Camper Stromversorgung bricht für Sekunde zusammen bei Multiplus Betrieb

Über einen ausreichend dimensionierten Wechselrichter, natürlich. Hier ein 20 Jahre altes Foto Foto vom Bau meiner Küchenzeile mit Induktionsfeld für mein Hausboot. Damals wurde es noch aus 2 x 200 Ah AGM-Akkus versorgt.

Gas an Bord ist mir schon seit je her unangenehm. Auf dem Bild siehst Du links vom Induktionskochfeld noch einen Spirituskocher.

Bei meinem nächsten Wohnmobil-Ausbau werde ich auch als allererstes die Gasanlage entfernen. Gekocht wird mit Induktion, und es wird im Elektrobackofen auch Brot gebacken werden. Allerdings wird der Akku dann vermutlich 24V haben und ca 8 kWh Kapazität.

und vor allem über ausreichend dimensionierte Leitungen - so ein Kochfeld will mindestens 1000W - das sind bei 12V ca 80A

ja, hier machen 24 oder gar 48V mehr Sinn - aber auch hier muss ich mich fragen - so ein Brot ist nicht in 10min gebacken , ein Camper-Ofen sicher nicht all zu gut isoliert - woe öange halten die 8kWh?

Znd woher kommen die 8kWh ? Mag unter Portugals Sonne im Sommer mit 6m² PV funktionieren - im Winter wirds wohl schon schwer das Handy zu laden?

Richtig. Und die Kaffeemaschine zieht sogar 1,6 kW, und ich hab’ mir extra einen schwachen Wasserkocher gekauft, der auch 1,6 kW zieht. Bei 12V ist die Kabelstärke ein Problem, und bei 12V LFP-Akkus wohl der dabei entstehende Spannungsabfall, mit dem das BMS klar kommen muss.

Es ist dieser Pizzaofen, durch seine Höhe auch gut für’s Brotbacken geeignet. Einmal Brot backen zieht mit 15 min Vorheizen auf 280° und dann 50 min bei 220° knapp 2 kWh.

Ich werde mindestens 1000 Wp auf dem WoMoDach haben. Und Brot backen muss ich nur 1 mal pro Woche. Es wird für Kaffee und Tee, für’s Kochen und Backen, und auch für reichlich Pizza reichen.

nicht nur das BMS muss damit klar kommen - auch Du selber hast massive Verluste an den Kabel und Verbindern - die können sehr heiss werden

Mir wäre es da zugegeben mehr Angst als bei Gas

Aber jedem sein Hobby

Die 12V- Technik wurde erfunden als Autos 50W-Scheinwerfer hatten

Nöö, die Kabel müssen nur dick genug sein.

Ich hab’ jetzt auch ständig Ströme von 100A, und Du vermutlich auch. Da wird Dir dann nicht plötzlich angst und bange?

ja, aber 100A sind 1200W - das ist schon für eine Kochplatte wenig

Hier ist sogar von 2 Platten die Rede

Das ist irrelevant, denn wir müssen immer davon ausgehen, dass eine PV-Anlage den Anforderungen entsprechend aufgebaut ist. Auch 3 kW oder mehr Leistung kann man problemlos einem 12V-Akku entnehmen.

Bei DIY ist jeder selbst dafür verantwortlich, sein System den technischen Anforderungen entsprechend zu bauen. Sowieso gehören immer auch Sicherungen in so eine Anlage, und dass man das System passend auslegt und richtige Kabelstärken verbaut, versteht sich von selbst.

Deine Kritik ist gegenstandslos, wenn das System ordentlich gebaut wurde. Auch aus einem 12V Akku kann man 3 kW Leistung ziehen, ohne sich um abbrennende Kabel sorgen zu müssen.

Du wiederholst DIch

Siehst ja im Ursprungsthread, es gibt Probleme

Wenn es so einfach w#re mit 12V- warum wird daheim überwiegend 48V verbaut?

Ich halte sowas zugegeben für gefährlich. ein Camper, Vibrationen, warm-kalt und dann derart hohe Ströme

Das sind halt beim Kochen auch hohe Ströme über eine lange Zeit

Und Du weigerst Dich, sachliche Argumente anzunehmen, und wiederholst immer wieder nur Deine Irrtümer.

