Zwei Victron Systeme koppeln

Guten Morgen, kann ich zwei Victronsyteme, die unterschiedliche 48V Systeme sind miteinander koppeln?

Hintergrund der Frage:

Ich habe ein 3Phasen System 3x MP II 5000 mit 4x Pylontech US3000C Akkus. Jetzt würde ich gerne 16S Akku System dazu bauen. Meine Idee die neuen 16S Akkus an das 3 Phasensystem und die Pylontech irgendwie an das System bringen so das diese auch gut genutzt werden. Z.b. zusätzlicher Muliplus oder könnt ihr mir was anderes empfehlen?

Mal davon abgesehen, daß 4 x US3000 zu klein sind für 3 x MP II-5000er…

Pylontech Akkus haben 15 Zellen und Du willst nun einen Akku mit 16 Zellen dazu packen..

Dadurch hast Du unterschiedliche Spannungen zum Laden .. daß macht auf jeden Fall Probleme. Da müsstest Du zwei unabhängige System bauen… und das macht auch Probleme.. damit die sich nicht gegenseitig laden/entladen.

Genau aus diesem Grund suche ich nach einer Lösung

We need a little more info. Is the 3 phase system an off grid or ESS system? Please describe all components, and so on. And yes it is possible to link mulpiple GX devices using Node-Red. I do it at home.

I only have the 3x MP II 5000, a Cerbo GX, two RS450s and the 4 batteries. Configured as an ESS, so not off-grid. I want to get everything else.

hallo,

du kannst problemlos 15s akkus dazu bauen! und die muessen auch nicht von pylontech sein!

tschuess

Liest Du die Beiträge nicht ???

Er will einen 16 Zellen Akku dazu machen.

hallo,

dann muss er die pylontechs ersetzen. und man bekommt nicht immer, was man will!

tschuess

Viele bauen sich deshalb ein zweites ESS welches dann im Microgrid nur AC gekoppelt wird. Eben weil sie unterschiedliche Akkus haben. LiFePo und Blei oder LiIon und LiFePo, dann auch noch mit 15s und 16s. Wird Zeit mal ein Multi - ESS Handbuch zum kooperativen Betrieb von mehreren ESS zu schreiben. Es sind aber zwei Systeme, zwei Cerbos, zwei Bedienoberflächen usw.

Es sei denn du erstellst dir selbst eine Instrumententafel für deine Zwecke zum Bsp. mit Node Red wo es dann sogar egal ist ob die Geräte von Victron sind. Da kannst du die Leistungen dann auch nach beliebig anlagenspezifischer Logik aggregieren.

@Janvi

Beschäftige mich auch gerade mit der AC seitigen Kopplung von zwei Systemen. So eine richtige Lösung für die sinnvolle und vor alledem automatischen Steuerung hab ich aber noch nicht gefunden, daher ist das Ganze noch ein Gedankenexperiment erst mal.

Aber vielleicht können wir das Knowhow und Ideen hier zusammen werfen.

Victron hat wohl was ähnliches in der Pipe….das könnte wohl sehr, sehr spannend werden.

hallo,

es ist kein problem mehrere systeme zu koppeln, allerdings haengt es von der art der kopplung ab, wie die last zwischen den systemen aufgeteilt wird!

will man eine gleichmaessige verteilung, geht das leider nur mit einer aktiven regelung, ist einem die verteilung egal, so wird ein system bevorzugt geladen und das andere entladen, man muss dann nur verhinden, dass ein system das andere laedt!

um verschiedene akkus zu koppeln, gibt es aber auch noch andere moeglichkeiten, sofern der spannungsunterschied hoch genug ist. so habe ich z.B. mein 36V und 48V-system ueber einen mppt 150/100 mit dem 24V-system verbunden. das funktioniert prima und notfalls auch komplett ohne steuerung. und bei diesem mppt kann man ueber das integrierte relais auch problemlos einen unterspannungsschutz realisieren!

tschuess

Hi Ferdi,

Meine Gedanken gehen erst mal in Richtung Kopplung von zwei ESS Systemen hintereinander über Mp #1 AC Out und MP#2 AC IN mit der Last an Mp#1 Ac IN. Natürlich werden es hier genügend Anwender geben die die Last an AC Out, bzw zwei komplette getrennte Systeme mit eigenen Lasten für jedes ESS System haben oder mehrere Systeme über AC IN koppeln wollen. Daher wird es nicht die Lösung für alle geben

In meinen Szenarium liegt die Herausforderung nach meinem augenblicklichen Wissenstand darin, dass das ESS System mit dem Gridmeter, dass dahinterliegende Systeme(e) steuert (Ladung und Endladung), so dass diese im sinnvollen und automatischen Verbund arbeiten.

