Pufferung für Multiplus II und Batterien - durch Einstellung in Bedingter AC-in in den MultiPlus II

Hallihallo,
Ich möchte in meinen 3 Multi‘s (3Ph) gerne den „Bedingten AC-Eingangsanschluss“ am AC-in mit max. 16A nutzen, um zusätzlich zu den max.17A der Wechselrichter einer Überlastung der Multi‘s vorzubeugen (im Moment nutzen wir pro Phase max. 3.300W/Wechselrichter, und hatten damit bisher kein Problem)

Ich dachte an folgende Einstellung:

Welche Werte haltet Ihr für sinnvoll?
Ich würde zuerst über MK3 auslesen, diese Version abspeichern, dann die Änderungen vornehmen und wieder aufspielen, dann Neustart.

Vielen Dank für Euere Anregungen ! :slight_smile:

Rainer

Weitere Infos:

Ich betreibe eine 3 Phasen PV Anlage von Victron (keine Einspeisung)

Über einen Notstromschalter (1 - 0 - 2) kann ich die komplette Stromversorgung meines Häuschens alternativ zwischen dem Stromversorger und meiner PV-Anlage umschalten. Hier eine schematische Darstellung:

AC-out der Multis geht über die UV komplett in mein Häuschen, aus AC-out führt kein Strom zurück ins öffentliche Netz.

Natürlich ist die Anlage im Marktstammdatenregister gemeldet, eine Anmeldung beim Netzbetreiber ist gerade am werden, ein MA des Netzbetreibers hat das bereits wohlwollend gesehen.

Weitere Daten der Anlage:

30 x Luxen Solar 450W Bifazial TopCon N5 Full Black Solarmodule (15xOst - steht gut im Licht,16xWest - am Hang)
4 x 4,8kWh Pylontech US5000 LiFePo4 Speicherbatterien
2 x Victron MPPT SmartSolar Laderegler 450/200 48V
3 x Victron PMP482505010 Multiplus-II 48/5000/70-50A
1 x Cerbo GX MK2 + 1x GX Touch 50 von Victron
1 x Victron VM-3P75CT Energy Meter
1 x Victron EVCS WallBox

Vielen Dank für Euere Anregungen ! :slight_smile:

Rainer

warum willst du diesen „Bedingten AC-Eingangsanschluss“ einstellen ?

warum nicht ein ganz normales ESS laufen lassen ?

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Danke für Deinen Beitrag,

Wenn ich bei aktueller Konfiguration (normales ESS?) dass öffentliche Netz auf den AC-in schalte, fließt der Strom in beide Richtungen - denn scheinbar fließt bei vollem Akku etwas Strom zurück in’s Netz, was ich vermeiden will.

Wenn ich nun den AC-in nur bei Überschreiten der MP-II Leistungsgrenzen (>4kW) aktiviere, würde der Strom am AC-in ja nur in die Richtung MultiPlus weiter zum Verbraucher fließen, und nicht zurück ins öffentliche Netz, weil die Eingangsrelais ja < 3kW wieder abschalten würden.

Ich verstehe den Sinn des „Bedingten AC-Eingangsanschluss“ so, dass ich für solche Fälle (Überlastung, oder niedriger SOC) die Bedingungen für das Ein- und Ausschalten der Eingangsrelais im MP II zur Unterstützung der Multi’s steuern kann, und es somit nicht zu einer Überlastung und Entladung kommen kann.

Meine PV Anlage dient nur dem Eigenverbrauch, und speist vom AC-out ausschließlich in die Unterverteilung meines Hauses ein.

Möglicher Weise ist mir das ESS auch noch nicht vollumfänglich klar. :-/

hallo,

nutz das system als ess, wenn du den ac-in abschaltest, dann dauert das etwas, bis er wieder zu geschaltet wird, je nachdem wie hoch die ueberlastung ist, reicht die zeit dafuer nicht aus und das system schaltet trotzdem ab.

bei einem ess ist das aber kein problem, da kommt es zwar auch zu einer warnung und der multi reduziert die leistung, aber mehr passiert nicht.

allerdings hast du recht, man kann in dem fall einen bezug oder einen einspeisung nicht zu 100% verhindern, aber man kann das in der regel auf weniger als 1 kWh reduzieren. bei vielen grossen lastschwankungen kann es auch etwas mehr sein.

oder du machst es wie ich, installierst genug wechselrichterleistung und schaltest dann den ganzen sommer auf inselbetrieb um. das geht aber nicht, wenn man auch einspeisen will und darf!

tschuess

bei mir sind es zB nur ca 1-2 kWh je Monat was ich aus dem Netz beziehe bei einem “normalem” ESS Betrieb.

