Pytes 48100 C16

Da ich immer mal wieder mit Personen konfrontiert bin, die eine extreme Angst und Ablehnung gegen PV-Speicher haben, möchte ich mir eine Art zusätzliches Monitoring aufbauen. Eigentlich zum diesen Personen zu zeigen, dass diese Batterien alles andere als dumme Blackboxen sind und wohl sehr genau überwacht werden.

Dazu möchte ich parallel zu meiner Anlage (3xMP2 5K + Fronius Symo 15 + Cerbo GX+ 8xPytes 48100 C16), mittel Iobroker eine Grafik erstellen, im ähnlichen Stil wie es glaub JK-BMS machen kann mit senkrechten Balken für jede einzelne Zelle. Bis jetzt habe ich aber im Venus-OS diese Werte nicht gefunden, desshalb habe ich gedacht, ich nehme da ein ESP und versuche damit via RS232 oder RS485 die Daten aus dem Master BMS raus zu kriegen.

Geht das und hat das schon mal wer gemacht?

(Ich weiss ist eine Spinner-Idee, aber ich denke mir, nur so kann man den Beweis antreten, dass wirklich jede Zelle überwacht wird)

Gruss Andi

aus einer pytes nicht.
ich hab liontrons, da gehts.
per mqtt greif ich das einmal im homeassistant ab:

und im grafana per telegraf → influxdb.
ist aber ein wenig aufwändig.

die basis dafür war mal GitHub - ClassicDIY/PylonToMQTT: Reads data from the Sage BMS console port and publishes to MQTT · GitHub

Ich kann leider auf die schnelle nicht herausbekommen was genau in den pytes für ein BMS verbaut ist.
Bei den Liontrons sinds Pace BMS und dafür klappt auch die Software von ClassicDIY.

Liebe Grüße,

Dierk

Ich habe nur festgestellt, dass wenn ich mit dem PC-Tool via RS232 mich versuche zu verbinden, leider zuerst der VE-CAN abgesteckt werden muss. Irgendwie fürchte ich da ist so was wie ein Schnittstellen-Multiplexer verbaut und das BMS hat eigentlich nur eine einzige UART drauf. Es ist mir klar, so würde meine Idee dann urealisierbar werden.

Ich habe die Pytes erst ein Jahr und möchte da sehr ungerne die Garantie-Siegel brechen um rein zu schauen, was wirklich verbaut ist. Vermutlich wird man es sowieso nicht erkennen, ohne alles zu zerlegen.

Die Grafik mit den einzelnen Zellen unten durch sieht auch noch gut aus, ich würde da jetzt noch jede einzelne Temperatur jeweils anzeigen.

das ist das schöne an den liontrons. die haben keine siegel. aber das nutzt auch nix, weil auf dem bms kein hersteller draufsteht.
whitelabel halt.
manchmal kann mans mit dem pc tool an der firmware erkennen was in etwa verbaut ist, aber das ist in der tat ein ratespiel.
bei den lions wars auch nur zufall und ne lange odyssee mit testen welches tool funktioniert bis ichs raushatte.
ich denke eher nicht das es ein schnittstellen multiplexer ist der da verbaut ist.
meistens sparen die hersteller bei den aktuellen preisen an der hardware und die cpu auf dem bms ist so schwachbrüstig das sie keine zwei streams gleichzeitig handeln kann.
kommt auch immer auf die schnittstelle an.
ich benutzte can und rs232 synchron.
die liontrons bzw. pace bms haben aber auch noch 2 verschiedene rs485 schnittstellen.
eine für nen inverter und ne doppelbuchse in der regel für die kommunikation zwischen den einzelnen modulen.

die inverter rs485, also die einzelne, kann meistens unterschiedliche protokolle.

was aber in den allermeisten fällen IMMER funktionieren muss:

die interkommunikation steht bei den meisten bms / Batterien auf pylontech kompatibel.
auch dort ist das protokoll sehr gut dokumentiert und darüber spricht ja auch die master batterie mit einer affenartigen geschwindigkeit mit den anderen batterien (deshalb gehen ja auch nur 16 stück max ;-))

da kann man sich auch mit reinhängen und mitlauschen…

Aber da hab ich auch erstmal nix an software oder ähnlichem…

PS:
Temperaturen natürlich in einem eigenen graphen…

Also ICH persönlich bin der Meinung, das es keinen Sinn macht eine Übersicht mit allen Zellspannungen/Temperaturen zu haben.
Die jeweils höchste/niedrigste Spannung/Temperatur reicht völlig, da man damit ja weiß, das alle anderen Spannungen/Temperaturen dazwischen sind.


