Aufbau einer neuen Solaranlage ca. 20kpW

Hallo zusammen,

ich plane aktuell die PV-Anlage für unseren Neubau (Einfamilienhaus in Bayern) und würde mich über eine ehrliche Einschätzung der Community freuen, bevor ich mich auf ein System festlege.

Rahmenbedingungen

  • Neubau / Wärmepumpe / 2 Personen / Elektroauto (Ladung Abends ab 20 Uhr - 60 kw!)
  • ca. 20,5 kWp PV aufgeteilt in Ost und West
  • 2 Dachseiten
    • Ost: 24 Module
    • West: 20 Module (wegen Kamin 4 weniger)
  • Stringspannung bis ca. 1000 Volt möglich, wenn man je Dachseite einen String wählt, aber im Victron Universum wohl eher (8/8/8 für Ost und 10/10) für West
  • Ziel: hoher Eigenverbrauch, Notstromfähigkeit und möglichst offene Systemarchitektur.

Was mir wichtig ist

  • dreiphasige Ersatzstrom-/Notstromversorgung
  • möglichst keine Herstellerbindung bei Batteriespeichern, da ich gerne einen Großteil des Autos abends selbst laden möchte und nicht beziehen möchte.
  • offene Kommunikation (Modbus, CAN, MQTT etc.)
  • Möglichkeit zur späteren Automatisierung über Node-RED/Home Assistant
  • Lastmanagement und intelligente Steuerung
  • Wärmepumpe, Kühlschrank, Licht via Notstrom, sollte mal der Strom ausfallen.
  • langfristig flexibel erweiterbar

Ursprüngliche Idee

Mein Favorit war zunächst Victron, weil mir die Offenheit des Systems sehr gefällt. Hier dann ein 3 Phasen System mit 3 Multi RS Solar 6000 und ein Anschluss einer bereits vorhandenen 48V Batterie (und Ausbau auf ca. 60 kWh)

Allerdings finde ich in meiner Region kaum Elektriker, die Victron im Einfamilienhaus installieren und später auch betreuen möchten. Das ist das Problem hier im Bayerischen Wald. Hier gibt es nur SMA und Fronius, alles andere kennt keiner, traut sich keiner ran.

Dadurch bin ich inzwischen unsicher, ob ich Überhaut jemanden finde, der mir die Victron Anlage für meinen Anwendungsfall anschließt.

Alternativen

Ich habe mir inzwischen auch folgende Systeme angesehen:

  • Fronius Verto Plus 17.5 (auf 3 Phasen) mit jeweils 2 1000 V Strings. Den könnte man später an den AC-Out eines traditionellen Multiplus II 6k5 hängen
  • Nachteil: Ich wandle von DC in AC und dann wieder in DC. Gefällt mir weniger.
  • Vorteil: Ich könnte später eine BYD Hochvoltbatterie anschließen, wenn sich die Technik weiter entwickelt und ich genügend Kapazität parallel anschließen kann (aktuell gehen nur maximal 30kwh).

Meine Fragen

Mich würde interessieren:

  1. Würdet ihr heute für einen Neubau mit ca. 20 kWp noch auf Victron setzen?
  2. Ist Victron hier technisch wirklich überlegen oder eher “nice to have”?
  3. Welche Nachteile seht ihr bei meinem Vorhaben?
  4. Ist der Installateurmangel ein echtes Argument gegen Victron?
  5. Würdet ihr stattdessen lieber auf Fronius, SMA oder ein anderes System setzen?
  6. Welche Batterien würdet ihr heute empfehlen (HV oder 48 V) - auch in Anbetracht, dass ich ca. 60-70 kwh in mein Auto laden muss, um die Arbeitsstrecke 2-3 mal die Woche zu schaffen?
  7. Gibt es eine Architektur, die ihr heute mit eurem heutigen Wissen komplett anders aufbauen würdet?

Ich bin ausdrücklich nicht auf Victron festgelegt. Mir geht es darum, langfristig die technisch sinnvollste Lösung zu bauen und nicht in fünf Jahren festzustellen, dass ich mich in eine Sackgasse manövriert habe.

