Solareinspeisung bei 3 Reglern > 0 Ampere bei einem Regler

Hallo nochmal,
entschuldigt, dass ich das Thema nochmal aufgreife, aber ich habe heute morgen nochmal einen Vergleich gemacht, da ja u.a. vermutet wurde, dass der Zustand des Floats beim Dach-Reglers früher eintritt und er sich deshalb ausschaltet, wenn ich richtig verstanden habe.

Wenn ich aber den großen Regler mit dem externen Solar ausschalte, bleibt der Dach-Regler ebenso im Float und lädt trotzdem fleißig nach, s. Screenshots…

Großer Regeler aktiviert (li.) und deaktiviert (re.):

Die Batteriespannung unterscheidet sich beim Dach-Regler in beiden Szenarien auch nur minimal, obwohl ja durch den höheren Stromfluss im zweiten Fall und den vermuteten höheren Widerstand auch die Spannung (deutlich?) hätte steigen müssen – die Spannung ist aber sogar etwas gesunken!

Da ich das Verhalten von Elektronen nicht immer nachvollziehen kann die Frage:
Könnte es auch sein, dass der Fluss der Elektronen des großen Anschlusses durch die höhere Spannung Vorrang hat und somit die anderen “stoppt” ?
Oder wie kann ich mir diesen Elektronenfluss vorstellen?

Ich kann leider immer noch nicht verstehen, dass der Dach-Regler die erhöhte Spannung von 14.21V nicht registriert, wenn der große Regler dran ist. Gerade ja auch, weil im ersten Szenario kein Strom mehr über diesen Regler fließt und somit doch die Batteriespannung recht unverfälscht gemessen werden müsste.

hallo,
bei der umschaltung von bulk auf fload wird die ladespannung reduziert und wenn du einen laderegler abschaltest, geht die spannung etwas runter und ein ander laedt dann oft mit eniem hoeheren strom, wenn das noch moeglich ist.

da die regler komplett eigenstaendig arbeiten kommt diese umschaltung auch bei den reglern zu unterschiedlichen zeitpunkten!

aber du kannst die bulk- und float-spannung auf die gleichen werte enstellen oder die zeit bis zur umschaltung erhoehen!

tschuess

Ok, danke!
ich habe Varianten der Ladespannungswerte aus dem Netz entnommen und mich nun an die
Standardeinstellungen für LiFePO4-Batterien von Victron gehalten:

Konstantspannung: 14,2 V,
Konstantspannungszeit: 2 Stunden fest
Erhaltungsspannung: 13,5 V
Der Zellenausgleich ist deaktiviert.

Nun könnte ich, um mein Problem vielleicht zu lösen, die Absorptionsdauer einfach erhöhen, so dass der Float-Zustand nicht so rasch eintritt, wenn ich richtig verstehe. Ich habe aber gelesen, das soll man bei LiFePo4 Batterien eher nicht tun, es würde ihnen schaden.
Dann scheint es noch einen Absorption End Amps-Wert zu geben bei manchen Reglern, um diese Schwelle zu verlängern, aber diese Einstellung finde ich nicht bei mir. Oder ist das hier der Re-Bulk-Spannung Offset Wert?

Würde der Dach-Regler denn erst später in den Float-Modus fallen, wenn ich den erwähnten Victron SmartBattery Sense installiere, weil dieser dann eine niedrigere Spannung meldet?

hallo,
mit einem smartshunt/bms und einem gx oder einem bluetooth netzwerk, sollten die geraete synchron arbeiten. was die dauer angeht, die ist nicht abhaengig vom akkutyp, sondern vom ladestrom und der akkukapazitaet, also von der ladedauer. je laenger der akku braucht, um voll geladen zu werden, desto laenger kannst du die ladezeit einstellen.

da ich bei mir die akkuspannung und strom zentral regele, gibt es bei mir keine solche ladephasen. beim blei-akku wird der ladestrom ab ca. 90% soc reduziert, weil er sonst zuviel gast und dann mit einem verhaeltnismaessig kleinen ladestrom weitergeladen, damit ein zellausgleich stattfindet.

mit welchem strom man einen akku laden kann, ist also auch sehr stark vom soc abhaengig. deshalb gibt es ja die constant-strom und -spannungsphase und moegliche kombinationen davon.

allerdings verhalten sich li-akkus anders als bleiakkus. die koennen wesentlich laenger mit einem hohen strom geladen werden, als bleiakkus.

ich plane deshalb auch, bei einem meiner akkus, die ladespannung zu erhoehen, damit ich laenger mit einem hohen strom laden kann, bevor dieser durch die verkabelung reduziert wird. ich habe naemlich heute festgestellt, dass ich hier einiges an energie verliege, weil ich die nicht in den akku bekommen, obwohl ich noch deutlich unter dem maximalen ladestrom liege. allerdings kann ich die ladestroeme der einzelne akkupacks auch einzeln erfassen und in meine regelung mit einbeziehen.

allerdings kennt der mppt den soc des akkus nicht und kann deshalb nur nach der spannung und dem strom gesteuert werden.

falls dein akku durch die 3 laderegler einen zu hohen strom abbekommen koennte, solltest du unbedingt etwas einbauen, was das regelt.

wenn du einen vebus-wechselrichter hast, waere dafuer ein cerbo gx ideal. der macht das dann automatisch, bei einem anderen wechselrichter muesstest du zumindest den ladestrom des akkus mit erfassen koennen, abgesehen davon, dass die mppts am gx angeschlossen sein muessen.

tschuess

Danke für deine Infos, Dieter Ferdinand!
Nein einen Vebus-Wechselrichter habe ich nicht, ich habe nur einen einfachen, zuschaltbaren (bin ja im Womo).
Ich werde nun ein paar Vorschläge und andere Dinge ausprobieren, z.B. auch den erwähnten Re-Bulk-Spannung Offset Wert abändern, den Kabelquerschnitt vom Regler zur Batterie erhöhen und evtl. auch einen Victron Battery Sense einbauen.