Inselanlage zur Heizungsunterstützung

Ich heiße Marcel, bin erst seit diesem Jahr mit Victron unterwegs und habe mir im vergangenen Sommer eine PV- Anlage selbst montiert. Eine Kombination aus einer kleinen PV-Anlage mit 2700W und meinem BKW mit 1080W. Die Erste hat eine SE Ausrichtung und die Zweite eine S Ausrichtung. Daher nicht miteinander zusammen zu schließen. Die größere der beiden versorgt einen RS 450- 100- 48V und für die Kleine musste ich einen MPPT 100- 20- 48V extra kaufen, weil der RS eine Laderegler Startspannung von min 120V haben möchte. Dies ist derzeit nicht möglich. Es gibt keinen Batteriespeicher der aber für später in Planung ist. Die eingehende Energie wird direkt an ein 48V Heizsystem weitergegeben was sich selbst in 4 Stufen mit a 600W regelt.

Jetzt im Winter ist das recht gut, da kommen durchschnittlich ca. 500W- 700W an, also läuft nur eine der 4 Heizstufen.

Kleine Problemchen habe ich noch mit dem 100A Baterieprotect. Der schaltet zwischendurch immer wieder ab bringt die Fehlermeldung “Bateriespannung zu niedrig “ . Dann läuft die Meldezeit ab und dann schaltet er wieder zu und läuft als wäre nichts gewesen. In diesen Zeiten geht mir einiges an Energie verloren. Habe derzeit aber auch keine Lösung dafür.

Später soll noch eine 8KW Anlage auf das Hausdach kommen der dann von einem RS 450- 200- 48V geregelt wird.

Meine “Einspeisevergütung” ist das eingesparte Heizöl. Da liege ich momentan bei 10ct/kWh Tendenz steigend.

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wie soll das auch gehen ohne Batterie?

Ganz einfach. Gesteuert über den Laderegler, wenn die Solarspannung anliegt wird eingeschaltet und wenn die Sonne weg ist, wieder aus. Wie ein normales Relais.

Mit der Batterie wäre diese ständig leer, was auch nicht Sinn und Zweck der Sache wäre. Der Heizstab würde die Batterie immer abends leer ziehen. Dafür habe ich noch keine brauchbare Lösung. Ziel ist es, die Solarenergie so viel wie möglich zur Warmwasseraufbereitung und zur Heizungsunterstützung zu nutzen.

Das kann man steuern, in dem man z.B. ihm sagt wenn die PV Leistung unter einen Wert X geht soll er den Heizstab abschalten und wenn X PV Leistung wieder vorhanden ist wieder ein! Damit wird der Akku nicht entleert! Da gibt es verschiedene Möglichkeiten!

Ich habe derzeit noch eine Cerbo GX verbaut, die aktuell nur das Monitoring übernimmt. Kann ich da sowas einstellen oder läuft das über den RS450-100?

Du siehst ja das es nicht geht, da reicht eine Wolke, schon kommt es zur Unterspannung

Deshalb ja eine Batterie um das abzufangen

Wäre es nicht sinnvoller die PV-Zellen direkt an einen Heizstab anzuschließen?

Das hatte ich am Anfang auch schon gedacht, da aber der Heizstab mit 3kW über 1000€ kostet und wenn alles fertig ich ca.12kW PV Leistung aufgebaut habe, habe ich gleich in ein System investiert.

Mein selbst gebautes System funktioniert. Diese Unterbrechungen sind auch vorhanden, wenn keine Wolke da ist. Ich würde lediglich die Voreinstellungen des Baterieprotects umgehen wollen.

Wo betreibst Du diese Anlage denn? Deutschland kann das nicht sein. Mit 3.780 Wp ohne Akku kannst Du im Winter die Heizung mit 600 W an sonnigen Tagen nur vielleicht 3 Stunden lang betreiben. Und wie willst Du ein Haus in DE damit warm kriegen?

Auch mit Akku könntest Du nur für wenige Stunden die notwendige Heizleistung decken, und auch das nur durch eine Wärmepumpe.

Ich habe 5,4 kWp Solarleistung mit 15 kWh Akku installiert und heize mit einer Panasonic Wärmepumpe mein 60 m² kleines Häuschen. Jetzt im Winter deckt die PV-Anlage im Mittel ca 20% meines gesamten Stromverbrauchs (inkl. Warmwasser und Heizung), was gut der Hälfte des Stromverbrauchs meiner Wärmepumpe entspricht.

