Hallo zusammen.
Ich muss noch ein paar Anpassungen vornehmen, damit die Anlage auch für das Solarspitzengesetz konform ist.
Meine Wp Leistung der Module beträgt in Summe 7.840 Wp. Bedeutet, maximal 4.704 Wp darf ich an den Provider zurückgeben.
Bisher, sobald die Akkus voll sind, leitet der MultiPlus 2 alle Energie an den Provider weiter - die AC-Inverter (nicht Victron) erzeugen weiterhin das maximale was die Sonne hergibt.
Das ich auf Grund des Eigenverbrauchs selbst bei sehr sonnigen Tagen diesen Wert nur selten erreiche (maximal Mittags auf Grund der Ost und West Ausrichtung), ist für den Netzanbieter ja leider zu vernachlässigen. Also müssen das die drei einphasigen MultiPlus 2 im Zusammenspiel mit dem Cerbo GX managen.
Gestern habe ich den Cerbo GX auf die 3,75 aktualisiert.
Mach meinem Verständnis muss man dafür nur zwei Anpassungen machen:
- Systemeinspeisung begrenzen (einschalten)
- Maximale Einspeisung (auf 4500W einstellen)
In anderen Beiträge habe ich gelesen, dass nach kurzer Zeit die “Einspeisebegrenzung aktiv” sich dann auf “Ja” verändert. Das passiert bei mir leider nicht - auch nach 10 Minuten nicht oder auch nach einem Re-Fresh im Browser.
Also habe ich mir gedacht, vielleicht sprigt die Anzeige auch erst auf “Ja”, wenn der eingestellte Wert erreicht ist. Ich habe den Wert dann verändert, so das dieser deutlich unter dem Wert lag, was die Anlage gerade bei vollen Akkus an den Provider abgibt. Aber leider bleibt die Einstellung auf “Nein”.
Anyway - im VRM Portal und am Zähler selber, konnte ich sehen, dass auf den eingestellten Wert die Abgabe an den Provider begrenzt wurde. Also ggf. ein BUG in der Firmware 3,75 (???).
Was mich jedoch verunsichert ist, dass die AC-Inverter (nicht Victron) nicht via Frequenz Anpassung heruntergefahren wurden. Weder im VRM Portal Frequenz-Grafen noch über das AC-Inverter Portal. Wie bzw. wohin “verschwindet” denn bei vollen Akkus die Energie?
Frage 1 - was übersehe ich? Müsste der MultiPlus 2 nicht die Frequenz entsprechend anheben, damit die AC-Inverter runter regeln?
Frage 2 - laut Solarspitzengesetz, muss auch sichergestellt sein, dass der Nutzer der Anlage keine Änderungen vornehmen kann, dass ggf. im Nachgang doch wieder mehr als die 60% eingespeist werden. Kollegen die andere Hersteller im Einsatz haben sagten mir, es gäbe bei ihnen ein Installateur und ein Nutzer-Login. Die KI Antwort lautet wie folgt:
Der Gesetzgeber stellt über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die Anschlussbedingungen der Netzbetreiber (VDE-AR-N 4105) sicher, dass Endnutzer die technischen Schutzmechanismen und Einspeisegrenzen nicht eigenmächtig aushebeln können.
Fragt man die KI wie sich das bei Victron verhält, erhält man folgende Antwort:
Allerdings gibt es bei Victron-Systemen eine technische Besonderheit, die in der Praxis oft zu Diskussionen führt:
- Die Passwort-Barriere (Grid Code)Die für den Netzbetreiber relevanten Einstellungen – also die Ländereinstellung “Germany: VDE-AR-N 4105” sowie die darin fest hinterlegte Wirkleistungsbegrenzung (z. B. das 60%-Limit) – werden direkt im Wechselrichter (z. B. MultiPlus-II) über das Programm VEConfigure oder VictronConnect gesperrt.
Sobald dieser Netzcode einmal aktiviert ist, sperrt sich das System automatisch mit einem Grid-Code-Passwort.Das Problem in der Praxis: Das Standard-Passwort für diese Ebene ist in Fachkreisen und im Internet kein Geheimnis. Versierte Endnutzer können sich theoretisch Zugriff verschaffen.
- Warum das trotzdem rechtlich wasserdicht istAuch wenn ein Nutzer das Passwort im Internet herausfindet, befreit ihn das nicht von der rechtlichen Verantwortung. Die Absicherung funktioniert bei Victron über die Betreiberpflicht und die Fachunternehmererklärung:
Die Inbetriebnahme-Dokumentation: Der zertifizierte Elektriker, der die Victron-Anlage offiziell in Betrieb nimmt, muss im Protokoll (E.8-Formular nach VDE) unterschreiben, dass das System abriegelt und die Parameter konform eingestellt wurden.
Nachweisbarkeit (VRM-Portal): Jede Änderung an den netzrelevanten Einstellungen einer Victron-Anlage hinterlässt einen digitalen Fußabdruck. Wenn Daten über das Victron Remote Management (VRM) Portal übertragen werden, fließt im Hintergrund ein Logbuch mit. Eine nachträgliche Manipulation der Einspeisewerte durch den Endnutzer fliegt bei einer Prüfung sofort auf.
- Die korrekte Absicherung durch den InstallateurUm als Installateur rechtlich absolut auf der sicheren Seite zu sein (damit der Kunde nicht im Nachgang Änderungen vornimmt und die Schuld auf den Betrieb schiebt), bietet Victron folgende Möglichkeit:
Der Installateur kann das universelle Standard-Passwort durch ein individuelles, eigenes Service-Passwort ersetzen.Der Endnutzer sieht dann im GX-Display (z. B. Cerbo GX) zwar den aktuellen Status der Einspeisung, die zugrundeliegenden Grenzwerte im Menü “ESS” oder im Wechselrichter sind für ihn jedoch physisch gesperrt und ausgegraut.
Mit den Antworten 1 und 2 kann ich leben. Mich vom Installateur aussperren zu lassen - bzw. von der Firma “abhängig” zu sein, finde ich geht zu weit. Wenn der morgen keine Lust mehr auf PV oder mich hat, dann kann ich erst mal sehen, wie man an die entsprechenden Daten kommt. Vermutlich Neuinstallation.
Wie sehen da eure Erfahrungen als Betreiber und/oder Installateur aus?
Vielen Dank vorab
PS: Sorry - wie immer viel Text ![]()





