LKW mit unabhängiger Spannungsversorgung 230V?

Hi Leute!

mein neuer Trafic mit großer Batterie braucht 230V, das möchte ich unabhängig von der Boardbatterie machen. Diese soll aber geladen werden (bei PV Überschuss, Anschluss ans Netz, Mindestspannung unterschritten…), möchte ja wieder nach Hause kommen.

Einsatz 3 Tage am Ring, brauche Licht, Kühlschrank, ggf. elektr. Heizung in der Nacht, Flex … solche Dinge halt.

Das erst was ich euch fragen möchte ist, wie geht man das mit der Boardbatterie an?

BG

Mit Bordbatterie nehme ich an ist die originale Starterbatterie gemeint? Zur Erhaltungsladung gibt es mehrere Möglichkeiten auch auch entsprechend viele Threads hier. Welche davon nun die beste ist, ist Situationsabhängig.

Wie sieht denn das System der aus für die Zusatzbatterie? Starbatterie wird wohl Blei-Säure oder AGM sein, 12V? Zusatzbatterie auch Blei-Säure/AGM oder LiFePo? Auch 12V?

Ist ein Netzanschluss vorhanden? Es ist von PV überschuss die rede, also nehme ich an es gibt einen MPPT/PV-Ladegerät?

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten:

  • Koppelrelais z.b. Cyrix wenn beide Batterien die selbe Chemie aufweisen. Relativ günstig, keine Spannungswandlung oder Ladekennlinie (Spannungen müssen beide z.B. 12V sein), Ladung kann beidseitig erfolgen (Fahrzeug<->Aufbau)
  • DC-DC-Wandler z.B. Orion bei unterschiedlichen Chemien, teurer, Spannungswandlung/Ladekennlinie (Ladung von z.B. 12V zu 24V möglich), jedoch nur in eine Richtung z.B. Aufbau->Fahrzeug
  • Erhaltungsladung über Dioden/PTC, z.b. im MultiPlus integriert oder Eigenbau, günstig/integriert, nur Spannungsabsenkung/keine eigene Ladekennlinie (Spannungen müssen beide z.B. 12V sein), nur in eine Richtung Aufbau->Fahrzeug
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danke für die vielen Infos.

Ja, Bordbatterie=Starterbatterie, 12V Blei/Säure (ob AGM - glaube nicht, muss ich noch nachsehen).
Sonst ist noch nichts vorhanden! Ich würde meinen eine LifePo4 (oder mehrere) mit entspr. Victronelektronik wird das Herz der unabhängigen Spannungsversorgung werden.

Der Plan wäre jetzt ein Alurahmen auf Räder und mit Siebdruckplatten verkleiden, also eine mobile Lösung. Wenn gebraucht rein in den LKW, sonst stehts zu Hause.

Die Starterbatterie soll Energie bekommen, wenn eine Mindestspannung unterschritten ist, oder es hängt generell ein Ladegerät drauf. Es soll nur Aufbau → Fahrzeug Strom fließen. Wenn mal PV kommt oder der Aufbau am Netz hängt, dann soll entsprechend die Starterbatterie auch davon was haben. Dh. eine einfach Koppelrelais bzw. DC-DC sehe ich jetzt nicht. Auch Dioden wären nur dazu da die Stromrichtung zum Aufbau zu blocken.
Was bietet hier Victron an (möchte komplett in diesem Thema bleiben). ?

Das währen eben die drei Varianten oben.

Da die Zusatzbatterie LiFePo sein soll, dann fällt das Koppelrelais schon mal raus.

Wenn ein Multiplus zum Einsatz kommt und die Zusatzbatterie auch 12V sein wird, kann die Erhaltungsladung vom Multiplus verwendet werden.

Wenn kein Multiplus eingesetzt wird, wenn die Spannungen unterschiedlich sind, oder wenn man etwas mehr Kontrolle über den Ladevorgang haben will dann bleibt noch ein Orion übrig.

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Ja, kanns aber noch nicht greifen.

ein Multipuls 2 ? 230V Einspeisung u 230V Notstromaggregat, gibt 230V aus, aber 48V? muss da mal die Spezifikationen befragen. Aber das ist das Anschlussthema.

