Pylontech US5000 entladen mit hoher Leistung ohne daß die Loads am MP2 das erfordern

Habe den Thread hier jetzt nicht aktiv verfolgt, nur grob überflogen.

Im Parallelbetrieb sollten die Geräte bei der Seriennummer möglichst nahe beieinander liegen.
Durch Alterung oder kleinere Änderungen des internen Aufbaus können unterschiedliche Innenwiderstände entstehen und es somit zu einer ungleichen Lastverteilung kommen.

Auf unterschiedlichen Phasen ist das kein Problem.

Man sollte hier ggf. die HQ2235 auf L1, die 2432 auf L2 und die 2433+2516 auf L3 klemmen.

… verstehe, pro Aussenleiter möglichst eine HW-Nummer verwenden… würde gemäß deines Vorschlags ja auf Aussenleiter 1 u. 2 funktionieren und lediglich auf 3 etwas abweichen…

… gestern abend habe ich noch “Overruled by remote” auf allen MP-2 deaktiviert…

… und heute morgen gehts grad so weiter… im snap könnt Ihr sehen, daß die Batterien wieder unsinnig zufeuern…. was zu der entsprechenden Einspeisung ins GRID führt…

moin dennibu – doch das VRM hatte ich aufgesetzt… jedoch bisher nicht genutzt.

Anbei findest du das excel mit den Daten seit Inbetriebnahme der Nachrüstung mit dem 3. Set MP-2.

508750_0_c0619ab4164f_log_20260116-2300_to_20260126-0701.csv (17.3 MB)

… und dann gibt es wieder Phasen da stimmt die Bilanz und die Batterien werden geladen…

hallo,

du solltest einmal beobachten, ob das etwas mit deinem soc zu tun hat.

tschuess

Mal ne ganz doofe Frage: wie genau ist Dein “Cluster” konfiguriert ? Ein echter 3 Phasen Parallelbetrieb funktioniert soweit ich weiß nicht direkt mit den Geräten, sondern nur mit externem Koppelrelais und der S99 Firmware.

Aus der Doku:

4.5.7. Parallelbetrieb

Es lassen sich bis zu sechs identische Geräte, mit Ausnahme der Geräte 8 k, 10 k oder 15 k*, parallel anschließen.

Des weiteren steht es auch weiterhin im Datenblatt so.

Die S99 Firmware mit externem Koppelrelais gabe es als 508 aber soweit ich sehe noch garnicht. Kann natürlich auch sein, dass das mittlerweile geändert wurde. Bei V508 gab es das aber bestimmt noch nicht.

Es kann natürlich sein, dass ich das in der Länge des Threads überlesen habe. Falls dem so sein sollte: sorry ….

Solltest Du irgendwie einen normalen Parallelbetrieb konfiguriert haben, schau Dir mal dieses Dokument an:

Viele Grüße

Jens

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Das ist ein guter Punkt.
Ich glaube die ersten S99 waren irgendwo in den 550ern.

Leider verhindert der VE.Bus System Configurator ein solches System nicht bzw. gibt einen entsprechenden Hinweis.
(Ein Inselsystem wäre ja z.B. kein Problem.

stimmt, der VE.Bus System Configurator hat kein Problem die 15000er in einen 3-Phase Parallel Setup zu konfigurieren… (snap)

Ich vermute die Einschränkung in der Doku basiert nicht auf funktionellen Aspekten sondern auf Zertifizierungen und Abnahmen.

Snap: offline Darstellung der Konfigurations-File

So weit ich weiß ist das eine HW Limitierung.

Auch wenn es theoretisch keine Auswirkung auf die Funktion haben sollte, ist es dennoch ein unzulässiges Setup.

@M_Lange was meinst Du mit obigem quote ?

Ein Off grid System ohne Netzanschluss.
Das Problem sind meines Wissens nach die Transferschalter.

Nicht Firmware-bedingt, sondern hardwarebedingt:

Die MP-II 15k haben:

  • extrem hohe Kurzschlussleistungen

  • sehr hohe interne Umschaltströme

  • AC-Relais und Synchronisationsgrenzen

Mehrere Geräte parallel überschreiten interne Grenzwerte bei direkter Parallelschaltung.

Deshalb verlangt Victron:

Externe Netztrennung + definierte Umschaltlogik (ETS + S99)

Selbst wenn Du alles richtig verkabelt hast, kann es immer noch ein Software Problem sein, welches Victron vermutlich dann nicht beheben wird (da sie auf S99 hinweisen).

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@Meine_Energiewende – bin bei Dir… Victron wird da wenig Interesse haben.

So, jetzt hab ich mir das ganze mit dem externen Transferswitch und der Spezial-Firmware mal genauer angeschaut.

Anbei findet ihr das entsprechende PDF von Victron welches ich mit ein paar wenigen Kommentaren (/Interpretationen, Fragen) versehen habe… da mir an manchen Stellen die Schlüssigkeit fehlt. Vielleicht könnt ihr mir zu den Kommentaren ja Rückmeldung geben.

Jetzt meine Hauptinterpretation…. und deren check ist essentiell, da wir in diesem Kundenszenario ein Messkonzept haben was die Freiheitsgrade, was wo anschliessbar ist, einschränkt. Vorab ist noch anzumerken, daß die Anlage einen NA-Schutz hat, der auch vom Versorger abgenommen ist.

