Was ist eine Inselanlage (Diskussion zur rechtlichen Darstellung)

Lass uns doch auch gleich den TÜV und Zulassungsregeln für den öffentlichen Verkehr abschaffen. Hätte auf den Straßenverkehr so ungefähr die gleichen Auswirkungen wie deine Vorschläge fürs öffentliche Netz. Sind wir dann ungefähr auf dem Niveau von Indien und Bangladesch. Wie war die durchschnittliche Ausfallzeit des deutschen Netzes bisher??? 12 Min.

Nur um das mal klarzustellen, ich habe schon 3 juristische Auseinandersetzung mit meinem VNB gehabt. Ich bin für die so ein rotes Tuch wie Die Jungs für mich. Aber manche Bemerkungen sind wirklich nur Blödsinn.

Tja, und deshalb verstehe ich beim allerbesten nicht, warum man seine PV-Anlage nicht anmelden will. Wenn man keine anderen Leute umbringen will, muss man doch sowieso alle VDE Regeln einhalten. Und selbst wenn einem die geringe Einspeisevergütung egal ist, so produziert man doch sinnlos Strom bzw regelt ihn sinnlos ab, obwohl der selbst ohne Vergütung dazu beitragen könnte, dass ein Kohlekraftwerk um ein paar Watt herunter geregelt werden kann und weniger CO2 in die Atmosphäre entsorgt.

Was hast Du denn davon, Deine Anlage nicht anzumelden? Wenn Du sowieso schon einen Netzanschluss auf Deinem Grundstück hast, dann kann das doch unmöglich zu Deinem Nachteil sein.

Der einzige Grund, den ich mir vorstellen kann, ist: Du hast Deine Anlage nicht regelkonform aufgebaut, so dass sie eine Gefahr mindestens für alle Leute darstellt, die sich in Deinem Haus aufhalten. Eigentlich müsstest Du entsprechende Warnschilder am Eingang aufstellen, damit Deine Gäste selbst entscheiden können, ob sie sich dem Risiko aussetzen wollen …

Du kannst immer jemanden finden, der bei Deinem Netzbetreiber zertifiziert ist, solche Anlagen zu prüfen, anzumelden und in Betrieb zu nehmen. Die Kosten dafür hast Du nach zwei Jahren Einspeisevergütung wieder drin.

Ich würde mir die vielen Umschalter auch sparren, einer reicht voll kommen. Das Ganze mit einem Akku abpuffern und gut ist. Hier stellt sich auch die Frage nach der Schnelligkeit der Umschaltung. Der FILAX ist mit maximal 16ms angegeben. Damit läuft mein Computer durch. Lediglich bei der Beleuchtung sieht man kurz ein abdunkeln.
Auch darf die Umschaltung nicht dazu führen, das beide netze gleichzeitig mit dem Verbraucher verbunden sind, denn dann hast du ja wieder eine Verbindung zwischen Solar und Netz. Weiterhin sollte die Umschaltung auch allpolig erfolgen, also auch der N! Ich denke der FILAX ist da schon einen optimal Lösung. Das einzige Problem ist, das er nicht für dieses Verhalten optimiert ist. Solar als Primären Eingang zu verwenden und Netz als Sekundär funktioniert nicht, da der Output des WR nicht stabil genug ist. Also muss Solar an Sekundär und das Netz ist Primär. Das bedarf dann aber einer Abschaltung des Netz über ein Schütz, wenn Solar verwendet werden soll.

Auch das Nachladen aus dem Netz ist ja nur einen Notfalllösung, und dafür reicht ein kleines Steckerladegerät. Für 48V ist die Auswahl aber nicht so groß.
Mein Ladegerät hat in den knapp 5 Jahren nur 26 kWh geladen, und das auch nur, weil ich damit die Batterien auf gleichen Ladestand bringen musste, um sie Zusammen zu schalten. Im Normalfall schaltet die Anlage bei erreichen eines eingestellten SOC auf Netzbetrieb. Der SOC stell ich im Winter höher ein (so um die 50%), damit ich noch ein wenig Reserve habe, im Sommer geht der Wert auf 20% runter. Zurück auf Solarbetreib schaltet die Anlage, wenn der Akku wieder voll genug ist. Das wird dynamisch gesteuert, und hängt mit dem aktuellen Stundenertrag zusammen. So ergibt es sich, das meine Verbraucher mal ein - zwei Tage aus Solar/Akku betrieben werden, und dann mal wieder ein paar Tage bis Wochen aus dem Netz. In der Zeit tröpfelt dann der Akku wieder voll.
Das Ladegerät dient lediglich dazu den Akku vor Tiefenentladung zu schützen, und bei einem Netzausfall, den Akku per Generator zu laden.

