ich habe (hatte) ein gut funktionierende Victron Multiplus II Anlage und bin jetzt ratlos.
Ich bin kein Laie, aber auch kein absoluter Profi.
Die Daten: Multiplus II 4k5. 1 Phase. 16s Batteriesystem mit JK-BMS. Netzparallel.
An AC-OUT2 hängt eine konfigurierte PV-Anlage, 3xHoymiles 800 auf L1.
Eine weiter Hoymiles 1600 auf L2. Ein 5k SMA 3-phasen ist ebenfalls vorhanden. Die hängen nicht am Victron.
Das System lief 3 Monate völlig problemlos! Jetzt klackert morgens der Victron alle paar Minuten, “aus” geht er nicht. Dann läuft wieder alles für ein paar Minuten, usw. Abends geht dann wieder alles. Fehlermeldungen vom Victron gibt es nicht. Sicherungen bleiben alle drinn.
Die Hoymiles an AC-Out zeigen diverse Fehlermeldungen. Weil der Victron sie abschaltet?!? Der 1600er Hoymiles zeigt keine Fehlermeldungen.
Die Anlage lief so bisher problemlos. Die Hoymiles sogar über Jahre.
Kontakte sind festgezogen. Die Hoymiles an AC-Out wurden testweise getrennt (ohne Ergebnis, um kurz nach 8 habe ich die Sicherung der Hoymiles an AC-Out gezogen).
Hast Du das Victron System als ESS konfiguriert? Du hast ja wesentlich mehr Leistung von PV-Invertern, als Dein Multiplus-II zum Laden des Akkus nutzen kann. Aber für das beschriebene Problem kann das eher nicht die Ursache sein.
Das ist wahrscheinlich. Das Klackern des MP kommt ja von den Relais, mit denen er sich vom Netz trennt. Überlast?
am Victron hängen die 3x800er Hoymiles, die haben max. 2400Watt. Das dürfte für meinen 4k5 kein Problem sein, die Faktorregel wird eingehalten. Der Fehler tritt früh morgens auf, da kommt noch fast kein Strom…
danke Dir, den Einbruch habe ich gesehen, da fangen meine Probleme auch zeitlich an. Die Frage ist: woran liegt es und was kann ich machen? Aber: danach sollte es ja wieder passen, oder?
Da ist richtig, aber Du hast ja auch noch den 1600er und das SMA System. Da ist mehr an PV-Inverterleistung, als Dein Multiplus laden kann. IMO ist das nicht unbedingt sinnvoll, weil Du größere Teile Deines Solarertrags gar nicht selbst nutzen kannst.
Aber wie gesagt: das kann eher nicht die Ursache sein. Du hast massive Spannungseinbrüche in Deinem Hausnetz. Woher rühren diese? Die entscheidenden Fragen hast Du leider nicht beantwortet.
Wenn dieser Einbruch nur vom Victron system registriert wurde aber nicht vom Rest des Hauses oder den anderen AC-PVs, dann ist es wahrscheinlich ein Wackelkontakt zwischen ACin und Sicherungskasten. Mal alle Verbindungsstellen prüfen/prüfen lassen. VRM zeichnet auch nicht wahnsinnig schnell auf, es ist gut möglich dass die Spannung am ACin nur sekundenbruchteile einbricht und deshalb der MP sich häufig vom Netz trennt
Das ist bzgl des Ladens des Akkus völlig irrelevant.
Naja, geändert hat sich, dass es jetzt diese Spannungseinbrüche gibt. Die können ja auch vom Netz außerhalb Deines Hauses kommen. Die Ursache solltest Du finden. Dass Deine PV-Anlage verantwortlich dafür ist, halte ich für eher unwahrscheinlich.
ist als ESS System konfiguriert, ich habe mich an die Anleitung von Jörg Hofmann in meintechblog gehalten. Und -wie gesagt- es lief ja mit diesen Einstellungen seit Jahren. Ist auch nicht mein erstes und einziges System.
Hilft Dir das, die Situation besser zu beurteilen?
die Stadtwerke haben keine bekannten Probleme in meinem Bereich, alle anderen Verbraucher im Haus arbeiten problemlos.
es gibt einen zeitlichen Zusammenhang zwischen Ladeleistung der Batterie und den Fehlern. Ist Die Batterie voll, passiert trotz hoher PV-Leistung nichts.
Naja, Du hast nur PV-Inverter, und bei voller Batterie geht deren Leistung ins Netz Es geht ja aber nicht um zu viel Leistung im Netz, sondern um zu wenig.
Du wirst wohl nicht umhinkommen, mit einem Messgerät den Spannungseinbrüchen auf die Spur zu kommen.
Meine Vermutung geht in Richtung, dass die hohe Ladeleistung zu den Problemen führen könnte. Meist geht der Lüfter an, ein paar Sekunden später schaltet das Relais. Ist die Batterie voll gibt es keine Probleme.
Ich schalte mal die Spannungsüberwachung in der Venus ein…
Eine Spannung bricht u.a. ein wenn der Widerstand auf der Zuleitung zu hoch ist um den hohen Strom zu tragen. D.h. entweder hat die Leitung selbst zu wenig Querschnitt (unwahrscheinlich da es jahrelang funktioniert hat) oder eine Verbindungsstelle (oder Schalter oder Lasttrenner) hat nen hohen Übergangswiderstand entwickelt, z.B. durch Korrosion. Das müsste man per Wärmebildkamera finden können. Wird heiss.
Das muss dann ja früher auch schon so gewesen sein. Aber Du kannst ja problemlos die maximale Ladeleistung reduzieren, und sehen, wie ich das System dann verhält.
Ich würde empfehlen mal alle Schmelzsicherungen zu prüfen bzw. zu tauschen. Es gibt Fälle da misst man ohne Last mit einem billigen Durchgangsprüfer und freut sich, dass die Sicherung vermeintlich ok ist. In Wirklichkeit hat sie einen hohen Übergangswiderstand und unter Last bricht die Spannung ein.
pv-wechselrichter am ac-out2 bringen nichts, die werden bei stromausfall sofort abgeschaltet, haeng die vor den multi!
dein grid-meter hat einen starken spannungsabfall gemessen, das veranlast den multi natuerlich den ac-in zu trennen, erst recht, wenn noch die ups-funktion aktiviert ist, die reagiert extrem sensibel auf ploetzliche spannungsschwankungen. wenn du dann noch eine lange leitung hast, reicht das zuschalten einer grossen last, um in den inverterbetrieb zu wechseln. bei mir konnten selbst 3 mp 5000er multis die spannung auf einer phase nicht so stabil halten, dass nicht alle, die auf usv-betrieb konfiguriert waren, in den inverterbetrieb gingen, wenn ich 3 kW zugeschaltet habe! inzwischen wird nur noch das erste system als usv konfiguriert!
denn sowas hat bei mir bis zu den usvs durchgeschlagen und der akku war nicht voll genug, um das lange genug zu puffern, also war erst mal alles aus! was einem so ein falsch eingestelltes bit alles einbrockt.
vor allem war dann das system im usv-betrieb gleich so hoch ueberlastet, dass es auch abgeschaltet hat!
aber er sollte das netz normalerweise auch ohne den relaistest wieder zuschalten. allerdings weiss ich nicht, welche kriterien einen relaistest ausloesen.