ich habe 2 der konverter. Ich wollte diese parallel schalten. Als Ausgangswerte lieferten beide im Parallelbetrieb lediglich ca. 40A. Einzel 70. Die Ausgangsspannung war bei beiden auf den gleichen Wert von 14.6V eingestellt. Auch lief im Parallelbetrieb lediglich ein Gerät. Habe ich was falsch gemacht? Woran kann es liegen, das nur ein Grät im Parallelbetrieb lief?
Viele Grüsse und Danke im Vorraus für jeden Hinweis.
Was willst du mit den Geräten betreiben? Kann der Strom überhaupt aufgenommen werden und wie hoch war die Spannug bei deiner Messung? (Nicht die eingestellte)
die Geräte werden dafür verwendet von einer Fahrzeugbatterie 24V eine weitere 12V LiFePo 200Ah zu laden. Max. Ladestrom der LiFePo ist 150A. Zum Zeitpunkt der Ladung betrug der SOC ca. 70%.
Die Spannung auf der 24V-Seite betrug ±24V. Auf der 12V-Seite lagen Werte (zw. 13.5 und mehrheitlich) 14.6V dauerhaft an.
Im Einzelbetrieb hat alles wunderbar mit den werkseitig angegebenen Daten gepasst bzw. übereingestimmt.
Ich würde hier zuerst nicht von einer sauberen Stromaufteilung ausgehen.
Im Handbuch zum Orion 24/12-70 finde ich keine Parallelschaltungs-/Current-Sharing-Funktion; beschrieben ist nur die per Poti einstellbare Ausgangsspannung 10-15 V. Victron schreibt dort auch, dass man die Ausgangsspannung mit kleiner Last einstellen soll, weil sie ohne Last anders ausfallen kann.
Bei zwei solchen Wandlern an derselben Batterie gewinnt dann praktisch das Gerät mit minimal höherer realer Ausgangsspannung. Das andere sieht die Batteriespannung schon hoch genug und liefert wenig oder gar nichts. Das passt ziemlich gut zu deinem Fehlerbild „nur ein Gerät lief".
Zum Eingrenzen würde ich beide Geräte einzeln unter Last auf die gleiche reale Ausgangsspannung einstellen und dann mit einer Stromzange an beiden Ausgängen prüfen, ob sie überhaupt teilen. Wenn nicht, würde ich das nicht erzwingen.
Wichtig noch: Der Orion 24/12-70 ist ein DC-DC-Wandler, kein vollwertiger LiFePO4-Lader mit abgestimmter Ladekurve. Bei 14,6 V also unbedingt BMS-/Batteriehersteller-Vorgaben, Sicherungen und Leitungsquerschnitte beachten. Für ~140 A Batterieladung wäre ein dafür freigegebener Ladegerät/Booster-Aufbau die sauberere Lösung.
Wozu willst du deinen 200Ah unbedingt so quälen? Abgesehen davon, daß du die 140A nur mit einem fast leeren Akku, und dann auch nur für einige Minuten erreichen wirst. Danach ist der Akku bei dem Strom so schnell in der “Sättigung”, daß der Strom automatisch zurück geht.
Die Spannung der beiden Geräte ist nie ganz gleich. Während der Hauptladezeit ist die Kurve sehr flach, so daß sich der Unterschied kaum auswirkt, und die beiden sich den Strom teilen. Gegen Ende der Ladung steigt die Kurve steil an, so daß der Lader mit der höheren Spannung immer mehr übernimmt.
Wie oben schon gesagt, sind deine Beobachtungen kein wirklicher Fehler und du kannst dir wirklich den einen Lader sparen. Die paar Minuten die du an Ladezeit einsparst, kosten deinem Akku einiges an Lebenszeit.
Im techn. Datenblatt wird die Parallelschaltung bejaht. Im Handbuch bzw. im “Beipackzettel” wird nichts dazu ausgesagt.
Das verstehe ich nicht ganz. Die Ausgangspannung habe ich bei beiden auf den gleichen Wert - 14.6V eingestellt. Dies ist mit dem BMS der 12V Batterie abgestimmt.
Beide im Einzelbetrieb funktionieren tadellos. Im Parallelbetrieb konnte ich nur bei einem Gerät eine Ausgangsspannung feststellen und die betrug nur ca. 50% dessen, was ich im Einzelbetrieb festgestellt habe.
Dessen bin ich mir bewusst. Die Hauptladung wird bei mir eine PV übernehmen. Die DC-DC-Wandler sind eine backip-Lösung für nicht sonnige Tag und wenig Fahrzeit, daher auch die zwei Geräte.
Derzeit ist es nur eine Batterie, ich möchte auf mind. eine 2te, wenn nicht gar eine 3te aufrüsten. Die 12V berträgt gemäss Herstelle er 150A als Dauerladestrom. Da wären wir noch nicht mal ansatzweise im roten Bereich.
