ich habe einen GobelPower PACE BMS SR1-PC200 Premium und drei Multiplus2 5K die als drei Phasen ESS laufen.
Ich habe das “Problem” das der Akuu immer zwischen Laden und Entladen hin und her springt. Ich bräuchte hier einmal eure Hilfe. Mein Setup müssten ja einige auch so ählich haben.
Hier mal meine Werte aus dem PACE Bms und Victron ESS und Victron Shunt und ein kurzes Video was ich meine
1. New Max Request Charge Voltage (CVL) logic: 1 hour after fully charging, Max Request Charge Voltage is changed to Pack OVP Release Value. Max Request Charge Voltage is recovered to Pack FullCharge Voltage Value after SOC drops to 95%.
Genau das soll ja geschehen. Du hast den Akku gerade eben erst auf 100% SOC gebracht (mit 55,2V, wie eingestellt, nehme ich an), und jetzt ist er in der Float-Phase und hält die eingestellten 54,4V. Wie sonst soll das denn gehen, als durch ständiges vorsichtiges Laden und Entladen?
Dein System macht genau, was es soll. Da gibt es kein Problem.
Übrigens: mein 16s 280Ah Akku mit JK Inverter BMS ist auch gerade eben auf 100% gesprungen, und ist jetzt auch in der Float-Phase. Und er macht das Gleiche wie Deiner.
Ok spannend. Ich dachte er hällt den Akku da einfach fest bzw. auf 54,4V und Entlädt einfach langsam wieder wie er es macht wenn der Akku auf SOC entladen ist und lädt erst wieder nach wenn er so 2-3 % entladen hat. Wäre das nicht schonender? Und kommt duch das ständige Laden → Entladen → Laden nicht auch der Verlust mehr zu tragen?
Ähhhm … wie soll er das denn rein physikalisch machen können? Da kommt ja ständig geringfügig schwankender Solarertrag, und es liegen ständig geringfügig schwankende Lasten an. Eine verzögerungsfreie Regelung ist physikalisch unmöglich, also muss er ständig nachregeln. Das kann sich bei bestimmten Änderungsfrequenzen sogar erheblich aufschaukeln.
Nein, und nein. Es wäre nicht schonender, und das hat mit Effizienzverlusten nix zu tun. Der Wechsel zwischen Laden und Entladen kommt ganz simpel dadurch zustande, dass sich die Spannungen ständig leicht ändern.
das machen meine akkus auch alle, das passiert eben, wenn der akku voll ist, egal ob mit oder ohne ess, da reichen dann schon kleine spannungsschwankungen und jede lastaenderung verursacht nun mal auch eine spannungsschwankung.
So eine Hysterese kann man nicht einstellen, und das wäre auch unsinnig. Dann wäre die Erhaltungsspannung ja nicht ein fester Wert wie bei Dir 54,4V, sondern ein Bereich von z.B. 54,3V bis 54,5V. Die Sache ist also ganz simple, gnadenlose und unausweichliche Physik.
Ich glaube nicht dass deine Sprünge von 500W+ nach 500W - der Physik geschuldet sind. Ich hab das schon öfters gesehen aber das sieht mir eher nach Software als nach Physik aus.
Nun, beim Halten der Erhaltungsspannung wie hier ist es zwangsläufig Physik. Das, was Du ansprichst, sind Sprünge bzgl der Leistungsanzeige wenn Ladungsleistung und Entladeleistung um denselben Wert pendeln. Da hab’ ich hier vor zwei Jahren mal einen Thread dazu aufgemacht. Inzwischen bin ich überzeugt, dass das der Software im JK Inverter BMS geschuldet ist.
Das Ballancing bei 3,45V ist evtl. etwas knapp besser 3,42V vielleicht etwas früher. Startup Dif V mit 2mV ist sehr klein, das kann dazu führen dass ständig gebalanced wird, bei starken 4A Ballancer sorgt das vielleicht eher für etwas unruhe in der Batterie. Aber im allgemeinen denke ich sind keine groben Schnitzer drin.
Das „Gewackel“ bei 100% sieht man öfters und ist bei dir auch nicht sonderlich auffällig, aber vielleicht kannst du es optimieren wenn du es mit Startup Dif 7mV und threshold balance mit 3,41 probierst.
Stärkere entladesprünge sind oftmals der maximalen Zellspannung einer Zelle geschuldet. Nahe der Ladeschlusspannung sind die Zellspannungen ziemlich nervös, da reicht ein kleiner Schubser, dass die vollste Zelle nach oben spiked.
Und je stärker dieses Spike ausfällt, desto stärker rudern die Multis einer potentiellen overvoltage entgegen.
Das ist besonders ausgeprägt, wenn genau nur eine Zelle stark nach oben driftet, denn dann ist der Durchschnitt vermeindlich gering, die Ladespannung ein quäntchen höher und die 1 Zelle besonders nervös nach oben hin.
VRM seitig ist davon meist nichts zu sehen, die 1-min-Durchschnittsgraphen bügeln das einfach platt.
Was du schreibst habe ich aber genau so bei mir beobachtet, gerade die letzten 2 Tage war ich damit beschäftigt meinen Pylontech eine initialladung zu verpassen. Da konnte ich auch beobachten wie die höchste Zelle plötzlich nach oben schnellt und die Einheit das Laden blockiert hat. Nach einer kompletten Entladung und einer langsamen behutsamen Ladung, (am Schluss wirklich ganz langsam die Spannung erhöht damit die Zelle nicht wieder nach oben schnellt,) scheint das Problem bis jetzt behoben.