First things first. Anbindung an die Starterbatterie.

Die 12V (und 24V) Modelle haben einen zusätzlichen Ausgang zur Erhaltungsladung der Starterbatterie, Anschluss G auf der Übersicht. Ich schweife damit nicht vom Thema ab.

Wenn du aber an 24V oder 48V für die Zusatzbatterie gedacht hast, dann ist dies sowieso vom Tisch, dann bleibt nur noch ein Orion übrig.

Wenns kein Multiplus werden soll, sondern z.B. ein reiner Inverter ob von Victron oder nicht, dann bleibt auch nur der Orion übrig.

Und eigentlich kommt das dann irgendwann an fünfter Stelle bei der Planung eines neuen Systems. Die Festlegung der Grundparameter wie Spannung, Batterietyp, Kapazität, Inverterleistung sind wichtiger. Von diesen Grundlagen aus können dann so Zusatzdinge wie die Ladung der Starterbatterie geplant werden, weshalb ich auch so doofe Fragen stelle

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Trickle Charge hört sich erst mal gut an.
hab dann gegoogelt: LINK
es gibt dann doch massig Einschränkungen. Keine Kontrolle, die 4A sind eher Theorie, Tiefentladung auf Dauer der Aufbaubatterie (keine Trennung) usw.
hmm, ob das der richitge Weg ist.
Denke schon dass hier A fließen sollten, denn der LKW verbraucht Strom mit Auf/Zu, Licht. Auf Dauer wären die 0,4A deutlich zu wenig, die Starterbatterie wird entladen.
Dann wäre die Überlegung ja auch, wenn der Motor läuft, die Aufbaubatterie zu laden. Dazu brauchts dann ein Smart BMS CL LINK

Ein Orion kann die Energie bei Motorlauf in die Aufbaubatterie transportieren, aber nicht zurück soweit ich lese.
für die Ladung der Batterie ein Blue Smart.

? Tja, ein Gerät für alles erscheint mir nicht, das muss alles separat gelöst werden

welcher Batterietyp die Aufbaubatterie ist, ist mir auch noch nicht klar. Ich will da keine Wissenschaft draus machen. Einsatz ist 3-5x pro Jahr. Eine LifePo4 ist mM Pflegeintensiv bzw. intensiver als eine AGM zum Bsp. wobei die nutzbare Kapazität usw. schlechter ist. die LifePo4 wird verm. die bessere Wahl sein, aber ich will mir hier keine Todo aufbauen…

Leider lässt Victron hier großes Potential der Orion XS schon lange liegen.
Schon seit der Entwicklung der Orion XS ist bekannt, das die HW bidirektional arbeiten kann, das wurde aber bisher in der SW nicht umgesetzt und ich kann echt nicht verstehen warum.

Mitte des Jahres soll da endlich der erste Schritt gemacht werden und die XS bekommen eine “Notladefunktion” mit der man für 15min zurück in die Starterbatterie laden kann.
Hoffentlich wird daraus dann noch eine richtige Möglichkeit zur Ladeerhaltung der Starterbatterie.

Vielleicht kann man dann ja per NodeRed etwas basteln um diese “Notladung” automatisch immer wieder zu starten.

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Wenn der Aufbau sowieso (nur) 230V liefern soll, dann würde ich da einfach ein normales Ladegerät an die 230V hängen (CTEK oder sowas) und gut. Die mobile 230V Versorgung kann man in groß, skalierbar, leistungsfähig und zuverlässig mit 48V LiFePO4 Akku und Victron Komponenten aufbauen, oder einfach eine Powerstation (Ecoflow oder sowas) nehmen. Da gibt es so viele Möglichkeiten. Wie viel Arbeit will man reinstecken, zum Aufbau und zur Wartung. Wie viele Leute sollen es bedienen können und brauchen dann ggf. eine Einweisung? Was darf es kosten (Investition und TCO)? Wie viel Kapazität (Energie und Leistung) wird gebraucht?

@M_Lange danke für die Info, bin ich wie immer zu früh dran… kann man jetzt die HW kaufen und SW kommt später, oder wird das ein neues Gerät? da muss ich echt überlegen, ob ich warte (was ich nicht wirklich will, aber wäre möglich).

die Kapazität möchte ich nach Bedarf anpassen, also try & error. ich werde in der mobilen box entspr. Platz für die Batterien vorsehen, aber erst mit 1 beginnen und sehen, was kommt.

