Wie kann man einen MP2 48/3000/35-32 an L2 und MP2 48/4k5-55-32 an L1 mit unterschiedlichen Speichern betreiben ?
Vorgeschichte:
der MP2-3000 wurde wegen zu geringer Ladeleistung (nur 1,7 kW) durch den MP2-4k5 ersetzt und gleichzeitig der Speicher auf 10 kWh durch 2xPytes erhöht. Nun sollte das alte System sinnvoll Weiterbetrieben werden um auch dessen 4,8 kWh zu nutzen
Es sollte also ein zweiphasenbetrieb mit ESS zur Vermeidung von Netzbezug/Einspeisung soweit machbar realisiert werden.
Der eine 3000er MP2 ist GX Version mit integriertem VenusOS und hat eine 15S Powerqueen 48V/100Ah und Victron SmartShunt,
der 4500er hängt an einem externen CerboGX und hat zwei Pytes V5a parallel mit insgesamt 10.25 kWh.
Die SW beider VenusOS ist aktuell auf 3.70
Der Versuch, beide oder auch nur einen als “all Phasen” ESS laufen zu lassen (um L3 mit zu kompensieren) endet damit, daß auch ohne PV die Energie zwischen den MP"2 hin- und hergeschoben wird. D..h., der eine lädt z.B. an L2 1 kW, der andere entlädt an L1 entsprechend, obwohl jetzt bei Nacht 0 PV erscheint.
Gibt es dafür eine Lösung oder einen ganz anderen Ansatz ?
Als zwei komplett getrennte systeme. Alles andere entspricht nicht dem Victron standard.
Die beiden systeme müssten voneinander unabhängig regeln können. Dies geht nur wenn beide als einphasiges system betrieben werden. 3000er übernimmt z.b. L1, 4k5 übernimmt L2, L3 wird nicht kompensiert. Heisst aber auch dass für den 4k5 die Phasenzuweisung z.B. über nodered geändert werden muss.
Evtl kann auch ein system für das andere als PV auftreten.
Alles ein gebastel. Persönlich würde ich den 3000er und 4.8kWh speicher verkaufen.
Vielen Dank chrigu für deine Einschätzung.
was meinst Du mit “Heisst aber auch dass für den 4k5 die Phasenzuweisung z.B. über nodered geändert werden muss.”
Lässt sich die Phasenzuweisung nicht in VictronConnect oder VEconfigure3 mit MK3 einmalig durchführen ?
An Verkauf hatte ich ursprünglich gedacht, aber ich schätze man bekommt bei dem Preisverfall kaum mehr was dafür.
Mit ESS so weit ich weis nicht, habs aber ehrlich gesagt gar nicht versucht.
Bei mir ist der MP2 an L2, da ich aber sowiso über nodered ein shelly als eine VirtualDevice einlese (noch, bis jemand, also ich, das VM3 einbaut) habe ich auch die phasenmessung zyklisch vertauscht. MP hängt physisch an L2, ist aber auf L1 programmiert, somit den gemessenen Wert vom physischen L2 als L1 ans ESS weitergeben. Grundsätzlich könnte man L3 unverändert lassen, fand das aber irgendwie verwirrender
Solange das Netz das Drehfeld vorgibt kann man das bestimmt „zum laufen bringen“ aber was bei Netzausfall am ACout passiert würde ich nicht testen wollen. Hast du denn etwas am AC Out angeschlossen?
Das ist im deutschen Netz meines Wissens aber nicht zulässig, denn da muss bei mehr als 4,6 kW WR-Leistung grundsätzlich ein 3phasiges System installiert werden.
du musst 2 komplett getrennte ess installieren und dazu brauchst du dann 2 smartmeter, musst den 2. smartmeter ueber node-red emulieren oder das 2. ess ueber node-red steuern!
Es sind im Moment zwei komplett getrennte ESS installiert - einer als GX im MP2-3000 der andere als CerboGx am MP2-4k5.
Für die Netzmessung nutze ich ein virtuelles shm_et340, das in beiden VenusOS installiert ist und aus dem SunnyHomeManager-2.0 ein Victron ET340 emuliert.
Das funktioniert schon seit Jahren gut.
Aber warum sollte man zwei smartmeter brauchen ?
Ich hab nochmal genau das eigentliche Ziel überlegt und bin zu einem anderen Ansatz gekommen, den ich gerade umsetze:
eigentlich funktioniert das “neue” System aus MP2-48/4k5/55-32 mit 2x Bytes V5a mit insgesamt 10.25 kWh hervorragend.
=> das soll auch weiterhin so bleiben und das ESS auf alle drei Phasen arbeiten.
das “alte” System aus MP2-48/3000/35-32 mit Powerqueen 4.8 kWh soll eigentlich nur geladen werden solange PV-Überschuss trotz Laden des 1. besteht bzw. dieser voll ist. Und WR Betrieb soll das alte dann nur starten, wenn 1. unter Minimum SOC ist
Dazu hab ich für beide VenusOS eine MQTT Anbindung an Homeassistant geschaffen um alle benötigten Messwerte und setzbare Settings wie Mode in den dort laufenden MQTT Broker zu bekommen.
Weiterhin schreibe ich HA-Automations, die obiges Ziel dynamisch nach SOC und Überschuss steuert.
Wenn es funktioniert und Interesse besteht kann ich mehr dazu schreiben
der multi muss immer auf L1 seines smartmeters liegen, sonst funktioniert das ganze nicht richtig. deshalb braucht man fuer jedes ess einen eigenen smartmeter und die ess muessen so eingestellt werden, dass sie sich nicht gegenseitig laden/entladen oder das ganze muss ueber den netzsollwert und node-red oder mqtt gesteuert werden.
eigentlich funktioniert das “neue” System aus MP2-48/4k5/55-32 mit 2x Bytes V5a mit insgesamt 10.25 kWh hervorragend.
=> das soll auch weiterhin so bleiben und das ESS auf alle drei Phasen arbeiten.
Wenn Du nur einen MP2-48/4k5/55-32 hast, wie kannst Du ein ESS auf drei phasen rennen?
Häng einen Dataloger an die 3 Phasen, finde heraus, wo Du die meiste Energie verbrauchst und mach den 4k5 aus die phase. Die zweitgrößte Phase kompensierst Du mit dem 3000er.
Beide systeme müssen als eigenständige EINPHASEN ESS konfiguriert werden.
Alles andere ist unsinn wenn Du verschiedene Inverter verwendest.
Solltest Du 3-Pasen Inverter mit balancing verwenden, viel spaß mit den Kopfschmerzen (Ich habe das bereits hinter mit mit einem Kunden welcher einen MP 48/3000, 48/5000 und 48/8000 hat. Dann einen 10kW 3-Phasen Inverter an die AC out angeshlossen hat und den 48/3000 abgekochte weil diese unglückliche phase mal mehr saft benötigte und wenn die last abschaltete, der 48/3000 nicht schnell genug abregeln konnte, ebenso das Frequenz Shifting funktioniert nicht.
wenn nur ein multi im ess ist, erwartet das system die einspeisung leider immer auf L1 und selbst bei einer summenregelung kann es zu problemen kommen, wenn das nicht passt. mal abgesehen davon, dass dann die anzeige mit sicherheit fehlerhaft ist!
zuordnen kann man das nur ueber die anschlussreihenfolge des smartmeters. wenn du da eine andere konfiguration benutzen willst, kannst du aber den multi als netzzaehler benutzen und den netzsollwert ueber node-red entsprechend automatisch aendern lassen oder das ess extern steuern.