3 Phasen ESS mit PANDA Speicher

Auch da weißt Du was Falsches: ein Renault Zoe lässt sich mit 230V laden, allerdings nur mit 2,3 kW und man braucht ein spezielles Notladekabel (Mode 2), da die serienmäßige Ladekabel (Mode 3) nur für Wallboxen ausgelegt sind. Für Tesla gilt das Gleiche, und auch ein Smart EQ kann mit 230V geladen werden, der aber sogar bis 3,7 kW.

ja, über die Schuko Dose (Notladen) geht natürlich auch weniger; aber das macht kaum ein E-Fahrer…

Die Ladelimits nach unten beziehen sich mE nur auf das Laden mit Wallbox, so zB bei Mercedes (2 phasig)

Wenn ich über Schuko laden möchte, nehme ich mir einen 10€ Shelly und fertig ist die automation :wink: da brauche ich kein ESS a la Victron.. nur meine Meinung..

…sagen wir einfach dass es nicht zu empfehlen ist das Auto im Regelfall an der Steckdose zu laden. Deshalb heißt das Ladekabel auch NOTladekabel. Vermutlich bin ich nicht der einzige Elektriker der schon einige verschmorte Steckdosen vorgefunden hat.

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Habe ich geschrieben, das sich die genannten Autos nicht mit 230V Laden lassen?

Ich bezog mich auf den minimalen Strom, mit den die Fahrzeuge geladen werden können (egal ob Notladeziegel oder Wallbox), nachdem Jonas geschrieben hat, das bei vielen Herstellern 12A das Minimum wären.
(Da muss ich mich aber auch korrigieren, beim Zoe sind es 10A, zumindest war das mal so, durchaus möglich, das die da mittlerweile etwas geändert haben.)

Jetzt war ich selber auch verwirrt, die Einstellungen bei meinem EQC haben leider nie gegriffen, da er über Wallbox die Limits nicht übernommen hat. Daher blieb nur der Umweg über die Drosselung der Wallbox selbst.

Die Limits (6A/8A..) greifen mE wirklich nur beim Laden mit der Schuko Dose.

Aber zurück zum Thema, und mit Verweis auf den ADAC.. ab einem gewissen Punkt macht das langsame Laden eben keinen Sinn mehr.. dann eben wie oben beschrieben, lieber nachts (0-5 Uhr) für 15 Cent über Nacht Tarif, 11kW und gut ist.

Naja, wenn Du Dein E-Auto mit PV-Strom laden willst - und genau darüber reden wir hier - dann sieht die Sache schon etwas anders aus.

Ja, auf Langstrecke ist das tatsächlich ziemlich sinnfrei. Aber es geht hier ums tägliche Laden mit PV-Strom zuhause. Und da ist das langsame Laden höchst sinnvoll. Es schont den Akku des Autos mehr als jede andere Form des Ladens, und der Strom ist preisgünstiger als jeder andere. Und man kann so mit einem 1phasigen MPII-6k5 und einem hinreichend großen Akku sogar den normalen Tagesverbrauch von 2 E-Autos über Nacht nachladen und spart somit noch jede Menge Geld beim Bau der PV-Anlage.

Wie immer im Leben; haben ist besser als brauchen :slight_smile: es spricht ja erstmal nichts dagegen, die Wallbox entsprechend mit einzubinden. Kann man ja wirklich Erfahrungen sammeln & am Ende immer noch entscheiden..

Ich sehe jetzt zumindest kein Nachteil die Wallbox erstmal an Ac Out 2 zu klemmen..?

ich auch nicht. Die EVCS regelt den Ladestrom entsprechend möglicher Eingangsstrombegrenzungen oder Overload seitens Multi oder GX. Somit wäre auch ACout1 eine Option. Wie gut das funktioniert habe ich aber nicht probiert.

Doch, denn Du benötigst dann ein 3phasiges ESS, und das kostet doppelt so viel wie andernfalls nötig. Wie viel Ladestrom musst Du ziehen, um die Mehrkosten gegenüber der 1phasigen Lösung wieder rein zu holen?

Ich sehe keinen Vorteil darin, für das E-Auto eine Wallbox einzubinden, anstatt erst mal nur einen 230V Anschluss vorzusehen. Außer natürlich wenn Du Handelsvertreter bist und täglich 500 km fahren musst.

Warum muss es dann zwangsläufig ein 3-phasiges ESS sein?
Es reicht doch, wenn der eine Multi mit seiner Leistung aus dem Akku dazu gibt und der Rest kommt halt aus dem Netz oder bei Sonne direkt aus der AC PV Anlage.

Wenn man doch unerwartet mal schnell mit dem Auto los muss oder warum auch immer mal “schneller” mehr Energie in das Auto bringen muss, ist es schon von Vorteil, wenn man mit mehr als 2kW laden kann.

Also ich hatte es schon ein paar mal, das sich spontan etwas ergeben hat, wo ich mehr als 100km fahren musste, das konnte ich bei mir mit 3kW nicht mal eben laden und habe dann am nächsten Schnelllader angehalten, wo die kWh deutlich teuer ist als zu Hause.