Also meines Wissens nach sollte es mit der aktuellen HW funktionieren und es braucht nur das SW Update.

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Orion XS sind nicht isoliert? was bedeutet das Thema und ist es für mich wichtig?

welcher Batterietyp wäre für meinen Zweck mit 3-5x pro Jahr am besseren? LifePO4, AGM, … ? Ich will mir keine Todo aufhalsen den Rest vom Jahr.
die mobile Elektrobox kann schon in der Garage am Netz hängen, wenn da nicht 100W Standby odgl. dann laufen. Könnte man auch mit einem Shelly lösen, dass der bei PV-Überschuss zu Hause die Elektrobox anschaltet, der MP drin die Batterie lädt?

Jungs, wer weiß da mehr mit “isoliert - nicht isoliert”, ist das nicht ein Thema mit Oxidation am Boot? betrifft mich das? Danke!!

Ja, das mit der galvanischen Korrosion ist ein Thema bei Booten, da geht es aber eher um einen Landstromanschluss mit 230V.

Deine Frage scheint so einfach, daß viele Elektriker da nicht einmal darüber nachdenken, aber sie ist berechtigt!

Das mit “isoliert” und “nicht Isoliert” bei Wandlern ist einfach erklärt:

Bei isolierten Wandlern besteht keine galvanische Verbindung zwischen den beiden Stromkreisen.

Bedeutet: Bei einem isolierten Wandler ist das Minus vom Fahrzeug (hier die Karosse) nicht verbunden mit dem Minus vom Wandler.

Nicht isolierte Wandler sind günstiger und für einfachere Installationen simpler zu montieren, da man eben einfach die Farzeugkarrosse als “Kabel” verwenden kann.

Wenn du es “Keep it simple” montieren willst, und in der Denkweise der Fahrzeuelektrik bleiben willst, bist du bei “nicht isoliert” genau in diesem Kosmos.

Isoliert macht Sinn, wenn empfidliche elektrische Geräte an Bord sind, Funk etc.

Und ja, bei Booten macht “isoliert “ durchaus Sinn, weil bei einer Bootsinstallation werden eben immer 2 Kabel verlegt, um die Korrosion durch Stromflüsse zu vermeiden.

Bei Victron findest du die passende Lösung.

Und wenn de es noch nicht kennst, lade dir doch das Buch

“Wiring Unlimited von Margreet Leeftink” herunter.

Viel Glück.

A.

Vorsicht, hier wird es gefährlich!

Wichtig hierbei, und das ist ein Hinweis, der LEBENSGEFÄHRLICHE Situationen verhindern soll!

Bei einer Hauselektrik ist im Sicherungskasten ganz klar definiert, wo Phase, Nulleiter und Erdung liegen.

Bei den Steckdosen im Haushalt ist die Erdung definiert, Phase und Nulleiter sind da egel,

weil du eine Schukosteckdose in Deutschland beliebig einstecken kannst.

Wenn du nun deine LKW Elektrik 230V mit einer Schukosteckdose am Stromnetz anschliesst,

ist nicht mehr klar definiert, wo denn jetzt Phase und Nulleiter liegen: 50/50 Chance.

Wenn du nun in deinem LKW , wie im Haushalt einpolige Sicherungen verwendest,

liegen die auf einmal nicht mehr in der Phase sondern im Nulleiter,

und ein ausschalten der Sicherung lässt weiter die 230V am Nulleiter anliegen.

Schau doch mal in der Victron Bibel nach.

Schau mal, wie ich es auf einem Boot gemacht habe:

Zum Anschluss brauchst du einen verpolungssicheren blauen CEE Stecker

diese Phillippi Anzeige die zeigt an, ob der Stecker richtigrum steckt, und ob die Masse da ist…

.. Noch einen Sicherungskasten mit FI, 2 poligen Sicherungen und vielleicht noch einem Stromzähler.

Sieht dann so oder so ähnlich aus.