Ich freue mich über jede ehrliche Meinung – gerne auch kritisch. Besonders interessieren mich Erfahrungen von Anwendern, die bereits mehrere Systeme installiert oder betrieben haben.

Hallo, ich habe mittlerweile 10 Anlagen deiner Größenordnung installiert. Ich würde so eine Anlage besonders dann empfehlen wenn:

  • Netzersatz wichtig ist
  • Der Kunde mit Home Assistant oder ähnlichem „spielen“ möchte
  • Ein entsprechender Technikraum oder Ähnliches vorhanden ist
  • Robuste- flexible Technik vor 1-2% Wirkungsgrad stehen

Was mich an anderen Systemen am meisten stört ist dass Systeme sehr verschlossen sind und Ersatzteile oft nicht frei zu kaufen sind, erweiterte Funktionen nur über Abos erhältlich sind… usw.

Die Installation ist im Verhältnis zu anderen zwar sehr Aufwändig aber defekte Bauteile lassen sich einfach und auch gezielt tauschen…die zumal frei käuflich sind. 48V Systeme sind weit verbreitet (Schifffahrt) die Batterien in der Regel immer Lieferbar. Das Ersatz bzw. Inselnetz ist bei Victron keine zusätzliche Funktion sondern Standart (da kommen die Geräte her). AC WR lassen sich am ACout im Inselnetz ohne weiteres betreiben, das System ist maximal flexibel aber dadurch auch komplex.

Ich sehe so eine Anlage als „den Unimog“ unter den PV Anlagen. In einem kleinen EFH ohne Keller und Technikraum aber eher ungeeignet.

Ich hoffe das hilft bei der Entscheidungsfindung.

Wieso denkst Du, die Anlage wäre in einem kleinen Technikraum (Platz wäre da), ungeeignet? Wärmeentwicklung oder Geräuschlast? (zumal Fronius Verto auch nicht “leise” ist).

PS: Sollte hier jemand aus dem Raum Regensburg (PLZ 931XX) mitlesen der so eine Anlage anschließen kann, gerne per PM melden, Dachvorbereitung und Strings legen lassen würde ich hin bekommen, ginge mir dann nur ums Abnehmen der Elektroinstallation und um das Anmelden, was keiner Übernehmen will, weil sich keiner in der Gegend genügend mit den Anlagen auskennt.

Ich habe bisher nur mit den Multiplus gearbeitet, die Geräusche - und Wärmerntwicklung ist nicht ohne. Und wenn genug Platz da ist kann der Technikraum nicht sehr klein sein :wink:

@magic21nrw

ich denke es ist eine Philosophie-Frage.
Wenn Du selber integrieren möchtest und viel LV-Speicher integrieren möchtest, dann ist Victron im Kern gut.
Wenn Du einfach ein System möchtest, dass von jmd. fertig hingestellt wird, sind andere System ggf vorteilhafter.

Wegen Installation/Abnahme würde ich mal bei Jörg „Meine Energiewende“, Helmut „Schatten PV“ oder @M_Lange anfragen, ob Sie in Bayer anbieten.

Da Du 60-80kWh jeden Abend in Dein Auto laden möchtest, würde ich wohl wegen der Speicherkosten mit 100kWh+ LV planen. Das wären dann z.B. 3-4 NKON ESS Pro 32kWh-Blöcke.

Dazu dann entweder die Multi RS 6000 oder eine Mischung aus Multi RS 600 und RS 230 zzgl. Fronius für höhere String-Spannung. Ich würde bei Deinem Profil 75% DC-PV oder Hybrid-Inverter nehmen. Du könntest auch bei Deye schauen, dann aber evtl. nicht mit Cloud verbinden und externen Energiemanagement planen.

Bei Deiner Anlagengröße wäre der HS19 interessant, der ist aber noch nicht verfügbar und die HV-Batterien kosten statt 120 EUR kWh dann ca 400-500 EUR/kWh.

Der Vorteil von Victron LV ist die Möglichkeit selber Batterien und RS450 MPPTs nach zu rüsten, sowie die offenen Schnittstellen von Venus OS.

