januar letztes Jahr hatte 19kWh im Schnitt. Versorgt werden 4P Haushalt mit Wärmepumpe. Weil ich die Wärmepumpe nur bei Tageslicht laufen lasse ist der aktuelle Nachtverbrauch relativ gering bei etwa 100W. Würde aber gern die WP noch etwas ruhiger laufen lassen und das Fenster in die Dunkelheit strecken. Aktuell benötigt sie bei mittleren Außentemperaturen von 0°C an Tagen mit wenig Sonne etwa 10kWh am Tag. Auch wenn vermutlich von der Effizienz das aktuelle Gesamtsystem Haus schon sehr effizient läuft möchte ich nun noch meinen Spieltrieb noch ein wenig ausleben, die Wärmepumpe etwas schonen (50% max Begrenzung bei 800W) und den Nachtverbrauch noch mit abdecken.
Nun zum geplanten und schon vollständig bestellten bzw. in Garage liegendem System. 2x DIY Battery Box, 32x Mb31 A+, nun auch der 6k5, +Zubehör.
Zur Frage warum nun der 6k5. Ziel sollte es ja sein an sonnigen Dezembertagen so viel wie möglich Strom in die Akkus zu bekommen ohne das Ladesystem überzudimensionieren durch z.b. ein unnützes dreiphasiges System (wegen Eigenverbrauch). Aktuell haben wir an sonnigen Tagen so 6Stunden über 4kWh und Spitzen von bis zu 7kWh über die Mittagszeit. Zur Mittagszeit bei bestem Sonnenstand wird einmalig Warmwasser gemacht. Vorher und nachher läuft die WP als Heizung. In Summe wäre es deshalb gut eine Ladeleistung von sagen wir mal bis zu 5kWh zu haben. Hier war der MP II 5000 ein wenig zu klein. Der 6k5 scheint ja deutlich besser insbesondere wenn sich herausstellt das dieser die Ladeleistung nicht wegen der Erwärmung oder sonstigem drosselt.
Sicherlich werde ich in den kommenden Wochen noch die ein oder andere Frage haben. Zudem werde ich gern über meine Erfahrungen berichten.
Ich habe bisher zwei 3-Phasen Systeme mit dem 6k5 installiert, 1x Offgrid (auf einem Boot) und 1x als ESS.
Das Boot ist leider Offline, sodass ich da nichts zum Leistungsverlauf sagen kann, da sind die 6k5 aber nur für den Anlaufstrom eines E-Motors drin, sonst ist die Last da gar nicht so groß.
Bei dem ESS ist der Rest der Verbraucheranlage leider noch nicht so weit, das da eine Inbetriebnahme gemacht werden konnte und somit die Geräte noch nicht wirklich gelaufen sind, das wird erst im neuen Jahr.
Also von der Lautstärke her konnte ich in beiden Anlagen aber keinen großen unterschied zum 5000er hören.
Das 50Hz Brummen ist schon immer von Gerät zu Gerät etwas unterschiedlich, mal lauter, mal leiser.
Man sollte sich die Geräte auch weiterhin nicht unbedingt ins Wohnzimmer hängen und bei der Installation im Keller ggf. Schallschutzdübel nutzen oder die Geräte anderweitig vom Mauerwerk entkoppeln um die Körperschall Übertragung über das Mauerwerk zu reduzieren.
Direkt davor im selben Raum wird das 50Hz Brummen immer wahrnehmbar sein.
Besonders würde mich die Leistung im Netzbetrieb interessieren. Werden die drei 6k5 im 3p-ESS mit Gridcode D wirklich auf 13,8kVA gedrosselt? Das wäre dann ja kaum ein Unterschied zum 5000er. Und falls ja, bezieht sich 13,8kVA auf Einspeisen und Bezug(Laden)?
nach 4 Monaten wurden nun endlich die DIY Boxen letzten Freitag geliefert und das System wurde aufgebaut. MP2 6k5, CerboGX +2xDIY Battery Box mit JK19 BMS und je 16xMB31 und VM-3P75CT, einphasig angeschlossen.
Grundlegend funktioniert das Laden und Entladen. DVCC ist aktiviert. Was mich noch wundert ist das beide BMS bzw. Master BMS nicht im Cerbo angezeigt wird.
Ja, habs gerade gefunden. Mir war noch nicht ganz klar was der Can 1 und Can 2 Anschluss ist…dachte erst das wären die beiden Steckverbindungen nebeneinander. Hab gerade auf meinem eigenen Foto gesehen das das BMS am Can 2 hängt. Dort jetzt die 500 eingestellt. Danke Matthias.
Also Zusammenfassung für alle die es lesen:
Remote Console: Services / Ve.Can Port 1 bei Devices Smart Meter und Cerbo angezeigt 250kbit/s und Ve.Can Port 2 nun auf Can-bus BMS LV 500kbit/s
Um auf meine ursprüngliche Frage vom Anfang des Posts zurückzukommen. Was kann der 6k5 für eine Ladeleistung einphasig zur Verfügung stellen? Nun auch erste Erkenntnisse dazu. Über den Tag hinweg hat immer mal wieder der Himmel etwas aufgelockert. Im VRM Portal ging der angezeigte Ladestrom dann bis auf 109A bei etwa 12-14Grad Temperatur Akku und Wechselrichter hoch. Spitzen der Leistung waren im Bereich 5880W bei etwa 53.5V. Wie lange das System den Strom beibehält kann ich wegen der sich ständig ändernden Wetterbedingungen noch nicht sagen.
Du verwendest den MP-II-6k5 ja als reines Ladegerät, und mit den 5,88 kW liegst Du deutlich über der Grenze von 4,2 kW, ab der Du meines Wissens einen steuerbaren Verbraucher beim Netzbetreiber anmelden musst. Das ist keine Schikane, sondern dient der Netzstabilität.
ich habe mich auch schon gewundert. Im Prinzip sollte ja mit dem Einstellen des GridCodes dachte ich der Multiplus auf die 4,6kVA begrenzt werden. Ist dies nun nicht der Fall?
Die 4,6 kW betreffen eine andere Baustelle, nämlich die Inverterleistung. Die darf niemals eine höhere Schieflast zwischen zwei Phasen erzeugen als diese 4,6 kW. Das wäre immer verboten! Bei DIr geht es aber um den Netzbezug zum Zweck der Ladung des Akkus, und dafür gibt es keine Grenze, sondern nur bezgl der Anmeldepflicht, damit der Netzbetreiber Bescheid weiß, mit welchen Lasten er in seinem Netz zu rechnen hat. Du darfst also durchaus 5,88 kW Ladeleistung ziehen, jedoch muss das Gerät durch einen Elektiker eingebaut und angemeldet werden und muss fernsteuerbar sein.
Bei 1phasigem Betrieb und auf deutschen Gridcode eingestellt sollte Dein MP-II maximal 4,6 kW Inverterleistung haben. Die bislang noch offene Frage ist, ob bei 3phasigem Betrieb diese Grenze aufgehoben ist.
also geht es um den Stromausgang aus dem Multiplus der dann begrenzt ist (Inverterleistung). Zur Info, aber keine Ahnung ob das was an deinem Punkt ändert, ich mache keinen Netzbezug um den Akku zu laden. Der Strom kommt vom Nicht-Hybrid Wechselrichter und dessen 24,5kwp Anlage. Trotzdem muss ich doch vermutlich die Schieflastgrenze einhalten? Oder gilt diese in diesem Anschlussfall nicht?