Auch dessen bin ich mir bewusst. Mir kann der Ladestromabfall von ca. 50% vom Einzel- gegenüber dem Parallelbetrieb nur sehr suspekt vor. Das konnte ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
Ok, das ist schon mal ein wenig beruhigend zu lesen. Und ja die zwei Lader habe ich nun mal und verbaut sind sie nützlicher als im Keller …
Du hast recht: Auf der Victron-Produktseite steht, dass die einstellbaren Modelle parallel betrieben werden können, dort allerdings mit „bis zu fünf Geräte“. Ich würde das nur von „sauberem Current-Sharing“ trennen.
Soweit ich es beim 24/12-70 sehe, gibt es keine Master/Slave- oder Stromteilungsleitung. Parallel ist also erlaubt, aber die reale Verteilung hängt an kleinen Spannungsunterschieden, Kabel-/Übergangswiderständen und am Batteriezustand. Wenn am 12-V-Akku schon 14,6 V anliegen, ist eine LiFePO4 außerdem sehr nah an der Ladeschlussspannung; dann kann der Strom stark zurückgehen, auch wenn das BMS theoretisch 150 A zulässt.
Zum Testen würde ich daher eher so vorgehen:
beide Orions einzeln mit kleiner Last auf die gleiche reale Ausgangsspannung einstellen, direkt an den Orion-Klemmen gemessen
im Parallelbetrieb den Strom jedes Geräts mit Stromzange messen; die Ausgangsspannung ist hinter dem Zusammenschalten ja zwangsläufig gemeinsam
gleiche Kabellängen/Querschnitte bzw. Sternpunkt verwenden und jedes Gerät einzeln absichern
für einen 2x70-A-Test möglichst mit Batterie deutlich unter Ladeschlussspannung oder mit definierter Last testen, nicht bei 14,6 V am Akku
Für Backup-Ladung kann das trotzdem brauchbar sein. Ich würde nur nicht erwarten, dass zwei dieser Wandler in jeder Situation wie ein geregelter 140-A-Lader laufen.
Mit ein wenig Nachforschung bin ich noch auf folgenden Punkt gestossen, welchen ich bisher nicht auf dem Schirm hatte und der auch nicht aus den Unterlagen des Herstellers hervorgeht: Ist in den Konvertern ein dropp resistor oder ein active droop enthalten, damit sichergestellt wird ein ein konstanter Spannungsausgang stattfindet? Sonst würde ja ein Konvertor der anderen “übersteuern”. Vielleicht liest hier ein Victron Mitarbeiter/Spezialist mit der dies weiss. Das folgende Video habe ich dazu gefunden, was meine Beobachtungen - zumindest aus meiner Sicht - untermauert.
Falls dies nicht der Fall ist, wie sähe eine technische Lösung aus?
Vielen Dank erstmal für die bisherigen Ausführungen eurerseits.
Ich würde aus den Victron-Unterlagen nicht auf eine aktive Stromteilungsregelung schließen. Auf der Produktseite steht nur, dass die einstellbaren Modelle parallel betrieben werden können, bis zu fünf Stück; eine Master/Slave-Leitung oder ein Share-Bus ist beim Orion 24/12-70 dort nicht beschrieben. Daraus folgt praktisch: die Geräte laufen parallel als Spannungsquellen. Kleine Unterschiede in realer Ausgangsspannung, Leitungswiderstand und Temperatur entscheiden dann, wer wie viel Strom übernimmt. Ein echtes active droop/current sharing würde ich daher nicht voraussetzen.
Technische Lösung wäre für mich: gleiche Kabellängen/Querschnitte, Sternpunkt am Akku bzw. an der Sammelschiene, beide Ausgänge einzeln absichern und die Ausgangsspannung einzeln unter kleiner Last direkt an den Klemmen angleichen. Danach mit Stromzange prüfen, wie sie wirklich teilen.
Bewusste Ausgleichs-/Ballastwiderstände würden zwar theoretisch beim Teilen helfen, verheizen bei 70 A aber schnell nennenswert Leistung und sind im Fahrzeug/Batterieladebetrieb aus meiner Sicht keine schöne Lösung. Wenn du definierte 140 A Ladestrom brauchst, wäre eher ein dafür gedachter Ladebooster/Lader-Aufbau passend. Für Backup-Ladung würde ich die Orions eher als „dürfen parallel, teilen aber nicht perfekt“ behandeln.
Ich würde solche Messungen nicht unbedingt mit einem zu kleinen Akku machen, der den Strom gar nicht aufnehmen kann und wo sich der Ladestrom ständig ändert. Daß hat nichts damit zu tun, daß er 150A darf.
Häng mal einen Wechselrichter mit 1400W Last an deine Konverter. Dann hast du eine stabile ca. 100A Last und kannst vernünftig messen. Und du kannst die Last auch einfach ändern.