Du könntest auch die MP II auftteilen … z.B. 2 an Phase 1 + 2 für den neuen Akku, und den 3. an Phase 3 für den alten Akku..

Dann 2 ESS Systeme .. Regelung nur auf der entsprechenden Phase. das sollte doch auch gehen,oder ?

hallo,

deine loesung ist aber auch die, die am meisten probleme macht!

am einfachsten waere es, die 2 ess hintereinander, das erste nimmt den zaehler als netzmessung und das 2. den mutli und die lasten am ac-out des 2. systems. dann kann jedes seine maximale leistung beisteuern, bis der akku leer ist!

so wie du das machen willst, muss man das entweder extern oder ueber node-red steuern!

hintereinander schalten ist generell einfach, aber die verbraucher muessen dann an das letzte system. das ist die variante, die bei mir zum einsatz kommt und die lastverteilung wird dann ueber die eingangsstrombegrenzung oder ein abschaltung von ac-in gemacht! und wenn ich PV-strom verbrauchen will, muss ich sowieso das netz abschalten, sonst geht das nicht! aber ess und einspeisung steht fuer das nachste jahr auf dem plan, wenn der neue zaehlerschrank installiert ist.

am einfachsten, du installierst beide direkt am netz und speist ueber eines der ess eine konstante leistung ein, die etwa deinem mindestbedarf entspricht, falls die etwas groesser ist, nimmt das erste ess, die um seinen akku etwas nachzuladen.

wenn du damit den akku nicht entsprechend entladen kannst, kannst du den netzsollwert auch ueber node-red so einstellen lassen, dass es einen bestimmten anteil der last uebernimmt. die gesamtlast kannst du entweder ausrechnen oder ueber einen zusaetzlichen smartmeter messen und am besten einen mittelwert bilden und fuer die steuerung benutzen, damit die last nicht so stark schwankt!

oder du benutzt einen oder mehrere orion dc/dc 48/48V 280W wandler, die du einzeln einschalten kannst und uebertraegst die leistung von einem zum anderen system, in dem fall eben in schritten von 280W!

oder du machst es wie ich, den pylontech-akku einfach mit einem anderen 15s akku erweitern!

tschuess

Hi Holger,

Normalerweise wird über alle drei Phasen geregelt. Wie Ferdi schon geschrieben hat sollte verhindert werden, dass das eine System einspeist und das andere mit dem Strom seine Akkus auflädt.

Wahrscheinlich wird man sich was selber programmieren müssen oder einfach abwarten bis die Guy in Australien vorgestellte Lösung für alle verfügbar ist. Das Video ist sehr sehenswert mit vielen Neuheiten.

Das geht schon jetzt mit allen Multis. Die kommende Cluster Lösung mit dem Multiplus CL scheint aber was ganz Anderes. Alle ESS sind parallel geschaltet. Es gibt keinen Master / Slave wie bei einer Reihenschaltung wo der Master am Verbundnetz hängt und die Leistungen aller Slaves abkönnen muß. Die Nennleistungen der einzelnen Cluster sind völlig unabhängig mischbar. Die ESS-In der Cluster bekommen dazu netzbildende Eigenschaften mit vermutlich frei einstellbarer Frequenz und Spannung, weshalb man das im deutschen Verbundnetz nie angemeldet kriegen dürfte.

Im VRM kann man ja seit einige Zeit im linken Doppelmenü verschiedene Installationen aus einem Account auswählen und eine Benutzerverwaltung wurde eingeführt. Vermutlich wird das noch erweitert um letztendlich zwischen den Installationen gezielt Energie austauschen zu können. Das sollte sowohl bei einer Master/Slave Reihenschaltung wie auch bei den neuen Clustern machbar sein.

Die große Frage bleibt, ob die Cluster Betriebsart mit der bisherigen Multi Hardware ebenfalls möglich sein wird.

hallo,

wenn man node-red fuer die steuerung benutzt, kann man fast alles mit den systemen machen, auch mit den ganz alten multis!

nur eines wird mit einer parallelschaltung am ac-in nicht funktionieren: notstrom!

tschuess

Hast du da mehr Detail dazu?