Hallo Tom, ja, bin in Deutschland (Vogtland). Als Basis habe ich meine 20 Jahre alte Ölheizung mit einem 600l Pufferspeicher, in dem ich den Heizstab integriert habe. Ich werde nächsten Sommer, wenn ich das neue Heizöl bestelle sehen, wieviel Öl ich weniger verbraucht habe als das Jahr zuvor. Das im Vergleich zur eingetragen Energie am Laderegler.

IMO verfolgst Du hier einen grundfalschen Ansatz, indem Du viel Geld in was investiert, was so gut wie keinen spürbaren Nutzen bringen kann.

Sinnvoll wäre es, wenn Du Deine Ölheizung durch Split-Klimas unterstützt und schrittweise ersetzt. Da kannst Du ganz klein mit einer einzigen Single-Split z.B. im Wohnzimmer anfangen. Damit wirst Du sehr, sehr viel mehr Ölverbrauch einsparen als durch Dein jetziges System, und Du kannst die enorme Verschwendung von Solarstrom vermeiden, die Du jetzt mit der alleine für die Heizungsunterstützung genutzten Inselanlage hast.

Du wirst da leider gar nix sehen können, weil Deine PV-Unterstützung völlig marginal ist in Relation zum Ölverbrauch. Die PV-Unterstützung verschwindet völlig im Rauschen von Temperaturunterschieden zwischen verschiedenen Jahren, und unterschiedlichem Heizverhalten.

Grundlegend geb ich dir recht. Die Einsparung wird sich in Grenzen halten. Ich habe hier noch eine Mietwohnung die ich mit versorgen muss, baue im Dachgeschoss eine weitere Wohnung aus und die Solargeschichte läuft erstmal so nebenher. Mein Plan für die Zukunft ist ein neuer Pufferspeicher im Keller, eine Wärmepumpe draußen im Garten und das ganze mit 12kW PV unterstützt. Suma sumarum reden wir hierbei schnell um 100 t€ die auch erstmal verdient werden müssen.

Da ich hier Aleinunterhalter bin, muss ich mit kleinen Brötchen zurechtkommen.

… und zwar in nicht wirklich wahrnehmbaren Grenzen. Und Du verschwendest dabei locker 95% des Solarertrags dieser Inselanlage völlig sinnfrei.

Nochmals: Du bist da in einer völlig falschen Richtung unterwegs. Bitte verschleudere doch nicht Dein Geld für gar nix, und verschwnede dabei auch noch wertvolle Ressourcen! Hol’ Dir die Hilfe einer kompetenten Fachkraft, die Dich ohne eigene Interessen gut beraten kann. Meide um jeden Preis die deutsche Heizungsmafia!

Nochmals meine Empfehlung, in die Du mit großem Nutzen bei ganz kleiner Investition einsteigen kannst: Bau Dir eine einzelne Single-Split Klimaanlage erst mal nur ins Wohnzimmer ein. Das kostet Dich weit weniger als 2.000 €, und das entlastet Deine Heizung ganz spürbar. Bau Dir dann statt der PV-Inselanlage eine richtige Solaranlage mit Speicher,
und Du kannst schon damit dann in der Übergangszeit auf Deine Ölheizung komplett verzichten. Und dann kannst Du nach Bedarf und Geldbeutel weitere Split-Klimas in Deine anderen Wohnräume und in die Mietwohnungen einbauen.

Du wirst dann, wenn Du Deine Ölheizung komplett abschalten kannst, insgesamt bei Investitionskosten von unter 20.000 € ankommen, und hast weitaus mehr Nutzen davon als von Deiner 100.000-€-Anlage.

Hallo Tom, vielen Dank für deine guten Ratschläge. Ich werde sie auf jeden Fall nutzen und entsprechend mein Konzept ändern. Mit den 100t€ waren auch die Drumherum Arbeiten mit eingeschlossen die als Vorbereitung für den weiteren Ausbau der PV Anlage nötig sind. Wie zum Beispiel der Dachdecker, Maurer, Trockenbauer und auch der Elektriker, die alle ihren Beitrag mit leisten müssen. Die reine PV Anlage kostet mich etwas zwischen 8 und 10t€. Das wäre für mich okay.

Aber irgendwie sind wir hier etwas vom Thema abgekommen. Kann ich den Baterieprotect 48/100 als normales Relais nutzen und wenn ja, wie?