Die Probleme haben aber nichts damit zu tun, dass man aus 12V Akkus 3 kW ziehen kann. Das geht problemlos, wenn man’s richtig macht.

Du bist da nicht richtig informiert: in Wohnmobilen setzt man so gut wie nie 48V Systeme ein. Selbst bei HighEnd Wohnmobilen wie diesem wird mit Induktionsherd elektrisch gekocht, und der Strom kommt aus einem 12V Victron System.

Du solltest Dich wirklich besser informieren, denn die allermeisten PV-Systeme aller Foristen hier haben ebenso hohe Ströme. Und da sind 12V absolut gar kein Problem, solange der Akku ausreichend Kapazität hat und so einen Dauerstrom verkraftet, und wenn er ein vernünftiges BMS mit aktivem Balancer hat und ausreichend dicke Kabel. Diese Voraussetzungen sind immer notwendig, egal ob 12V oder 48V.

Der TE hat sein Kochfeld etwas größer angegeben:

Das ist schon ganz ordentlich. Da er die Akkus mit 200 A angegeben hatte, habe ich das mal hingenommen.

ja, man kann auch bei bei 5V 300A ziehen -nur, ob es Sinn macht?

Irgendwann kommt man an den Punkt wo man das Fleisch auf der Herdplatte, die Nudeln auf der Batterie kochen kann

Ob ein starker Strom Sinn macht oder nicht, hängt nicht von der eingesetzten Spannung ab, sondern davon, wozu man den Strom nutzt.

Nochmals: mit JEDER SPANNUNG kann man mit geeignetem Aufbau eines Systems jeden beliebig starken Strom nutzen. Wenn der Aufbau des Systems darauf ausgelegt ist, ist das in jeder Hinsicht völlig OK.

Deine Ängste dabei beruhen alleine auf Unkenntnis und irrationalem Bauchgefühl.

Nein, an diesen Punkt kommt man nie bei richtiger Auslegung. Natürlich kannst Du aus einem 10Ah-Akku nicht länger als eine Sekunde lang 500A ziehen. Aber davon war hier nie die Rede. Es ging ausnahmslos immer nur um adäquat ausgelegte Systeme.

Typischerweise kann man aus einem LFP Akku dauerhaft einen Strom in der Größenordnung von 0,5C bis 1C ziehen. Also ist es kein Problem, aus einem 12V 400 Ah Akku 200A zu ziehen. Und das kann man solange machen, bis der Akku leer ist. Und da wird absolut gar nichts überhitzt!

Das sind doch wirklich die absoluten technisch-physikalischen Basics, über die ich hier rede, die Du aber nicht einsehen willst, obwohl sie in der Praxis völlig normal sind. Wie konntest Du ohne dieses grundlegenden Kenntnisse Deine PV-Anlage selbst bauen?

Noch mal zu Klarstellung: Mein Kochfeld ist von Rommelsbacher, extra aus der Camper Serie. Es gibt ein Video wo der Chef erklärt, daß man dies extra angepasst hat damit es rüttelfest ist. Das Kochfeld hat nicht nur die unterschiedlichen Kochstufen, man kann es in mehreren (ich glaub 5) Stufen programmieren und damit die maximale Leistung die jede Platte bei höchster Kochstufe ziehen darf begrenzen und damit auf das eigene Setup anpassen.

Und selbstverständlich hat bei mir jede Leitung 50 qmm und ist jeweils einzeln mit Mega-Sicherung abgesichert. Sobald ich die Verkabelung angepasst habe, test ich und schaue ob es funktioniert.

Im übrigen ist das elektrische Kochen im Camper keine verrückte Bastellösung. Immer mehr Fahrzeuge sind gasfrei. Und das nicht im DIY Bereich, sondern von Markenherstellern. Die technische, sichere Machbarkeit ist dabei bestimmt kein Problem, eher die Kapazität von Akkus und PV, da im Wohnmobil ja Platz und Gewicht limitiert sind. Aber technisch möglich ist überhaupt keine Frage.

Das ist ein guter Hinweis: ausnahmslos jede Elektronik, die fest in einem Wohnmobil (oder auch jedem anderen Fahrzeug) verbaut ist, muss nach ECE R10 zertifiziert sein. Das gilt nicht nur für den Induktionsherd in einem Wohnmobil, sondern auch für das BMS in einem im Wohnmobil betriebenen Akku. Man darf dort also gar nicht xbeliebige Akkus einbauen (ich hatte extra nachgefragt, die von NKON.nl haben diese Zertifizierung NICHT).

