hallo,
auch denn der FI selten geschaltet wird, es kann immer zu einem versagen eines kontaktes kommen. ob der N vor- oder nacheilend ist, habe ich nicht ausprobiert!
ich habe ein wenig recherchiert, ob alle FIs den N schalten und warum das so ist. es ist vorschrift, damit auf dem N, wegen einer sternpunktverschiebung, keine spannung liegen kann, aber wenn alle am hauptverteiler fuer den N an angeschlossen sind, ist es nahezu unmoeglich, dass es hier zu einer sternpunktverschiebung kommen kann! und die widerstaende gegen PE sind auch so klein, dass schon mehr als 100A fliessen muessten, damit es zu einem spannungsabfall <1V kommen koennte!
am besten ist es deshalb immer noch, den N NICHT zu schalten und das gilt auch fuer den NA-schutz, sofern dahinter kein trafoloser PV-wechselrichter haengt. in einem 3-phasen-system kann es jede menge probleme geben, wenn der N, warum auch immer, geschaltet wird!
selbst bei mechanisch fest verbundenen kontakten, kann es vorkommen, dass einer nicht schliesst. und das ist auch alles schon vorgekommen!
und aufgrund der tatsache, dass beim 4-pol. FI der N geschaltet wird, wuerde ich so einen nie ohne spannungsueberwachung dahinter im haus einbauen, sondern nur 2 pol. FIs fuer die einzelnen phasen mit mehreren stromkreisen oder einen je stromkreis.
mir ist es ehrlich gesagt egal, wie hoch die warscheinlichkeit eines fehlers beim N-leiter ist, bei meinem glueck tritt der dann garantiert auf und kostet mich viel geld, weil teure geraete gestorben sind!
dann baue ich lieber eine isolationsueberwachung ein und schalte mit dem schuetz nur die 3 phasen, sobald der fehlerstrom zu hoch wird oder kurzfristig stark ansteigt!
ich bin eher der meinung, dass man nicht nur das risiko fuer die menschen, sondern auch das risiko fuer die technik minimieren sollte!
der FI in meinem buero ist auch nicht geeignet, mich zu schuetzen, denn der loest erst bei 300 mA aus, denn einen 30 mA FI konnte ich erst garnicht einschalten!
deshalb, gute idee aber schlecht realisiert, denn die warscheinlichkeit, dass es bei einem N, der nicht geschaltet wird und noch mit dem PE verbunden ist, zu einer sternpunkt-verschiebung kommt und die spannung so hoch geht, dass sie lebensgefaehrlich ist, ist deutlich geringer, als dass geraete hinter dem FI wegen dem geschalteten N eine ueberspannung bekommen! zudem hier ja kein bewegliches anschlusskabel benutzt wird, sondern das kabel fest verlegt ist und nach der verlegung nie wieder bewegt wird!
abgesehen davon, haette der N der hauptzuleitung eine unterbrechung, dann wuerde das wirklich sehr schnell auffallen!
deshalb sollte man auf keinen fall irgend einen schalter in den N einbauen, ausser es gibt dafuer einen grund, wie bei einem trafolosen PV-wechselrichter!
es ist ja auch nicht so, dass man hier das risiko fuer einen menschen oder die technik gegeneinander abwaegen muss!
bei mir geht sicherheit zwar immer vor, aber sowohl fuer mensch als auch technik, solange keiner durch die sicherheitsschaltung einen nachteil bekommt.
und uebrigends, es hat noch nie funktioniert, der technik per gesetz vorzuschreiben, was die darf und was nicht und das gilt insbesondere fuer das verbor des auftretens von fehlfunktionen. das funktioniert ja genauso wenige bei einigen menschen!
tschuess