Natürlich braucht du keinen Galvanic Isolator und “Shore” wäre bei dir eher “Home” oder “192.168.1.x**”**

Kannst du gerne selber bauen, aber nicht anschliessen, weil nur durch Elektrofachkraft.

Weil sonst wieder, wie am Anfang gesagt…

“Lebensgefahr” !

Dannn bist du auf der sicheren Seite!

LG

A.

Danke für die Info, soweit ist mir 230 und mehr alles bekannt, nur nicht in Kombi mit einem Fahrzeug.
Die 230 werden da am Multiplus angesteckt, dazwischen Sicherung. Ist es dann noch immer wichtig, oder macht der MP das korrekt?

Was ich aber gefragt habe, ist warum der Orion galvanisch getrennt sein soll, das er schließt sich mir nicht, denn Masse von der Starterbatterie und von der Zusatzbatterie sind mit der Karrosse verbunden. Vom Orion geht es weiter im DC Kreis, Busbars, Batterie (LifePO4), Batteriewächter….

MultiPlus-II-3kVA-230VAC-12VDC-2x200Ah-Li-NG-Lynx-Class-T-Smart-BMS-NG-Distributor-Cerbo-GX-touch-50-SBP-220-generator-MPPT-100-50-Orion-XS.pdf (2,0 MB)

Es geht nicht darum ob der Orion galvanisch isoliert sein SOLL, sondern ob der Orion (In sich) galvanisch isoliert IST,

Es gibt verschiedene Modelle “Isolated” und “Non isolated”…

LG

A.

verstehe die Antwort nicht?

wir reden hier vom Orion XS (nicht/isoliert ist nicht angegeben, zumindest lese ich da nix raus).
mir erschließt sich nicht, warum soll/ist der Orion in einem PKW isoliert sein, beide Seiten (Masse = Karro) sind am selben Potential.

Mir scheint der Aufwand für ein paar Tage im Jahr Nutzung in keinem Verhältniss zu stehen.
Ich an deiner Stelle würde mich mit den Powerstations (Komplettsysteme mit Akku und 230V Lader/Inverter) in benötigter Stückzahl ausrüsten. Dann noch maximal einen MPPT, mit Panel, welcher die Starterbatterie voll hält und gut ist.
In deinem ersten Post schreibst du, das du elektrisch Heizen willst. Ohne einen Netzanschluss kannst du das ganz vergessen. Die Energiemenge die du mitführen müsstet, um die Heizung zu betreiben, und die dafür benötigten Speicher sind so teuer, das es wohl günstiger wäre, wenn du das Geld direkt verbrennst.
Wenn es unbedingt eine Heizung sein muss, dann schau dich nach einer Dieselstandheizung um. Hier gibt es relativ günstige von Autoterm, oder noch günstiger vom Chinesen. Eine 2kW Heizung reicht da aus. Diese braucht aber wieder 12/24V.

Ich kann mich hier nur **chrigu **Aussage anschließen, erst mal ein passendes Konzept zu erstellen, und dann die Details wie Ladung der Starterbatterie zu klären. Wie du schon sagst “First things first”, also fang am Anfang an, un erstelle ein Konzept, oder auch mehrere (eins hab ich ja oben schon aufgezeigt), und wähle für dich das Optimale aus. Mach dir am Besten eine Liste, was du für Anforderungen hast, und was das preislich kosten darf. Wenn das Konzept steht, können wir uns über Detaillösungen unterhalten.

Hatte ich nicht gesehen, daß explizit der Orion XS angesprochen war. Sorry.

Der Orion XS ist natürlich nicht isoliert. (Erkennt man an den 3 Anschlüssen)

(IN, gemeinsames GND, Out)

Der Orion TR Ist isoliert. (Erkennt man an den 4 Anschlüssen)

(IN, GND IN, GND OUT, OUT)

Aber schaue dir doch auch mal die TR Serie an?

Interessant ist da der REMOTE Eingang für eine Fernsteuerung ,

Oder auch die SMART Version, da bist du dann wirklich Up to Date…

Bei denem Einbau wirst du schnell merken, daß es doch schön wäre, das ganze auch vom Handy aus zu steuern und auszulesen?

Und wie gesagt, du kannst da natürlich GND IN und GND OUT Verbinden, wenn du so einen Aufbau planst.

LG A.