hoffentlich bin ich im richtigen Bereich gelandet.
Ein Kunde hat eine Frage zu seinem ESS System, die ich nicht beantworten kann.
Das ESS System bei dem Kunden läuft m.E. super mit >92% Autarkie selbst im Dezember.
Verbaut ist folgendes :
3x Multi RS Smart 48V/6000VA/100A v1.26
1x EV Charging Station 32A (begrenzt auf 16A) v2.03
1x Cerbo GX MK2 v3.66
Nun scheint es aber folgendes Problem zu geben, hier die direkte Problembeschreibung des Kunden :
“Ich schließe ein Auto zum Laden an und starte den Ladevorgang. In diesem Moment startet auch das Verhalten, dass in etwa die gleiche Leistung auch an den Versorger abgegeben wird.??? (…)
Anstatt die aktuelle PV-Leistung direkt in die AC-Lasten zu lenken wird der Speicher gleichzeitig mit bis zu 5 kW zwangsentleert und diese Leistung an das Netz abgegeben!
Diese Abgabe an das Netz geht bei einer AC-Last von größer 4 kW bis zu einem Speicherstand von ca. 79 Prozent. Danach stoppt der Entladevorgang.
Bei einer AC-Last von größer 2 kW stoppt der Entladevorgang bei ca. 89 Prozent. Es wird also sehr viel Energie an das Netz “verschenkt”, anstatt es direkt zu verbrauchen.”
Dazu hat der Kunde Screenshots angehängt, welche ich hier auch anhänge, nur ohne Anlagennamen. Diese sind von verschiedenen Tagen. Den Screenshot um 13:49 habe ich noch im System gesucht und aus dem System heraus ergänzt. Wenn ich bei den Erweiterten Einstellungen schaue sehe ich, dass die Batteriespannung bei dem Screenshot genau dann Belastet wird wenn die Last gezogen wird.
Gibt es dafür einen technischen Grund oder kann ich das evtl. sogar abstellen ?
Ist eventuell die Eingangsstromlimitierung der Grund ? (was anderes kann ich mir fast nicht vorstellen, jedoch sind wir von den eingestellten 50A noch etwas entfernt.)
Niemand eine Idee ? Das ist ja kein normales Verhalten.
Vom Gefühl her empfehle ich die Multi RS Smart sowieso nicht, m.E. Regeln die viel schlechter als die alten Multiplus / Quattros mit Ringkern.
Vielleicht können wir die Chance nutzten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu finden. Meine Anlage hat z.B. einen zusätzlichen AC-WR am AC-out. Dann wird es an dem schon mal nicht liegen.
Das muss an den Multi RS Smart liegen. Dein Smartmeter wird hier nicht genutzt sondern der interne Wert.
Die gesamten Verbraucher hängen an AC out 1 → das ist hier auch so
Batterie ist auch eine US5000 wie bei dir.
Stimmt, den Zähler hatte ich übersehen.
Ich weiß, dass der eigentlich redundant ist, hatte ihn aber noch da.
Dann kann ich den wenigstens auch als Fehlerquelle ausschließen.
Eventuell löse ich das über einen Node-Red flow der die Einspeisung verbietet bis der Akku voll ist.
Das könnte auch Strom verschenken, sieht aber nicht so schlecht aus.
Schwierig das dem Kunde zu erklären…
Da kann aber doch was nicht stimmen, das ist schon sehr seltsam. Die RS sind ja völlig unsymetrisch und wie kommt der Netzzähler im ersten Bild auf über 4kW, klar sind die Messungen immer etwas zeitversetzt aber das ist schon komisch. Ich würde da schon eher eine Ursache suchen und vermuten als jetzt die Symptome weg zu programmieren.
Wir bauen die Systeme immer gleich und 100% als ESS.
Es kann, auch weil es bei Gereon gleich ist, also nur am internen Regelverhalten liegen.
Ich hab hier bei den Batterien Standartmäßig “ohne Battery Life” - @Gereon was hast du da ?
Ich könnte mir vorstellen, dass die Regelung “mit” komplett anders verläuft.
Ich kenne den Multi RS bisher nicht, deshalb lasse ich kluge Ratschläge lieber. Aber das wäre hier ja weniger ein „schlechtes Regelverhalten“ sondern vielmehr eine Vollkatastrophe. Dem würde ich versuchen auf den Grund zu gehen.