… und dieser Durchschnitt entfällt größtenteils auf mehrtägige Situationen wie der gerade eben in Berlin. Hier bei mir hatte ich in den 7 Jahren, die ich nun hier wohne, keinen einzigen Ausfall, und auch nicht in dutzenden Jahren zuvor in anderen Wohnungen.

Aber ich verstehe Prepper, die sich, egal was es kostet, vor sowas schützen wollen. Aber auch die können ihre Anlagen doch ganz legal ans Netz bringen.

Wer ist denn der “große rote Drachen”? Der Netzbetreiber? Nein, der muss den von einem BKW vergütungsfrei ins Netz gespeisten Strom an den Staat vergüten. Der kriegt nix geschenkt, sondern hat Aufwand und Kosten damit.
Oder ist für Dich der demokratische Rechtsstaat dieses rotdrachige Monster?

Ganz einfach: weil ich es dann nicht mehr DIY machen kann!

Ich habe die Kompetenz und einen Elektriker der es aus fachlicher Sicht noch einmal überprüft - aber das reicht nicht.

Und in der aktuellen Situation findest du hier im weiten Umkreis keinen Fachbetrieb der dir das einfach anmeldet und abnimmt – es sei denn du hast Vitamin B.

Im Netz wimmelt es gerade von Leuten die einem die Abnahme und Anmeldung als Service verkaufen – aber ob das immer seriös ist wage ich zu bezweifeln.

Finde einen Balkon-Akku, der nicht an einer China-Cloud hängt und nicht an eine App gebunden ist. Es gibt inzwischen einige die damit werben - aber wenn man tiefer bohrt landen die Rohdaten alle zunächst in China und werden von dort an die deutsche App in der deutschen Cloud übertragen. Kann man machen, will ich aber nicht, denn damit kann der rote Drachen deine Anlage quasi auf gutdünken kontrollieren.

Die Notstromumschalter genehmigen sich <4 Sekunden. Für Gefriergeräte und Thermosolar ist das absolut unkritisch – die Serverfarm und Kommunikation hängt an einer USV.

Die automatischen ATS haben eine elektromagnetischen Umschalter, der absolut physikalisch die Netze trennt mit einer bewusst eingebauten Nullstellung über ein paar Sekunden. Die sind dazu gedacht im Notfall ein Teilnetz auf den Notstrom umzuschalten. Bei mir ist Notstrom der Normalfall → PV.

Wenn jeder Verbraucher einen hat kann ich selektiv Geräte ins PV-Netz nehmen oder ans Hausnetz geben. Sehr sinnvoll z.B. im Winter bei wenig Ertrag und wenn ich Notstrom in der Batterie haben will.

Baue doch einfach einen selbst. Wenn du dann ein BMS verwendest, welches nicht aus China kommt, ist das Problem gelöst.

Alternativ kannst du ja bei einsprechender Infrastruktur deines Netzes dem Akku verbieten das er sich mit “zu Hause” unterhält.

Das macht dann die App … du kannst dem roten Drachen nicht entkommen!

Der von mir aktuell ins Auge gefasste EEL-Akku kommt natürlich aus China, aber er hat trotz einem sehr komfortablen BMS keine Verbindung ins Netz – es sei denn ich bau das, aber ich will und brauche es nicht.

Das sehe ich anders. Der technische Aufwand, jeden Verbraucher mit so einer Umschaltvorrichtung zu versehen ist extrem hoch. Auch die Softwaretechnische Umsetzung wird nicht einfach, je mehr schaltbare Verbraucher du hast. Hier müssen dann ja die Schaltungen Sequenziert werden, damit du nach einer Zuschaltung dann siehst ob genug Reserve da ist, um den nächsten Verbraucher zu zuschalten. Ach ja, da kommt dann das Problem, was die Anlage denn noch an Reserve hat, so lange du sie nicht nutzt.
Ohne Akku geht da eh nichts. Wenn die Sonne im Minutentakt hinter den Wolken raus kommt, und wieder verschwindet, willst du jedes mal die Verbraucher umschalten? Und das dann auch noch mit 4s Verzögerung?
Einen Pufferakku (DC-gekoppelt) wirst du allein schon dafür benötigen, um solche kurzen Einbrüche im Ertrag abzufangen.

Das ist Unsinn. Baue dir einfach ein ordentliches Hausnetz (z.B. Unifi), dann kann st du für jeden einzelnes Gerät im Netzwerk festlegen wohin, wann und wieviel es sich unterhalten darf. Die App funktioniert dann allerdings nicht mehr, das sollte klar sein. Aber hier würde ich eh auf lokale Kommunikation setzen.

Wenn Du es nicht selbst machen kannst, solltest Du die Finger von Elektrik lassen. Eine eigene PV-Anlage aber darfst Du selbstverständlich selbst bauen. Ich hab’ das auch getan.

