Probleme bei der DC-ÜberschussEinspeisung

Kannst du das näher erläutern? :thinking:

Mir ist völlig schleiherhaft, wie die Leistung der MPPTs geregelt wird.

hallo,

der mppt kennt 3 verschiedene modi: 0 = aus, 1 = limit (strom oder spannung) und 2 = mppt tracker.

hier ist ein flow, um den status abzurufen und zu zaehlen: Wer moechte wissen, wie man bms-daten aendert, die einspeisung steuert oder system koppelt? - #61 by d_ferdi

eigentlich brauchst du nur den mqtt und einen debug-node um die info in node-red im debug-fenter angezeigt zu bekommen.

du kannst du info aber auch ueber den mqtt-explorer von windows aus abrufen oder die mppt-nodes benutzen, wenn du den richtigen wert abfragst.

eine anzeige in der konsole gibt es dafuer allerdings nicht.

aber es gibt eventuell noch die moeglichkeit, den status im vrm unter erweitert anzeigen zu lassen.

nur im mppt-mode liefert er die maximale leistung, wenn der modus auf 1 = limit ist, wird die leistung abgeregelt, du bekommst also nicht mehr die leistung, die das modul liefern koennte!

tschuess

Danke, das werde ich mal ausprobieren :+1:

Ich habe das mit dem Node Custom Input gemacht. Aktuell steht er auf Mode 2.

hallo,

2 gut gut, das ist der mppt mode, alles != 2 ist schlecht!

im normalen node kann man den wert auch abrufen. aber im custom hat man eben zugriff auf alle werte, egal von welchem geraet.

tschuess

Solange der Akku nicht (voll) geladen ist, werde ich sehen, wie sich der Mode ändern wird.

So kann ich den Mode dann manuell ändern:

Abb.: Auszug NodeRed

hallo,

du kannst den mode nicht manuell aendern, du kannst nur die ladespannung und den strom begrenzen und damit die mppts in den limit-mode zwingen!

wenn der mppt im mode 1 ist, ist entweder die maximale ladespannung oder der ladestrom erreicht, mehr geht dann nicht mehr, ausser du schaltest irgendwelche verbraucher ein!

tschuess

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Zum Test habe ich ein kleines Progrämmchen geschrieben, mit dem ich den Akku in Abhängigkeit vom Ertrag des Ladereglers entladen kann. Dazu setze ich den GridPoint auf einen (negativen) Wert, der den Summen aller aktuell erzeugten PV-Leistungen entspricht. Allerdings muss die Entladungsleistung um mindestens 1500W höher sein als diese Summe, sonst schaltet sich der Laderregler ab.

hallo,

bevor ich die ueberschusseinspeisung ueber das virtuelle bms gesteuert habe, habe ich das auch ueber den netzsollwert gemacht. aber das hat den nachteil, dass man hier staendig nachregeln muss, abhaengig von der internen last und der pv-leistung. das geht ueber die ladespannung oder auch den ladestrom wesentlich einfacher und mit einem sehr kleinen programm.

bei naechster gelegenheit werde ich einmal die alten programmteile mit dem netzsollwert komplett entfernen!

tschuess

Ja, diese Nachteile sehe ich aktuell auch :neutral_face:

Es ist eben ein Prozess, bis man sein Ideal gefunden hat :grinning_face:

Ich regle die Überschusseinspeisung per NodeRed völlig unabhängig von der Last und PV-Leistung. Bei mir wird nur die Solarprognose ausgewertet, und der aktuelle SOC. Und damit wird abhängig von Jahreszeit und Uhrzeit der Netzsollwert gesetzt. Für den April und den September sieht die Regelung beispielsweise so aus:

else if (cmonth === 4 || cmonth === 9) {
    if (15.30 <= time) { // after 15:30 full charging and resting
        gridsetpoint = -20;
    } else if ((time <= 8.00) && (50 < currentSOC) && (14000 < forecast_today)) {
        gridsetpoint = -300;
    } else if ((8.00 < time) && (time < 13.00) && (30 < currentSOC) && (14000 < fcrest)) {
        gridsetpoint = -2400;
    } else if ((13.00 <= time) && (time < 15.30) && (70 < currentSOC) && (8000 < fcrest)) {
        gridsetpoint = -2600;
    } else {
        gridsetpoint = -20;
    }

Die Variable fcrest enthält die Solarprognose für den Rest des Tages vom Inject-Zeitpunkt an.

