Batterien die bis -20 Grad Funktionieren

Hallo ich suche für eine Almhütte eine Insellösung aber die Muß bis -18 Grad laufen
hat wer Erfahrungen damit.

Oder hat einer eine Einkaufsquelle für die
Victron Energy LiFePO4 Batterie 48V

Und hat schon einmal wer den Multiplus unter solchen Bedingungen eingesetzt

Du brauchst eine Batterie mit integrierter Heizung.
Und ich würde es noch zusätzlich dämmen (mit brandgeschütztem Material ;))
Die Victron Batterie kann das nicht, ist laut Datenblatt erst ab +5°C aufladbar.

Der Multiplus 2 läuft bis -40°C, das sehe ich unkritisch.

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Das Problem mit den Heizungen ist, dass sie oft soviel Energie brauchen, dass die Batterie nach ein paar Tagen/Wochen (in Abhängigkeit von der Batteriegröße) leer sein kann.
Wie groß soll die Batterie denn sein?

Wäre es keine Lösung die Batterie bei Nutzung der Hütte mitzubringen? Also eine “warme” und vollgeladene Batterie nur dann zu installieren wenn man dort ist?

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oder man nimmt diese Zellen.
Winston Li-Ion Akku, LiFeYPO4
Datenblatt anschauen.
Habe diese selber im Camper seit ca. 12 Jahren drin mit einem MP1

Gibts als Einzelzelle oder fertige Blocks

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Die allererste Wahl wären dann Lithium-Titanat-Zellen. Die kann man auch bis -40°C mit voller Leistung laden und entladen, und die volle Leistung darf dabei bis unglaubliche 70C betragen. Und dann halten diese Zellen auch noch 60.000 Zyklen durch.

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Jein, die Batterie sollte nur heizen, wenn PV Strom da ist.
Wenn die Insel auch im Winter funktionieren soll muss die Almhütte eh relativ viel PV auf dem Dach haben.
Plus einen Schnee-vom-Dach-Befreier :slight_smile:
Oder einen fossilen Backup-Generator.

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hallo,
es gibt zellen, mit denen das geht. wenn ich mich richtig erinnere, sind das lto-zellen (lithium-titan). aber die bekommst du nicht mit so grossen kapazitaeten wie die lifepo-zellen, sie haben eine niedrigere zellspannung, man braucht also mehr und sie duerften mindestens das 5-fache kosten.

dafuer sollen sie aber unkaputtbar sein und bis -40 grad (zumindet die entladung) funktionieren. sie sollen auch garantiert ueber 20 jahre halten.

da musst du dir aber den akku selbst zusammenbauen. jedenfalls habe ich noch keine fertigen akkus mit den zellen gesehen.

such dir mal die spezifikation mit google.

tschuess

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Ich kenne das von den Growatt Noah Speichern (also Speicher für BKW), - die haben auch ne Heizung damit man sie auf dem Balkon stehen lassen kann. Tatsächlich verbraucht die Heizung meistens mehr als die PV produziert (im Winter). Und wenn da mal Schnee drauf liegt, dann ist es eh vorbei.

Dann ein paar Tage Schnee und Kälte, was ja beides auf einer Almhütte nicht selten vorkommen wird :wink:, und die Batterie ist leer.

Dann kommt man da an und nix geht. Daher die Frage ob es wichtig ist, dass das System immer verfügbar ist. Also ob z.B. irgendwelche Elektronik wie z.B. ne WebCam o.ä. laufen soll. Falls das nicht sein muss, dann ist das mitbringen der Batterie wenn man die Hütte nutzt eine gute Alternative. Machte ich früher auch so mit einem Wohnwagen.

Falls ja, dann müssen Module mit 90° Aufständerung her damit sie nicht verschneien und der Tipp von @TomBerger als wahl für die Zellen. Das wäre in einer überschaubaren Kapazität mittlerweile auch finanziell gut machbar (ca. 70€ pro Zelle mit 45Ah. Brauchst aber 6 um eine 12V Batterie abzubilden + BMS). Es bleibt die Frage ob das reicht.

