Geplanter Aufbau mit 3 Multiplus 15000

Hallo zusammen,

ich möchte mich kurz vorstellen und damit auch direkt mein geplantes Setup.

Meine Frau und ich sanieren einen denkmalgeschützten Vierseithof in Bayern, wir wohnen hier und es sollen drei Ferienwohnungen mit kleinem Wellness Bereich entstehen. Dazu ein Naturkostladen. Zukünftig auch eine Art Mini Campingplatz.

Wir besitzen derzeit schon zwei E-Autos, heizen derzeit mit Strom (früher waren hier Nachtspeicheröfen drin, seit 2014 Elektro Heizungen).

Geplant ist zukünftig eine Wärmepumpe/Geothermie - es gibt aber noch keine genauen Pläne, wir erarbeiten derzeit die Vorstudie. Ist ein größeres Projekt…

Nun bauen wir derzeit eine PV Anlage auf einen neuzeitlichen Kuhstall, zukünftige Garage, zweimal 29,7kwp. Es bleiben einige Module übrig, damit möchte ich nochmals eine kleine Freiflächen Anlage bauen (mittlerweile genehmigungsfrei). Ursprünglich waren die beiden Anlagen erstmal zur Volleinspeisung geplant, aber nach reiflicher Überlegung würde ich gerne direkt mit Victron starten. Ich möchte von Anfang an die Anlage auf maximalen Eigenverbrauch ausrichten.

Angedacht ist also nun folgendes Setup:

PV 1 Südost Ausrichtung, 29,7kwp an 25kw Growatt MID 25KTL zur Volleinspeisung.

PV 2 Nordwest Ausrichtung, 29,7kwp an 25 kW Growatt MID 25KTL als AC Seitige Einspeisung, dazu PV 3 7,3kwp DC Seitig in Süd Ausrichtung. Das ganze dann als Überschusseinspeisung an einem Victron ESS.

Ein Balkonkraftwerk ist auch noch vorhanden.

Sobald wir hier mit dem sanieren fertig sind (vermutlich 5 Jahre plus) kann die Südost Anlage AC seitig drauf geklemmt werden?

Von Victron würde ich 3 Multiplus 15000 nehmen. Als Speicher würden mir Pytes v5 gefallen.

Wäre prinzipiell dies ein gangbarer und sinnvoller weg?

Ursprünglich wollte ich beide Anlagen zur Volleinspeisung anmelden, nach 5 Jahren wären die abbezahlt.

Oder gibt es sinnvolle Zwischenlösungen?

Wir machen hier viel selbst, die PV Anlage baue ich DC Seitig bis zum WR selbst, danach übernimmt eine Firma. Ob die Ahnung von Victron haben, weiß ich noch nicht.

Ich bin an euren Gedanken und Hinweisen interessiert.

Vielen Dank bereits im Voraus.

Die allerwichtigste Information für die Planung eines ESS fehlt leider: Deine Stromlasten. Ich vermute, dass diese wg des langfristig geplanten Ausbaus bzgl Campingplatz usw auch noch ziemlich unbekannt sind.

Die MP2-15000 haben schon einen sehr erheblichen Eigenverbrauch. Ohne Kenntnis Deines Stromverbrauchs und der Lastverteilung kann man keine Aussage dazu machen, wie sinnvoll das ist, oder ob Du nicht besser doch nur eventuell parallele MP2-5000 nimmst.

Pytes-Akkus? Warum nicht? Oder: Warum? IMO sollte man Akkus sehr großzügig planen, und da spielt dann der Preis schon eine Rolle. Ich würde auch eher wenige große Akkus nehmen als viele kleine. Warum nicht 2 Stück á 32 kWh? Da bist Du mit weniger als 7.000 € dabei.

Genau, der “Strombedarf” ist eine große Unbekannte, aber ich plane gerne großzügig. Der Gedanke daran, abends zwei Autos laden zu können, und parallel läuft die Sauna, gefällt mir prinzipiell sehr.

