Novizenfrage: Shunt oder nicht?

Hello everyone,

I’m currently setting up my first Victron system (3 MP 6k5), 6x5 kWh Eco-Worthy batteries, etc., and I’m a bit confused about how to use a smart shunt. The wiring manual states that the supply cables from the batteries and the MP should be connected to the distributor in alternating order; however, this renders the use of a smart shunt pointless, as it is supposed to be connected to a distributor to which only batteries are connected. Any thoughts on this?

Many thanks & best regards,

Manfred

In German, because I am not sure if this post is landing in the German or English area:

Hallo zusammen,

Ich baue gerade meine erste Victronanlage auf (3 MP 6k5), 6x5 kWh Eco-Worthy Akkus etc. und bin verwirrt, was die Verwendung eines smart shunts angeht. Im wiring manual steht, das man die Zuleitungen von Akkus und den MP in der Reihenfolge auf den Distributor abwechseln soll, was allerdings den Einsatz eines smart shunts ad absurdum führt, da dieser an einem Distributor hängen soll, an dem ausschließlich Akkus hängen. Gibt es dazu Meinungen?

Besten Dank & Gruß

Manfred

ich habe bei mir aus Neugierde einen Shunt eingebaut

Die Erfahrung zeigt: die Daly BMS sind genau genug, ich nutze ihn nicht

Hallo,

wenn die LYNX direkt miteinander verbunden sind, macht es kaum einen Unterschied wo welches Gerät verbunden wird. Die Busbars haben ausreichend Querschnitt um das zu vernachlässigen.

Es sprechen mehrere Gründe für den Shunt:

1: Gibt dieser per VE.CAN den Zustand der Sicherungen der LYNX Distributoren an den Cerbo. Extrem nützliches Feature.

2: Der Cerbo braucht eine(!) Quelle für den Ladezustand / die Last auf den Batterien. In meinem Fall hängt hinter dem Shunt ein Distro mit vier 16s LiFePo4 mit je einem eigenen Daly. Nun kann man sich die Mühe machen die Dalys zu verknüpfen und für den Cerbo zu “dolmetschen”, oder man nutzt eben den Shunt und lässt die Dalys seperat ihren Job machen (Batterieschutz)

3: Bringt der Shunt auch noch eine Sicherung mit, die im Fall der Fälle alle Batterien von der restlichen Anlage trennt.

sorry, da muss ich Dir komplett wiedersprechen

Ich habe 2 Bänke patallel, beide je ein Daly-BMS - per DBus-Serialbattery

Die neuere Batterie verjält sich gut, bei der Älteren laufen leider bei Ladeende die Zellspannungen komplett auseinander

Ich bin gerade dabei das zu fixen, größerer Balancer - aber genau das kann ein Smartsjunt halt nicht erkennen

Die Dalys können nicht “ihren Job machen”, da gibt es nur an oder aus

wo soll da eine Sicherung sein?

Er schreibt scheinbar über den Lynx Shunt.

Immer shunt verbauen…alles andere ist Murks. Jegliche Messung über die BMS,s ist nicht mehr als eine grobe Schätzung. Das merkt man allerdings erst wenn man sie parallel arbeiten läßt. Spätestens wenn es um Funktionen wie das DESS oder irgendwie Richtung prognosebasiertes Laden oder Entladen geht, was jeweils elementar auf einen sauber ermittelten SOC, ist ein sauberer Soc Wert elementar und die groben Schätzungen reichen nicht mehr. Eine Erfahrung die ich auch erst lernen und machen musste. Nachrüsten ist immer aufwendiger

Nun ja … dafür fehlen Dir eine Menge andere wichtige Werte vom BMS…

und auch der Shunt muß gut parametriert sein … sonst stimmt da auch nicht alles…

Bitte nicht schon wieder diese Diskussion. Das ich anders über die Kommunikation zwischen Victron und irgendwelchen China BMS denke ist denke ich bekannt. Darum geht es doch aber nicht. Es ging um die Frage Shunt oder nicht Shunt, das hat in erster Linie nichts mit einer zusätzlichen BMS Kommunikation zu tun, geht ja beides. Es ist auch hunderte Male diskutiert, das die handelsüblichen BMSe kleine Ströme, ob Ladung oder Entladung nicht erfassen. Das ist dann irgendwann das Problem. Wenn ich nicht mit niedrigen Laderaten fahre oder eine Aufteilung auf mehrere Akkus parallel mache läuft der Soc einfach weg. (Ich muss bei mir mal einige Zeitgleiche Bilder machen, wenn mal 3-4 Tage nicht kalibriert wurde). Natürlich muss ich bei einem Shunt halbwegs genau die Parameter setzen. Auch ein Shunt hat Schwächen. Als Beispiel das es den Standby Verbrauch von BMS, Ballancer oder Akkudisplay nicht berücksichtigt. Aber prinzipiell ermittelt es den Soc um ein vielfaches genauer als die BMSe.

