Was sind WAh? Du kennst die grundlegende Physik nicht und hast Dich deshalb um den Faktor 12 verrechnet. Du bringst hier Ah und Wh durcheinander, und führst eine unsinnige Einheit “WAh” ein. Die Kapazität eines Akkus bemisst man üblicherweise in Ah. Dieser Wert beschreibt, wie lange der Akku mit seiner Nennsspannung eine bestimmte Stromstärke liefern kann. 75 Ah bedeuten, dass er z.B. 1 Stunde lang 75 A liefern kann, oder 100 Stunden lang 0,75 A. Weil die nutzbare Kapazität aber stark von der Stromstärke abhängt, wird die in Ah gemessene Kapazität meist bei einer Entladung über 10 Stunden angegeben. Das wären hier dann also 10 Stunden lang 7,5 A.
Ein 12V Akku mit einer Kapazität von 75 Ah kann also rechnerisch 900 Wh (12V * 75 Ah = 900 VAh = 900 Wh) Energie speichern. Wenn in 30 Tagen 86,4 Wh an Energie verbraucht werden, dann sind das bei 12V Nennspannung also nur 7,2 Ah. Ein 12V Akku mit einer Kapazität von 75 Ah würde bei einer Entladung mit 0,12W also rechnerisch 7.500 Stunden bzw 312,5 Tage ausreichen.
Faktisch ist das aber dadurch begrenzt, dass man einen Bleiakku nicht vollständig entladen sollte, und dass er auch eine erhebliche, stark temperaturabhängige Selbstentladung aufweist. Das alleine kann im Sommer schon pro Monat um die 10% der Kapazität ausmachen. Der Akku kann sich alleine durch die Selbstentladung also schon stärker als durch die 0,12 W Verbrauch entladen. Dazu kommt noch der bei Bleibatterien mit 60% bis 80% relativ geringe Lade-Entladewirkungsgrad.
Naja, das ist schon grob falsch formuliert, denn die Bleibatterie lernt dabei gar nix. Wenn was “angelernt” werden muss, dann es das sogenannte BMS dieser Batterie, das allerdings kein BMS im eigentlichen Wortsinn ist und auch nicht die Batetrie steuert, sondern das die Lichtmaschine steuert.
Na ja, ein Preis von 726,53€ gegenüber einem “einfachen” Firmwareupdate im Booster, liegt nur etwas außerhalb der Verhältnismäßigkeit…
… und wieder so eine unterschwellige Beleidigung… Danke! Ich tauche aber gerne immer wieder ins Thema ab und verstärke den vorhandenen Sud… sonst bleibt immer alles beim Alten… “Fortschritt nimmer, Rückschritt immer” - oder so.
Naja, das ist schon grob falsch formuliert, denn die Bleibatterie lernt dabei gar nix.
Ja, das ist der allgemeine Kanon und dem zweiten Teil kann uneingeschränkt Recht gegeben werden, denn die Bleibatterie besitzt kein BMS!
Ich habe aber etwas Anderes geschrieben:
Das Fahrzeugsystem “lernt” die Kapazitätsparameter der Bleibatterie. Also wird sinngemäß “dem Fahrzeugsystem die Blei-Starterbatterie angelernt”.
Was sollen das denn für Parameter sein? Es ist bekannt, dass es sich dabei um eine Bleibatterie handelt, die für das Starten eines Verbrenner-Motors konstruiert ist. Und damit sind schon alle “Kapazitätsparameter” des Akkus bekannt und brauchen nie “angelernt” zu werden.
Das Fahrzeugsystem hat leider keine Augen zum Lesen der aufgedruckten Kapazitätsparameter… Daher muss dieses diesem übermittelt werden, damit das Start-/Stop-System und das Rekuperieren in der Euro6d-Norm ordnungsgemäß funktionieren kann. Beim T6.1 gibt es mehrere Kapazitäten, die verbaut werden können. Je nach zusätzlichen Komponenten, wie LSH oder WWSH…
Das Fahrzeugsystem weiß, welcher Akku mit welcher Kapazität verbaut sein muss. Also sind alle notwendigen Parameter (Nennkapazität, Peukert-Faktor u.ä.) schon bekannt, so dass nix “angelernt” werden muss.
Was eventuell eines “Anlernens” bedarf, ist die Steuerung der Lichtmaschine für die Start-Stopp-Automatik und für die Rekuperation. Das ist ja stark vom vorwiegenden Einsatz des Autos abhängig und vom individuellen Fahrstil. Der Akku muss nix lernen, alle Parameter sind bekannt.