Man kann immer jemanden finden, es inserieren sogar Anbieter dafür im Netz.

Zweifel sind gut, Kontrolle ist besser. Mir wurde einer dieser Anbieter sogar von meinem Netzbetreiber empfohlen. Seriös sind erst mal alle, die die Anlage nicht nur aufgrund von Fotos beurteilen, sondern vor Ort prüfen.

Falls Du Dich um sowas sorgst: Welchen Akku nimmst Du denn sonst? Wenn Du keine Waren aus China verwenden willst, dann wirst Du hier kaum leben können. Bau Dir halt, so wie ich, den Akku selbst. Aber auch da wird Dein BMS höchstwahrscheinlich aus China stammen.

Dein Einwand gilt nicht, weil Deine rrationalen Sorgen auch auf alle anderen von Dir genutzten Geräte zutreffen können.

Eben. Warum tust Du dann so, als ob Du das könntest, indem Du Deine Anlage nicht anmeldest?

Nein, ich glaube das ist overengineering! Dein Beitrag erinnert mich ein bisschen an eine Antwort von Claude, mein bevorzugtes Modell der DeutschlandGPT :slight_smile:

In der Regel sind alle Verbraucher an Bord des PV-Schiffes und ich habe reichlich Vorräte an Bord. Wenn der Ertrag nachlässt werden nach und nach Verbraucher rausgenommen in Abhängigkeit vom Ladezustand … und nach und nach wieder reingezogen.

Diesen Prozess “geschmeidig” zu gestalten wird sicher eine Herausforderung sein - keine Frage. Aber sie schalten nicht im 5-Minuten-Takt hin und her.

Was du hier mit Akku meinst verstehe ich nicht … ich habe einen 16kWh - Akku der den Inselkreis füttert!

Ok, ich hatte es so verstanden, das du komplett auf einen Akku verzichten willst.

Aber mit einem Akku, ist es doch noch unsinniger jeden einzelnen Verbraucher umzuschalten. Dadurch würdest du nur (unter hohen technischen Aufwand) erreichen, das der Akku wenig geladen wird, da ja fast alles für die zugeschalteten Verbraucher verwendet wird. Das ist aber für den Akku nicht gut, denn dann driftet er so langsam auseinander, da es nur selten zum ausbalancieren der Zellen kommt. Weiterhin wird dein SOC so langsam weg wander, wenn der Akku keine Vollsyncronisierung macht. Beides keine guten Dinge, und das Ganze nur, damit du mehr Geld ausgeben kannst, und ne tollere Programmierung erstellen darfst. Hört sich für mich nach ner Egogeschichte an.
Entlade den Akku, schalte auf Netz, warte bis der Akku wieder voll ist, und beginne von vorne. Warum Kompliziert wenn es auch einfach geht?
Oder anders gefragt, was erhoffst du dir von deiner Lösung? (Außer Beschäftigung)

Sorry, wenn ich das so sagen muss: mir gefällt dieser aggressive Tonfall nicht! Du musst mir nicht jedes Wort im Mund rumdrehen. Ich schrub (schon vor langer Zeit, was du wohl nicht gelesen hast) dass ich durchaus die Kompetenz habe und einen Elektriker im Bekanntenkreis der das fachlich begutachtet – aber ich DARF das nicht machen oder muss mir einen Externen holen der es abnimmt. Das mag bei dir in deiner Region gehen – hier NICHT! Glaub mir das einfach.

Die IoT-Welt wird von chinesischen Firmen (allen voran Tuya) dominiert. Und es ist immer dasselbe Spiel: Es gibt eine Cloud- und eine App-Pflicht. Natürlich versprechen die chinesischen Firmen sämtliche Datenschutzgesetze einzuhalten – aber wenn man tiefer bohrt sind das so komplexe Firmenstrukturen, dass am Ende des Tages niemand für Datenschutzverstöße haftbar gemacht werden kann – wenn sie sich nicht grundsätzlich im Streitfall ein Ei drauf pellen. Setz mal europäisches Datenschutzrecht in China durch …

Das ist keine Verschwörungstherorie was ich jetzt sage: die IoT hat das Potential den chinesischen Überwachungsstaat in die ganze Welt zu bringen – DER chinesische Exportschlager schlechthin. Und es geht nicht nur um Überwachung. Wer überwacht kann auch kontrollieren. Da setzt sich dann mal versehentlich die junge Sekretärin Chi-Mai in einem namenlosen Gebäude in Fuzhou, Provinz Fujiang, China auf den roten Knopf wenn der Streit um eine kleine Insel im chinesischen Meer eskaliert. Und dann ist dein BalkonAkku Technikschrott und du sitzt im Dunklen. Kannst du machen, muss du aber nicht.