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Naja, man kann jedes beliebige System so falsch aufbauen, dass es nix bringt. Wie viel eine Heizung verbraucht, hängt ausschließlich davon ab, wie viel das zu beheizende Objekt an die Umgebung verliert.

Tatsache ist: mit ganz, ganz wenig Geld und ganz kleinem handwerklichen Aufwand kann jeder Mensch einen Akku so gut dämmen, dass mit einer kleinen Terrariumsheizung die Temperatur des Akkus auf über 5°C gehalten werden kann. Mein 15-kWh-Akku hat eine Außenfläche von ca 1,3 m², und mit 100 mm unbrennbarer Dämmung aus Mineralwollplatten rundherum gehen dann bei einer Außentemperatur von -15°C (die wir hierzulande so gut wie nie haben, die mittlere Temperatur im Januar und Februar beträgt +1°C) und den genannten +5°C Innentemperatur knapp 10 Watt Wärme verloren, an einem Tag also 0,24 kWh. Typischerweise wird der Wärmeverlust im deutschen Winter nur ca 0,06 kWh pro Tag betragen, und das liefert auch die kleinste PV-Anlage.

Im Prinzip stimme ich dir zu. Und deine Werte sind gute Erfahrungswerte, ganz klar. Aber wir wissen hier nicht wo sich diese Hütte befindet und welche PV-Leistung installiert ist. Vielleicht waren meine Annahmen falsch, bzw. habe ich sie hier nicht gesagt, aber oft zu lesen ist bei solchen “Almhütten”, dass sie nur ein kleines bzw. altes Modul haben, da sonst wieder die Gefahr groß ist, dass das Zeug geklaut wird.

Dann sind sie oft versteckt installiert, oder zumindest schwer zugänglich, was dann aber wieder Ertragsprobleme verursacht, weil z.B. auf dem Dach (kommt man nicht so gut hin wie an die Fassade), aber mit Schnee drauf ist der Ertrag sehr klein. Und wahrscheinlich liegt die Hütte in den Bergen, sodass tiefe Temperaturen nicht ganz unwahrscheinlich sind.

Naja, das sind Spekulationen, aber es sind so meine Erfahrungen aus vielen anderen Themen wo Leute nach solchen Lösungen suchen.

Vielleicht warten wir einfach ab was der Themenstarter uns noch sagen kann… :wink:

Zu dem Growatt Speicher, - der ist vom Hersteller so ausgelegt und so beworben. Das funktioniert aber, zumindest in Süddeutschland, schon mal nicht. Natürlich kann man da ne Kiste drum bauen, ist auch passiert, aber dennoch ist der Verbrauch im Verhältnis zum Ertrag zu groß.

Nein, das sind keine Erfahrungswerte, sondern nach physikalischen Gesetzen großzügig berechnete Werte.

100 mm Steinwolldämmplatten führen schon alleine zu einem U-Wert von 0,37 W/m²K, und mit diesem zu hoch (weil darum herum ja noch irgendeine Holzkiste o.ä. kommt) angesetzten Wert und die unrealistisch niedrig angesetzten -15°C Außentemperatur ergibt sich der Heizbedarf von knapp 10 Watt.

Gute Erfahrungswerte ergeben sich dann, wenn man die von mir schlechtgerechneten Ansätze durch realistische ersetzt. Und dabei kommen wir dann für Januar und Februar auf einen Heizwärmebedarf des Akkus von ca 0,06 kWh pro Tag. Selbst ganz ohne PV-Ertrag würde der Akku für seine Heizung also nur 1,8 kWh im ganzen Januar verlieren. Wie klein ist Deine PV-Anlage, wenn die im Januar weniger bringt als diese 1,8 kWh?

Ich kenne die Growatt-Akkus nicht, aber wenn die mehr für ihre Heizung verbrauchen, als die PV im Winter an Ertrag bringt, dann sind die logischerweise überhaupt nicht gedämmt. Aber wer ist so dumm, und baut eine Heizung in einen ungedämmten Akku, und stellt den dann auch noch ins Freie?