Daher auch Systeme wie Pytes oder Pylontech, die große Ströme zulassen würden.

Freilich, das einfachste ist wahrscheinlich ein Hybrid Wechselrichter, aber die Growatts liegen schon bereit.

Ich möchte eben ungern mir nun die Arbeit machen, und in 5 Jahren nochmal alles neu planen müssen. Daher auch die Idee mit den 15000ern/Pytes.

Zur Topographie: wir müssen vom zukünftigen Technikraum zwei Kabel mit jeweils ca. 60-70m zum derzeitigen Hausanschluss mit den Zählern ziehen, hier ist auch unsere Wohnung, daher enstand auch die Idee eine der beiden Leitungen eben für die Wohnung/den Hof aktuell bereits zu nutzen und einen Teil der Anlage als Überschusseinspeisung laufen zu lassen.

Aber dann ist die Entscheidung doch schon gefallen. Warum fragst Du dennoch hier nach?

Dazu noch der Hinweis: Ja, die Akkus von NKON sind idR mit nur 0,5C Dauerstrom empfohlen, Pylontech und Pytes geben AFAIK 1C an. Aber das korreliert meistens mit der Zahl der erreichbaren Vollzyklen, weshalb ich das nicht überbewerten würde.

Aber Du kriegst von NKON für’s gleiche Geld halt die doppelte Akkukapazität, und damit die gleiche “offizielle” Lade- und Entladerate. Und von einer doppelt so hohen Kapazität profitierst Du erheblich.

Um eben die “ideale” Variante zu finden, falls es das überhaupt gibt?

Vielleicht habe ich gedankliche Fehler, bei denen mit andere Nutzer helfen können?

Danke für den Hinweis, das NKON ESS pro sieht ja wirklich top aus und wäre auf den ersten Blick ja wirklich eine Alternative.

Ja, aber ich bin mit NKON nicht verheiratet, und es gibt sicher auch andere Anbieter vergleichbarerer Akkus. Weil bei NKON in den letzten Wochen die Preise ziemlich angezogen haben, würde ich aktuell sogar wieder den Selbstbau in Erwägung ziehen. Beispielsweise kriegt man bei YIXIANG MB56 BOX – 48V DIY Batteriegehäuse für 16 EVE MB56 LiFePO4 Ze, 829,00 € ein fertig vorbereitetes Gehäuse mitsamt BMS und Feuerlöscher für die EVE MB56 Zellen und auch die Zellen dazu. Die sind sofort lieferbar, und alles zusammen kostet nur 2.765 € inkl Versand.

Der Zusammenbau des Akkus ist trivial und weit weniger kompliziert als der eines Ikea Regals. Du stellst einfach die Zellen ins Gehäuse und schraubst alles mit einem Drehmomentschlüssel fest. Das war’s.

67 KWp willst Du insgesamt verbauen?

Bei optimaler Verbauweise bringt das ca. 67.000 KWh.

Wie viele KWh p.a. brauchst Du überhaupt und wie viel im Peak? Es muss doch eine Bedarfsplanung geben?

Ausgerechnet mit PV 2 = Nordwest Ausrichtung willst Du anfangen? Mit einer Ausrichtung, die im Mangellagenwinter den geringsten Ertrag bringt?

Ich würde zuerst alles was in Richtung Süden mit Modulen zupflastern.

Bei gleich zwei E-Autos lohnt sich schon eine bidirektionale Wallbox (openWD, o.ä.), am besten mit gleich zweimal 22 KW. Oder “später” für das gerade bidiektional verwendete E-Auto ein BiDi DC Lader, wenn die Preise auf eine rationale Höhe gefallen sind, nachdenken.