  • Ab 15:30 Uhr wird Netzsollwert auf -20 gesetzt, es wird also aller Überschuss in den Akku geladen
  • zwischen 0 Uhr und 8 Uhr wird mit Netzsollwert -300 W entladen, falls die Vorhersage für den Tag mindestens 14 kWh beträgt, und solange der SOC über 50% liegt
  • zwischen 8 Uhr und 13 Uhr wird mit Netzsollwert -2400 W entladen, falls die Vorhersage für den Rest des Tages mindestens 14 kWh beträgt, und solange der SOC über 30% liegt
  • zwischen 13 Uhr und 15:30 Uhr wird mit Netzsollwert -2600 W entladen, falls die Vorhersage für den Rest des Tages mindestens 8 kWh beträgt, und solange der SOC über 70% liegt (mit anderen Worten: es wird erst mal auf SOC=70 geladen, bevor wieder entladen wird)

Diese Regelung führt zu diesem schönen Verhalten:

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hallo,

wenn man das ganze ueber die zeit steuert, sieht das so aus:

das ist ein diagramm fuer einen hohen soc und eines fuer einen niedrigen soc am morgen.

und jeden tag ist der akku gegen 16:00 voll. natuerlich kann man die zeit auch spaeter einstellen. mal sehen, vieleicht hinterlege ich auch verschiedene zeiten fuer verschiedene monate, z.B. fuer jeden monat eine stunde mehr oder weniger, das laesst sich dann einfach rechnen.

den akku zusaetzlich zu entladen, nur damit man tagsueber mehr laden kann, macht keinen sinn, wenn man keinen vorteil davon hat, wie z.B. eine hoehere einspeisung an dem tag. das ist aber nur moeglich, wenn man nicht den gesamten pv-ueberschuss direkt einspeisen kann. aber ich darf wenigstens selbst entscheiden, zu welcher zeit ich den akku lade!

mein netzbetreiber hat uebrigends etwas dagegen, wenn ich ueber die einspeisung den akku morgends tiefer entlade. ich darf nur pv-leistung direkt einspeisen, wenn es dann naechstes jahr endlich soweit ist!

tschuess

Aber natürlich macht das Sinn. Sehr viel Sinn sogar.

Ich habe beispielsweise 5,4 kWp Solarmodule, aber nur einen MPII-3000, der maximal 2,4 kW Leistung hat, plus einen 600-W-BKW-WR (4,8 kWp werden über MPPTs in den Akku geladen). Ich könnte den Ertrag bzw Überschuss aus den 5,4 kWp Solarmodulen also niemals vollständig ins Netz einspeisen. Und genau dazu ist meine Regelung da: der Akku nimmt problemlos alle Solarleistung auf, aber er wäre jetzt schon deutlich vor 12 Uhr mittags voll. Meine Regelung sorgt dafür, dass der Akku erst zwischen 16 und 17 Uhr voll wird. Danach ist die Solarleistung nicht höher als der MP-II umsetzen kann.

Ich müsste ohne eine solche Regelung nur für die Überschusseinspeisung einen deutlich größeren WR verwenden als nötig. Mein System ist durch diese Regelung wesentlich wirtschaftlicher. Und weil ich meine maximale Solarleistung jetzt nicht wie alle anderen mittags ins Netz ballern muss, ist mein System auch wesentlich netzdienlicher.

hallo,

was sinnvoll ist und was nicht, spielt keine rolle, wenn man mit vorschriften kollidiert und mein netzbetreiber hat mir ausdrucklich verboten, mich netzdienlich zu verhalten, indem ich zu zeiten, in denen viel strom gebraucht wird, zusaetzlich etwas einspeise oder mein system so konfiguriere, dass die einspeiseleistung erhoeht wird, wenn die netzspannung abfaellt, was sehr sinnvoll waere!

vorschriften existieren nicht unbedingt dafuer, sinnvoll zu sein!

uebrigends, du kannst ueber das virtuelle bms und die dc-ueberschusseinspeisung das system auch so steuern, dass es den akku, soweit moeglich, bis zu einer bestimmten zeit erst einmal entlaedt und ihn dann wieder laedt.

wenn du dann vorgibst, dass der akku um 12 uhr noch 50% soc haben soll, wird das system versuchen, das so zu realisieren. allerdings musst du bei dem verfahren darauf achten, dass die maximale wechselrichterleistung nicht ueberschritten wird, sonst wird der akku mit dem ueberschuss auch nicht geladen. deshalb werte ich auch aus, ob die laderegler die maximale leistung bringen oder nicht!