Ich hoffe die Gedanken helfen Dir bei Deiner Entscheidung.

Ja, Platz sollte kein Thema sein, das haben wir bereits mit eingeplant.

Die Multiplus RS Solar 6000 sollten auch weniger Abwärme produzieren. Zumal kann ich auch für eine Frischluftzufuhr sorgen, das wäre möglich. Eine Idee, welche Alternativen man hat, wenn man niemanden für die Anmeldung / Anschluss findet? Leider ist die Landkarte hier in Bayern nicht gut bestückt mit Vertriebspartnern, bzw. Installateuren, die das System kennen.

Danke Björn für deine Gedanken. Sehe ich genauso, die YouTuber sind mir bekannt, jedoch kommen die aus komplett anderen Regionen und es wird schon schwer, die offiziellen Elektriker, die bei Victron gelistet sind, zu animieren, ein System auf zu bauen, weil es sich nicht lohnt. Dafür ist der Auftrag anscheinend zu klein.

Hat jemand schon Erfahrungen lokale Elektriker wegen Abnahme und Anschluss zu fragen, wenn man Stromlaufplan etc. alles vorbereitet? Funktioniert das oder bekommt man hier regelmäßig eine Absage wegen Haftung- und Garantiethemen?

Gedanklich habe ich auch mit dem HS gespielt, die Idee aber erstmal verworfen, da die HV Speicher noch sehr teuer sind. Hier müsste ich aber die Strings auch teilen, da 1000v für den HS19 auch etwas viel ist.

Die allerwichtigste Grundlage jeder Planung für eine PV-Anlage hast Du leider nicht mitgeteilt: Deinen Stromverbrauch und Dein Lastprofil. Ohne das ist keine seriöse Empfehlung möglich.

Ganz allgemein:

  • warum überhaupt 3phasig? Wie oft und für wie lange hast Du denn höhere Lasten im Haus, als Du mit den maximal zulässigen 4,6 kW einer 1phasigen Anlage decken kannst?
  • Warum 20 kWp Solarmodule? Damit erntest Du im Hochsommer täglich bis zu 120 kWh Solarstrom, wirst aber kaum mehr als vielleicht 10 bis 15 kWh selbst verbrauchen.
  • E-Auto kannst Du auch mit kleiner Leistung über Nacht laden. Der deutsche Durchschnitts-PKW wird weniger als 40 km pro Tag bewegt und würde damit als E-Auto weniger als 8 kWh pro Tag verbrauchen. Die 1phasige Anlage reicht sogar für das Laden von 2 E-Autos, nur beim Akku solltest Du dann nicht sparen
  • Vergiss die Deckung der Wärmepumpe. Auch mit 20 KWp Solar kriegst Du im Kernwinter bei weitem nicht so viel Solarertrag, wie Dein Haus auch ohne Wärmepumpe und E-Autos verbraucht. Du hast in der Übergangszeit dann eine gute Deckung, aber die hättest Du auch mit deutlich weniger installierter Solarleistung
  • Wozu Notstrom 3phasig? Wie oft hast Du in den letzten 10 Jahren bei Dir denn einen Stromausfall gehabt? Ich kein einziges Mal. Es reicht doch, für den Notfall die wichtigsten Verbraucher zu versorgen, und das geht ganz bequem mit einer Steckdose am AC-OUT eines MP2.
  • Vergiss die Solarteure. Du kannst alles selber aufbauen, und holst Dir dann einen Elektriker, der die Anlage prüft, anmeldet und in betrieb nimmt. Bei mir hat das 500 € gekostet, und das ist ein gängiger Tarif für diese Dienstleistung.

Ich würde anders herum vorgehen: Such’ Dir beispielsweise einen Elektroingenieur wie diesen hier (dieser ist leider nur in Nordhessen aktiv), und spreche mit dem von Anfang an alles durch. Der verkauft nix außer seiner Dienstleistung, hat aber alle notwendigen Zertifikate für die Prüfung und Anmeldung einer PV-Anlage.