Ist vielleicht ein VM Netzzähler beim RS Multi ein MUSS für ESS. Sind die Inverter-Leistungen der Multi denn so unsymmetrisch? Ist das Verhalten auch so wenn keine PV Leistung im spiel ist?
Nein der Zähler ist kein muss, siehst du beim Thread von Gereon
Die Screenshots aus der Anlage sind natürlich auch nur wenn eine Vollkatastrophe eingetreten ist. 99% der Zeit funktioniert die super.
Verhalten tritt nur bei hoher AC Ausgangsleistung auf, wenn PV verfügbar und nur wenn
der Akku in einem bestimmten Prozentbereich geladen ist.
Ah OK… dann doch nur sehr unschön immerhin kein Netzbezug….ich persönlich finde da die exl die man im VRM laden kann manchmal hilfreich um das Problem irgendwie einzugrenzen, aber irgendwie klingt das nicht so als würde man daraus schlauer werden. Vielleicht doch ein Workaround seitens Victron. Ich habe mich bisher noch nicht an die RS Modelle getraut ich hoffe das „Problem“ wird bald gelöst.
Ich habe die Anlage mit Battery Life laufen, ich habe es auch mal testweise ohne laufen lassen, hat aber keinen Unterschied gemacht.
Mir ist an meiner Anlage auch noch aufgefallen, dass bei geringer PV-Leistung ( ca.<1kw DC+AC) der Speicher mit einem teilweise erheblichen Anteil dieser Leistung geladen wird, anstatt den Netzbezug zu kompensieren.
Meine Vermutung war anfangs, dass das dazu dienen soll, den Speicher auf das aktive SOC Limit zu laden (vom Battery Life), falls dieses angehoben wurde. Allerdings wird er auch beispielsweise bei einem SOC von 86% und aktiven Limit von 80% noch geladen.
Bei mir ist es ähnlich wie bei @Nachid.
Momentan passiert das täglich, solange etwas PV vorhanden ist.
Sobald die Grundlast durch einen Verbraucher mit >2kw gestört wird, fängt dieses Phänomen an.
Ich habe auch schon Versuche mit verschiedenen Lasten gemacht und festgestellt, dass die Art praktisch egal ist und es nur bei Schieflast auftritt. Meine Symmetrische Testlast von 9kW war zb. kein Problem.
Sobald die PV-Leistung (fast) weg ist, läuft es wieder besser.
Ich habe es heute nochmal etwas eingrenzen können:
Der Effekt scheint “nur” dann aufzutreten, wenn schon ein Überschuss vorhanden ist, der ins Netz gespeist wird (z.B. weil der Speicher voll ist oder nicht alles aufnehmen kann).
Ich hatte dafür testweise über Nacht den Speicher sehr tief entladen lassen, sodass er heute den gesamten Überschuss aufnehmen konnte. Heute gab es dann keine ungewollte Netzeinspeisung aus dem Speicher.
Ich konnte auch noch herausfinden, dass die Überkompensation erst dann passiert, wenn die Last je Außenleiter fast so hoch ist, wie die Einspeiseleistung auf demselben Außenleiter.
Wenn z.B. auf L1 2kW eingespeist wird, kann die Last ca. 1,6kW betragen, bevor überkompensiert wird. Bei ca. 1,8kW werden ca. 600W eingespeist, bei ca. 2kW schon um die 1,2kW.
Super! Ich kann leider nicht so viel Testen, das System gehört einem Kunde. Dann würde mein Telefon gar nicht mehr still stehen. Ich markier mal den Community Manager, vielleicht kann er da weiter helfen. Das Problem werden noch mehr Leute haben, es aber vielleicht nicht merken. @guystewart
Hi Mr. Stewart,
is it possible to get feedback from a Victron technician on this topic?
I hope it is okay to contact Victron directly this way, as this is my first time addressing this issue here.
Gereon and I are experiencing the same problem with the same type of device, even though our measurement methodes are completely different.Therefore, I assume the issue is not related to the measurement itself, but rather to the compensation algorithm.
Schade, ich hatte gehofft, dass sich jemand melden würde.
Ich werde mich mit dem Problem sonst mal an meinen Händler wenden, in der Hoffnung, dass ich was erreichen kann.
Ich würde dann diesen und meinen Beitrag verlinken.
Ach, von dem Update hatte ich bis heute gar nichts mitbekommen, danke.
Als ich gerade nachgeschaut habe, habe ich gesehen, dass es jetzt sogar schon die V1.28 gibt.