Multiplus 2 schmeißt FI nach gewisser Zeit

Hallo, habe in einer Hausinstallation seit Jahren keine Probleme. Nun fliegt immer nachmittags der FI vom Multiplus 2.

Ich habe schon so einiges getestet. Immer wenn er mehr als 1000watt ins Netz Überschuss mäßig einspeißt, also 230v draus macht, fliegt der FI. Das ganze passiert auch, wenn ich acout2 nutze um einen 2kw Heizstab anzusteuern.

Hatjemand Erfahrung was kaputt ist?

@Reddriver1980
Mach bitte mal eine Zeichnung mit MP2, FI und Lasten.

Die Fehlerströme aller Lasten hinter dem FI addieren sich. Insbesondere bei älteren Installationen mit wenigen großen Stromkreisen hinter wenigen Gruppen-FIs können sich die Fehlerströme der schlechten USB-Lader, elektrischen Zahnbürsten-Lader, …. auf mehr als 30mA addieren. Bei alten Geräten nimmt die Isolierung ab. Die können auch kleine Leckagesttöme erzeugen. In Betrieben werden daher alle Geräte regelmäßig geprüft. Ein Freund beim NDR meinte, bei den fallen rund 30% aller Handy-Lader nach rund 3 Jahren durch die Prüfung.

Evtl hast Du ja nur ein/zwei Geräte im Haus angeschlossen, die das Fass zum Überlaufen bringen, also in Summe 30mA Fehlerstrom überschreiten.

Ich habe daher in mein Haus aus 1990
Mit nur 12 Stromkreisen jeweils Einzel FI/LS verbaut. So hat jeder Stromkreis eigene 30mA FI zur Verfügung.

Ich bin kein Ingenieur aber ich würde mir erst mal nicht zu viele Sorgen machen. Ich baue grundsätzlich keinen FI „vor“ den Multi, wie Björn schreibt kann das viele Ursachen haben. WENN ich einen FI vor den Multi bauen würde dann einen 300mA oder 100mA selektiv.

Was hast du denn für einen FI vor dem Multi und was alles am Ausgang?

Ich habe VOR dem MP2 kein FI, sondern nur vor den Lasten. Hier mal eine schematische Zeichnung.

FI = RCD

War der Heizstab auch schon immer drin, oder hast du den erst kürzlich hinzugefügt? Wie dem auch sei, Heizstäbe können ggf. einen solchen Fehlerstrom verursachen, da der Puffer bzw. die Verrohrung der Heizung ja geerdet ist. Der AC ELWA2 hat u.a. deswegen einen Kunststoffflansch um dieses Risiko zu minimieren.

1 Like

Hallo,

danke für die Infos.

Mein Multiplus2 ist als Batterie Lader und Entlader eingebaut, bedeutet keine Verbraucher am Multiplus angeschlossen! Nur der Heizstab, dieser ist auch schon lange verbaut. Habe den Heizstab schon abgeklemmt, dies war meine erste Vermutung. Leider kein Erfolg. Vor dem Multiplus ist ein LS und davor ein FI von ABB (ABB FI F204 A-40/0.03A Fehlerstrom-Schutzschalter, 2CSF204101R1400)

Die gesamte Anlage läuft schon so in dieser Konfiguration zwei Jahre.

wie schon geschrieben, kann ich den Fehler simulieren, indem ich denn MPPT wieder voll freischalte und ihn nicht mehr begrenze. Derzeit darf er nur 18A durchleiten, statt 70A. Bei über 20A und vollem Akku speist der Multiplus über 1100Watt ins Netzt, dann fliegt der FI.

Weiterhin kann ich den Fehler simulieren, indem ich die Heizstabsteuerung wieder in Betrieb nehme. Bei 1KW Heizstab kein Problem, jedoch schaltet die Steuerung auf 2KW fliegt der FI.

Also gibt es ein Problem mit dem Multi !

Wenn das interne Ladegerät annähernd max. macht fliegt der FI.

Ist dann das interne Ladegerät defekt ?

Hat keiner bisher solche Probleme?

Den Multiplus ohne FI betreiben ist schwierig.

Ich habe die gesamte Hausverdrahtung über FI laufen. Immer 8LS und einen FI davor, alle 5 Reihen, somit müsste ich viel umbauen! Und vor allem hat es ja zwei Jahre funktioniert….

Ärgert mich schon. Oder kann man noch was besonderes anders Erden?

Wenn die Konfiguration bisher funktioniert hat und nun nicht mehr, hat sich eine Komponente des Systems verändert.

Deiner Beschreibung nach tritt der Fehlerstrom >30 mA dann auf, wenn der MP2 Inverter anspringt.

Dein ABB FI ist ein 3 Phasengerät. Du hast nur EINEN MP2 im Einsatz, richtig?

Der Heizstab wurde komplett abgeklemmt, also N L PE physisch getrennt? Wie wäre es, an diesem Ausgang einen anderen leistungsstarken Verbraucher testweise anzuschließen, um einen möglicherweise fehlerhaften Heizstab auszuschließen?

Aber Deine weitere Beschreibung, “…wenn der MPPT auf volle Leistung hochregelt und die Netzeinspeisung beginnt…”, der Inverter springt wieder an und der FI löst aus.

“Riecht” für mich nach einem MP2 Problem, aber ist nicht gesichert. Der FI könnte auch ein Problem haben…. oder von den anderen Phasen des FI kommen.

Ein Blockschaltbild und das Erdungsschema wären sehr hilfreich.

PS: Ich habe VOR meinen MP2s einen Schneider 63A 30mA Fi installiert. Funktioniert.

Moin,

ich habe die Heizstabsteuerung physisch komplett getrennt.

Denke nicht das es an einem Endgerät/Verbraucher liegt.

Alle anderen Kreise (LS) die an dem FI dran sind sind ausgeschaltet. Somit kann ich auch dort alle anderen ausschließen. Trotzdem fliegt der FI bei den genannten Bedingungen.

Es muss im inneren des Multiplus ein Problem geben. Nur hatte ich gehofft, das jemand weiß welches bzw. welche Komponente der Schuldige sein kann.

Meiner Meinung nach reicht Ausschalten der LS der beiden anderen Phasen nicht aus.

Ein Fehlerstrom dort könnte weiter über den N der angeschlossenen Kreise o. eingesteckten Verbraucher zum PE abfließen.

Bsp: Kaffeemaschine Heizwendel unten in der Platte geht gerade kaputt wg. Verkalkung aufgetrieben.

Ein sehr kleiner Übergangswiderstand (Rue) ist aber schon vorhanden zum PE. Die Leistung (der resultierende Fehlerstrom) der Kaffeemaschine reicht aber noch nicht f.d. Auslösen des FI aus. Eine große Last auf anderer Phase tritt auf, der N ist über den Rue mit PE verbunden. Mit steigender Last wird der FI auslösen, obwohl es ein anderer Kreis ist. Erst wenn die Kaffeemaschine “ausgestöpselt” wird, ist dieser Fehler weg.

Deswegen gibt es ja im gewerbl. Umfeld diese wiederkehrenden Prüfungen der ortsveränderlichen u. ortsfesten Anlagen. Mit den bekannten, teuren Messgeräten.

2 Likes

Wie MSI schon geschrieben hat. LS ausschalten reicht definitiv nicht. Alles abklemmen.

1 Like

eventuell spingt der Lüfter an bei der Belastung und macht Probleme (zuviel Staub/Dreck ?)

1 Like