Umbau: Pylontech mit JK BMS

Den Umbau kann ich nicht empfehlen, weil es viel Arbeit macht und aufwändiger ist als zunächst gedacht. Jedoch kommt das JK viel besser mit angeschlagenen Zellen zurecht, nicht zuletzt weil man es darauf konfigurieren kann. Wenn eine Zelle in “high” geht wird das Charging abgeschaltet “Cell OVP”, wenn sie unter “Cell OVPR” geht wird das Laden wieder erlaubt. Einfach und funktional, so werden die Blöcke rechtzeitig aus dem Verbund getrennt und nehmen keinen Schaden. Allerdings traue ich den Balancerkabeln die 2A (JK_BP2A16S20P) vom Querschnitt nicht zu, habe auf 0,8 A gestellt. Aber selbst mit 800 mA gleicht er die Zellen viel besser an als es das Pylontechboard macht. Das unkomplizierte Anzeigen von bis 20 Batterien auf dem Masterdisplay finde ich genial.

1 Like

Dieser kleine Umbau wird wohl in Zukunft viele Pylontech “Restzellen” treffen :stuck_out_tongue: … Für jeden der ausgefallenen Pouch Zellen hat, gibt eine solche Umbauaktion eine gute Lösung für die Weiterverwendung der noch funktionsfähigen Zellen … Dann kann man auch gleich auf 16S umbauen.

Egal ob jetzt JK-BMS oder andere Hersteller …

Ja 16S wäre gut, geht, aber leider nicht. Da sind drei Pakete a 5 Zellen drin. Nr. 16 hat keinen Platz.

Also bei den Modulen mit aufgeblähten Zellen, die ich bisher gesehen habe, waren immer alle drei Packs betroffen, da kann man nix mehr retten und weiterverwenden.

Sehe ich genau so, aufgeblähte Zellen sind unbedingt zu entsorgen. Der Wechsel des BMS kann nur bei äußerlich intakten Zellen Sinn machen.

Interessant ist das die US5000 wohl eine andere Elektronik verbaut haben, evtl. ist diese besser und bedient die Einzelzellen besser?

Auf jeden Fall ist die Aussage von Pylontech das die Batterien überladen wurden, bei Reklamationen Unsinn. Genau das verhindert ein vernünftiges BMS.

Man hört dazu so viele unterschiedlichen Aussagen was das Aufblähen der Zellen angeht und keiner kann wirklich sagen, an was es liegt! Ich habe hier 2 x US2000 die seit 8 Jahren ihren Dienst ohne einem Problem machen, andere halten nicht mal 2 Jahre!

ich würde mal vermuten.. das viele einfach “falsche” Werte eintragen .. oder meinen, daß BMS regelt ja alles selber und man muß gar nichts einstellen…

und das geht dann halt “manchmal” schief… habe auch seit Jahren 2000C + 3000C in Betrieb.. ohne Probleme.

Gibt sicher Leute die falsche Werte haben, aber es sind ja keine Einzelfälle was die Pylontech angeht, die meisten sind nach 3 - 4 Jahren defekt!

Die meisten Akkus laufen zum Glück ganz gut, aber bei uns häufen sich leider auch die Meldungen von Kundenanlagen, bei denen ich zu 100% sagen kann, das da die richtigen Werte eingestellt sind, weil ich das selbst installiert habe oder weil wir die Anlage vorkonfiguriert verschickt haben (inkl. langsamer Initiallladung der Akkus).

Natürlich sollte man sich nicht komplett auf das BMS verlassen, aber trotzdem sollte das BMS so eingestellt sein, das es solche ausfälle verhindert.

Das da bei Pylontech etwas nicht stimmt, zeigt doch auch, das Victron dafür einen speziellen Ladealgorithmus ins Venus OS eingebaut hat, um das etwas in den Griff zu bekommen.

Das hätte eigentlich von Pylontech kommen müssen.
Wobei Pylontech nicht von den Kunden/Installateuren erwarten kann, das diese da ständig FW Updates auf den Akkus machen um das verhalten des BMS zu verbessern.

