Hallo Zusammen,
mein erster Eintrag in diesem Forum
Ich habe ein recht gewöhnliches System:
Fronius Wechselrichter mit 4,5kWp
Victron MP2 48/3000 mit GX
MPPT 150/60 mit 1,2kWp
Pytes e-box 48100r mit 10kWh Kapazität
Energiezähler Shelly
Es funktioniert alles wurderbar. Seit 2 Monaten habe ich aber (leider) einen
neuen Einspeistarif bekommen und mich für den dynamischen entschieden, der nach stündlichen
Tarifen der EPEX Spot Börse abrechnet.
Daher habe ich mit Node red eine Logik gebaut, die
1.das Laden des Akkus “optimiert” also nur dann mit PV Strom läd,
wenn die Preise im Keller oder sogar negativ sind, sofern die PV Prognose passt (damit zu diesen Zeiten so wenig wie möglich eingespeist wird).
2.Entscheidet, ob ich Nachts aus dem Akku in das Netz einspeise (weil hohe PV Prognose für Folgetag zu erwarten ist und der Akku Kapazität haben soll)
Auch das funktioniert soweit wie gewünscht, ABER
Das Einspeisen steuere ich mit der Einstellung in ESS “Sollwert Netz” und setze diesen auf max. -2000 Watt.
Mehr bzw. weniger wie -2000 nimmt das System nicht an, auch wenn ich -4000 eingebe. Das wird sich
aus den “Grenzen” des MP2 ergeben, ist mir also soweit klar.
Ich stelle den Wert also auf -2000 und das System speist 2000 Watt ein.
Dann beginnt das System aber, die tatsächliche Einspeisung nach einiger Zeit zu reduzieren auf zB -1400 Watt, obwohl
genügend Akku (>60%) bereit steht und nur 200W Eigenverbraucht vorhanden sind. Der Akku kann ja bis zu 2500W liefern.
Was übersteuert hier den eingestellten Wert von -2000 W? Das BMS kann es ja nicht sein, denn wenn ich einen Verbraucher
einschalte, dann werden die vollen 2500 W aus dem Akku entladen um das zu bedienen.
Danke vorab schon mal für euren Input.
Kann zwar nicht wirklich zu Lösung beitragen, aber warum nutzt du nicht das dynamische ESS über das VRM Portal, das sollte auch genau das machen, was du dir da selbst mit NodeRed gebastelt hast.
ja, das würde ich verstehen, aber wenn ich den Wasserkocher einschalte, dann liefert er volle Leistung aus dem Akku.
Meinst du, dass die Temperatur dann ignoriert wird?
Das habe ich probiert, aber das hat mich nicht überzeugt und meine Tarife konnte ich damit nicht einbinden, bzw. falls es geht war mir das ganze viel zu unübersichtlich. Und wir gesagt, in node red funktioniert es wie gewünscht
Es könnte ja durchaus so sein, dass der MP “nur für Einspeisen” feinfühliger auf die Temperatur reagiert,
wenn aber Verbraucher versorg werden müssen, dann voll an seine Grenzen geht. Insofern ist deine Idee nicht ganz abwegig.
Wo könnte ich da nachschauen, ab welchen Temperaturbereichen er das machen würde?
Vielen Dank für eure raschen Antworten, bin beeindruckt von der tollen Hilfsbereitschaft hier im Forum:
Ich werde versuchen herauszufinden, ob die Werte, die im 7. Technische Angaben stehen (2400W, 2200W und 1700W) irgendwie “zu finden” sind, wenn er abregelt. Wenn es keinen PV Ertrag gibt, dann wäre das wohl der Wert beim Akku (also mit dem der Akku entladen wird),
oder wie seht ihr das? Oder sehe ich irgendwo, was der Victron selbst an Watt abgibt?
Ich hab es jetzt beobachtet und am Gehäuse Temperatur gemessen, als er runter geregelt hat und ihr habt ziemlich sicher Recht.
Die Einspeisung war rund 45min konstant bei 2000 Watt und ist dann auf 1300-1400 Watt gesunken. Die Temperatur am Gehäuse war da teilweise bei 47 Grad.
Ich hab die Einspeisung dann für 5 min auf 0 Watt gestellt und wieder auf -2000 Watt, dann hat er wieder mit 2000 Watt eingespeist und nach ein paar Minuten wieder runter geregelt.
Ist also ziemlich sicher die Temperatur.
Vielen Dank, daran hätte ich nie gedacht