warum sollte das so sein? Denkst nur ein Shunt-Hersteller kennt das große Geheimnis wie man so was misst?

unten ein Screenshot, die Werte sind doch sehr ähnlich

Wichtig ist das - egal ob mit Shunt oder was auch immer - der SOC immer mal wieder bei erreichen einer vorgegebenen Spannung auf 100% gesetzt wird

Ich denke eigentlich das ich es begründet habe. Aber gerne nochmal. BMSe erfassen KEINE kleinen Ladeströme oder Entladeströme. Bei einem einzelnen Akku oder einen System das ständig nur mit “Volldampf” arbeitet mag das noch halbwegs realistisch sein. Aber spätestens wenn sich kleine Ströme auf mehrere AKKUS aufteilen, läuft das System auseinander. Wenn ich täglich oder wöchentlich kalibrieren mag auch das kein Problem sein. Aber eine saubere Soc Erfassung ist etwas anderes.

Warum solche Billig-Akkus ohne vernünftiges BMS? Falls Du die Akkus noch nicht beschafft hast, dann sieh’ Dir mal das Angebot von NKON.nl an.
Ja, ohne vernünftiges BMS würde ich den SOC dann auch lieber über den Victron Smartshunt ermitteln lassen. Aber den würde ich auch bei einem Mittelklasse-BMS wie JK oder Seplos verwenden. Ich habe mich auch gerade dazu entschlossen, mein JK-Inverter-BMS durch einen SmartShunt zu ergänzen.

Der SmartShunt muss vor die Akkus gelegt werden. ALLER Strom aus und in die Akkus muss da durch, andernfalls ist er sinnlos.

Die Messshunts, die in den BMS verbaut sind, sind meist viel kleiner, meint sie sind nicht so gut auflösend. Oder sieht jemand auf dem BMS ein ähnlich großen Messshunt (ich meine nur den Metallteil, nicht die Elektronik) wie es der SmartShunt hat? Meiner Meinung nach ist das der Hauptgrund für die “bessere” Messgenauigkeit, speziell im kleinen Messbereich.

Habe das JK BMS trotzdem eingebunden und lasse mit im VRM auch die Werte anzeigen (Cell Drift, Temperatur, Spannung, Strom,…)

Der SmartShunt ist aber einfacher genauer wenn es länger zu keiner Vollladung kam, darum ist das mein Battery-Monitor.

Naja, so apodiktisch ausgedrückt ist das natürlich falsch. Richtig ist, dass die meisten BMS kleine Ströme nur äußerst ungenau erfassen können, und dass deshalb bei den allermeisten Anwendungen die Ermittlung des SOC schnell grob fehlerhaft wird.

Entschuldige das Missverständniss, natürlich sage ich nicht, das die Werte des BMS ausser Acht gelassen werden sollen. Was ich meine ist das es für das laden und entladen mehrerer Batterien einfacher ist, ein Victron Shunt zu nutzen als mehrere parralele BMS. Sowohl die Victron Anlage als auch die BMS laufen bei mir in Homeassistant zusammen, melden diskrepanzen und Störungen und reagieren auf einander. Allerdings ist dies nur eine übergeordnete Regelung. Die Grundaufgabe gehört meiner Meinung nach in so kleine Abschnitte wie möglich: Lageregler Multi und Shunt arbeiten zusammen und steuern Spannung und Strom in und aus den Batterien. Jede Batterie für sich überwacht sich selbst und schaltet sich entsprechend ab bei Problemen. Gas und Temperatursensoren ebenfalls als unabhängiges System können ggf alles abschalten, Entlüftung einschalten oder Alarm schlagen.

Von daher hast du Recht, die Werte aus dem Daly gehören in jedem Fall auch überwacht.

Das passiert mit nem Shunt genauso … denn der kennt nicht den INTERNEN Verbrauch des Akkus.

Und was eben auch wichtig ist .. die Übermittlung von der min./max.- Zellenspannung, Temperatur… und je nach BMS+ Akku auch Ladestrom-Regelung.

