Suche 48V Akku (5kw) mit Soft-Start?

Hallo.

Ich habe eine kleine PV-Anlage. Diese besteht derzeit aus einem Multiplus II 3000, an dem zwei Victron MPPT Laderegler angeschlossen sind. Habe ich mich damals aus Gesprächen mit Kollegen und Freunden dafür entschieden und bin sehr zufrieden.

Im vergangenen Jahr habe ich insgesamt 3000 kw/h ins Netz zurück gespeist. Es gab zwar eine kleine Vergütung dafür, aber das dann doch zu schade, den Strom nicht besser selber zu verbrauchen. Daher soll nun ein Speicher folgen.

Wie bei der Auswahl damals für das Victron-System möchte ich nun auch dem Solarbauer klare Vorgaben geben was die Speicherintegration angeht.

Hierzu würde ich gerne Empfehlungen von Euch einholen:

  1. Von welchem Anbieter/Hersteller könnt 48 V bzw. 51,2 V lifepo4-Speicher empfehlen (Aufstellort neben dem MP2 im temperierten Keller)? Die Batterie sollte über kompatibles BMS zum Multiplus 2 verfügen
  2. Zu dem Multiplus 2 lese ich immer die Empfehlung, dass die Kondensatoren langsam geladen werden sollen. Die Batterie sollte daher über ein Soft-/Sanft-Anlauf verfügen

Darüber hinaus hätte ich noch eine Verständnisfrage:

Kann ich problemlos eine Batterie mit Ausschalter ausschalten und dann läuft die Anlage als Direkteinspeißung weiter? Wäre für den Winter m. E. nicht uninteressant oder steuert ein gutes BMS etwas eigenständig, sprich es gibt nichts mehr ab, nimmt aber wenn der Multiplus nicht mehr aufnehmen soll auf?

???
Also betreibst du das bisher ohne Akku?
Ist so aber nicht gedacht, sowohl MultiPlus als auch MPPTs sind für den Betrieb mit einem Akku ausgelegt.
Nur der Multi RS darf offiziell ohne Akku als PV Wechselrichter betrieben werden, muss man aber in den Einstellungen auch festlegen.
Daher zu deiner letzten Frage: Nein, sollte man nicht machen.

Hier die Liste mit offiziell kompatiblen Akkus:

Meine Empfehlung aktuell wäre die Pytes V5 ggf die V5°α Plus, die hat einen “soft-start” integriert.

Hallo Wanheda,

hast du bisher gar keinen Akku an/in deinem System? Welche Konfiguration hast du benutzt damit das funktioniert? Ich wüsste nicht, dass ein Multiplus2 ohne Akku auskommt…

Zu deinen Fragen, - da kannst du aus einer Vielzahl von Akkus wählen. Hier ist eine Liste, die noch nicht mal vollständig ist. Da gibt es noch sehr viele DIY Akkus und weitere Anbieter. Ein oft genannter ist NKON. Ein Händler aus den Niederlanden, der mittlerweile auch gute Speicher anbietet. Z.b. den hier: 5kWh ESS Pro

Einen solchen Akku kannst du im Grunde anschließen und dann einschalten. Dann passt das mit den Kondensatoren.

Doch die Liste ist vollständig mit den offiziell unterstützten Akkus.

Wenn andere Hersteller sagen, das ihre Akkus mit Victron kompatibel sind, ist das nur eine einseitige Unterstützung des Herstellers, nicht aber seitens Victron.
Siehe die Hinweise auf der Seite unterhalb der Liste.

Moin.

Schon mal vielen Dank für Eure Rückmeldungen.

Der reine PV-Betrieb kann über das VE-Tool konfiguriert werden. Dafür braucht man den Adapter auf den PC. über den Cerbox gx kann man das nicht einstellen.

Aber ich glaube den Speicher ausschalten funktioniert dann so ohne weiteres auch nicht, weil dann glaube ich eine andere Konfiguration von Nöten wäre?

Bzw. die Frage lautet: Wenn über die MPPT Regler ertrag kommt, der Speicher aber sagt er kann nicht aufgrund der Temperatur laden bzw. entladen, arbeitet dann der Multiplus als Einspeiße Wechselrichter?

Ich kann Dir vorbehaltlos die Akkus von NKON empfehlen. Die bestehen aus Komponenten bester Qualität, die zudem jederzeit auch einzeln verfügbar sind (Reparatur immer möglich!), und die in der DIY Szene sehr weit verbreitet sind, so dass immer viel Support verfügbar ist. Die NKON Akkus sind zudem so preisgünstig, dass sich DIY ganz einfach nicht mehr lohnt: 16 kWh gibt’s dort zu ca 1.380 €.

Das darin verwendeten Seplos-BMS ist voll kompatibel mit Victron, zählt aber nicht zu den “offiziell” von Victron unterstützten Komponenten.

Nein, denn ein Multiplus-2 ist unbedingt an einer Batterie zu betreiben. Es ist verwunderlich, dass Dein System ohne Akku bisher überlebt hat.

Dafür ist nicht das BMS zuständig, sondern das Victron-System, das Du in diesem Fall als ESS konfiguriert haben solltest. Da kannst Du jederzeit alle notwendigen Parameter einstellen und sogar automatisch einstellen lassen. Ich setze bei meinem Akku im Winter beispielsweise den Mindest-SOC auf 40%, und dann pendelt der SOC wg der geringen PV-Leistung meistens zwischen 40 und 60, an sonnigen Tagen wie heute auch mal bis 70%. LiFePO4-Akkus sollten halt nicht längere Zeit entladen herumstehen, und deshalb die Grenze bei 40%.

Im ESS legst Du dann auch die Überschusseinspeisung fest. Aller PV-Ertrag geht dann erst mal in die Eigennutzung und die Batterieladung, und nur wenn bei vollem Akku ein Überschuss da ist, geht der ins Netz.

Und bei kleinem Wechselrichter wie Deinem MP2-3000 besonderes interessant: Du kannst problemlos auch die Überschüsse aus beispielsweise 6 kWp Solar ins Netz einspeisen, obwohl der MP2-3000 nur 2.400 Watt Leistung bringt. Du kannst dafür dann eine Minimal-Einspeisung festlegen, beispielsweise 500 Watt die ganze Nacht hindurch. Der Akku entzerrt dabei die Netzeinspeisung zeitlich.

Genau dafür ist der Multiplus ganz vorrangig gedacht.