Also meiner Meinung nach kann es schon Situationen geben, in denen man das gebrauchen kann auch zu Hause mal 20kWh in 2h laden zu können.
Aber auch hier wieder: Es ist letztlich Jonas’ Anlage und Geld, wenn er für sich den Mehrwert sieht, ist es doch seine Sache.

Vielleicht fährt Jonas ja auch überdurchschnittlich viel am Tag und liegt weit über den 40km?

Wir reden aber davon, dass die Ladeleistung nicht aus dem netz kommt, sondern aus der eigenen PV. Und bei Sonne steht das E-Auto meistens nicht zuhause.

Du kannst das E-Auto ja immer vollgeladen halten und kannst pontan immer so weit weg, wie der Akku reicht. Das hat exakt gar nichts damit zu tun, wie der Akku geladen wird.

Warum sollte das ein Problem sein? Man lädt den Akku ja nicht unmittelbar genau vor einer Fahrt, sondern lädt jede Nacht das nach, was man tagsüber verfahren hat. Morgens ist der Akku also immer voll, außer man hat am Vortag den Akku schon mal komplett leer gefahren. Und selbst dann hat man über Nacht schon für 200 km nachgeladen.

Darauf habe ich schon von Anfang an hingewiesen. Für alle Tagesfahrten bis 200 km reicht mein Vorschlag, und das ist ein Vielfaches der täglichen Durchschnittsstrecke.

Wo wurde das als Bedingung geschrieben?
Wenn ich mir eine Wallbox zu meinem 1-phasigen ESS installiere um ab und zu mal mit 11kW (oder mehr) laden zu können, habe ich auch im Hinterkopf, das die Leistung dann u.U. mal nicht aus dem Akku/Sonne, sondern vom Netz kommt.


Es gibt nur deine Sicht auf die Welt, oder?

Habe doch extra geschrieben Unerwartet d.h. der Akku vom Auto/Haus ist in der Situation gerade nicht voll, wenn ich es brauche.

Folgende Situation:
Die letzten Tage war schlechtes Wetter, daher ist im Auto Akku nicht viel Strom, weil immer nur das nötigste für den nächsten Tag geladen wurde.
Du kommst Nachmittags nach Hause und dann ruft Frau/Freundin/Mutti an, du musst zu mir kommen, weil XY oder wir müssen heute nach XY fahren oder was weiß ich für eine Situation…

Oder du kommst Freitagabend spät nach Hause, Autoakku ist fast leer und am nächsten Morgen geht es zeitig wieder los raus, da reichen dir die 15-20kWh über Nacht vielleicht auch nicht und würdest lieber das doppelte oder mehr in das Auto laden.

Du hast also nur begrenze Zeit bist du wieder los musst und dann nützen dir deine 2kW Ladeleistung überhaupt nix, da bist du froh, wenn du auch mal mit 11kW oder mehr laden kannst, scheiß egal woher die Energie kommt.

Oder zu fährst eben zum Schnelllader wo die kWh meist mehr als das doppelte kostet. (Wirtschaftlichkeit?)

Im Sommer scheint die Sonne auch sehr lange, dann kann auch nach 16Uhr noch genug PV Leistung da sein, um ohne Netzbezug mit mehr als 2kW das Auto laden zu können.
(je nach Größe/Ausrichtung der PV-Anlage)

Es gibt nur Deine Sicht auf die Welt, oder?

Ja, es gibt Prepper, die sich einen Atombunker in den Garten stellen. Aber ich empfehle das nicht für die Allgemeinheit. Du aber schon. Unerwartet kann auch mit Deiner WB mal eine Fahrt auf Dich zukommen, obwohl der Akku gerade leer ist. Und auch ohne WB mit nur 230V Ladung hast Du jeden morgen den Akku voll.

Meine Empfehlungen gehen nicht an den seltenen Prepper, sondern an den Großteil der Haushalte, die damit gut zurecht kommen. Natürlich gibt es immer Leute, die mehr Schutz vor unerwarten Fällen haben wollen. Aber wenn man schon das fünffache der durchschnittlichen deutschen Fahrleistung über 230V nachladen kann, ist man doch sehr weit auf der sicheren Seite.

Wie oft wird das dann vorkommen? Zweimal im Jahr? Ja, da ist meine Empfehlung ganz extrem viel wirtschaftlicher. Warum willst Du 2000 bis 3000 € mehr ausgeben, um im Jahr gerade mal 20 € teuren Schnellladerstrom zu vermeiden?

Oder die in einem anderen Thread empfehlen einen 30kWh Akku zu installieren, bei einem Tagesverbrauch von etwa 12kWh…

Wo sollte ich das getan haben? 32 kWh Akkus habe ich für den Fall empfohlen, dass täglich 2 E-Autos geladen werden sollen. Diese alleine brauchen im Mittel schon 16 kWh pro Tag.

Falls keine E-Autos vorhanden sind, empfehle ich immer Akkus mit 16 kWh, und zwar aus dem simplen Grund, dass sich diese schon alleine durch die höhere Zyklenzahl rechnen, zusätzlich aber auch durch erhebliche Einsparungen bei der WR-Leistung.