Hallo zusammen,
ich möchte meine Erfahrung mit euch teilen, da ich hoffe, dass sie anderen helfen kann, die mit ähnlichen Problemen kämpfen – besonders im Zusammenhang mit der neuen Firmware der Pylontech US5000.
Ich habe mit einer US5000 Batterie begonnen und sie gemäß den offiziellen Anleitungen mit einem Victron MultiPlus-II GX verbunden. Die Verbindung erfolgte über das mitgelieferte BMS-Kabel (RJ45) zum VE.Can-Port.
Trotz korrekter Verkabelung, aktivierter CAN-BMS-Einstellung und allen empfohlenen DIP-Schalterstellungen wurde die Batterie nicht im GX-Gerät erkannt. Ich habe alle Kabel mit dem Multimeter geprüft – elektrisch war alles einwandfrei, aber es wurde einfach nichts angezeigt.
In meiner Verzweiflung habe ich mir dann ein Cerbo GX besorgt, um mehr Einblick in das System zu bekommen. Nach dem Update auf die neueste Firmware wurde plötzlich eine neue CAN-Bus-BMS-Option sichtbar:
„CAN-Bus BMS HV (500 kbit/s)“
Sobald ich diese Option auswählte, wurde die Batterie erkannt – mit Ladestand, Temperatur, Zustand etc.
Ich habe später festgestellt, dass meine US5000 Batterie eine neue Firmware hat:
- Main Soft Version: B69.25.0.0
- Soft Version: V2.0
- Comm Version: V2.0
- Release Date: 24-05-13
Das erklärt wahrscheinlich, warum ältere Profile (z. B. VE.Can & CAN-Bus BMS oder CAN-Bus BMS LV) nicht funktionieren: Die interne Datenstruktur wurde mit dieser Firmware geändert. Das sieht man auch daran, dass viele Monitoring-Projekte auf GitHub (z. B. das von @irekzielinski oder die erweiterte Version von @hidaba) ihre Parser anpassen mussten, weil sich Positionen von Datenfeldern verschoben haben.
Fazit:
Wer eine neue US5000 Batterie mit Firmware ab V2.0 besitzt, muss unter Umständen das neue Profil „CAN-Bus BMS HV (500 kbit/s)“ verwenden, sonst bleibt die Batterie unsichtbar. Cerbo GX ist in solchen Fällen hilfreich, um versteckte CAN-Bus-Einstellungen nach einem Update zu aktivieren.
Ich hoffe, das hilft anderen weiter – denn mit den neuen Batterien ist es leider nicht mehr Plug & Play.
Viele Grüße
Jürgen