aber der netzsollwert ist auch eine gute loesung. ich weiss jetzt nur nicht mehr, ob der regelmaessig gespeichert wird oder nicht, wenn man ihn von node-red aus aendert, aber ich glaube, er wurde nicht sehr oft gespeichert. die wechselrichterleistungsbegrenzung wurde dagegen oft gespeichert oder gar jede aenderung.

ich sollte wirklich einmal eine liste der werte machen, die staendig gespeichert werden!

ich werde uebrigends das gleiche problem haben, wie du, wenn ich einspeisen darf, denn ich kann dann nur maximal ca. 12 kW einspeisen, habe aber bis zu 200-250 kWh ueberschuss am tag. das funktioniert nicht, solange die sonne scheint!

ich koennte zwar eine hoehere einspeisung konfigurieren, aber das will ich nicht, denn das haette andere nachteile, da dann mehrere systeme einspeisen muessten.

tschuess

Das ist doch übliches Wutbürger-Gehabe. Ja, natürlich gibt es Vorschriften, die nicht unbedingt sinnvoll sind, aber sie sind ausnahmslos immer juristisch überprüfbar, und durch die Politik sowieso. Davon abgesehen gibt es keine Vorschriften, die Dich daran hindern, Deine PV netzdienlich zu betreiben. Falls Dein Netzbetreiber Dir diesbezüglich Vorschriften macht, dann scheinst Du wohl eine andere Vorstellung von “Netzdienlichkeit” zu haben als Dein Netzbetreiber. Es gilt logischerweise die Definition des Netzbetreibers.

Aber das führt völlig weg vom Thema: Deine Aussage, dass die Regelung über den Netzsollwert angeblich verlangt, dass man “ständig nachregeln muss”, ist einfach nur falsch. Ich regele über den Netzsollwert, und muss gar nix nachregeln.

Da meine Regelung sowohl den voraussichtlichen Solarertrag berücksichtigt als auch den jeweils aktuellen SOC, ist mein Akku vor unerwünschter Entladung geschützt, beispielsweise wenn meine Hauslast an einem Tag mal besonders hoch ist. Da müsstest Du bei Dir aber manuell nachregeln.

Du kannst also sowieso nur einen winzigen Teil Deines Überschusses einspeisen, und kannst das mit Deiner Regelung nicht ändern. Welchen Sinn verfolgst Du denn dann mit Deiner Regelung überhaupt?

Ich regle sowieso nur alle 10 Minuten nach, und der Netzsollwert wird per Filter-Node nur dann gespeichert, wenn er sich geändert hat. Das kann, wenn der SOC die Regelschwelle erreicht (z.B. 30% zwischen 8 Uhr und 13 Uhr), durchaus ein paar mal geschehen. Typischerweise habe ich an einem sonnigen Tag mit hoher Hauslast aber nicht mehr als 6 oder 7 Speichervorgänge eines geänderten Werts.

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hallo,

dass eine vorschrift juristisch ueberpruefbar ist, sagt nichts darueber aus, ob sie sinnvoll ist!

und meine vorstellung von netzdienlichkeit ist, das netz zu entlasten und zu unterstuetzen, wenn das sinnvoll ist. nur leider ist das nicht unbedingt die definition der netzbetreiber, die wollen lieber die volle kontrolle anstatt netzdienliche kunden!

ob der netzsollwert staendig nachgeregelt werden muss oder nicht, haengt davon ab, was man erreichen will. ich habe das einige zeit auf einem system gemacht, aber die regelung ueber die ladespannung ist wesentlich einfacher und effizienter.

natuerlich kann man den auch nur 3 mal am tag aendern um die einspeisung zu steuern. nur ziehe ich es vor, aufgrund vorliegender daten das system zu steuern und nicht nach einer vorhersageschaetzung. ich habe diese daten inzwischen zwar auch im system hinterlegt, das problem dabei ist nur, dass die vorhersage auch mal gewaltig daneben liegt und die 3-4-fache solarenergie reinkommt oder auch mal nur 25% der vorhergesagten energie und zumindest im 2. fall kann das zu einem problem werden, wenn man nur pv-leistung verbrauchen kann, wenn man das netz abschaltet. das wird zwar automatisch wieder zugeschaltet, aber fuer 8 cent einspeisen und dann den strom fuer 30 cent wieder zurueckkaufen ist auch nicht wirtschaftlich.

es freut mich, wenn das bei dir gut klappt, aber mir ist die verhersage definitiv zu ungenau und ich hatte es auch schon, dass fuer mehrere tage deutlich mehr energie vorhergesagt wurde, als dann reingekommen ist. haette ich nur danach eingespeist, haette ich strom kaufen muessen, aber da ich meinen akku gerne jeden tag voll bekomme, brauchte ich keinen strom zu kaufen!