Meine Interpretationen für ein solches “S99 System” mit externem Transferschalter:

  • Aufbau
    • Für alle Multiplus-II Systeme (Master und Slaves) werden die AC-OUT-1 entspreched der erwarteten Last dimensioniert und aufgelegt
    • AC-IN wird lediglich als Referenz des GRID auf die Master-Units aufgelegt.
    • Die Victron Stromwandler (in der Anlage die 400A Versionen) werden nur für die Master-Units verwendet.
    • Die Ground-Relay-Mimik und Transferswitch sind auf dem “Master für den Aussenleiter 1” angeschlossen.
  • Verhalten unter der Leitung von S99 (meine Interpretation)
    • Alle Generatoren die am Ausgang der MP-II (Masters u. Slaves) sind weiterhin in der Lage die Batterien (die an den MP-II hängen) zu laden
      (in der Anlage ist das der Fronius)
    • Die gesamte DC-PV (über die MPPTs angeschlossen) ist weiterhin in der Lage die Leistung an die Lasten abzugeben (unter der Vorraussetzung die Batterien sind voll)
    • So – und jetzt kommt die interessante Frage
      • Level Set
        • Die BHKWs hängen aufgrund des Messkonzept vor der Victron-Anlage. Zwischen Z1 und Z4. Hier darf ausser den BHKWs kein weiterer Verbraucher oder Generator aufgelegt sein. Dies ist eine Versorger-Vorgabe für das Messkonzept. (Siehe auch das Übersichtsschaltbild zur Netzanmeldung, im allerersten Forumseintrag)
        • Wenn das “S99 System” so umgesetzt ist, dann geht der Ausgang von Z4 nicht mehr auf die Eingänge des MP-II Cluster sondern auf die Ausgänge !
        • Weiters ist immer noch das EM530 am GRID Eingang und misst die Leistung und Richtung.
      • F-R-A-G-E
        • wenn die BHKWs mehr Leistung zur Verfügung stellen als die Lasten abnehmen, wird die (Überschuss-)Leistung der BHKWs unter Leitung des S99-Systems dann trotzdem zum Laden der Batterien verwendet, auch wenn diese nicht mehr am AC-IN Eingang des CLuster liegen ?

Danke fürs mitdenken und die Unterstützung.

179843-MultiPlus-II_external_transfer_switch_application-pdf-de–markup-GLTS.pdf (3.2 MB)

Ich kann deine Sorge nachvollziehen. Es wird zwar erklärt dass „fast“ alles so funktioniert wie gewohnt aber leider ist ESS mit externem Gridmeter nirgens erwähnt. Allerdings auch nicht bei den Einschränkungen, daher würde ich sagen das es funktionieren sollte. Batterien laden geht ja mit geöffnetem internen Transferrelais auch im Inselbetrieb. Verantworten wollte ich meine Aussage nur an der eigenen Anlage.

Dein Ländercode steht übrigens noch auf „interner NA Schutz“ aber das dürfte vermutlich mit S99 sowieso nicht mehr auswählbar sein… Nachtrag: könnte vielleicht doch „wählbar“ sein, dann übernimmt das Schütz den internen NA Schutz.Allerdings wäre die Aussage „kann jedes standardmäßige Schütz“ verwendet werden wieder seltsam da das Schütz max.100ms zum Schalten benötigen darf.

Jetzt hab ich aber viel geredet und keinem geholfen.

ja, auf der DC-Seite geht das Laden der Batterien immer.

Der große Unterschied im “S99 System” ist daß der MP-2 Cluster keine Trennung von Eingang und Ausgang mehr hat… sprich lediglich die Ausgänge auf dem Grid aufgeschalten sind.

Daraus ergibt sich wie der Multi damit umgeht:

  • Der Fronius ist ja im Cluster über das ESS konfiguriert und über ModBus eingebunden…. ==> da mach ich mir wengier Sorgen
  • die BHKWs sind auf der “Grid-Linie” aufgeschalten (zw. Z1 und Z4) und von denen weiss der Cluster nix… und im non-S99 System wurden die indirekt über das EM530 (zwecks Einspeiseverhinderung) zum Laden der Batterien rangezogen… und ob das beim S99-System so geht, das ist die große Frage.

hier mach ich mir weniger bis keine Gedanken. Der NA-Schutz der im Schaltschrank vom Hersteller verbaut wurde regelt das schon… ob Victron da selbst noch was macht is daher irrelevant.

… bin da mit dir ! Da wäre eine Empfehlung von qualifizierten Schützen angebracht… allerdings werd ich mal die Specifications von Leistungsschützen anschaun… vielleicht können die das ja sowieso alle… mal sehen.

Ganz am Anfang gab es bzgl. des Schütz noch eine Empfehlung seitens Victron, ich glaube das war ein ABB, vielleicht finde ich das noch irgendwo.
Das wurde dann aber angepasst, das alle genutzt werden können.
Wenn man ein 0815 billig China Schütz nimmt, passt das vielleicht nicht, aber den üblichen Herstellen wird das wohl passen.

Der EM530 erfasst doch weiterhin die Einspeisung von Überschuss, damit dieser zum Laden des Akkus genutzt werden kann.

… so die Hoffnung bei S99…

kann das jemand von Victron kommentieren/bestätigen ?

Somit ist für das ESS alles zwischen den externen Wandler der Multis und dem EM530 „ACin“ !? Würde ich auch sagen….