…sollte. Aber das heisst nicht das auch genau dieser wieder als Ersatz eingebaut wurde. Weil das BMS mit SmartAlternator wie von tom.langer erwähnt teil der Abgasnorm ist, somit sind auch die Batteriekapazität und deren Aufbau (AGM, Gel, wasauchimmer) ein Teil davon. Und die Werkstatt bestätigt dabei dass das Fahrzeug mit dieser neuen Batterie noch genauso funktioniert, inkl. Energiesparmassnahmen.
So ist es. Bei mir musste er/es/sie oder was auch immer „angelernt" werden, weil ich von einer 70Ah auf eine 80Ah umgestiegen bin.
Ps: ich empfehle, auf provokante, rechthaberische oder Erbsenzähler-Kommentare gar nicht zu reagieren. Einfach ignorieren. Solche Menschen gibt es in jedem Forum (und dies ist somit nur ein ganz natürliches Abbild unserer Welt).
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Ich vermute, dass das “Anlernen” darin besteht, dem System mitzuteilen, dass die neu eingebaute Batterie 80 Ah hat anstatt 70 wie die vorherige. Aber für so ein “Anlernen des Akkus” kann die Werkstatt halt deutlich mehr berechnen, als für den simplen Wechsel der Batterie und einem schnöden Eintrag in ein Datenfeld der Konfigurationsdatei.
Dem Fahrzeug muß wenn überhaupt, nur eine Kapazitätsänderung der Batterie mitgeteilt werden.
Alles andere passiert im Minicomputer des Shunts am Minuspol der Batterie. Dieser hat alle Daten wie Ströme, Spannungen und Temperatur. Er berücksichtigt auch, wie schnell die Spannung bei einem bestimmten Strom absinkt um Rückschlüsse auf das Alter bzw. die Kapazität zu ziehen. Mit all diesen Werten und den festen Vorgaben aus dem Steuergerät, wird dann die Lichtmaschine geregelt. Natürlich dauert es einige Tage nach einem Batteriewechsel, bis sich alle Werte eingepegelt haben, aber von außen anlernen kann man die nicht.
Es gibt einige Spezialisten, die klemmen die Spannung des Shunts bei einer bestimmten Spannung ab, um ihren Booster mit einer höheren Spannung zu versorgen. Dann arbeitet das Steuergerät warscheinlich mit den zuletzt geliefert Werten oder einem Notfallprogramm weiter. Geht wohl bei den neusten Modellen nicht mehr.
Eben, und das bestätigt ja auch der Link von DirkW. Das Buzzwort “Anlernen” hat in diesem Kontext keine andere Bedeutung, als dem Endkunden vorzugaukeln, es handle sich dabei um einen komplexen, IT-technisch “intelligenten” Vorgang. Es hat also nichts mit Technik zu tun, sondern ausschließlich mit Marketing.
Ein “Buzzwort” war es komischerweise aber nur für dich.
Ich denke jedem, der einen einigermaßen technischen Hintergrund hat, sollte klar sein, das mit “anlernen” in da nur das einstellen von ein paar Werten gemeint ist.
Ob das nun für die Funktion des Fahrzeugs nötig ist, ist natürlich wieder eine andere Sache.
Genauso wie “BMS” im Zusammenhang mit Bleiakkus.
Der Begriff ist nicht exklusiv für Lithium, auch wenn er hauptsächlich in Verbindung damit genutzt wird.
Jedes System, welches den Strom in/aus einem Akku überwacht und damit dann ggf. Meldungen bringt oder Verbraucher schaltet, kann als BMS bezeichnet werden.
Ach ja? Nun gut, dann fehlt mir eben jegliches technisches Verständnis. Für mich - und ich vermute, für die meisten anderen mit viel oder wenig technischem Verständnis - bedeutet “Anlernen” was grundsätzlich anderes als “Einstellen”. Aber Du darfst das gerne anders sehen, und letztlioch ist es ja auch völlig egal.
Aber trotzdem: Kannst Du mir bitte mal zeigen, wo in den Victron-Unterlagen das Einstellen der Akkukapazität im ESS als “Anlernen” bezeichnet wird? Danke.
Das habe ich nie behauptet. Aber ein BMS ist für mich ein Bestandteil eines Akkus, ohne den der Akku nicht sicher betrieben werden kann. Und das ist bei Bleibatterien eben anders: die kommen ohne BMS und können ohne BMS sicher betrieben werden.