Für alle Arbeiten, die Du Dir nicht selbst zutraust, kannst Du dann Handwerker ohne Solarzertifikate anheuern, deren Arbeiten Du dann vom beratenden Elektroingenieur kontrollieren lässt. Module kommen vom Dachdecker auf’s Dach (die Solarteure lassen das auch von Dachdeckern machen, schlagen dann für die Weiterleitung der Rechnung gerne mal 100% auf den Preis auf), und die Kabel crimpt Dir ein Elektriker.

Hallo Tom,

Gute Fragen: Lastprofil Basis ist ein 2 Personen Haushalt mit maximaler Ausbaustufe (Klimaanlage, Server, Sauna, Wärmepumpe mit Kühlfunktion, ggf. später Pool etc.). Besonderheit ist das E-Auto, welches wir bei 3 Tagen die Woche jeweils mit 65-70kw aufladen müssen - das geht dann nur Abends, weil lange Arbeitstage. Damit kommen wir auf 8.500 kwh alleine für das Elektroauto um zur Arbeit zu fahren, welches meist Nachts geladen wird. Wir bekommen die geladene Strommenge vergütet, daher ist es hier ratsam, das ganze selbst zu speichern, da der Speicher sich dadurch schnell amortisiert (Vergütung > Einspeisung). In Summe rechne ich mit ca. 10.000 kwh, wovon der Großteil auf das Auto geht. Daher sagt mir mein Bauchgefühl, dass aktuell vermutlich ein LV Speicher mit entsprechender Größe wirtschaftlich Sinn machen würde.

Damit ist der Verbrauch, Autoladung (bei uns deutlich mehr, weil weite Strecke) vermutlich erklärt.

Notstromfähigkeit: Ich betreibe noch einen Server, hier könnte ich mir die USV sparen und wenn wirklich mal der Strom ausfällt (Ja, in Deutschland eher unwahrscheinlich, aber siehe Berlin - wer weiss, was beim Verfall des Landes noch alles auf uns zukommt), bin ich lieber vorbereitet und könnte einen Teil umstellen. Zumal fast alle am Markt befindlichen Systeme diese Fähigkeit mehr oder weniger bereits haben. Also - wenn man eh neu plant, wieso nicht direkt mit abdecken, wenn auch nur für den Kühlschrank, Gefriertruhe und den Server und vielleicht Lichtstrang sowie Heizung. Dann kann man wenigstens sparsam einen oder zwei Tage überbrücken, wenn es mal ernst werden sollte. Ist aber tendenziell keine Top Prio 1.

Jetzt kommt aber die für mich wichtigste Information, die ich bislang nicht kannte, mit deinem Beitrag der Elektroingenieure, die das ganze da abnehmen können. Das war für mich bis dato neu und ist eine sehr interessante Option, denn den Dachdecker könnte ich fragen, ob er entsprechende Solarpanele nicht direkt mit dem Dach mit eindeckt, er baut es ja sowieso auf. Das wäre dann aus einer Hand und ich bräuchte keine weitere Gewerke - Schnittstelle aufmachen.

Dann hätte ich die passenden Strings z.B. für eine Victron Anlage im Technikraum und könnte diese bis auf die Abnahme selbst aufbauen und den letzten finalen Anschluss könnte der abnehmende Elektriker machen, der die Anlage prüft. Da muss ich mal telefonieren bzw. mit unserem Elektriker sprechen, ob der das nicht direkt mit macht und abnimmt (gegen entsprechender Abnahmegebühr). Ist das gängig? Ich habe immer das Gefühl, es weichen alle immer aus, wenn es um solche Konstellationen geht?

Ich denke, dass Du dann mit ca 10 kWp installierter Solarleistung schon allerbestens versorgt bist. Wg nicht alltäglichem, aber doch hinreichend oft relevant hohem Leistungsbedarf ist dann vermutlich doch eine 3phasige Anlage empfehlenswert, auf jeden Fall aber ein hinreichend großer Akku mit mindestens 32 kWh, besser vielleicht sogar 64 kWh Kapazität. Den 64 kWh Akku kriegst Du mit der 10 kWp Anlage problemlos alle zwei Tage voll, und hast dann ausreichend Energie für’s nächtliche Laden des E-Autos.