Vielleicht arbeitet Pylontech ja auch deswegen mit Victron zusammen um ein FW Update der Akkus über das VRM Portal zu ermöglichen[1], damit sich der Installateur zumindest die An- und Abfahrt zum Kunden spart.


  1. Funktioniert übrigens schon recht gut, konnte aber noch nicht testen, ob/wie das Funktioniert, wenn Module mit verschiedenen Chips zusammengeschaltet sind, die brauchen ja verschiedene FW Dateien

    ↩︎

Vllt hängt es auch an der FW Version was die Pack drauf haben, bei meine 2 US2000 ist die Ausleiferungs FW noch immer drauf und die Pack sind welche von den ersten Chargen die damals ausgeliefert worden sind!

Den ersten 2000er habe ich auf ein anderes BMS umgebaut weil das FW Update nicht durchgelaufen ist. “Gebrickt” ist wohl der aktuelle Begriff dafür. Dann habe ich mich in JK eingearbeitet und gemerkt das es einen guten Job macht und nicht teuer ist. Die fünfzehn Zellen zu entsorgen, die in Ordnung waren, kam nicht in Frage. Obwohl es nur 2,4 kWh sind tat es mir leid.

Wir haben die Pylontech Akkus idR auch einfach so verbaut, wie wir sie bekommen, also ohne ein FW Update durchzuführen.

Updates haben wir nur gemacht, wenn es auf Grund eines Fehlers durch Pylontech gefordert war.
(Victron sagt bei Problemen ja auch immer, das man zunächst ein Update machen sollte.)

Wie geschrieben, wir haben ja auch viele Anlagen, die seit Inbetriebnahme problemlos laufen oder sich zumindest die Kunden noch nicht gemeldet haben.

Ob die Pytes besser sind ? .. das wissen wir erst in ein paar Jahren ;O)))

Und da Pylontech jetzt wirklich gut mit Victron zusammen arbeitet.. gemeinsamen Ladealgorithmus entwickelt…

das spricht zur Zeit wirklich eher für Pylontech.

Und ob andere BMSse wirklich besser sind … die Pylontech gibt es ja schon etliche Jahre … und die meisten laufen gut…

Klar, wie bei allen Sachen zeigt sich die Haltbarkeit immer erst nach einigen Jahren.
Aber die E-Box 48100 gibt es ja glaube ich auch schon ein paar Jahre.


Pytes war vor etwa 2 Jahren mal bei uns um uns als Händler für ihre Akkus zu gewinnen, da gab es unserer Meinung nach aber noch einige Probleme und haben abgelehnt.
Es wurde dann nachgebessert und letztes Jahr haben wir den Akkus noch mal eine Chance gegeben und waren dann sehr zufrieden damit.
Pytes hat auch einen Vertreter bei uns in der nähe und ist wirklich gut dabei auf Fehler zu reagieren u.U. fährt der Vertreter auch persönlich zum Kunden um vor Ort den Fehler zu finden und falls möglich zu beheben.

Bei Pylontech kann ich nicht sagen, wie gut die Unterstützung seitens Effekta funktioniert.

Das mag wie Werbung klingen, ist aber nur meine persönliche Erfahrung mit Pytes bisher.


Der Ladealgorithmus von Pytes ist deutlich besser als der von Pylontech.
Statt einfach nur das CCL in ein paar groben Schritten zu reduzieren, wie es leider die meisten BMS machen, wird bei Pytes vor allem mit dem CVL “gespielt”.
Das verhindert auch, das durch aktivierte DC Einspeisung, mehr Strom in den Akku geht, als dieser eigentlich will.


(Hier ist noch eine relativ alte FW auf den Akkus)

Bin mir nicht sicher und habe eben mal nachgefragt, aber ich glaube nicht das das in Zusammenarbeit mit Pylontech gemacht wurde, sondern nur seitens Victron.

