Zwei Victron Systeme koppeln

hallo,

ich habe hier bis zu 3 systeme in reihe geschaltet, allerdings ohne ess-konfiguration und steuere die nachgeschalteten systeme ueber die eingangsstrombegrenzung und node-red. da das letzte system noch mit alten multis ist, komme ich dort in der strombegrenzung auch noch bis 4,5A runter anstatt bis 6,5 wie bei den neuen mp2 5000.

ausserdem habe ich auch noch weitere dc-verbraucher und wechselrichter an dem akku des letzten system, so dass ich im winter den pv-strom immer alle verbrauche, nur wenn aktuell mal die sonne rauskommt, dann gibt es damit ein problem, weil 2/3 meines 24V-akkus ausgefallen ist und der letzte nicht mehr die volle kapazitaet und leistung hat.

also ohne ess funktioniert das problemlos, sofern man ausreichend verbraucher hat, um den pv-strom zu verbrauchen, wenn die sonne einmal richtig scheint.

aber nachstes jahr wird da einiges umgebaut.

jetzt sieht das so aus:

48V 15 kVA → 48V 15 kVA - 24V 15 kVA

wobei das erste 48V-system im winter ausgeschaltet wird

spaeter wird es dann so aussehen:

48V 15 kVA → 24V 15 kVA - 48V 15 kVA

das erste system wird dann als ess und zur einspeisung genutzt, das 2. wird wohl auch als ess konfiguriert, damit ich die komplette leistung der 24V PV-anlage nutzen kann, beim 3. wird es keine ess-konfig geben.

durch die umstellung der reihenfolge, komme ich dann auch auf maximal 50A laststrom, aktuell ist der durch die verkabelung auf maximal 32A limitiert!

dazu gibt es dann allerdings noch weitere wechselrichter am 24V, 36V und 48V system und vom 48V und 36V system einen mppt 150/100 um energie zum 24V system zu uebertragen. und ich muss einen neuen 24V-akku installieren!

das ganze funktioniert jetzt schon seit mehreren jahren so, nur im ersten jahr musste ich mal den akku aus dem netz laden, weil sein eigenbedarf zu hoch war und das 2. 48V-system ist erst ende letzten jahres dazugekommen, weil ich von den anderen system nicht einspeisen kann, da ich die leistung und leistungsreserve normalerweise selbst brauche. da kam mir die preissenkung der mp2 gerade recht!

aber alle systeme mit ess und netzanbindung funktioniert auf jeden fall. nur bei nachgeschalteten ess sollte die leistung nicht groesser sein, als die des ersten systeme, das haengt mit dem regelverhalten zusammen, weil dann das system am anfang auch schon mal die komplette leistung eines abgeschalteten verbrauchers fuer kurze zeit aufnehmen muss, wenn das netz abgeschaltet ist!

aber wenn das 2. system als ess konfiguriert ist, kann man damit auch energie an das erste uebertragen.

ob das bei den multi-rs auch geht, weiss ich aber nicht. theoretisch sollte es aber funktionieren.

aber eines muss die immer klar sein, die maximale leistung der wechselrichter am anfang der reihenschaltung kannst du nicht nutzen, nur etwas ueber 90%! oder es gibt probleme wegen ueberlast.

tschuess

ich hab ebenfalls 2 ESS in serie :

48V mit 3x MP2 5kva am netz wobei alle verbraucher und ein kostal Pico 15 am AC out installiert sind

EVC am AC in und ein weiterer kostal Pico 15

12V system derzeit noch als splitphase je 1200 VA (der 3. multi hats noch nicht hin geschafft)am AC out der 48V multis

beide systeme verfügen über PV leistung AC wie DC gebunden

der netzzähler ist ein CG EM24 Ethernet Energy Meter am LAN wobei am 48V system 0w und am 12V system -40w eingestellt wurde als netz sollwert

da NodeRed nicht mein ding ist bzw ich es nicht behersche hab ich alles mit einstellungen realisieren können die in den 2 GX geräten zur verfügung stehn.

meine bisherige erfahrung damit ist das sich die akkus nicht gegenseitig laden entladen , das 12V system aber am nachtverbrauch via begrenzug max WR leistung (ESS einstellung die sich rein auf die entladung der batterie beschränkt aber die MPPT rückspeisung nicht tangiert) mithilft , die -40w am netzzähler das 48V system nicht aufläd weil der nachtverbrauch eine spur grösser als der eingestellte max wert der WR des 12V system es also zumeist bei den 0w bleibt.

kommt die sonne vorbei fällt allerdings auf das sich zuerst das 12V system die PV leistung schnappt (gleich gerade alles was kommt) bis zur max laderate und am 48V system als verbraucher registriert wird , erst wenn genügend PV leistung kommt wie heute beginnt das 48V system mit ladung was ich sogar als positiv bewerten kann da die 12V fast die gesamte grundlast in der nacht stellt.

schwankt die PV leistung stark kommt es zur pendelbewegung wo es passieren kann das sich das 12V aus der 48V weiterläd sich aber wegen dem netzsollwert langsam zurückregelt für mich also nicht all zu tragisch ist wärend den paar minuten.

für den schlimmsten fall das das netz wärend vollsonne ausfällt und beide batterien voll sind würde die 12V immer automatisch via schütz abgetrennt um die 1 zu 1 regel des 48V systems einzuhalten , es also dann 2 insel geben würde wobei an der 12V die höchst kritischen solar thermie anlagen am AC out sind (vakumröhren und hybridpanels die thermische seite)

Hoffe das hilft einigen :slight_smile:

Weitere Details

etwas zeitversetzte fotos der 2 systeme ca 11:30 am 31.12.2025 , die prognose stimmt klar nicht da an vollsonne heute in etwa mit 60-70 Kwh zu rechnen ist an der hauptanlage und etwas 6kwh an der 12V bei gesamt verbrauch etwas um 50Kwh bei den temperaturen mit WP heizung , beide akkus werden via DVCC auf ihr C10 begrenzt um nichts kaputt zu machen

bei wenig PV und beide systeme am SOC min schickt die 12V anlage die gesamte erzeugung abzüglich des DC verbrauch ins system und versucht den netzzähler auszugleichen , die gezeigten bilder beenden eine serie von 7 tage hartnäckigen nebel

derzeit bin ich mitte der kritischen 4 wochen wo es die PV nicht schafft den bedarf zu decken was aber auch n guter test der kombinierten ESS ist

setzt man den netzsollwert auf der 12V anlage auf +10W kommt es zu einer priorisierten ladung dieses systems wenn min die PV leistung des max ladewerts zur verfügung steht

Frohes neues Jahr allen :slight_smile: