Bei mir gab es bei der Inbetriebnahme das Problem das die Phasen vom Multiplus und vom Netzmeter nicht überein gestimmt haben. Die Regelung war deshalb sehr komisch.
Ist mir dann abends beim backen aufgefallen, als die belastete Phase am Multiplus nicht mi dem Netzmeter passte.
Das andere was ich zumindest im Sommer bei meinen wechselnden Lasten und viel PV Überschuß einstellen ist ein Sollwert von -100 oder noch mehr Watt. Dann habe ich praktisch 0 kW/h Netzbezug.
Das habe ich bei mir auch so eingestellt, hat aber nichts mit dem Problem dieser Installation. Die ca. 800W sind ziemlich statisch, da gibt es kaum Schwankungen. Wir haben das 1/2 lang gestestet und der Strom kam nur aus dem Netz. Ich werde dem Kunden mal einen externen Zähler ans Herz legen (zumindest testweise).
Testweise über AUX1 - darum geht es hier doch. Einspeisung ist ja auch sofort aus. Aber dann startet halt der Netzbezug obwohl der Akku voll ist. Und das stört den Kunden natürlich.
Es könnte aber auch eine Regelung der Einzelphasen zur besseren Symmetrie eingestellt sein und dann wäre es ein Problem wenn die Phasen vertauscht zurückgemeldet werden. Ansonsten hat die Installation ja gar keinen Stromzähler mit digitaler Schnittstelle angeschlossen. Damit ist die Regelschleife offen. Als reine Steuerung braucht man sich dann auch nicht wundern daß es nicht passend ausgeregelt wird.
Im Übrigen ist die korrekte deutsche Übersetzung von “Grid Meter” nicht Netzmeter und schon gar nicht Netzmesser sondern Stromzähler. Wenn das in der automatisierten Übersetung der Victron PDFs regelmässig falsch ist, heisst das noch lange nicht, daß sich Alle an die falschen Begriffe gewöhnen, sobald sie verstanden haben was damit gemeint sein könnte.
Letzendlich hat das Problem @Ferropilot aber gar nichts mehr mit dem ursprünglichen Thema der 100/60/30/0 Abregelung zu tun. @M_Lange könnte den Thread ab dem ersten Post von @Ferropilot in einen eigenen Thread abtrennen.
Habe RS mit einem Kollegen halten. Wenn du deine Verbraucher an AC-IN hast, ist das normal.
Wenn der Multi das “Stop Feedin” Signal bekommt, hört er schlicht auf, Leistung auf AC-IN abzugeben. (AC OUT würde weiter von der Batterie / DCPV versorgt)
Speich, jeder AC IN seitige Verbraucher fällt dann auf Netzbezug zurück.
Das ist so notwendig, weil für die Zertifizierung sichergestellt sein muss, dass er die Einspeisung garantiert unterbindet - auch ohne GX oder Grid-Meter.
Ich habe nun Rückmeldung von Victron bekommen. Das ist tatsächlich so gewollt, weil Vorgabe im deutschen Grid-Code.
Yes this is normal, as described also in the ESS manual:
(system is not allowed to feed energy from the battery)
Naja, prinzipiell ist das so in Deutschland, allerdings bekommen es andere besser gelöst. Der Fronius zum Beispiel kann und darf mit Gridmeter die Lasten weiter versorgen…..
Ich bleib dabei: Victron muss hier nacharbeiten.
Ne, dass ist leider nicht ganz richtig. Die Einspeisung ins öffentliche Netz muss reduziert oder auf 0 gesetzt werden. Aber der Eigenverbrauch darf natürlich weiter durch PV/Batterie bereitgestellt werden. VNBs fördern viel, aber es gibt die Clearingstelle, die für die Auslegung der Gesetze tuständig ist.
Hier zB findet man weiter unten, dass Nulleinspeiser sogar von der Pflicht zur Steuerbarkeit ausgenommen sind.
Hier ist auf Seite 7 auch die Rede von “hinter der Haussicherung”.
Im Prinzip ist das doch nichts anderes als die alte 70% Abregelung, die meine alte Anlage einhalten muss. Nur das der Wert “dynamisch” ist. Am Netzanschlusspunkt muss ich die 70% einhalten. Durch Eigenverbrauch gibt es Tage, wo ich in der Spitze auf über 85% Anlagenleistung komme.
Es wäre sehr schön, wenn Victron da noch nachbessert.
Victron hat das Problem, daß es kein einziges Produkt mit vermünftigen Eingangsschaltungen gibt. Im Endeffekt führt ein an den Cerbo angeschlossener Rundsteuerempfänger dazu, daß Venus mehrmals täglich wegen ESD Problemen neu bootet solange man als Anwender nicht eine entsprechende externe Beschaltung mit oder ohne zusätzliche Optokoppler oder Relais vornimmt.
Für die Auslegung der Gesetze sind in D die Gerichte zuständig. Die Clearingstelle muß es eigentlich nur deshalb geben, weil die VNBs ihre eigentlich hohheitliche Arbeit nicht ordentlich erledigen.
Dein oben verlinkter Clearing Text ist aufgrund der Schikanen eines bayrischen VNBs entstanden. Diesbezüglich können sich die VNBs praktisch beliebig viele neue Schikanen ausdenken. Akutell habe ich z. Bsp. einen Fall wo die Anlage nicht akzeptiert wird, weil der VNB der Meinung ist daß sich die 100% der Abregelung nicht auf die installierte Modulleistung in kWp beziehen. Die Anlage hat 100kWp, der Netzanschluss verträgt aber nur 30kVA weshalb der Errichter diese peramanent auf 30% abregelt. Der VNB möchte diese 30% jetzt als Referenz für die 100% ansetzen und dann noch mal auf 60/30/0% abregeln weil im Gesetz ja steht daß der Netzübergabepunkt abgeregelt werden muß. Es steht aber nirgends auf was sich die 100% beziehen.
Was soll da ein Hersteller noch tun? Mit Node Red kann ich sogar gemischte Installationen von Multis mit WR anderer Hersteller abregeln. Diese lassen sich aus verschiedensten Gründen nicht immer im ESS als AC Erzeuger regelungstechnisch einbinden. So kann ich mir beliebig aussuchen welchen Teil der Anlage ich auf welche Leistung abregle, an welcher Stelle mir wieviel für den Eigenverbrauch übrigbleibt und sogar auf was sich die 100% beziehen. Theoretisch kann der Betreiber seine Anlage nämlich auf 60% abregeln, indem er einfach weitere 40% Modulleistung zubaut. Bei Victron ist das mit den externen MPPTs besonders einfach weil man noch nicht mal WR dazu kaufen muß.
Die Akzeptanz bei den VNBs wird dadurch leider nicht erhöht, Das ist ein politisches und kein technisches Problem das von Victron wie auch immer gelöst werden könnte. Früher oder später wird Victron nicht um den EEBUS mit den Use Cases LPC und LPP (Limit Power Consumption / Limit Power Production) umhinkommen weil VDE das unlängst beim EEBUS Verein abgeschrieben hat. Bislang ist das aber samt aller FNN Steuerboxen ein Rohrkrepierer und unter Katharina Reiche keinerlei Besserung in Sicht.