Warum achten wohl Energie- und Telekommunikationskonzerne bis auf den letzten Transistor darauf woher die Elektronik kommt die sie verbauen?

Ich jedenfalls achte darauf woher mein Kram kommt und baue meine Geräte ggf. selbst mit ESP oder Raspi. Das schützt nicht zu 100%, aber trotzdem möchte ich jedem dringend raten mal darauf zu achten wenn er ein technisches Gerät kauft. Es gibt immer (und zum Glück immer mehr) Alternativen.

Ich verstehe Deine Antworten/Fragen nicht so ganz … Du hast 600Wp solar und willst erweitern auf 1600 Wp?

Und hast einen 16 kWh Akku..? Und willst jetzt für ein paar Geräte eine Hausinsel” schaffen?

Da wäre ein BKW Akku (ob als AC-WR oder mit eingebauten MPPTs) wirklich viel einfacher gewesen….

und es gibt auch Hersteller in D … ohne Cloud in China)

Naja, aggressiv war mein Tonfall sicher nicht, aber dass ich Dein “kann” so umgedreht habe, kommt sicher sarkastisch an. Sorry.

Bisher ging ich immer davon aus, dass es um eine Anlage in Deutschland geht. Es wurden ja auch immer ausschließlich deutsche Regelungen diskutiert. Und in DE darfst Du in allen Regionen Deine Anlage selbst bauen.

Nicht bei Akkus. Die Zellen beinhalten gar keine Elektronik, und die meisten BMS - bei mir beispielsweise das JK Inverter BMS - kommunizieren nur über Bluetooth und/oder Kabel.

Mein Akku kann nicht aus China ferngesteuert werden, solange der Victron Cerbo nicht aus China ferngesteuert werden kann.

Nein, Deine Befürchtungen greifen hier nicht.

In diesem spezifischen Fall wurde von Ecoflow stream und co geredet, die Akkus haben Anschlüsse für Paneele und sind der Wechselrichter, können mehr Leistung aufnehemn als die max 800 Watt die sie abgeben und die sind nur mit App Zwang und China Cloud zu betreiben. Dass der Locutus selbst einen 16kWh EEL Akku mit wahrscheinlich einem Seplos BMS betreibt was ohne Cloud auskommt ist nicht relevant für das Teil der Diskussion. Du musst echt viel besser lesen was von wem wann geschrieben wurde sonst ist besser nichts zu sagen.

Ich würde mal bei ebay Kleinanzeigen gucken. Bei mir in der Region werben sogar Elektriker mit der Eintragung von DIY Anlagen. Ich habe spaßeshalber mal ein paar andere Regionen eingegeben, gefunden habe ich eigentlich überall etwas. Schwankende Preisvorstellungen………ja sicher aber das das nicht machbar ist, stimmt einfach nicht. Ich hatte auch erst Bedenken seinerzeit, weil ich mich von den vielen Beiträgen habe verrückt machen lassen. Letztendlich lief das alles ganz locker. Den Elli Meister, der hier auch ansonsten einiges gemacht hat. Vernünftiges Gespräch geführt, PV Anlage, Victron Komponenten und Speicher selber gebaut. Zählerschrank aus den frühen 80igern war sowieso fällig. Sogar den habe ich selber besorgt, weil meine Bezugsquelle günstiger war. Elli hat Schrank eingebaut, AC seitig alles angeschlossen und die von mir vorbereitete Anmeldung bestätigt. Für den Aufwand hab ich ihn auf Stundenbasis bezahlt und fertig ist das Thema. Als dann Wallbox und Wärmepumpe dazu kam, haben wir es genauso geregelt. Letztendlich war Strippe froh das er nicht aufs Dach musste und den ganzen Mist in einem Haus von 1870 regeln musste. Kleinen € hat er trotzdem verdient und viel Mund zu Mund Propaganda. Heute läuft hier DESS, Imsys, dyn Tarif, reduzierte Netzentgelte, BEV und Wärmepumpe. Co2 Umlage und/oder Spritpreise kosten mich ein feuchtes Lächeln. In 10 bzw jetzt noch 8 Jahren ist der Krempel alles bezahlt und sie können mich alle mal am A….. lecken. Ich habe noch Ausbaureserven und wenn die lieben VNBs noch einige male dumm kommen mach ich den Rest der Dächer auch noch voll. Übrigens auch die Gebäudeversicherung habe ich mit ins Boot geholt. Offenes Gespräch geführt, Installation vom PV Profi der Versicherung abnehmen lassen, Anmeldung hinterlegt und alles ist gut. Manchmal muss man sich im Netz nicht immer nur hochschaukeln sondern in der Realität mal Gespräche führen.