Die Lösung die ich bisher gefunden habe war, dass das hintere System stumpf ein das vordere System einspeist, mit dem Problem, dass es ggf das vordere System lädt. Andere lassen zwei ESS auf dem gleichen Gridmeter laufen, was ich mir aber auch nicht gut funktionierend vorstellen kann, da zwei Systeme regelnd eingreifen.

Jedes System hat seinen eigenen Stromzähler am AC-In. Das ist die innere Regelschleife eines Kaskadenreglers. Der Master AC-In hängt am Netz, die Slaves mit ihrem AC-In am AC-out des Masters. Untereinander wissen die ESS nichts voneinander. Um das jetzt vernünftig betreiben zu können, braucht man pro System einen externen übergeordneten PID Regler z. Bsp. unter Node Red‌ als äussere Regelschleife des Kaskadenreglers. Seine Stellgröße ist der Grid Setpoint. Störgrößen sind die lokalen Lasten welche aber bereits im inneren Regelkreis vom ESS selbst ausgeregelt werden. Führungsgröße für den äusseren Regelkreis ist die PV Produktion womit sich das ESS nach aussen so verhalten kann, als ob es keinen Akku hätte oder dieser mit konstanter Leistung be oder entladen wird. Wahlweise kann man auch auf einen konstanten SOC ausregeln. Beide Betriebsarten können mit den bisherigen ESS Menüs von Haus aus nicht ohne externen Regler realisiert werden.

Aufgabe für den Betreiber ist es nun, die Regler so einzustellen, daß die PV Produktion bzw. der Netzbezug an die Lasten angepasst wird. Im Prinzip das was die ÜNB mit den Redispatches auch machen. Allerdings hast du bei der Bedienung viele Stunden Zeit. Die ÜNB müssen ihre Kraftwerksleistung sofort anpassen, weil sie nur die rotatorischen Massen als Zwischenspeicher haben. Ein ESS hat einen verhältnismäßig großen Speicher bei welchem es mehrere Stunden dauert bis sie be oder entladen sind.

Mit den extern aufgesetzten Reglern hast du als Bediener nun die Aufgabe dafür zu sorgen, daß die Akkus weder voll noch leer sind, also immer ein Arbeitsspielraum in beiden Richtungen besteht. Dazu können die ESS untereinander Ladung austauschen indem ihr Grid Setpoint entsprechend ausgeregelt wird. Solange die PV Produktion ausreicht, funktioniert dies ohne Netzbezug stabil. Solange die Akkuleistung ausreicht, brauchst du auch nichts einspeisen. Genauso als ob die ein alleinstehends ESS hättest. In Wirklichkeit sind es aber mehrere ESS die auch ganz unterschiedliche Akkus haben können. Geht z. Bsp. einem Slave der Akku aus, wird er einfach an seinem Master zur Last indem er von dort bezieht. Droht ein Slave Akku überzulaufen, wird er im Master als eine AC gekoppelte PV bewertet dessen Produktion entweder im Master Akku gespeichert oder ins Verbundnetz zurückgespeist werden kann. Droht der Master Akku überzulaufen, können die Slaves von ihm als Last beziehen und in den eigenen Akku umladen. Was von wo nach wo geht, hängt alleine von den Reglern ab, welche die Grid Setpoints dazu passend einstellen. Es reicht dazu über den Wetterbericht eine grobe Voreinstellung zu machen und dann vielleicht 2-3 mal täglich noch eine manuelle Korrektur vorzunehmen wenn der Wetterbericht falsch war oder unerwartete Lasten auftauchen.

Ein ESS ist immer spannend. Alleine der Betreiber muß noch kapieren, was er damit alles anstellen kann. Mit Victron werden wir alle noch zu Hobby-Netzbetreibern und mit den wie auch immer untereinander gekoppelten ESS werden wir zu Freizeit-Redispatchern.

Hi @Janvi so in der Art habe ich mir das auch schon gedacht, danke aber für deine lange Erklärung.
Das Slave ESS braucht Regelinformationen wenn und wie stark es einspeisen oder aufladen soll ohne, dass sich Master und Slave ESS gegenseitig die Batterien leer ziehen. Insbesondere wenn die PV Komponenten, nur an AC In des Master ESS hängen, bekommt das Slave ESS überhaupt nichts mit was vorne passiert.

Hast du / jemand anderes hierfür eine fertige und lauffähige Lösung?

Ich habe hier und im alten Forum ein wenig hier gestöbert und einige Postings dazu gefunden.
Die vielversprechendste ist die Lösung von @dognose .