Überladen der Batterie durch tägliche Absorbtionsladung?

Hallo,

ich habe in einem Verkaufsfahrzeug einen Victron Multiplus ll 48V GX. Meist wird mit Landstrom betrieben so das der WR nur durchleitet und die Batterie (48V 50Ah LiFePO4 – mit internem BMS) meistens voll ist. Nach Betriebsschluss schalten wir Batterie und Wechselrichter aus. Jetzt ist es so, dass bei jedem Start des Wechselrichter ein neuer Absorbtionszyklus beginnt. Die Absorbtionszeit ist bei Victron standardmäßig mit 8 Stunden eingestellt. Wenn nun die Batterie dazwischen nicht entladen wurde, kommt es doch nach einigen Tage zu einer Überladung der Batterie durch die täglich gestarteten langen Absorbtionszyklen?

  1. Um das Problem zu umgehen: Wäre es eine Möglichkeit die Absorbtionsspannung einfach auf die Erhaltungsspannung zu setzten? Evtl. würde ich dann mit der Erhaltungsspannung etwas höher gehen z.B. auf 55,2V

  2. Eine andere Möglichkeit wäre evtl. die Absorbtionszeit auf 0 zu setzen, falls möglich, so gebe es also nur die Bulk- und Erhaltungsspannungsphase.

Oder schaden die beiden Methoden der Batterie?

Freue mich auf eure Antworten hierzu.

Beste Grüße,
Daniel

hallo,
also ich begrenze die ladespannung ueber die dvcc-strombegrenzung (dynamisch mit node-red) oder die batterieparameter (keine einstellung, geht nur mit node-red), da die dvcc-spannung ohne bms einfach ignoriert wird.

du kannst aber auch den multi so einstellen, dass der akku auf ca. 50% soc gehalten wird. allerdings ist das eine variante, bei der jedesmal die konfig des multis geaendert werden muss, wenn du den akku trotzdem mal voll laden willst.

tschuess

Hi Dieter,

danke für deine Antwort. Ist die Absorbtionsspannung die ich einstelle nicht gleich die Ladespannung? Wenn ich beim Laden mit einem Multimeter an der Batterie messe liegt da meist die eingestellte Absorbtionsspannung (± 0,1V) an.

Wie kann ich einstellen das der Multi auf 50% SOC gehalten wird? Laut Spannungsdiagramm der 48V 50Ah LiFePO4 liegt bei einer 50% geladenen Batterie eine Spannung von 52.16 V an. Sprich ich müsste in dem Falls sowohl Absorbtionsspannung als auch Erhaltungsspannung auf diesen Wert setzen?

Beste Grüße

hallo,
ich stelle immer alle spannungen auf den gleichen wert. bei meinem 15s 48V-system sind das 51V weil das auch die spannung ist, mit der ich den akku normalerweise lade, sobald ein bestimmter soc erreicht ist. da muss ich aber noch ein wenig optimieren.

wenn man die zellen bekommt, haben sie normalerweise zwischen 3,2 und 3,3V, das koennten um die 50% soc sein. es wird die aber nie moeglich sein, den soc auf exact 50% zu halten, ausser du kennst die genaue ruhespannung fuer diesen soc. du musst in dem fall immer ueber die spannung gehen!

ich betreibe meine akkus vorzugsweise im bereich 3-3,4V damit sie nicht so viel stress haben. mit 3,2V liege ich dann genau in der mitte.

meine 24V li-akkus habe ich mal wieder voll geladen, die wurden auf etwa 3,3V gehalten und ich schatze mal dass sie nur noch einen soc von ca. 50% hatten, soviel wie nachgeladen wurde. immerhin waren das auf jeden fall ueber 100Ah! ich koennte natuerlich in der datenbank nachsehen, wieviel es genau war.

tschuess

Ich frage mich halt: Kann man durch ständiges Absorptionsladen gar nicht überladen, solange der Absorptionsspannungswert unter der maximal Batteriespannung von 58,4V (Laut Datenblatt der 48V 50Ah LiFePO4) liegt? :roll_eyes:

hallo,
wenn das bms richtig eingestellt ist, kannst du den akku nicht ueberladen!

allerdings bei ueber 3,4V beginnt der stress fuer die zelle, deshalb bleibe ich unter 3,5V pro zelle, denn je hoeher die spannung, desto grosser der stress.

tschuess

Hi Dieter,

ok Danke. Ich werde mal probieren die Absorptionszeit auf 1h runterzusetzten und beide Werte – Absorptionsspannung und Erhaltungsspannung – auf 54V parken. Das interne BMS kommuniziert nicht mit Victron aber laut Datenblatt hat es einen Überspannungs- und Unterspannungsschutz. Denke es kappt bei einer Spannung jenseit der 58.4V die Verbindung zum Victron-Ladegerät.

Hallo Ferdi,kann man dies auch beim Laden der Akkubaenke einsetzen,ich meine das dann auch hier die ewige Bulk- und Float sich verabschieden kann,ohne dass der Lader abschaltet? Gruss Frank

hallo,
das ist ja das schoen bei dem victron-system, man kann es nach seinen wuenschen einstellen, auch wenn einiges dabei nur mit node-red moeglich ist.

wenn die mppts gesteuert werden, gibt es normalerweise auch keinen unterschied zwischen bulk und float, was die spannung angeht. die anzeigt ist dann warscheinlich nur vom ladestrom abhaengig.

und du kannst das bei jedem akku benutzen. ein ueberladen gibt es nur, wenn irgendetwas defekt oder falsch eingestellt ist. beim li-akku schaltet das bms ab, bevor dem was passiert und ein blei-akku faengt an zu gasen und hat dann viel durst oder es verringert sich die lebensdauer, das ist abhaengig vom akkutyp!

also einfach ueberall die gleiche (sichere) spannung einstellung eine eine lange zeitdauer, den rest macht dann die zentrale steuerung und/oder das bms.

ein abschalten der mppts bei erreichen der nennladespannung und rueckgang des ladestroms auf 0 wird allerdings wohl immer noch dafuer sorgen, dass die mppts abschalten.

auf welche werte das bms eingestellt ist, sollte im datenblatt stehen. ansonsten mit 3,4V pro zelle kannst du den akku auf ueber 98% soc aufladen, gehst du noch etwas hoeher, kannst du ihn auch auf 100% aufladen. ich gehe dann immer auf 3,5V pro zelle, aber nicht hoeher!

tschuess

Vielen Dank,ich habe halt ein bischen probleme mit dem Abschalten der MPPT,wenn dann eine groessere Last dran haengt(Heizstab) und dann sofort auf den Akku geht bis zum Erreichen des Floats…Nach meiner Meinung ein bischen unnoetig?!Gruss wie immer Frank :head_shaking_vertically:

hallo,
laut aussage von pylontech oder meinem lieferanten macht das dem akku nichts.

tschuess