Bei der neueren V5 scheint es diese Einschränkung nicht zu geben oder zumindest wäre mir das bisher nicht aufgefallen.

kannst ja mal hier schauen…

dort gibt es eine Menge Treiber .. alles läuft auch auf PI mit linuy

Könnte gehen.
Raspberry mit RS485 auf die erste Batterie und dann auslesen.

Ist aber aufwändig.

Auch bei den älteren ist mir das nicht bekannt. Updates sind gleichzeitig zu CAN Verbindungen möglich.

Hallo Matthias

Absolut korrekt, zur echten Überwachung braucht es nicht mehr. ich hatte erst am Sonntag wieder jemand der meine Anlage besichtigt hat, und mir ins Gesicht gesagt hat: “das ist doch alles viel zu gefährlich, diese Batterien brennen doch so leicht und sehr explosiv ab”. Ich hatte meine allergrösste Mühe ihm zu zeigen, dass dem nicht so ist, weil eben alles sehr genau und gut überwacht wird.

Dabei habe ich ihm in der Geräteübersicht die Details zu Batterie gezeigt, da der Typ absolut nichts verstanden hat, kam dann die Frage “dass sind ja nur 2 Temperaturen und nicht alle Zellen”. Genau darum habe ich mir Gedanken gemacht und auch hier zu beginn geschrieben, das es eine reine “Spinner-Idee” ist.

Zum Glück hatte ich gerade meine alte 12V Batterie mit dem DALI-BMS auf dem Tisch betreffend erhaltungsladung und konnte ihm mit dem Bluetooth und der APP gleich zeigen, das sogar das DALI das macht.

Dann muss ich das nochmals probieren. Denn meine Pytes sind ja erst 1.5 Jahre alt, also sicher keine “alten”. Ist kaum beim Linux auf dem PC zu suchen, denn nach dem abstecken des CAN ging es dann eben.

Ich werde mir da die Sache mit dem PI und Treiber aus diesem Forum mal anschauen.

Eben es ist spielerei und soll wirklich nur eine schöne Darstellung werden

Ich glaube so jemanden kann man nicht überzeugen.
Vermutlich ein “Diesel-Dieter” der auch absolut gegen E-Autos ist, weil er jeden Tag ununterbrochen seine 1200km am Stück fahren will und nur 5min anhält um zu tanken.

Viele wissen ganz einfach nicht, das es dutzende Typen von Lithium Akkus gibt.
Die sehen/lesen/hören immer nur, das “mal wieder” ein Stromspeicher gebrannt hat oder explodiert ist.
Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber keiner davon war LiFePO4 oder es war ein schlechter gebauter DIY Akku.

Aber wenn du noch mal versuchen willst ihn zu überzeugen, gibt es auf YouTube diverse Videos, die verschiedene Lithiumakkutypen vergleichen oder bei denen durch eine LiFePO4 Zelle ein Nagel geschlagen wird und quasi nix passiert.
z.B.:

Das, was da im Video am heftigsten reagiert hat dein Bekannter vermutlich gerade in seiner Hosentasche und macht sich darüber keine Gedanken.


Liegt vielleicht am Firmwarestand der Akkus?
Gab es bei der 48100 nicht auch zwei Modelle bzw. zwei FW Versionen?

In der Tat ist es so, dass diese Person einen Verbrenner fährt und allen ernstes behauptet hat, das sei das billigste. Ich habe an diesem Punkt aufgehört mit ihm zu diskutieren, weil das bringt echt nichts. Er träumt auch immer noch vom Wasserstoff im Verkehr weil der ja sicherer sei. An diesem Punkte musste ich mich abwenden.

Es gab tatsächlich mal die Pytes 48100R mit einer Version C8, bei denen konnte das BMS auch nur 7 Slave verwalten. Also Total 8stk. Aber soweit ich das verstanden habe wurde das auch aussen auf dem Typenschild vermerkt, eben mit dem C8. Meine sind alles C16 und auch alle 8 in Serie abgeschlauft (CAN natürlich)

Ich habe einen Zwischenerfolg zu melden:

Manchmal wäre es so viel einfacher man würde direkt denke und nicht auf die Idee kommen, man sei der erste der sowas haben will. Iobroker bietet bereits ein Adapter/Schnittstelle für die serielle Komunikation mit Pylontech/Pytes via die RS232/Konsole Schnittstelle an. Fix installiert und langes aktives USBKabel mit dem USBzuRS232 Adapter dazwischen. Danach im Proxmox noch den ttyUSB durchgereicht und die berechtigungen angepasst, jetzt findet er das Master-BMS und alle 8x16Zellen. Aktuell sind noch alle Datenpunkte mit (null) gefüllt. Aber das wird wohl eher ein Problem der Sprache als ein Hardwareproblem sein.