Mit einer fixen Einspeisevergütung würde ich gar nicht erst kalkulieren. Zur Mittagszeit ist der Strom “wertlos” und muss für teuer Geld mit Negativ-Preisen entsorgt werden. Das wissen alle Netzbetreiber und zukünftig dürfte es immer mehr ferngesteuerte Abschaltungen von PV-Anlagen geben. Derzeit dürften es ca. 7,78 ct pro KWh Einspeisung sein. Das deckt gerade einmal die Abschreibung, Verschleiß bzw. die Herstellungskosten für den verkauften Strom. Echten Gewinn macht man damit nicht.

Mit Vergütung anmelden solltest Du es trotzdem, weil Du im Sommer nicht weißt wohin mit dem ganzen Strom!

(Anlagen 10–40 kWp: 6,73 ct/kWh (Teileinspeisung), 10,35 ct/kWh (Volleinspeisung)

Anlagen 40–100 kWp: abgestufte Sätze, teilweise mit geplanten Erhöhungen durch das Solarpaket I, die noch von der EU-Kommission genehmigt werden müssen)

Frühzeitig genug eine Automatisierung einplanen und sich mit den Steuerungslogiken beschäftigen. Victron hat dafür NodeRed, das im Cerbo als Lagre OS einfach heruntergeladen werden kann. Damit lässt sich zur Mittagszeit die Warmwasseraufbereitung über Heizstäbe und WP automatisieren. Ggfls. auch kostenloses E-Auto vollladen für Gäste.

Ja, für den Anfang 67kwp - es gibt noch weitere Dachflächen die im Rahmen der Sanierung belegt werden können.

Mit Nordwest beginnen, weil wir derzeit tagsüber viel arbeiten, nicht Zuhause sind. Als Ergänzung und um die Infrastruktur zu legen die 7,4kwp Süd Ausrichtung direkt als DC an die Victrons. Das BKW deckt den Grundbedarf derzeit.

Die Heizung läuft aktuell über einen separaten Zähler, kWh Preis aktuell 20cent brutto.

Aktuell verbrauchen wir ca. 10.000kwh im Haushalt, inklusive Warmwasser (Durchlauferhitzer) und 10.000kwh Heizstrom.

Mein Grundidee ist, jetzt schon das technische Fundament für die Zukunft zu legen, die Erweiterbarkeit von Victron gefällt mir sehr gut.

Wir können nochmals etwas 60kwp dazu bauen - wenn man es denn bräuchte.

Naja, da kommt es darauf an, ob man die PV aus einer Hand vom Solarteur kauft, oder möglichst viel DIY macht.

Bei der geplanten Größenordnung wird man aber eventuell sowieso bald in die Direktvermarktung gedrängt, und dafür würde ich dann eher noch weitaus mehr Akkukapazität aufbauen, um den Strom aus Niedrigpreiszeiten in Hochpreiszeiten retten zu können. Aber wie das zukünftig aussehen wird, weiß wohl niemand.

Das Problem: Eventuell kann sich Reiche durchsetzen, und dann ist schon bei Inbetriebnahme 2027 eventuell alles anders. Planen kann man auf dieser Grundlage nicht wirklich gut.

Ok. Dann dürfte es sogar knapp für eine Winter-Autarkie reichen.

…technische Fundament schaffen…

… mehrere geplante Ferienwohnungen … usw…

Hier bist Du bei victron sicherlich bestens aufgehoben. Da muss man schon sehr viel falsch machen, um sich hier eine Erweiterbarkeit zu verbauen.

Wenn man erst einmal auf den Geschmack gekommen ist, Platz hat und viel selber machen kann, dann geht das schnell. Kenne einen, der im Laufe vieler Jahre auf seinem Grundstück mittlerweile acht PV-Anlagen angemeldet hat bei gerade einmal 38 KWp Gesamtleistung. Die sehr teure Unterkonstruktion hat er sich sogar selbst gebaut.

