Victron ESS Pylontech "High cell voltage" zu Beginn Balancing

Hallo zusammen,

ich habe seit 3 Jahren ein Victron System. Kurze Beschreibung: AC seitig Fronius Symo 15 mit 18,48 kWp, Multiplus 2 5000, DC seitig 6,22 kWp mit Überschusseinspeisung, 2x Pylontech US2000C, EM24, einige Verbraucher auf AC Out 1 aufgelegt.

Problem: zu Beginn Balancing gibt es in letzter Zeit Spannungsspitzen von bis zu 3,7 V inkl. Alarm. Ladespannung ist 52V, zwischendrin fahre ich auch auf 52,4 Volt.

Der Händler, bei dem ich die Akkus gekauft habe, vertreibt kein Victron und verweist darauf, dass im Garantiefall die Daten von Effekta an Pylontech geschickt würden und Spannungen über 54(??) V geloggt würden, was dann zur Garantieablehnung führen würde. Insofern war das nicht hilfreich für mich. Die Batteriespannung selbst sieht passend aus, hier ein Ausschnitt aus dem 3,69V Ereignis.

Im Gegensatz zur Victron Empfehlung (MP2 5000 → 4x US2000) habe ich nur 2x US2000C mit inzwischen 670 Vollzyklen und 92% Alterungszustand. Bezieht sich die Empfehlung von Victron darauf, die Batterien wegen der Alterung nicht ständig mit voller Spezifikation zu fahren? Im Sommer fahre ich oft mit reiner DC Ladung um den MP2 zu schonen, ansonsten lade ich auch AC Überschüsse. Teilweise fahre ich auch anstelle mit 50A nur mit 20…40A Ladestrom.

Ist aus den Screenshots etwas erkennbar bzw. was könnte die Ursache sein, dass eine Zelle beim Balancing wegläuft? Wie kritisch seht ihr das?

Lass deine DVCC Ladespannung mal ruhig auf 51,5 V stehen und taste dich langsam höher …

Bei den eingestellten 52,4 kommt der Alarm auf jeden Fall.

hallo,

du hast da gleich mehrere probleme, wenn ich richtig liege:

  • ich habe je multi 4 x us2000c installiert, dein akku ist auf jeden fall zu klein!
  • ich nehme an, dass du auch von der ac-pv den akku laedst. da kann es durchaus zu regelungsproblemen kommen, vor allem wenn du die ladespannung etwas zu hoch eingestellt hast. du wirst wohl am besten maximal 51V einstellen, damit du etwas reserve hast. nur bei der spannung balanciert der us2000c nicht aus, du musst also auch mal ueber 52V hoch gehen

deine ueberspannung kommt mit sicherheit daher, dass der multi nicht schnell genug den ladestrom runterfaehrt oder der mppt. da ist naemlich immer eine regelverzoegerung dabei und dein akku kann nur 50A dauerstrom, aber schon alleine dein mppt liefert ueber 120A!

jede ploetzliche lastschwankung, vor allem eine schnelle reduzierung der wechselrichterleistung wird probleme machen, wenn der akku fast voll ist!

du brauchst definitiv einen mindestens 2 mal so grossen akku!

tschuess

DC Seitig habe ich 2x MPPT 150/35 und 1x 250/60.

Die Begründung dass wegen der Regelungenauigkeiten der Akku (wohl nur kurzzeitig) mit der maximal möglichen DC Leistung klarkommen muss, leuchtet mir ein, danke!. Bei windigem Wetter mit viel Sonne-Wolken-Wechsel habe ich außerdem noch das Problem, dass die unterschiedliche Aktualisierungsrate vom EM24 und vom Fronius Scheinverbräuche und Scheineinspeisung ergibt, das wird sich DC seitig wohl auch noch auswirken.

SCS muss aus sein, wenn ich keinen Shunt habe? Max. Ladespannung stelle ich auf 51,5V.