Andi

Edit: (Auszug aus dem Fehlerprotokoll

pylontech.0 	2026-08-06 17:08:24.084	warn	State "pylontech.0.ES1003338P119837.battery15.volt" has no existing object, this might lead to an error in future versions
pylontech.0 	2026-08-06 17:08:24.084	warn	State "pylontech.0.ES1003338P119837.battery14.coulomb" has no existing object, this might lead to an error in future versions
pylontech.0 	2026-08-06 17:08:24.084	warn	State "pylontech.0.ES1003338P119837.battery14.curr_state" has no existing object, this might lead to an error in future versions

Ich gehe davon aus, das die Abfragen anderst heissen müssen

Kannst du mal Produktlinks zu Kabel, Adapter etc. posten - das wär super! Danke!

@Andi7403

schau dir mal die SW Battery Safety Controller an.
Geht auf ESP32, liest seriell und gibt MQTT aus.

Hallo Björn,

genau das habe schon versucht. Ich hatte da noch einen ESP32 rumliegen und habe das ganze mal geflasht. Leider habe ich es nicht hin gekriegt das zum leben zu erwecken
Der ESP32 macht kurzeitig ein Accesspoint auf, aber bis mein Handy sich anmelden kann, ist der bereits wieder zu und weg.

Auch habe ich das “pytes_serial” mal versucht zu flashen, aber auch da bin ich nicht sehr weit gekommen.

Kann sein, dass es an meinem ESP liegt, oder das ich nicht fähig bin das hinzukriegen, aber normalerweise geht das ganz gut. Der ESP lässt sich mit ESPhome auch normal in den Iobroker einbinden. Somit denke ich liegt es eben weniger an der Hardware.

Der Adapter im Iobroker würde ich bevorzugen, denn zu viele verteilte Systeme mag ich nicht.

Edit: habe gerade gesehen, dass Du gestern im Discord gepostet hast… Link für andere Interessierte

Ok,
ich habe die Original-Hardware. Das
ging auf Anhieb.
Evtl kann Dir im Discord geholfen werden:

Das wird etwas schwierig denn das ist alles gesammeltes Material, dass ich noch herumliegen hatte.

Das USB-Kabel ist von Delock, das RS232-Kabel stammt von einer uralten CISCO-Firewall (als die Konsolen/Konfig-Kabel noch dabei waren). Der Adapter habe ich mir mal vor langer Zeit bestellt, keine Ahnung mehr wo, aber was drin steckt kann ich dir angeben:

Bus 001 Device 009: ID 0403:6001 Future Technology Devices International, Ltd FT232 Serial (UART) IC

ein “usb-devices” auf der Proxmox-Konsole liefert das hier:

T:  Bus=01 Lev=02 Prnt=08 Port=03 Cnt=01 Dev#=  9 Spd=12   MxCh= 0
D:  Ver= 2.00 Cls=00(>ifc ) Sub=00 Prot=00 MxPS= 8 #Cfgs=  1
P:  Vendor=0403 ProdID=6001 Rev=06.00
S:  Manufacturer=FTDI
S:  Product=USB Serial Converter
S:  SerialNumber=FTFS8I5L
C:  #Ifs= 1 Cfg#= 1 Atr=a0 MxPwr=44mA
I:  If#= 0 Alt= 0 #EPs= 2 Cls=ff(vend.) Sub=ff Prot=ff Driver=ftdi_sio
E:  Ad=02(O) Atr=02(Bulk) MxPS=  64 Ivl=0ms
E:  Ad=81(I) Atr=02(Bulk) MxPS=  64 Ivl=0ms

Mit diesem Adapter und dem Cisco-Kabel und einem WIndows geht das von Pytes gelieferte BMS-Tool korrekt. Es geht auch mit dem Iobroker, soweit, dass das Master-BMS zumindest die vorhanden Hardware rausrückt.