Aber bei noch einmal 60 KWp kann man schon über Gewerbespeicher nachdenken. Dann gehen ohne größere Klimmzüge beim Lastmanagement oder beim Einrichten der Steuerungslogik PV-Überschüsse einfach stumpf in den Speicher und bei der Erhöhung der zeitlichen Autarkie muss man sich auch keine Gedanken mehr machen bei welchem Wetter und abgesunkenen SOC man welche Lasten einschalten “darf”.

Oder halt später zusätzlich ein gebrauchtes, abgemeldetes E-Auto ohne Chance auf neuen TÜV als zusätzlichen BiDi Speicher nutzen bis der Akku endgültig platt ist. 100 KWh E-Auto Speicher wird ja mittlerweile normal. Dann aber keine LiIo kaufen, sondern nur LFP oder was später noch kommen wird und als “sicher” gilt.

Bei Ferienhäusern werden im Winter wohl eher keine Gäste da sein, so dass sich ein Nachdenken über BWWP eher nicht lohnt.

Danke für deine Gedanken - das ist was mich weiter bringt.

Nachdem wir eine Art Micro-Wellness Bereich planen, Indoor-Pool im alten Melkstand mit Sauna, und ja genau, Lademöglichkeiten für die Gäste, sehe ich auch Potential in der kalten Jahreszeit die Ferienwohnungen vermietet zu bekommen.

Der Laden wird vermutlich das meiste an Strom für die Kühlung benötigen, hier reizt mich das Thema Notstromversorgung. Ich muss mal sehen den Verbrauch von so einem Laden in Erfahrung zu berechnen.

Macht es unter den genannten Bedingungen denn Sinn, auf den Multiplus 15000 *3 direkt zu setzen? Also das geplante wie oben in Angriff zu nehmen? Was denkst du dazu?

Ausgangslage mit kurzfristig 30 KWp AC WR Leistung und mittelfristig 67 KWp AC :

Darauf die Frage:

Ja, das passt schon.

Vor der Erweiterung von 30 auf 67 KWp sind die 3x15 KW WR nicht am Limit ausgelastet. Und selbst bei 67 KWp kann man im WR einstellen, dass der LFP nur höchstens mit der lebensdauerförderlichen, verträglichen C-Rate unter 0,5 C geladen wird. Den LFP-Speicher musst Du natürlich groß genug wählen. Da ist Pytes Spielzeug. :sweat_smile: Oben steht ja schon etwas zu Eve MB56. Wegen der Ausfallsicherheit und evtl. Wartungen 3 Blöcke mit 3 Stück BMS, das parallele BMS-Verwaltung auch beherrscht. Evtl. sogar 3 x 16S2P. Ich hoffe, Dir ist klar, dass wir hier für den zulässigen oberen Bereich des Normalbetriebs von 1.000 Ampere reden. Für die DC-Verteilung brauchst Du dann mindestens 1.000 qmm bzw. 33x33 mm verzinnte Kupfer-Schienen.

Im Winter bleiben von den 67 KWp vielleicht 20% übrig und im Sommer wird eh das meiste ins Netz gehen. Was der Laden im Sommer verbraucht, ist also egal. Das gilt für ca. 8 Monate im Jahr. Eng und ggfls. teuer wird es nur im Winter. Gerade, wenn man auch noch echten Notstrom im Winter haben will. Aber auch Notstrom ist bei victron kein Problem. “Einfach” einen weiteren 15000 er als reinen Batterielader an einen Gas betriebenen Generator anschließen. Das lässt sich sogar im Cerbo automatisieren, dass er bei Unterschreitung eines Zielwertes wie Spannung oder SOC automatisch anspringt oder monatlich einen xx minütigen Testlauf macht, damit es im wirklichen Notfall auch funktioniert. Der vierte 15000 er wäre dann ein sofort verfügbares Backup, falls mal einer kaputt gehen sollte. Normalerweise kannst Du bei den victron Transformator WR von ca. 20 bis 50 Jahre Lebensdauer ausgehen.