Kann ich die alten 2000er mit 5000er mischen? Der Händler sagte, Kundenrückmeldungen zufolge geht es bei manchen, bei anderen nicht, Pylontech würde es erlauben, er dagegen empfiehlt sortenrein. Der 2000er ist halt deutlich teurer und jedes zusätzliche BMS hat ja seinen 24/7 Verbrauch.

Mein Gedanke war, einen 5000er als Master anzuhängen und den max Strom auf nur 70A zu stellen. Da der neue 5000er (hoffentlich) einen geringeren Innenwiderstand hat, sollten die Ströme doch nur zulasten des neuen Akkus asymmetrisch einstellen? Oder sollte 100% vom theoretisch möglichen DC Strom vom Akku aufgenommen werden können?

Ein neuer 5000er als Master sollte auf jeden Fall mit den beiden 2000C zusammenarbeiten.

Die beiden 2000er Pylons sind wirklich unheimlich wenig Akku bei so viel PV Leistung … was war denn der Gedanke hinter dem kleinen Akku ? Eine geringe 0 Einspeisung über die Nacht hinweg ?

Zeige mal deine Einstellungen aus der VE Configure … hier könntest du den maximalen DC seitigen Ladestrom verringern.

Wie steht es denn um den verfügbaren Platz für deinen Akku und deine Möglichkeiten, einen Akku aus 15 oder sogar 16 Einzelzellen zu bauen … der Preis wäre ja hier um ein vielfaches geringer als ein 5000er Pylontech …

Der Gedanke war maximale Anzahl Zyklen p.a. zu erzielen und trotzdem noch bei zu wenig Sonne zufüttern zu können. Ohne Batterie war ich zuletzt bei 48% (Neubau mit LWWP) Autarkie, mit Batterie jetzt bei 72%. Eine größere Batterie bringt von der wirtschaftlichen Seite her gesehen vereinfacht gesehen nur im Februar und im November ein paar Zyklen; nach November wird sie nicht voll (Batterie zu klein) und nach Februar nicht leer (Batterie zu groß).

Februar 2025:

November 2024:

Die technische Seite ist mir jetzt schon klar geworden, dass ich auf der DC Seite ein Missverhältnis zwischen installierter Leistung und möglichem Ladestrom habe.

Hier die VE Config Einstellungen:

Teil 2 kommt

Teil 2:

Teil 3 kommt

Teil 3:

DVCC Einstellungen, SCS aus?

ESS Einstellungen:

An Selbstbau habe ich noch nicht ernsthaft gedacht. Ich habe zwar alles inkl. AC Verkabelung selbst installiert (Abnahme & Anmeldung durch Eli), habe aber Respekt vor hohen Strömen. Momentan ist bei uns in der Familie eher die Zeit knapp, deshalb dachte ich bisher an Kauf. Bei welchem Betrag würde ich dicker Daumen mit einem 10 kWh Akku landen? Basteln ist ja das eine, aber es will ja alles konfiguriert und gemonitort werden :slight_smile:

Was mir generell noch auffällt, ist bei voller Batterie ständiger Wechsel zwischen Laden und entladen sowie ein mehr als bescheidener Wirkungsgrad (“von der Batterie” geteilt durch “zur Batterie”). Das hatte ich im alten Forum geschrieben; zum Wirkungsgrad habe ich inzwischen eine schöne Abhandlung gefunden.

hallo,

das problem dabei ist, dass dein akku nicht in der lage ist, kurzfristige last- oder ladespitzen zu puffern und das fuehrt immer zu problemen.

ich habe deshalb meine akkus lieber ueberdimensioniert als zu knapp. und besonders bei einem soc von >= 98% oder <=2% wird es schnell kritisch!

tschuess

Mit einer Yixiang-DIY-Box und 16 Stück Eve 280Ah Zellen landest Du derzeit bei knapp 1.400 € für einen 14,3 kWh-Akku. Der “Zusammenbau” besteht darin, die Kiste aufzuschrauben, die Zellen rein zu stellen und mit Busbars zu verbinden, und die Kiste wieder zuzuschrauben. Alles wesentlich einfacher als der Zusammenbau eines Ikea-Regals.

