hallo,
das ess versucht nicht, den akku immer auf 100% zu laden, die dc-ueberschusseinspeisung-einspeisung beginnt erst bei einer bestimmten spannung und dann ist der akku normalerweise eben zu 100% voll.
eventuell kannst du diese spannung reduzieren, indem du die dvcc-spannungsbegrenzung tiefer einstellst als die normale ladespannung fuer 100% soc. allerdings muss der akku eine bestimmte spannung fuer das balancing haben oder auf jeden fall einen balancer, der immer aktiv ist und nicht erst bei >= 3,4V pro zelle startest, sonst bekommst du probleme.
damit kannst du auch das volladen verhindern. bedingung ist aber, dass ein bms angeschlossen ist. ohne funktioniert die dvcc-spannungsbegrenzung naemlich nicht. dann kannst du nur die dvcc strombegrenzung benutzen oder musst das ganze ueber node-red steuern.
Sorry, ich meinte nicht das ESS sondern DVCC⊠egal.
Danke fĂŒr Eure Hinweise. Ich habe mich dazu entschieden, nur heute ĂŒber Nacht (weil keine PV) auf die Nennspannung der Pytes (=51,2V) zu begrenzen und dann morgen wieder auf 56,0V zu gehen, wo sie sich bisher immer auf 98% eingependelt hatte. (Betriebsspannungsbereich der Pytes: 47.5V-57.6V), dann ist sie nicht knallvoll und es ist wohl etwas schonender - Esotherik? Keine Ahnung.
Ich lese mal das hier, vielleicht bringt mich das (und andere interessierte) weiter.
Danke Euch!
Guten Morgen,
immer daran denken, wenn ĂŒber verschiedene Hersteller gesprochen wird, dann sind oft auch verschiedene Zellpakete im GesprĂ€ch. Pytes hat z.B. 16 Zellen und Pylontech hat 15 Zelle in einem Paket.
Besser ist es die Zellspannung im Blick zu haben, die liegt bei deiner Vorgehensweise bei 51,2 = 3,2V und 56V = 3,5V. Bei meiner Ladespannung von 51,8V liegt die Zellspannung, wenn alle Zellen ordentlich gebalancet sind bei 3,45V.
Die AusfĂŒhrungen in deinem Link scheinen sich auf die Langlebigkeit zu beziehen, im Normalfall sollte der FachhĂ€ndler die Vorladestufe T1 schon vor deinenm Kauf durchgefĂŒhrt haben, damit die Zellen keinen Schaden nehmen. Den Rest macht dann der Wechselrichter, wenn es ein gutes Produkt ist.
Nur als Hinweis: eine âkalendarischeâ Alterung gibt es nicht bei Akkus. Noch nicht mal bei Bleiakkus.
LiFePO4-Akkus altern v.a. durch thermischen Stress, und natĂŒrlich bringt alleine schon der Wechsel zwischen Tag und Nacht Temperaturunterschiede, die ĂŒber sehr lange ZeitrĂ€ume die KapazitĂ€t eines Akkus reduzieren.
Eine LiFePO4-Zelle ist bei 3,45V schon zu ca 99% voll. Bis mindestes 3,40V verlĂ€uft die Spannungskurve aber extrem flach, so dass ein Balancing des Zellenpacks wenig sinnvoll ist, sondern eher sogar kontraproduktiv. Man sollte aber regelmĂ€Ăig seine Zellen ausbalancieren, und dazu muss man eben bis ca 3,45V laden, weil erst da die Spannungskurven der einzelnen Zellen auseinander laufen, und damit fĂŒr das BMS erkennbar wird, welche Zellen schon geringfĂŒgig voller sind als die anderen, so das der Balancer das ausgleichen kann.
Naja, was bedeutet â100%â? In aller Regel legt der Anwender in den BMS-Einstellungen selbst fest, welche Akkuspannung einem SOC von 100% entsprechen soll. Ansonsten ist der SOC immer nur eine mehr oder weniger grobe SchĂ€tzung.
Ich glaube nicht, dass eine Ladung auf nur 80% der maximal zulĂ€ssigen Zellspannung fĂŒr den Akku schonender ist als beispielsweise eine auf 99%. Viel relevanter ist der maximale Lade- und Entladestrom, weil der zu ErwĂ€rmung des Akkus fĂŒhrt, und weil Temepraturschwankungen bei LiFePO4-Zellen die mit Abstand wichtigste Ursache fĂŒr âAlterungâ ist. âAlterungâ bedeutet KapazitĂ€tsverlust.
Bei meinen EVE Zellen gibt der Hersteller 8000 Zyklen von 0 bis 100% an, und nennt als Bedingung dafĂŒr einen maximalen Lade- und Entladestrom von 0,5C und einen genau definierten Pressdruck der Zellen gegeneinander.
Die Zelle eines Akkus sollten unbedingt regelmĂ€Ăig ausbalanciert werden, und das funktioniert bei LiFePO4-Zellen erst bei deutlich oberhalb 3,4 V Zellenspannung. Bei den ĂŒblicherweise angesetzten 3,45V ist der Akku aber schon zu 99% voll geladen. Das schadet also nicht, sondern ist wg des Balacings nĂŒtzlich.
Nur als Hinweis: als âkalendarischeâ Alterung bezeichnet man all diejenigen Faktoren die nicht durch das zyklische Laden/Entladen eines Akkus den selbigen altern lassen, also die KapazitĂ€t verringern.
Stell doch einfach mal die Zellen fĂŒr ein paar Jahre in die Ecke, dann wirst du schon sehen, was mit kalendarische Alterung gemeint ist.
Da bin ich anderer Meinung. Nichts auf dieser Welt besteht ewig, selbst die Alpen zerfallen.
Aber auch die Temperaturwechsel werden zur kalendarischen Alterung gezĂ€hlt. Diese ist ja nur ein Sammelbegriff fĂŒr alles, was neben der Alterung durch die stĂ€ndigen Ladezyklen besteht.
Ob das nun Ă€uĂere thermische EinflĂŒsse, oder Zersetzung der Materialien, oder chemische EinflĂŒsse sind, spielt dabei keine Rolle.
Es geht letztendlich darum, das ein Akku auch wenn er nicht zyklisch verwendet wird, seine KapazitÀt abbaut, warum ist da eher nebensÀchlich.
Am Ende ist es bei unseren Akkus aber egal, warum wir sie ausmustern, sie werden nicht ewig halten.
Richtig aber wir sprachen hier ĂŒber ein paar Jahre. Sperre die Alpen in eine Klimakammer weg und verhindere weitere Kontinentaldrifte, und schon werden auch die Alpen ganz locker die nĂ€chsten 100 Millionen Jahre ĂŒberleben.
Und ja: jeder Akku baut ĂŒber die Jahre ein wenig KapazitĂ€t ab, weil die Temperatur ĂŒber die Jahre doch ein wenig schwankt.
Und ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich darauf wetten kann, dass mein Akku lÀnger durchhÀlt als ich.