BESS speist PV gerne mal ins Netz statt in den noch weit nicht vollen Akku ein

Moin,

3 MP2 5000 in 3~ Verbund mit allem an ACOut1.
Interne Messung. AC-PV am ACOut1 wird extra gemessen und angezeigt.*

Der Cerbo hat die FW 3.66. Die MP2 haben 2623558.

Der Akku ist ein Pylontech Force L1 Satz mit knapp 100kWh.

PV darf ins Netz speisen wenn der Akku den Strom nicht aufnehmen kann.

DESS war eingeschaltet. Konfiguriert ist GreenMode man aber nichts ins Netz verkaufen kann.
Des weiteren habe ich Dyn. Tibber eingeschaltet und Batteriekosten von 0,05 €/kWh angegeben.
Die Kaufformel lautet (p+0.02+0.125)*1.19

Mir ist im VRM heute aufgefallen das von ca. 1,2 kW nur rund 800 W in den Akku gespeist werden und der Rest unbezahlt ins Netz gewandert ist.
Das ganze obwohl mit 84% noch reichlich Platz für die PV gewesen ist. So sind schon 0,9 kWh der wenigen PV die ich ernten kann für mich unvorteilhaft verschwunden.

Erst mit abschalten von DESS hat das Einspeisen ein Ende genommen wobei ich mit einem Setpoint von 20 W immer etwas Strom ziehe.

Später habe ich dann DESS wieder eingeschaltet und das Verhalten blieb nun so das kein Strom mehr eingespeist wurde, aber es auch nicht mehr so viel zu ernten gab.

Kann jemand erklären warum DESS hier beträchtlichen Teil der PV ins Netz befördert hat der im Akku viel besser aufgehoben wäre? Die Leistung war absolut zwar nur gering aber nicht unerheblich. Damit hätte ich den Akku rund 0,5% mehr aufladen können.

Generell was das nachladen und verwenden des Akkus bei Niedrig- und Hoch-Strompreisen betrifft funktioniert das scheinbar ganz gut.
Nur das “verschwenden” der PV erzeugten Energie finde ich hier nicht schön. Ich bin der Meinung das PV speichern immer Vorrang vorm Einspeisen haben sollte, gerade wenn man den Strom nicht gegen Geld verkaufen kann.

Bist Du Dir da sicher?
Laut Datenblatt gehen da maximal 7 Module = 24,86 kWh (3,552 kWh pro Modul) hast Du wirklich 28 Module in Betrieb?

Man kann auch 4 Stacks (und mehr) parallel schalten.

Das ist mir schon klar, es war nur eine Frage.
Wenn man im DESS die Akkukapazität falsch angeben würde, stimmt die ganze Logik nicht.
Und da Du von

gesprochen hast, wäre es ja immerhin möglich gewesen, dass da ein Fehler passiert ist.
Nichts für ungut…

Setz mal die Akkukosten etwas niedriger

Und noch etwas. Das DESS wird in der Regel immer nur soviel in den Akku einspeichern wie er laut Verbrauchsprognose benötigt um alle “reuren” Zeiten abzudecken, wenn du ihm erlaubst zu verkaufen. Immer nur genau soviel Energie wie es für den Zeitintervall für den Preise zur Verfügung stehen. Den Rest wird das System verkaufen

Mein Verkaufspreis wäre 0,00 €/kWh. Die 0,05 €/kWh sind als Differenz damit DESS nicht anfängt bei 0,25 anfängt zu laden wenn der höchste Preis demnächst 0,30 € ist um da wieder auszuspeichern. Das macht dann kein Sinn.
Das verhalten macht eigentlich nur Sinn wenn es Zeiten gibt in denen kein Strom eingespeist werden darf da der Strompreis negativ wird. Denn sollte es besser gleich eingespeist werden damit dann bei Stromeinspeisesperre die PV in den Akku geladen wird.
Da bei 82 % aber bei mir noch rund 18 kWh frei sind und ich gerade mal max. 7 kWh derzeit PV bekomme am Tag hat das “nicht in den Akku speichern” hier keinen Sinn.
Außerdem will doch das System wegen des eingeschalteten Batterie Life gerne den Akku auch gerne mal voll laden. Aber vielleicht meint DESS das 80 % für die Lebensdauer besser sind und speichert deswegen nichts in den Akku.

Das ist aber alles Spekulation. Daher frage ich ja ob das jemand erklären kann. Ich muss mir wohl doch mal die ganze Doku zum DESS ansehen.

Also erstmal wird das DESS keine zu kleinen Preisdifferenzen berücksichtigen, weil es schon einen wandlungsverlust berücksichtigt. Ich weiß nicht wo es aktuell ist 15%??? Von daher brsuchst du das bei den Akkukosten nicht berücksichtigen. Jetzt sagt das System: ein und ausspeichern kostet 5 Cent + 15%% Wandlungsverluste….

Teste es einfach mal aus und schaue was passiert

So wie es aussieht speist es dennoch rund aktuell 25% meines PV Ertrags ins Netz kostenfrei ein obwohl noch Platz im Akku ist.

Nur wenn ich BESS ausschalte wird es besser.

Aber dann wird der Akku nicht mehr aus dem Netz zu günstigen Zeiten nachgeladen.

Es sieht so aus als würde ich BESS so nicht verwenden können. Ich muss mir eine andere Lösung suchen dann den Akku zu günstigen Zeiten nachzuladen.