Ich könnte es aber auch so einstellen dass ich eher etwas einspeise als beziehe. Jeder wie er will.

ein paar Watt braucht das System zur kurzfristigen Regelung bei Lastwechsel. Wenn das System das Netz nicht dazu nehmen kann muss es alles über die Batterie regeln. Dann wird die deutlich mehr belastet

Hallo Dieter,

danke für den Ratschlag, das wirkt schon mal entspannend.

ich laufe seit März durchgehend im “Notstrommodus” komplett auf der PV-Anlage. wir verbrauchen im Schnitt 7-9kWh/Tag. Das machen die 13,2kWp zusammen mit der 19,2kWh-Litium-Batterie ganz gut.
Wenn - wie heute - mehr als nötig vom Dach kommt, hängen wir die Zoe mit 3x2kW dran - quasi von Zelle zum Auto. Dann kochen wir gerade mal nicht, keine Wäsche und Geschirrspüler. Andere Großverbraucher haben wir nicht. Halt immer so, dass wir nicht die 4kW/Phase nicht überschreiten.

Der AC-In ist durch zwei weitere hintereinander geschaltete 3Ph-Schalter permanent getrennt.

Mir geht es auch nicht darum, ob ich dem Versorger was schenke, wenn’s über den AC-in zurück laufen sollte, sondern einerseits darum, dass der Netztbetreiber nicht meckert, weil ich ja dann ein bisschen einspeise, und meine Anlage halt keine Balkonanlage ist. Ich will und muss auch nicht einspeisen, es könnte halt nur passieren. Und andereseits würde ich mit der Steuerung über die “Bedingten AC-Eingansanschluss” neben der Richtungswirkung auch noch Überspitzen abfangen können, Wenn wir dann doch mal was übersehen haben sollten, oder mehr Last halt sein muss.
Soviele starke Lastschwankungen erwarte ich aber nicht, wir sind zu zweit und gut aufeinander abgestimmt.

Wie ist Dein Anlagenkonzept, und was machst Du im Winter?

servus

das wäre für mich völlig ok,

Mein Traum wäre es ja, dass ich mein Häuschen einfach ganzjährig - auf Notstrom geschaltet - aus der Victron-Anlage versorgen könnte, und ich in den
Licht-schwachen Zeiten eben die max. 3x16A über den AC-in “dazu” geben würde. In den dunklen Zeiten hat die Anlage immer noch 35% der Energie gebracht.

Du schreibst: “ein paar Watt braucht das System zur kurzfristigen Regelung bei Lastwechsel. Wenn das System das Netz nicht dazu nehmen kann muss es alles über die Batterie regeln. Dann wird die deutlich mehr belastet”
Bedeutet das, dass meine Anlage ohne Unterstützung aus dem öffentlichen Netz die Batterie ungesund mehr fordert?
Das wäre ja dann ein Argument dafür, den AC-in immer durch den Stromversorger unter Spannung zu halten.

Ist das bei Dir so? Und wie sieht Deine Anlage aus, wenn ich fragen darf? :slight_smile:

Danke

Du meinst, Du hast eine Inselanlage .. das stimmt aber nicht… das würde ich mal ändern.. könnte sonst zu erheblichem Bußgeld führen..

melde sie doch einfach an, (sprich mit Deinem Hauselektriker) und Du hast viel weniger Stress…. und brauchst Dir wegen Winter auch keine Sorgen machen..

Er hat doch im ersten Post geschrieben, das die Anlage im MA gelistet ist, und das die Anmeldung beim Netzbetreiber gerade läuft.
Lesen → Verstehen → Antworten

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Hallo Rainer, zur Info: wenn du an der EVCS den Überlastschutz aktivierst regelt die EVCS automatisch ab um eine Überlastung der Multis zu verhindern. Du könntest somit deinen Zoe unbesorgt am Ladegerät lassen und wenn die Waschmaschine anläuft sollte die EVCS abregeln.

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mehr gefordert auf jeden Fall. Ungesund ist relativ. Für ihre Lebensdauer der Batterie aber sicher nicht dienlich.

ich habe meine Anlage (Multiplus2, 48/5000, 1-Phasig, 3 Pylontech US3000C) auf den Gran Canaria. Das ganze Haus hängt am AC-Out und ist somit auch Ersatzstrom versorgt.

Netzparallel als ESS

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Auch wenn du deine Anlage als “0-Einspeisung” anmeldest, ist es dem Netzbetreiber völlig egal, wenn du da ein paar kWh pro Monat einspeist, weil gewisse Regelungsschwankungen völlig normal und nicht zu verhindern sind, das weiß der Netzbetreiber auch.

Die Programmierung den AC IN nur zu nutzen, wenn er gebraucht wird, kann u.U. auch zu langsam sein und deine Anlage schaltet ab, bevor das Netz zugeschaltet wurde.

Also auch von meiner Seite her die Empfehlung da einfach das ESS aufzuspielen und fertig.