Da ich mir solche Dummheit nicht vorstellen kann, gehe ich von Legendenbildung aus, also von Falschbehauptungen. Es ist praktisch unmöglich, dass ein Akku mehr Heizenergie benötigt, als die PV an Ertrag bringt.

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Erst einmal danke an alle und auch einmal mehr.

Also wir gehen von mind. 5kWp an Solar Modulen aus bei der Anlage. Ich habe hier meist eher mit Hitze zu tuen. Daher wenig Erfahrung mit Kälte und auf der Hütte sind mind. 10 Tage mit unter minus 15 Grad Celsius.

Was wäre denn wenn man doch mit Pylontech arbeitet. Dort eine Kiste mit tatsächlich 100mm Steinwolle drum baut, mit einer kleinen Heizung würde das Funktionieren. Oder dann doch den 48 V Litium Titan Akku von Alibaba Verbauen.

hallo,
der us2000c braucht ca. 150 mA fuer sich selbst. wie das bei den anderen pylontechs aussieht, weiss ich nicht.

tschuess

Außentemperatur oder Innentemperatur? Ich gehe mal davon aus, dass der Akku innen stehen wird. Und selbt eine unbeheizte Hütte kühlt nicht so schnell aus. Vermutlich reicht dann sogar den Akku zu dämmen und ohne Heizung, da man mit der thermischen Masse der Zellen und geringem Wärmeverlust über die paar kalten Tage kommt.

LTO Akkus finde ich für den Anwendungszweck übertrieben.

Starke Worte… Schade dass du so feindselig und aggressiv antwortest.
Wie du schon schreibst, du kennst diesen speziellen Typ nicht, also nehme nicht an, sondern informiere dich. Der Akku wird so verkauft, und ein Bekannter dachte er kann sein älteres Balkonkraftwerk pimpen. Der Akku steht in einer Garage, direkt unter den Modulen, weil direkt über DC angeschlossen. Und nein, die Analge (1x 370Wp) erzeugt im Januar schon mehr als die 1,8kWh, doch der Akku wird in so einem Monat zu einem Verbraucher und verschlechtert die Bilanz. Warum der Hersteller so dumm ist, musst du wohl Growatt fragen.
Also verkneife dir solche Aussagen in Zukunft, - ich wollte einfach nur ein Beispiel geben.
Und jetzt back to topic…

Wie wäre es mit 210Ah Natrium Batterien, die gibt es inzwischen im gleichen Format wie die 280Ah LiFePo. Gehen angeblich auch bis minus 40C° so wie die Winston Zellen?
Kosten weniger als die Winston aber teurer als die Standard 280-314Ah LiFePo Zellen die es überall gibt. Das Gute ist, die Brandgefahr ist nochmal deutlich geringer.

Nein auch in der Leerstehend Hütte sind gerne mal so um die -18 Grad

Wow! Wo siehst Du in meiner Antwort Feindseligkeit und Aggressivität?

Deine Aussage ist falsch, und sie beruht auch nicht auf irgendwelchen persönlichen Erfahrungen. Warum sie falsch ist, habe ich ausführlich dargelegt. Bist Du irgendwie mit meinen Ausführungen nicht einverstanden?

Meine Ausführunmgen beruhen auch nicht mal ansatzweise auf Vermutungen, wie Du jetzt fälschlich behauptest. Meine Aussagen sind allgemeingültig.

… oder, was merkwürdigerweise noch niemand ins Spiel gebracht hat: einen Blei-Säure-Akku. Die Betriebstemperatur darf für den durchaus -40°C betragen. Aber weil im entladenen Zustand aus der Säure fast reines Wasser wird, darf er im entladenen Zustand nicht bei Temperaturen unter 0°C herumstehen.

Die Frage wäre, welche Temperatur der Bleiakku in halb entladenem Zustand aushält. Vielleicht passt es ja gerade so.

Bleiakkus sollte man eh nie unter 50% entladen… insofern würde es passen…