Was halt fehlt ist eine Funktion die dafür sorgt das PV immer in den Akku geladen wird bzw. Vorrang hat bei den Prognosen und damit der Ladestand für Netzladen (dynamisch) begrenzt wird. Es wäre auch einfacher wenn man ein genaueres Log für DESS bekommen würde warum z.B. es die bestimmten Modi einstellt; BESS ein wenig gesprächiger wird.

Hallo, ich hatte diese Erscheinung auch zwischendurch mit dem sinnlosen Einspeisen. Ich konnte das beenden indem ich einfach den Verkauf im DESS untersagt habe. Danach ging nur noch ins Netz, was die MP2 nicht abfangen konnten.

MfG Smu-Joe

Hi,

Wenn du mir mal deine VRM Portal ID gibst (numerische in der URL) kann ich mal schauen was DESS da plant / macht / sieht.

(Pm)

Bei 100kWh Akkukapazität entsprechen 1% SoC ziemlich genau 1kWh. DESS rechnet aber nur in ganzzahligen %-Schritten. Ich denke die Anlage hier wird deutlich vom zukunftigen DESS mit SoC-Nachkommastellen profitieren…

Mir würde es schon helfen wenn ich selber mal nachsehen könnte. Gibt es einen Weg an die Logs zu kommen?

Ich habe heute festgestellt, dass ohne BESS die Leistung auch nicht in den Akku will. Ich hatte heute einen sonnigen Tag und nachdem ich mal die Module abgefegt habe, war auch ein wenig mehr Leistung vorhanden. Leider ist aber über die ganze Zeit die unverbrauchte Energie im Netz gelandet und als nicht genug PV vorhanden war, hat das System sogar bis zur unteren %-Grenze mittels Batterie gestützt.
Es kam mir so vor, als ob die Inverter zwar die derzeit eingestellte 20W-Regelung durch die Batterie erlaubt, aber PV nicht für das Laden verwendet werden darf


Hier meine aktuellen ESS Einstellungen:

Kann es sein das hier eine Regel PV-Einspeisung vor PV-Laden eingestellt ist?

grafik

Vielleicht sieht ja jemand etwas, was ich nicht sehe.

Da stimmt was nicht — MP II sagt Aufladen und der Akku meldet Entladen ?? Und die Verbrauchs-Messung durch die MP II … ist auch nicht “so” genau.

Und Deine max. Ladespannung bei DVCC solltest Du auch mal kleiner einstellen….. > 52,5V sollte man auf jeden Fall vermeiden… besser wären ca. 52 V ..

ist das ESS auf allen MP II installiert?

Wegen des 52,5 V hatte ich einen Techniker von Pylontech bei mir. Der sagt beim Voll laden muss die Spannung regelmäßig mindestens 52,5 V erreichen, da nur dann das Voll-Balancing angestoßen wird. Sonst driften die Zellen immer weiter auseinander. Das sollte alle 90 Tage passieren. Das war übrigens ein Grund, warum einer meiner Stacks nicht funktioniert hatte.

Persönlich würde ich es gar versuchen das dass Zielladen normalerweise bereits bei 80 % soc beendet werden sollte und nur alle 90 Tage auf 100 % = 52,5 V aufgeladen werden sollte. Ich denke das schont die Akkus am besten. Aber das geht wohl nur mit erweiterter Logik.

Thema Laden und Entladen gleichzeitig:

Der Unterschied kommt daher, dass ich den Cerbus mit an der Batterie mit hängen habe. Der braucht rund 40 W, allerdings sollte der keine 100 W benötigen. Aber es sieht sowieso komisch aus das der MP II 0,0 A bei 75W meldet. Ich frage mich, wie das sein kann. Möglicherweise addieren sich da Messfehler unter den drei MP II auf. Das mit gleichzeitigem Entladen und Aufladen würde aber hinkommen, wenn der Pylontech nur 25 W liefert. In dem Fall müssten die MP II den Rest der 40 W für den Cerbus bereitstellen.
Kann das von der Einstellung „Gemeinsamer Stromsensor“ kommen? Ich denke nicht.

Hier ein aktuelles Bild direkt vom Cerbus wo man den Cerbus anhand der angezeigten DC-Lasten erkennen kann:

Hier zum Vergleich mal die alte UI:

Was ich vermisse, sind die Angaben zu den Phasenleistungen bei Solarertrag in der neuen Ansicht.

Das ESS habe ich über das VRM mit dem Setuptool vom PF für das 3~ System installiert. Das aktualisiert automatisch alle drei MP II ohne dass ich da eingreifen kann. Also Export über VRM, dann laden der Datei im Tool fürs Konfigurieren der MP II Gruppe, dann konfigurieren eines MP II dann wieder raus und beenden und die Datei wurde angepasst. Zurück in VRM geladen und das sagt einem dann das alle MP II angepasst werden müssen. So zumindest aus meiner Erinnerung heraus.

Vielleicht habe ich auch einfach zu viel am Cerbus rumgespielt und ich sollte den mal neu installieren und konfigurieren.

Hier noch ein Bild aus der Geräteliste:

Bist Du sicher, das dieses Tool wirklich allle MP II konfiguriert hat? Das geht eigentlich nur bei der Firmware .. das macht victron auf allen..

aber das ESS muß auf jedem einzeln installiert werden.