Kurz zum Ausgangspunkt. Aktuell vorhanden 18 kWp Pv, 2x Fronius Wr, 2 Eutos, 8000kWh Jahresverbrauch. Geplant ist Ausbau auf bis maximal 30kWp Pv und Ergänzen von WP und/oder Klimaanlage. Ich möchte Überschüsse einspeisen. Jetzt will ich das Batteriesystem angehen.
Das System soll befähigt sein innerhalb der Grenzen des Hausanschlusses möglichst mit hohen Strömen einzuspeisen oder aus dem Netz zu laden (Einspeiseshift in der Direktvermarktung und dynamischer Nachtbezug mit Modul1+Dyntarif im Winter). Im Kopf habe ich 3x Mp2 10.000 um 20-25kW zuverlässig ein- oder ausspeichern zu können. Ich will bei Bedarf auch 22Kw Autoladestrom aus der Batterie haben. Der Speicher kann so dimensioniert werden, dass ich unter 0,5C Entnahme bleibe. Ersatzstromfähigkeit ist ansich nebensächlich, aber ein “Bonbon” auf das ich eigentlich nicht verzichten möchte, wenn ich schon solide dimensioniere.
Nun will ich den nächsten Schritt machen. Heute hatte ich nun die lokale Fachfirma da die Victron verbaut um die Lage zu prüfen und mir zu erklären was geht und was nicht geht, und ein Angebot vorzubereiten.
Grundproblematik, ich möchte den Speicher und die Multiplusse in die Garage haben und ungern bzw nicht im Keller. Zur Garage habe ich Netzwerk sowie ein 5x10qmm Stromkabel (Länge ca 20m vom Hauptzähler im Keller zur Garage evtl Flaschenhals) und bei Bedarf eine Steuerleitung für den Netzbetreiber liegen. Das Problem scheint wohl jetzt der Notstrom zu sein. Wenn ich den Kollegen richtig verstanden habe, muss dazu nochmal ein 5x10qmm Kabel “zurück” gelegt werden von der Garage zum Hauptzähler. Dh ein Kabel für Netzbetrieb und ein Kabel für den Notstrom. Gibt es da einen Weg drum rum? Ein zweites Kabel zu legen wird relativ schwierig da unter der Terasse verlegt.
Ich habe heute mehrfach einen “A 0 B” Umschalter angesprochen, der Kollege meinte aber sowas wäre nicht nötig, die Notstromumschaltung bei Stromausfall geht automatisch. Aber muss man nicht sicherstellen dass der Notstrom nicht aus dem Hausaanschluss ins Netz fließt? Oder haben wir hier irgendwie von verschiedenen Sachen gesprochen?
Grundsätzlich wäre mir egal wenn bei Stromausfall erstmal alles aus geht. Ich stelle mir das so vor, dass ich dann mit der Taschenlampe zum “A 0 B” Umschalter gehe und von “Netz” auf “Victron Insel” stelle und dann das Netz hart getrennt ist und nach der Umschaltung das Victron System das komplette Haus als Insel 3phasig versorgt und die PV komplett weiterläuft. Sprich das ganze Haus samt PV an den AC Out, 1 zu 1 Regel irgendwas?
Geht das? Wie geht das? Braucht es dazu wirklich 2 dicke Kabel vom Hauptzähler Keller zur Garage?
Hallo Holger, schonmal danke für die Antwort. Das Thema Temperatur habe ich auf dem Schirm. Ich werde Speichermodule mit Heizpads nehmen, wenn nötig trenne ich ein Stück der Garage ab und isoliere.
Zu den 8000kWh das ist noch ohne heizen/kühlen. Aber für Eigenverbrauchsoptimierung mach ichs nicht. Gänge es darum, hätte ich einfach nen Fronius Hybridwechselrichter genommen und da 10 Kwh HV Speicher rangeklemmt, dafür brauch es kein Victronsystem. Die Autos kann ich typischerweise tagsüber im Wechsel Überschussladen dafür brauche ich im Normalfall auch keinen Speicher. Mir geht es wie gesagt um dynamisches Ein- und Ausspeisen. Ich will Mittags 20Kw Leistung meiner PV mit dem Speicher aufnehmen können und abends in einem günstigen Fenster in 2-3 Stunden soviel Strom wie möglich ins Netz schieben. Deswegen die gewünschte hohe Lade- und Entladeleistung. Ich hab einfach für mich beschlossen, dass das ne gute Idee ist und es mich ärgert den Strom Mittags für 0,0 wegzugeben oder abregeln zu lassen. Wenn ich für diesen Strom abends 7-10Cent bekomme und mich das Ein- und Ausspeichern 2-3Cent kostet (100Euro pro Kwh Speicher 5000 Zyklen) dann macht das wirtschaftlich zumindest in der Theorie Sinn. Das Einzige was meine Überzeugung ein wenig bremmst sind die Speicherverluste und der Jahreseigenverbrauch der Multiplusse.
Nochmal zum Notstromfall. In dem Fall will ich eigentlich nicht sparen sondern genug PV haben um mich möglichst wenig einschränken zu müssen. Ich gehe aber mal davon aus, dass dieser Fall nie, oder nur 1x in 10 Jahren, relevant eintritt. Das ist für mich eher ein Nebenthema. Nochmal gefragt, wozu nimmt man denn dann diese A0B Schalter? Nur um die Victrons zu umgehen und zurück auf Netz zu schalten falls die mal nen Fehler haben während das komplette Haus am AC Out hängt?
Angenommen man will das ganze Haus samt PV am AC Out haben. Bedeutet dass, dass man vom Hausanschluss zuerst mit sowas wie 5x16qmm zu den Victrons muss und dann von diesen überall hin? Und dass diese dann bei Bedarf die Netztrennung machen?
Wäre nicht auch folgendes Szenario vorstellbar: Man macht direkt am Hausanschluss einen fetten manuellen Trennschalter rein. Das ganze Haus läuft über den ACin der Victrons sprich Ersatzstrom funktioniert nicht. Sollte man es mal brauchen (1x in 10 Jahren) klemmt man mit dem Trennschalter das ganze Haus vom Netz ab. DANACH! schaltet man mit einem A0B Schalter die Verbindung zur Hauselektrik an den Victrons von ACin auf ACout um. Oder man klemmt es manuell um falls es mit Schalter verboten ist. Würde das so gehen?
genau dazu. Wenn mal, aus welchem Grund auch immer, die Victron-Anlage Probleme macht (oder Wartung oder Umbau) kann man mit dem Schalter einfach auf das Netz umschalten und das Haus ist ganz normal versorgt. Und man hat alle Zeit der Welt um die Störung zu beheben.
Wenn der Schalter dann auch noch extern gut sichtbar und beschriftet angebracht ist kann auch die Mutti, Oma oder die Kinder umschalten wenn sie allein zu Hause sind und es plötzlich dunkel ist und die Playstation nicht mehr geht.