Für die winterliche Sauna und Co geht der Strombedarf natürlich gewaltig in die Höhe. Dann könnte es mit 3x15 KW eng werden. Evtl. die Stromheizung auf Wärmepumpenheizung umstellen. Dann hat man auch im Sommer ausreichend Kühlung und bekommt den überschüssigen Strom halbwegs sinnvoll wieder weg.

Ich würde zunächst einmal sehr zeitnah einen Cerbo GX MKII und einen vm 3p75ct kaufen, die Du sowieso brauchst und im HAK vor allen Lasten nachschießen und ein paar Monate mitloggen, wie hoch die Lasten sind, damit Du den aktuellen Grundbedarf und vor allem die Lastspitzen kennst. Verbraucher an und ausschalten bis Du alle Lasten hat. (Meine PC-Maus “verbraucht” am Kabel 1 Watt.)

Darauf aufbauend alle derzeitigen und zukünftig geplanten Verbraucher auflisten und abschätzen wie viel Peak die 3x15 KW WR abpuffern können bzw. ob sie im Grundlast und Dauerbetrieb noch im halbwegs effizienten Bereich arbeiten.

Das Ganze dann “einfach” als ESS anschließen und alle Lasten an AC out1. Insbesondere auch die AC WR, damit die bei Stromausfall durch den victron ein Inselnetz erhalten. Alle in Deutschland netzzugelassenen WR sollten funktionieren, aber ich würde es dennoch VORHER genau überprüfen, ob es wirklich klappt. (Bei mir klappt es.) Die ebenfalls vorgeschriebene Rampenfunktion beim AC-WR, die funktionieren muss, wenn das Netz getrennt, der Akku voll wird und der victron die Frequenzanhebung beginnt, sollte auch VORHER getestet werden, damit der Stromzufluss SICHER abgeregelt wird und nicht die kompletten Elektro-Installationen in der gesamten Anlage zerstört werden. (Bei mir habe ich das noch nicht überprüft.)

Und beachte: Ganz billig kauft man nur einmal, bis der erste Schaden da ist und keiner für DIY haften will.

Ich bin ein großer Fan von DIY, aber bei der geplanten Anlagengröße findet man wohl nur sehr schwer alle notwendigen Infos über vorgeschriebene Einrichtungen, und nur sehr schwer noch jemanden, der eine DIY Anlage dieser Größe nachträglich prüfen und dann dafür haften will.

Ich empfehle, in die Planung von Anfang an einen Elektroingenieur wie diesen einzubinden. Damit kannst Du dann dennoch preisgünstige Teile im freien Markt kaufen, ohne auf die doppelt so hohen Preise der “alles aus einer Hand Solarteure” angewiesen zu sein. Damit bist Du dann auch auf der sicheren Seite bzgl eventuell notwendiger Umbauten an Deinem Hausanschluss/Zählerkasten.

Vielen herzlichen Dank für deine genauen Ausführungen. Ich hatte gehofft bei Lynxen bleiben zu können, aber wahrscheinlich muss da mehr her.

Welche Speicher würdest du favorisieren?

Die Idee mit dem Ist-Verbrauch zu messen ist prima.

Die Elektroheizung fliegt im Rahmen der Sanierung raus und der gesamte Hof soll mit WP betrieben werden.

Ich hoffe vor irgendwelchen Gas-Kathi Aktionen meine beiden Anlagen ans Netz zu bekommen. Notfalls erstmal wirklich beide als Volleinspeiseanlagen - die großen Leitung über den Weg vom Technikraum zum Wohnhaus müssen wir so oder so legen.

Das ist auch eine gute Idee. Ich warte mal ab was mein befreundeter Installateur zu meinen Plänen sagt und ob diese unterstützt werden würden.

Ja. Für den Dauerbetrieb sind diese Elektroheizungen ungeeignet, weil ineffiziente Energievernichter. Aber schmeiße die nicht weg. Auch die vorherigen Nachtspeicheröfen noch behalten und an strategisch günstiger Stelle für Konvektion aufstellen. Etwa im Keller, wo auch die Akkus und die Technik steht, damit den Akkus im Winter nicht zu kalt wird. Zieltemperatur 20 bis 25 Grad.