Aber vom Zellengroßhändler NKON gibt es jetzt eigene, fertige konfektionierte Akkus, und die kosten nicht mehr als der Selbstbau. Beispielsweise kostet der 10,24 kWh Akku mit Seplos BMS, aktivem Balancer, integriertem Heizpad und Feuerlöscher nur 1.176 €.

hallo,

dann wird er die us2000 aber wohl nicht mehr benutzen koennen. die meisten akku-packs, die man komplett oder als set bekommt, haben 16 zellen anstatt 15. um einen akku eines anderen herstellers mit 15 zellen zu finden, muss man schon etwas suchen.

tschuess

Es ist bekanntlich schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben. Vor 15s-Akkus wird ja gewarnt, seitdem es sie gibt.

Vielleicht findet er für seinen alten 15s-Akku ja irgend eine andere Verwendung. So weit ich das überblicken kann, ist er mit einem neuen 16s-Akku ausreichender Kapazität nicht teurer dran, als mit einem zusätzlichen neuen 15s-Akku unter Weiterverwendung des alten 15s-Akkus.

Wenn Du an die Akkus leicht dran kommst, dann kann man eine Wasserwage oben auflegen und schauen, ob der Deckel noch plan ist. Wenn nicht, blähne sich die Akkus schon auf. Nur so ins Blaue geschossen ..

Ähhhh …. In welcher Beziehung steht Dein Beitrag denn zu meinem? Warum antwortest Du auf meinen Beitrag mit etwas, was in keinerlei sinnvollem Zusammenhang zu meinen Beitrag steht, oder überhaupt zum Thema dieses Threads?

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Das heißt wenn ich selber bauen würde, könnte ich bei NKON die 51,2V Seplos Montagebox und 16 Zellen bestellen und bräuchte außer vielleicht noch einem Ri Messgerät (DMM und Zange habe ich) nichts weiteres?

Wie groß ist der Pflegeaufwand? Wird das einmal parametriert und dann nur noch monitoren oder gibt es wiederkehrenden Aufwand?

Spielt der Zellenhersteller bei Grade A eine große Rolle oder kann ich am Beispiel NKON auch Envision ESS oder Rept CB75 nehmen? Bei der Kapa würde mir 0,5C Laden / Entladen gut reichen.

Naja, Du bräuchtest dann noch einen Drehmomentschlüssel, und eine Flasche Isopropanol. Aber Du kannst bei NKON den fix und fertig aufgebauten Akku bestellen, und der ist nicht teurer als der Selbstbau.

Pflegeaufwand beim Akku? Naja, wenn er in einer staubigen Umgebung steht, würde ich ihn gelegentlich abstauben …

Das hört sich gut an. Bislang habe ich Selbstbau mangels Zeit verworfen, hatte aber nicht auf dem Schirm dass es hier fertige Sätze gibt.

Mit dem Victron Cerbo redet so ein BMS auch ohne Handstände?

Das kann ich nicht sagen, und meines Wissens gibt es auch keine Normen dafür, was “Grade A” bedeutet.

Ich habe meine Zellen akls “Grade A” über Ebay von einem deutschen Händler gekauft, und war über die Qualität sehr erstaunt. Ich hatte den Akku nach dem Zusammenbau erst mal mit einem Labornetzteil geladen und wollte das Top Level Balancing ausführen, aber die Zellen waren so extrem gleich, dass erst über 56V Akkuspannung die Auslöseschwelle von 10 mV Zelldifferenz erreicht wurde. Initiales Balancing wäre nicht nötig gewesen.

hallo,

kann ich nicht sagen, ich habe mir meine 15s erweiterungsakkus mit seplos-bms selbst zusammengebaut.

aber preislich liegen die wohl genauso hoch wie die 16s akkus, sie sind nur etwas schwerer zu finden.

tschuess

Mein DIY Akku mit der Yixiang DIY Box hat das JK Inverter BMS verbaut, und das kommuniziert problemlos über den CAN Bus mit dem Cerbo. Auch das in den NKON Fertigakkus verbaute Seplos BMS soll problemlos mit Victron kommunizieren.