Bei meinen schon ziemlich hochgegriffenen 20.000 € auch. Da bist Du wohl eher mit 15.000 dabei, alles inklusive.

Kommt halt drauf an, was Du damit erreichen willst, und wen Du damit beauftragst. Auch da würde ich Dir dringend empfehlen, eine unabhängige Fachkraft hinzuzuziehen, die NICHT am Verkauf verdient. Die Solarteure sind derzeit voll ausgelastet und können deshalb Mondpreise nehmen, was sie auch machen.

Meine 5,4 kWp Anlage deckt fast 80% meines Jahresstromverbrauchs inkl. Warmwasser und Wärmepumpenheizung, und hat inkl 15 kWh Akku gerade mal 3.000 € gekostet, plus 500 € für die Überprüfung und Anmeldung.

Da bin ich überfragt.

Du meinst so etwas?

Ich verstehe die Schaltung zugegeben nicht:

Du gehst vom Batterieanschluss des RS 450- 100- 48V auf die Heizwendeln?

Wie ist die kleinere Anlage eingebunden?

Was ist das für ein 48V-Heizsystem? wie regelt sich das selber?

Ja, vom RS weg direkt zum Heizstab. Der hat auch 48V. Das hat aber so nicht funktioniert. Ich musste jeden früh den Heizstab einmal kurz abklemmen und wieder dran, dann ist alles über den Tag durchgelaufen. Eigentlich sind zwei Heizstäbe mit 1200W und 1500W mit je zwei Wicklungen verbaut. So die 4 Stufen. Erste läuft permanent, 2. Schaltet sich bei einer Spannung von 43V zu die 3.Stufe bei 46V und die letzte bei 49V zu.Die Abschaltung erfolgt jeweils bei 2V Unterspannung. Da diese kleinen Platienen zwischen 9V und 60V in 0,1V Schritten frei programmiebar sind kann man die Werte jederzeit noch etwas anpassen. Natürlich sind alle Wicklungen einzeln nochmal abgesichert. Kostenaufwand keine 150€ und da sind die Einschweißstutzen schon dabei.

Die kleine Anlage ist einfach auf die Baterieklemmen am RS angeschlossen.So stabilisiert sich die 48V Spannung etwas.

Muss schon sagen die Idee was du da hast und das es auch läuft, auf das muss man auch erst mal kommen! Die Heizstäbe die du da verwendest sind aber keine Standard wenn sie mit 48V laufen, ist das ein Widerstandsdraht ihn einem Rohr der im Puffer ist?

das ist doch das Problem?

Der RS450 ist doch eigentlich ein Batterieladegerät - ja, mit MPPT für PV - aber warum sollte das je nach Sonnenintensität unterschiedliche Spannungen ausgeben?

Hat das jemals funktioniert mit den 4 Stufen?

Sorry, aber das ganze Prinzip, alles Murks

Du hast jetzt exotische Heizstäbe für 48V - am sinnigsten wäre wohl einen Akku anzuschaffen, und wenn es nur 4 Autobatterien in Reihe sind

Dann musst den Ladestrom auswerten, entsprechend die Heizwendeln schalten

Es gibt Geräte für den direkten Anschluss von Heizstäben - aber mit 50V habe ich noch keine gesehen

@Blackredfox Vielleicht nennst Du uns mal die Details zu dem Heizstab, der mit 48V funktioniert. (zB Fothermo?)
Ich kenne nur direkt per DC mit max 360V angeschlossene Heizstäbe von My-PV (ELWA mit 0-2kW um ca 550€)
oder per AC mit PV-Überschussregelung (also stufenlos regelbarer Leistungsaufnahme) angeschlossene Heizstäbe von My-PV (zB ELWA2 mit 0-3,5kW um ca 650€).

Die (geplante) Funktion des BatterieProtekt in deinem Aufbau gibt mir Rätsel auf und er sollte mMn ausgebaut werden (oder möchtest Du in Zukunft Bleibatterien verbauen?)

Die aus Effizienzgründen (1kW Strom gibt ca 3kW Wärme) viel bessere Lösung ist eine kleine Brauchwasserwärmepumpe (BWWP).

Rechne mal die Gesamtkosten mit allen notwendigen Teilen für eine BWWP versus für einen Heizstab und vergleiche dann die Betriebskosten für 15 Jahre (die minimale Lebenszeit für beide). Du wirst dich wundern.