Die ECE R10 Zertifizierung wird jetzt auch immer öfter kontrolliert. Also auch beim Kauf eines Akkus für ein Wohnmobil unbedingt darauf achten!

So, Verkabelung ist geändert und ich kann berichten: Problem ist weg.

Ich habe einen großen Topf Wasser gekocht. Es hat 7 Minuten gedauert bis zum sprudelnden Kochen.

Batterie war voll per Landstrom geladen (Float) und hat jetzt nach dem Kochen 96 % und 13,3 V - über PV kamen gleichzeitig ca 140 W (Landstrom natürlich getrennt).

Zeitgleich habe ich die Temperaturen gemessen (Werte in Grad Celsius):

Batteriepluspol Ausgangswert 14,3 / Endwert 14,3

Sicherung Zuleitung 1 Ausgangswert 16,2 / Endwert 17,8

Sicherung Zuleitung 2 Ausgangswert 16,2 / Endwert 17,5

Hauptschalter Ausgangswert 16,3 / Endwert 17,1

Shunt Ausgangswert 15,8 / Endwert 16,7

Ich werde weiter beobachten und sehen wie es in verschiednen Szenarien läuft aber erstmal sieht es gut aus.

Vielen Dank für Eure Hilfe und Kommentare.

LG

Tom

Kannst Dir Deine ewigen Beleidigungen gerne sparen

Was daran könnte irgend jemand warum auch nur ansatzweise als Beleidigung auffassen?

Sorry, aber es ist doch keine Beleidigung, wenn Du mir mitteilst, dass ich nix von Biochemie verstehe. Warum sollte es eine Beleidigung sein, wenn ich Dir sage, dass Du nichts von elektrotechnischen Basics verstehst. Das hast Du doch hier mehr als überdeutlich gemacht, aber das macht Dich nicht zu einem schlechten Menschen. Deine völlig fehlende Selbstkritik eher schon …

Du siehst doch im ersten Thread, es funktioniert nicht - dann erklärs ihm doch einfach was er falsch macht?

Ich sage weiterhin - man betreibt 1-2 Kochplatten mit je 1200 - 1500W nicht an 12V - es gibt hier einfach Grenzen

Es gibt Gründe warum die meisten daheim auf 24V-besser 48V setzen

solche hohen Ströme sind einfach zu Fehlerbehaftet, und auch ein Sicherheitsrisiko

Und nein, bei meiner großen Heim-PV-Anlage gibt es so hohe Ströme nicht, da ist bei 70A Schluss

Was funktioniert nicht?

Vielleicht liest Du nur was du lesen willst. Ich habe doch geschrieben das mit der angepassten Verkabelung jetzt alles perfekt läuft

hallo,

die hohen stroeme sind nicht das problem, sondern der spannungsabfall an den leitungen wenn so hohe stroeme fliessen!

ich habe mit zuerst ein 24V-system installiert, anfangs nur fuer mein buero, spaeter fuer das ganze haus und stroeme von mehr als 300A gab es da oefter. wenn die sauna auf PV-strom lief, kamen da schnell, mit anderen verbrauchern zusammen, mehr als 11 kW ac-leistung zusammen, wobei das aber nur ging, wenn die sonne schoen geschienen hat und genug leitung reinkam.

in dem fall gingen dann auch schon mal um die 500A ueber die leitungen zu den verschiedenen wechselrichtern!

selbst in meinem 48V-system sind stroeme von mehr als 200A vollkommen normal! immerhin haengen da mehr als 20 kWp an PV-modulen dran!

es ist eben so, dass sich hohe spannungen besser handeln lassen, als hohe stroeme und hohe stroeme kosten eben auch einiges mehr, was die verkabelung und absicherung angeht! dafuer sind hohe spannungen aber auch gefaehrlich fuer den menschen, weshalb mir ein 48V-system lieber ist, als ein 400V-system!

wenn du viel energie transportieren willst, brauchst du also entweder eine hohe spannung oder einen hohen strom und daran kann man leider nichts aendern!

tschuess