Nochmal…Ein Shunt schließt keine Kommunikation zwischen BMS und Victron aus!!! Ein Shunt ermittelt einfach sehr genau was in den Akku geht und was raus geht. Und die Standby Verluste werden im BMS in der Regel genauso wenig berücksichtigt. Das beide Systeme bei diesen Standby Verlusten eine Schwäche haben ist mir völlig bewusst und dazu gibt es auch einige Threats. Eine gewisse Kompensation kann man beim shunt über den Wirkungsgrad kompensieren. Diese Ist aber leider prozentual bezogen und kein Wert auf chronologischer Basis (neudeutsch sagt man wohl ein 24/7 Wert).

Aber nochmal ganz deutlich ein shunt schließt keine Victron-BMS Kommunikation aus. In den Konfigurationen einfach angeben was als Batterie Monitor genutzt werden soll.

Hier mal ein paar Vergleiche von 4 Parallelen Akkus nach 3 Tagen ohne Kalibrierung. Unterschied zwischen den BMS 15%. Ich weiß aber wenn sie geladen werden gehen sie völlig parallel ins Ziel. Dabei eine Angabe vom VRM rein übers Shunt. Aus Beobachtungen weiß ich das das SEHR genau den aktuellen Wert wieder gibt

das ist wiederum ein ganz anderes Thema

schau meinen Screenshot oben an - die beiden Batterien sind ganz weit auseinander - aber auch die gehen gemeinsam ins Ziel, und das liegt nicht am BMS

Es geht um die SOC Bestimmung übers BMS. Da liegen nach 2 Tagen 15% zwischen, ich kann dir aber sagen das keiner dieser Werte stimmt. Sie liegen alle um die 63%. Mehrfach getestet, mehrfach einzeln leer gefahren, weil es mich interessierte und ich einfach die Angaben der BMS hinterfragt habe. Das da einige Zellen ab und an weglaufen ist mir völlig bewusst. Das sind unterschiedliche Hersteller und Qualitäten, auch unterschiedliche Alterungsgrade. Ich habe noch 3 Blöcke, einer davon aus alten gebrauchten Zellen an die Daten komme ich nicht auf die schnelle ran. Übrigens auch noch 2 andere BMS. Ich dachte eigentlich die 4 reichen. Das Spiel ist immer das selbe: die Soc Daten der BMSe sind Mist. Ich hätte auch im Winter mit noch längerer Zeit ohne Kalibrierung Bilder machen können, da lagen innerhalb von 14 Tagen 50% dazwischen.
Letztendlich muss es jeder selber entscheiden wie weit er sich auf die Daten der BMSe verlässt.

Du kannst aber auch gerne die Spannungen vergleichen. Auch dort Differenzen, trotz 50 mm2 Verkabelung und unter 3 m. Und auch hier kann ich dir sagen, das die Werte im Victron passen und das andere nicht. Und völlig egal ob am Lynx oder direkt am Akku gemessen. Mehrere Male gemessen, mit dem Elektriker meines Vertrauens. Auch hier das gleiche Spiel bei den anderen Herstellern.

Naja, das BMS wird, falls es diese Bezeichnung überhaupt verdient, seine Kernaufgaben auch ohne Victron erledigen. Das Problem ist immer nur der SOC, der oft extrem weit daneben liegt. Die anderen Akku-Daten auch ins Victron-System zu kriegen, ist sicher nicht verkehrt, aber sie sind nicht lebensnotwendig, wie es Deine drei (!!!) Ausrufezeichen nahe legen, weil das BMS den Akku auch ohne Kommunikation mit Victron schützt.

Lass’ mich mal zusammenfassen:

  • die beste aller Lösungen ist ein BMS, das alle Daten inkl SOC ordentlich ermittelt und perfekt mit dem Victron-System kommuniziert. Und es hat einen aktiven Balancer! So ein BMS kann es vielleicht geben, aber ich kenne keins.
  • die zweitbeste Lösung ist ein BMS, das seine Kernaufgaben erfüllt, inkl aktiven Balancer, das aber beim SOC schon nach zwei bis drei Tagen ohne Balancing extrem weit daneben liegen kann. Aber es kommunziert mit dem Victron System. Mein JK-Inverter-BMS gehört dazu. Man kann damit leben, wenn man um die Schwächen weiß, aber ich setze demnächst auch noch auf einen zusätzlichen SmartShunt nur für die SOC-Ermittlung
  • die drittbeste Lösung ist genau wie die zweite ohne den zusätzlichen SmartShunt
  • ab der viertbesten Lösung wird’s schon problematisch. Dazu zählen IMO alle BMS ohne aktiven Balancer (notfalls vom Drittanbieter nachrüsten, aber ich würde nie einen LFP-Akku ohne aktiven Balancer betreiben!)
  • Und dann kommen alle LFP Akkus ohne mit Victron kommunizierendes BMS und ohne SmartShunt. Das wird schnell unbrauchbar