Bei der Notstromfähigkeit gehe ich nicht mit Deinem Argument mit. Ja, man will auch bei extrem seltenen singulären Ereignissen nicht ohne Strom dastehen, aber dazu muss ja keineswegs das gesamte Haus so weiter versorgt werden, als gäbe es keinen Stromausfall. Der Server ist kein Argument, denn der zieht ja nur minimale Leistung. Mit der Absicherung aller existentiell notwendigen Verbraucher wärst Du selbst mit einer sehr kleinen 1phasigen Anlage noch allerbestens bedient, mit der 3phasigen aber sowieso immer.

Meine größte Sorge bei der kompletten Absicherung des Hauses wäre immer, dass jemand, der das System nicht kennt, einfach den FI-Schalter am Zählerkasten umlegt, um dann in vermeintlicher Sicherheit an irgendwelchen Steckdosen zu basteln. Dein System wird dummerweise aber Dein Haus trotz abgeschaltetem FI weiter versorgen, und das kann leicht tödlich ausgehen. Ich habe deshalb vom AC-OUT meines MP2 eine einzige Steckdose nach Innen verlegt, als meine Notstromversorgung. Und von der aus ziehe ich Kabel zu den relevanten Verbrauchern. Damit bin ich auch bei Netzausfall bestens versorgt, und kann keine dummen Fehler machen.

Meine Empfehlung mit dem Einsatz eines Ingenieurs entspricht der üblichen Vorgehensweise beim Hausbau. Da hast Du einen Architekten in der Rolle, die ich hier empfehle. Der Architekt führt keine Handwerksarbeiten aus, und er verkauft auch kein Baumaterial, sondern er vertritt alleine Deine Interessen. Und so sollte es auch sein, wenn Du eine PV-Anlage planst.

Die Solarteure, die ich bisher kennen lernen durfte, vertreten ausschließlich ihre eigenen Interessen. Sie planen völlig absurd überzogene Anlagen fernab der Bedürfnisse ihrer Kunden, und sie schlagen beim Verkauf der Bauteile bzw von Dienstleistungen wie Dachdeckern an Dich nochmals satte 100% des Kaufpreises auf den Preis des freien Markts auf.

Ich würde damit anfangen, mir so einen freien Planer zu suchen. Und der kennt dann vielleicht auch schon die passenden Handwerker, die Du beauftragen kannst. Ich habe vor ca 7 Jahren auch einen komplett neuen Hausanschluss erhalten und die Stromverteilung im Haus im Rahmen einer Generalsanierung komplett erneuert. Der Elektriker, der das machte, hat nichts mit Solaranlagen am Hut, aber er hatte damals wirklich sehr faire Stundenlöhne. Warum sollte der nicht gegen Stundenabrechnung die Verkabelung einer Victron-Anlage vornehmen?

Falls Du selbst mit Handwerkerhilfe Deine Anlage aufbaust, dann gibt es auch noch Firmen, die sich auf die bundesweite Prüfung, Anmeldung und Inbetriebnahme von Anlagen spezialisiert haben. Du findest etliche dieser Anbieter leicht durch Googeln im Netz, beispielsweise diesen hier.

Davon würde ich abraten, ausfälle ACout seitig können durchaus vorkommen zumal der Server ja eigentlich runterfahren sollte auf USV Betrieb. Ich habe bei mir eine kleine USV die reicht um den Server sicher herunter zu fahren.

Das mit dem Server ist gefährlich ;O))))

Wenn man vergisst umzuschalten… steht bei den meisten Updates das komplette Haus im Dunkeln…

Und der Ausfall EINES MP II führt auch zur kompletten Abschaltung aller Geräte…

Finde ich nicht … wann macht man schonmal updates eines MP2 bei einer Laufenden Anlage ? Eigentlich nie (Ausnahme: es kommt irgendein gesetzlich vorgeschriebenes Feature). Sollte man doch ein Update am MP2 machen, kann man auch durchaus den Server von Hand runterfahren. Führe ich seit Jahren genauso durch und habe noch nie einen Ausfall durch Updates erzeugt. Der Rest der Anlage ist dabei sowieso egal, weil alles weiterläuft.