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Hi Holger,

nein, ich meine nicht, dass ich eine Inselanlage habe.

Ich hab schon gesehen, das Thema Inselanlage scheint auch hier heiß diskutiert zu werden. Aber gerade weil das so divers diskutiert wird, bin ich da sehr vorsichtig und bespreche das bereits alles mit einem MA des Netzbetreibers. Und auch für die ist das Thema hin und wieder eine Herrausforderung.

Ich persönlich denke, wenn ich eine PV Anlage auf einem Grundstück errichte, welches von einem öffentlichen Stromversorger erschlossen wurde, und versorgt werden könnte, oder bereits versorgt wird, werde ich mich mit diesem in Verbindung setzten.

Hab nen schönen Abend

Hallo Matthias,

Wenn ich das richtig verstehe, wären also die bereits aufgespielten Config.3 Einstellungen (s. 1.Post) ausreichend, und keine weiteren Einstellungen unter AC-in “Bedingten Eingangsanschluss” nötig.

Ich würde wenn zu wenig Licht von oben kommt, einfach meine Schalter umlegen, richtig?

Danke Dir

Was für ein Schalter?
Die Anlage ist einfach immer mit dem Netz verbunden und fertig.

hallo,

ist doch ganz einfach: im winter schalte ich, zum verbrauch der PV-energie, einfach das netz mal tagsueber ab, sobald der akku wieder genug geladen hat und genug pv-leistung reinkommt. ein teil meiner verbraucher haengt auch dc-seitig an den akkus, so dass immer ein mindestverbrauch an der pv haengt.

da das zu und abschalten des stromnetzes automatisiert ist, funktioniert das prima. nur wegen der dc-verbraucher musste ich inzwischen den mindestsoc erhoehen, damit es keine probleme gibt.

aber das wird sich naechstes jahr auch aendern, dann wird umgestellt auf einspeisung und ess, dann kann ich den pv-strom im winter direkt verbrauchen, ausser die sonne kommt mal raus, die 20 kW bekomme ich dann auch nicht verbraucht, die kommen dann in den akku und bezug habe ich im winter sowieso.

also wird der netzsollwert im winter positiv sein, wohl irgendwo im bereich 500-1000W und im sommer etwas negativ bis max 1000W. auch die akkuladung wird dann anders gesteuert werden, aktuell ist mein akku auch schon mal um 10-11 uhr wieder voll. da die ladespannung aber reduziert ist, ist das auch kein problem. und 98-99% voll reicht ja auch.

ich habe 3 akku-systems und an 2 akku-systemen mehrere wechselrichter haengen:

  • 48V 2 x 3-phasen-system mp2 5000 + smartinverter 3000 fuer eine ausfallgeschuetzte leitung (wird durch einen mp2 3000 ersetzt)
  • 36V 1 x mp2 5000 zur energieuebertragung und fuer eine ausfallgeschuetzte leitung (noch nicht komplette angeschlossen)
  • 24V 1 x dreiphasen-system mp 5000 + mp 3000 + mp 1600 compact + mehrere 800VA wechselrichter von victron und einen 1 kVA wechselrichter von waeco

und alles arbeitet prima zusammen, nur der 24V akku ist aktuell platt und wird getauscht. den neuen habe ich heute bestellt und bis der da ist, kommt die mobile powerstation mit zusatzakku anstelle des letzten blei-akkus an das system. ist zwar etwas knapp, was den strom angeht, aber den habe ich sowieso schon begrenz, so dass nicht mehr als 2-3 kW gezogen werden und die kommen dann von der PV, dem 36V akku oder einem ladegeraet.

tschuess

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naja, bei mir nicht. Ich habe zwei Lasttrennschalter zwischen dem Abzweigklemmblock (öffentliches Netz) und den AC-in’s, einen in der UV des Hauses und einen im Keller in der 230V UV der Anlage. In der schematischen Darstellung im 1. Post sind sie eingezeichnet. Ich wollte die AC-in’s abschaltbar machen.

Ich habe jetzt die AC- und DC gekoppelte Überschusseinspeisung im Einstellungen/Systemeinstellungen/ESS/Netzeinspeisung deaktiviert. Damit dürfte kein Strom mehr zurück fließen, richtig?

Aber ich hab schon gemerkt, dass Ihr mit dem ESS routinierter umgeht, wie ich, ich lern’ halt noch.

Hab’ nen guten Tag. :slight_smile:

Hallo,

ich hab heute den Überlastschutz aktiviert,

danke für den Tip!

Zumindest kein Überschuss.

Bei Lastschwankungen geht immer etwas ins Netz bzw. kommt aus dem Netz, das ist normal, lässt sich nicht verhindern und ist kein Problem, das ist auch dem Netzbetreiber klar.

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