und dass ich nicht den ganzen ueberschuss einspeisen kann, liegt einfach daran, dass es fuer den aufwand, den ich dafuer betreiben muss, einfach zuwenig einspeiseverguetung gibt. das system, das ich als reserve und fuer die einspeisung installiert habe, hat mich ueber 3000 euro gekostet und der noetige umbau, damit ich einspeisen darf wird mich auch nochmal um die 3-4000 euro kosten. leider muss ich den auch noch aus anderen gruenden durchfuehren, so dass ich nicht darum herumkomme ohne aerger mit meinem netzbetreiber zu bekommen!

alleine der einbau der neuen UV, weil die alte inzwischen zu klein ist, wird mit 3-4000 euro zu buche schlagen! und das muss ich auch wieder wegen einiger vorschriften machen.

insgesamt bin ich dann bei kosten von ca. 7000 euro oder mehr, bis alles modernisiert ist und ich endlich einen smartmeter bekommen kann!

und was vorschriften angeht, die sinnloseste vorschrift ist der hydraulische abgleich, denn der bringt garnichts ausser kosten und wenn es gut laeuft, werden die aufheizzeiten angepasst, mehr passiert dabei aber NIE! und darauf kann man auch zu 99% verzichten!

tschuess

Jaja, is ja gut. Lass’ solche sinnfreien Wutbürger-Ausbrüche doch lieber sein.

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Auch in meinem Netzgebiet ist der Rückverkauf von Akku-Energie prinzipiell nicht gestattet. Wenn aber die max. Ladespannung erreicht ist und das System in den Erhaltungszustand übergehen möchte, wird zumindest mein Akku auch ins Netz entladen. Das geschieht solange PV-Ertrag am Laderegler generiert wird. Damit lässt sich diese Einspeisung nicht von einer “echten” PV-Einspeisung unterscheiden. Spitzfindig ausgelegt, speist man PV-Energie zeitversetzt ein.

Die vorgestellten Lösungen via NodeRed gefallen mir :+1: Allerdings setzen sie genaue Kenntnis über das Nutzungsverhalten voraus und müssen auch jahreszeitengemäß angepasst werden :thinking:

hallo,

wenn man eine feste zeit zum volladen vorgibt, braucht man keine anpassung zu machen, das geht dann automatisch. lediglich der zeitpunkt wann der akku voll sein soll, kann man dann noch mit einer einfachen formel um mehrere stunden verschieben, damit er im sommer erst spaeter voll wird, als im winter.

kommt wenig leistung rein, geht alles in den akku, kommt sehr viel, wird das meiste eingespeist, wenn der akku einen hohen soc hat!

die restladezeit wird aus soc, ladestrom und kapazitaet berechnet, mit einem bmv oder smartshunt wird es noch einfacher, da bekommt man die entnommenen AH direkt geliefert.

tschuess

Das wurde hier im Forum schon des öfteren gesagt, aber die Antworten waren immer, dass die Ursache dafür wohl ein Fehler in den Einstellungen sein muss. Bei mir ist das definitiv auch nicht so. Ich speise nur dann Strom aus dem Akku ins Netz, wenn entweder der Akku voll ist, oder wenn ich das per Netzsollwert so einstelle.

Damit kann dann aber nur der “Rückverkauf” gemeint sein, also der Verkauf von zuvor aus dem Netz in den Akku geladenen Stroms zurück ins Netz. Ich lade meinen Akku aber sowieso nie aus dem Netz.

Naja, die jahreszeitliche Anpassung erfolgt ja automatisch. Das Beispiel für den April habe ich oben gezeigt, im März unterscheide ich sogar zwei Fälle vor und nach Monatsmitte, weil da die Unterschiede wg Tag-Nacht-Gleiche besonders groß sind.

Das Nutzungsverhalten ist aber egal, denn das äußert sich ja dann im jeweils aktuellen SOC, der zur Bestimmung des Netzsollwerts herangezogen wird. Relevant ist vielmehr das Ertragsverhalten, denn die Regelwerte müssen daran angepasst sein, und das geht nur dann, wenn man wirklich mitten drin ist. Einmal angepasst, sollte das aber für immer reichen.

Du lädst den Akku mit Strom aus dem Netz? Ich lade ihn mit PV-Strom, und der kommt dann, wenn es der Sonne so gefällt.