Wenn ich möchte, dass zwei Phasen eines Hauses weiterlaufen (Achtung - kann bei 3 phasigen Geräten gefährlich sein), dann hole ich mir eben einen RS6k oder einen RS19. Dann läuft der Rest einfach weiter.

Den Server kann man auch automatisch runterfahren, wenn netz weg. Das bekommt man mit einer Steuerung hin. Eine USV macht nichts anderes.
@jens Der RS6K wäre auch mein Favorit. Der RS19 hat leider eine relativ geringe maximale Volt-Anzahl, welche von den Springs kommen kann. Hier hat man teilweise Temperaturen von -15 bis -20 grad, wenn es mal richtig kalt wird. Hier müsste ich die Strings irgendwie seltsam unterteilen. Der passt leider nicht so gut und mit der maximalen kwh im Batterie Bereich scheidet der glaube ich tendenziell aus - oder gibt es HV Systeme, die mehr als 30kwh aktuell können? Mal abgesehen von den höheren Kosten pro kWh.

Das mit dem separaten Abschalten des Notstroms ist mir bekannt, sollte man deutlichst kennzeichnen (ggf. Steckdosen dann in Rot) und Hinweiszettel am FI, dass man den Notstrom ggf. auch abstellt, wenn notwendig.

öhm … was meinst Du mit “maximalen kwh im Batteriebereich”. Du kannst soviel anhängen, wie Du willst. Du meinst vermutlich den HS19.

Bei einem Notstrom System gehört sowieso ein Aufkleber direkt an den Knauf der HV mit dem Hinweis darauf.

Klar kann man den Server runterfahren .. wenn man dran denkt

Der RS6kK kann halt max. 4800 kW laden … also zusammen ca. 17 kW … da geht etwas verloren, wenn man über 20 kWp Solar hat.

und 60kWh Akku sind auch zu klein, wenn Du 60kWh ins Auto laden willst und ZUSÄTZTLICH Notstrom-Reserve haben willst … da brauchst Du eigentlich ca. 100 kWh Akku

Hi,

Es ist eine Ost/West Anlage, gehe eher davon aus, dass man hier nicht den maximalen Ertrag auf einmal hat, sondern sich die Last gleichmäßig über den Tag verteilt. Erweiterungen könnte man via zusätzlichen DC-MPPT einbinden. Eine Batterie z,B. NKON ESS mit 32kw und dann drei in parallel sind theoretisch auch denkbar.

Nur zur Begründung meiner beständigen Skepsis gegenüber Solarteuren: diese Woche kam ein weiteres Angebot für eine PV-Anlage für ein Vereinsgebäude, bei dem ich involviert bin. Der Solarteur hat, obwohl wir ihm ausdrücklich sagten, dass ca 15 kWp Solar völlig ausreichend sind, satte 27 kWp angeboten, aber zum Laden des 64 kWh Akkus auch nur 3 x Multi-RS-6000 vorgesehen.

Bedenke, dass die totale Absicherung für jeden seltenen Eventualfall sehr viel Geld kostet und Deine PV-Anlage dann völlig unwirtschaftlich wird. Klar, wer unbedingt den ultimativen Prepper spielen will, der soll das gerne machen, aber für vernünftig halte ich das nicht.

Schon das Risiko eines längeren Stromausfalls ist in DE äußerst unwahrscheinlich (wir haben eines der stabilsten Stromnetze der Welt, und das ist seit Beginn der Energiewende sogar beständig immer noch sicherer geworden). Und dass so ein unwahrscheinlicher Stromausfall ausgerechnet dann auftritt, nachdem Du den Akku in einer nächtlichen Ladeorgie komplett entleert hast, ist noch unwahrscheinlicher. Und für die Absicherung dieses wirklich unwahrscheinlichen Ereignisses willst Du etliche tausend Euro ausgeben?