Aber bei Schparc s sehe ich kein Problem und bei Tom geht es mMn zu schnell und kurzfristig als das da Zeit zum Ent- Beladen war.
Bei mir kommt der Fehler des JK-BMS nur noch oben drauf. Dass die Lade- bzw Entladeleistung zur Aufrechterhaltung der Erhaltungsspannung ständig ein wenig hin und her wechselt, ist unausweichliche Physik. Dass die Anzeige (!) bei mir zwischen +500W und -500W wechselt und nicht nur um ±20W, liegt am JK BMS. Das hat keinen realen Hintergrund. Der Wert hängt übrigens auch von anderen Parametern ab: eine halbe Stunde später bei nur noch 300 W Solarleistung waren es dann nur noch ±80W.
Mit solchem Verhalten des JK Inverter BMS kann ich auch gut leben. Anders ist es um die vermutlich damit zusammenhängende schlechte SOC-Bestimmung bestellt. Die lag heute, nachdem der Akku drei Tage hintereinander nicht voll wurde, extrem daneben, und es wurde schon nachts bei 300 W Entladung bei angeblich 50% SOC ein Low Voltage Alarm ausgelöst. Und als der SOC dann heute gegen 16 Uhr auf 99% hoch ging, da wurde der Akku noch anderthalb Stunden lang weiter mit über 4kW geladen, bis endlich die Spannung tatsächlich über 55,2V ging.
Vermutlich installiere ich mir doch mal einen SmartShunt …
Naja, 4A bei 280 Ah sind dann auch nicht so dramatisch. Ständiges Balancing oberhalb von 3,42V sehe ich deshalb as völlig unproblematisch. Meist gesetzter Standard ist ja eine Auslösedifferenz von 10 mV, aber diese Differenz erreichen meine Zellen erst bei weit über 3,5V, deshalb hab’ ich die Schelle auf 5 mV gesetzt. Aber oberhalb 3,4V sind die Spannungsdifferenzen immer auch echter Nachweis für Zellunterschiede. Ich hab’ den Wert auf 3,42 gesetzt. Früher mit dem Balancing anzufangen als die oft verwendeten 3,45V, verhindert nach vielen Tagen ohne Balancing, dass eine Zelle dann doch schon mal die Grenze von 3,65V erreicht und einen Alarm und kurzzeitiges Ladungsende auslöst.
Mir ist nur aufgefallen, dass sein BMS im Idle bei 100 % etwa 54,5 V anzeigt. Das entspricht bei 16s ungefähr 3,40 V pro Zelle. Wenn der Balance-Threshold bei 3,45 V liegt, kann es sein, dass einzelne Zellen schon einige mV auseinanderlaufen, bevor das Balancing überhaupt einsetzt – deshalb die Frage, ob das nicht etwas spät angesetzt ist.
Die 2 mV Startdifferenz sind natürlich auch recht sportlich, da ist vermutlich fast immer irgendein Balancer aktiv.
Aber insgesamt bin ich bei dir das ist eher Feintuning
Aus seinen Daten wird ja klar, dass die Erhaltungsspannung auf 54,4V gesetzt ist, deshalb gehe ich davon aus, dass sein BMS erst mal auf die eingestellten 55,2V geladen hat, die Absorbtionszeit (üblich 1h) dabei verharrt hat, dann den SOC neu auf 100% gesetzt hat, und auf Float-Spannung zurück ging. Die Anzeige des SOC auf 100% sollte NUR dann erfolgen, wenn die eingestellte Ladespannung von 55,2V für eine Stunde gehalten wurde (bei besseren BMSsen auch nur dann, wenn dabei der Ladestrom unter 5% der Kapazität gefallen ist, hier also 14A).
Bei mir dauert es nach Erreichen der 100% SOC bei 55,2V nur etwa 10 Sekunden mit ca 2 kW Entladung, um von den 55,2V auf 54,4V Erhaltungsspannung zu kommen, und obwohl das bestimmt nicht einer Entladung um 1% der Kapazität entspricht, geht mein SOC dabei von 100% auf 99% zurück. Meine Annahme ist, dass sein BMS auch bei der Erhaltungsspannung auf 100% SOC stehen bleibt. Und das wäre die korrektere Vorgehensweise.
Ja, eine Zellfluktuation um 1 mV findet ja schon alleine durch den geringen Strom für’s BMS statt. Aber IMO ist das irrelevant, denn das aktive Balancing schaufelt ja immer von der höchsten in die niedrigste Zelle. Da geht also nix kaputt, denn irgendeine Zelle ist immer die mit der höchsten Spannung.
Ich habe keine Erfahrung mit Neey. Aber da sind doch nicht zwei Balancer gleichzeitig aktiv, oder? Ohne was genaues zu wissen: da wäre ich vorsichtig.
Ansonsten sind die Einstellungen für’s Balancing eher eine individuelle Sache. Die von mir gekauften EVE 280K Zellen waren so perfekt identisch, dass die üblicherweise eingestellte Mindestdifferenz von 10 mV erst viel zu spät erreicht wurde, und dass dann bei weiterem Laden eine der Zellen sehr schnell einen High Voltage Alarm auslöste. Deshalb hab’ ich die Schwellspannung auf 3,42 V gesetzt und die Mindestdifferenz auf 5 mV. Aber bei einem Akku mit weniger identischen Zellen können ganz andere Werte sinnvoller sein.
Im Kern geht es darum, ausreichend Zeit für’s Balancing zu haben, bevor eine Zelle an die Grenze stößt. Wenn Du mit 4 A balancen kannst, dann bist Du sowieso schneller beim Balancen als ich mit 2A.