Hallo.
Ich möchte mir gerne eine PV-Anlage zulegen. Diese soll mit Komponenten von Victron-Basis entstehen. Einen Elektriker, der die Abnahme und Anmeldung vornimmt habe ich ebenfalls an der Hand.
Bevor ich nun loslege, möchte ich hier gerne mal meine Überlegungen vorstellen und offenen Fragen einbringen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mit Tipps und Empfehlungen antwortet würdet.
Hier die Eckdaten:
Jahresstromverbrauch derzeit: 3.400 kWh inkl. Warmwasseraufbereitung per Durchlauferhitzer
Geplant ist eine Anlage mit knapp 6,5 kWp. Diese teilt sich auf auf 8 Panels in Richtung Süd-West (3.680 Wp STC) und 6 in Richtung Nord-Ost (2.760 Wp STC) auf. Die Kabellänge vom Dach bis in den Keller bemisst knapp 20 m.
Die beiden obigen Strings sollen an einem Victron SmartSolar MPPT RS 450/100 angeschlossen werden. Mit 282,48V (Süd-West) und 211,83 V (Nord-Ost) liege ich dann m. E. in einem guten Spannungsrahmen.
Bei den Wechselrichtern habe ich an 3x Victron Multiplus II 5000 48V gedacht. - Wenn der Durchlauferhitzer im Betrieb ist, dann sind jetzt zuletzt (Minusgrade draußen; Wasser kommt entsprechend kalt ins Haus) kurzfristige Spitzen von 10.000 bis 14.000 Watt fürs ganze Haus verzeichnen zu wesen. 100% werden die drei Multis dann vermutlich nicht abdecken können, aber schon sehr gute >90%; vorausgesetzt Produktion ist entsprechend vorhanden und die Batterien voll. Oder würde Ihr mir eher zum neuen Multiplus II 6k5 raten?
Beim Multiplus II 6k5 fällt mir jedoch auf, dass dieser im Null-Lastbetrieb eher ein Schritt zurück wohl ist (28 W statt 18 W, 18 W statt 12 W AES, 8 W statt 2 Watt im Suchmodus).
Die Steuerung soll über einen Cerbo GX MK2 erfolgen. Als Smartmeter favorisiere ich den Victron Energy meter VM-3P75CT; angeschlossen über CAN-Bus.
Beim Speicher hatte ich an 15 bis 20 kw/h, also 3 bis 4 Speicherbausteine gedacht. Interessant finde ich hier den PYTES E-Box 48100 V5, da dieser bis zu 150 A Laden und Entladen kann, sodass auch voll 12.000 W aus dem Speichern fließen könnten.
Was haltet Ihr von diesem Speicher? Gibt es bessere Alternativen?
Was würdet Ihr bei der Speicheranordnung empfehlen. Alle 4 Speicher sind parallel miteinander verbunden und je ein Plus und Minus Kabel geht zur Victron Lynx Power In. Das wären dann auf dieser Leitung bis zu 400A bei Vollbetrieb oder besser 2x 200A?
Die Speicher möchte ich auch gerne an der Wand installieren. Kann jemand eine Halterung für 2 Speicherblöcke hintereinander an der Wand empfehlen?
Mit der PV-Anlage möchte ich zugleich auch eine Notstromfähigkeit herstellen.
Da im Zählerschrank entsprechend Platz ist, würde ich hier den Hager HIM406 (Lastumschalter mit vorauseilenden Nullleiter) nachrüsten.
Da die Victron über eine Transferstromfähigkeit mit 50A verfügen, hatte ich bei der Absicherung an einen 3+N Poligen FI mit 63A gedacht und dahinter einem 3-poligen Lastschutzschalter mit 50A. Die verbleibenden 3 Teilungseinheiten würde ich für die Absicherung des Victron Smartmeter nutzen wollen. Hier mit 3x 6A, ebenfalls Typ B.
Habt Ihr am AC-Out 1, sofern Ihr hierüber auch die Notstromfunktion realisiert, auch einen Überspannungsschutz AC-Seitig installiert? z. B. DEHNguard M TNS 275
Was mich noch interessieren würde, wie schaut es bei Victron mit der erforderlichen Steuerbarkeit im Sinne des EEG aus? Funktioniert das oder gibt es Probleme? Verteilnetzbetreiber ist bei mir Westnetz. Ich wohne am unteren Niederrhein.
Vielen Dank vorab.
Sofern Verständnisfragen sind, dann bitte melden, ich versuche dann zeitnahe Konkretisierungen zu liefern.