Bei Vollausabau hast Du 67 KWp, aber die 3 x 15 KW WR können “nur” ca. 45 KW in den Akku wegladen. Sollte Deine Hauslast bei Null sein, dann gehen 22 KW ins Netz. Das ist solange kein Problem wie die Verbindung zum Netz besteht.

Sollte aber das VNB-Netz ausfallen, dann verletzt Du die victron Faktor 1:1 Regel, wenn beide am ACout1 hängen.

Die Kopfschmerz freie Variante ist: Ein 30 KW AC WR auf ACin verkabeln und den zweiten auf ACout1. Dann fällt halt bei Stromausfall ein 30 KWp WR aus. Am besten der, wo sich die Module in Richtung Norden befinden.

Hier musst Du Dir eine sichere Regelung ausdenken und mit victron abstimmen, ob dann noch die “Garantie” erhalten bleibt.

ich denke da an NodeRed und eine Regelungsroutine, wenn das Netz wegfällt. PV-Leistung größer 30 KW, dann stückchenwiese Relais zuschalten, die die Energievernichter Stromheizung zuschalten. Und nach vollständiger Zuschaltung aller Energievernichter und trotzdem SOC weiter steigend auf größer 90%, dann einen AC WR hart ausschalten.

Normalerweise müsste das schon über die Frequenzverschiebefunktion im Inselbetrieb funktionieren.

Gerade im Winter, wenn man froh über jede KWh ist, die vom Himmel kommt, will man beim Aufreißen der Wolkendecke und voller Sonnensinstrahlung gerade nicht in eine Abregelung hineinlaufen. So selten ist das auch nicht, dass PV Anlage im Winter tatsächlich auch mal Nennlast erreicht.

Eine weitere Kopfschmerz frei Variante wäre: einen 30 KW AC WR über ACout1 und den Rest über DC Ladereger.

Aber ich vermute bei zwei E-Autos und ggfls. weite durch Gäste ist eine sehr hohe AC-Verfügbarkeit in den 8 Monaten Sonnenzeit das Ziel.

Und Du musst eine Heizlastberechnung machen für diese drei neuen Ferienwohnungen, den Verkaufsshop und für Wintersauna dürfte kaum genug Strom vom Himmel kommen. Es macht ja keinen Sinn für 10 bis 20 % durchschnittliche Winter-Effizienz eine Materialschlacht an PV-Modulen zu eröffnen.

Die hatte ich doch oben genannt. Die in den Links erwähnten Eve MB56. 3 Boxen pro 30 KW WR. Also zu Beginn 16 Zellen x 3 Boxen = 48 Zellen bzw. ca. 620 Kg insgesamt bzw. ca. 30 KWh Speicher pro Box. 0,5 C wäre hier schon erfüllt. Mehr können die MP II von AC zu DC nicht laden. Für den zweiten 30 KW AC WR das Ganze dennoch mal zwei nehmen, um die Akkus etwas mehr zu schonen und längere Zeit insbesondere im Winter autark zu sein.

Aber noch wichtiger ist es, sich mit der Steuerungslogik und dem Lastmanagement von NodeRed zu beschäftigen und die ineffizientesten Stromfresser nur zu bestimmten erlaubten Zeiten einzuschalten in Abhängigkeit von wichtigen Parametern wie SOC.

Damit muss man sich einige Monate intensiv beschäftigen und spätestens abschließend an jemanden übergeben, der die Netzanmeldung durchführen soll, also der VNB zugelassene Elektriker-Meister. Wenn dieser alles von A bis Z machen soll, dann wird dieses Projekt unbezahlbar.

Mit deinen Infos habe ich nun definitiv neue Hausaufgaben. Tausend Dank!