Auch Pytes arbeitet gerade mit Victron zusammen um zum einen den Ladealgorithmus zu verbessern (Victron möchte nicht, das das CCL bei 100% auf 0A gesetzt wird) und zum anderen FW Updates über das VRM Portal zu ermöglichen (auch das konnte ich schon testen und funktioniert bisher ganz gut).

Die Ladestromregelung macht auch Pylontech oder Victron beim Balanzieren.. da wird der max. Strom auch in Stufen verringert.

Ich will auch nichts “schlecht reden” oder “belobigen”. Das muss jeder selbst entscheiden….

aber ich denke, eine Menge der Schäden an den Akkus entstehen halt durch falsche oder gar keine Konfiguration von dem Ladegerät ;O)))

Klar, wäre es TOLL, wenn das BMS von den Akkus alles besser und korrekter regeln würde … aber das tun sie eben leider nicht.

Und genau das ist ja das “Problem”.
Das CCL wird bei aktivierter DC Überschusseinspeisung ja ignoriert und der Akku weiterhin mit voller Leistung geladen, obwohl dieser ja eigentlich schon viel weniger Strom haben will.
Die Regelung per CVL ist da viel besser, weil da dann auch schon vorher angefangen wird DC-Überschuss einzuspeisen.

Edit: Das angepasste Ladeverhalten für Pylontech, welches mit Venus OS 3.50 eingeführt wurde, hat Victron wohl auf eigene Faust gemacht, ohne Absprachen mit Pylontech.
So meint es zumindest der Kollege von Victron, den ich dazu gefragt habe.

1 Like

Na… dann vielen Dank an Victron ;O))))

Und das Problem der Akkuhersteller ist einfach, daß sie ja nicht wissen, wie und wo ein Akku angeschlossen wird…

das eine Gerät regelt halt gut .. ein anderes halt nicht so gut oder gar nicht ;O)))

Dazu müsste Pylontech seine Firmware und die Software um auch selbst die Werte des BMS zu prüfen offen zur Verfügung stellen.
Ich habe acht US5000 wobei zwei davon die FW 1.9 haben, alle anderen FW 1.3. Selbst der Deutschland Distributor hat noch immer FW 1.3 zum download, die US5000 mit FW1.9 hab ich nun seit einem Jahr.

Hallo zusammen,
ich betreibe in meiner kleinen Anlage 4x Pylontech US3000C und da ich beim Aufbau der Anlage zunächst mit 2x US3000C gestartet bin und später dann zeitlich versetzt 2 je 1x US3000C dazu gekauft und installiert habe, habe ich vor einiger Zeit Effekta kontaktiert und habe mit Nennung der Serien-Nr. gefragt welcher Akku am besten als Master definiert werden sollte. Als Antworten habe ich erhalten: Der neueste Akku sollte als Master definiert werden, ich solle aber bitte Firmware Updates durchführen und das durch die Firmware Updates durch End-User die Garantie der Akkus nicht erlischt.

Bei der Prüfung der verbauten Firmware der Akkus habe ich dann festgestellt: Es waren 2x FW 1.7, 1x FW 1.8 und 1x FW 1.4 auf den Akkus. Interessanterweise hatte der Akku den ich zuletzt, min. 3/4 bis 1 Jahr später, gekauft hatte die älteste Firmware die FW 1.4 und ebenso hatte der ausgelesene Cycle Count dieses Akkus nicht den geringsten Wert.

Ich habe dann alle 4 US3000c mit der aktuellen Firmware FW 2.5 versehen und den Akku mit der geringsten Anzahl Cycle Count als Master definiert.
Die am MP-II GX ausgelesene Ladegrenzspannung CVL hat sich mit diesem Firmware Update nun auch leicht geändert/reduziert auf 52,80V.

Weiterhin auffallend ist, das sich nun beim Laden der Akkus die Control/Anzeige LEDs aller Akkus sehr ähnlich verhalten. Das war vor dem Firmware Update nicht der Fall.