Pylontech Akkus: Konsole zeigt komische CCL und DCL an

Hallo,

Ich habe 6 Pylontechs im Einsatz. Ich schreibe gleich die nominalen Lade und Entladeströme laut Datenblatt dazu.

2 US2000B: 25A

2 US2000C: 25A

1 US3000C: 37A

1 US5000: 100A

In der Konsole werden auch gesamt 237A angezeigt. DVCC ist aktiviert. Was ich nicht verstehe: Warum hat der US5000 den vierfachen nominalen Ladestrom von einem US2000? Er hat ja nur die doppelte Kapazität… Und kommen die 237A in der Konsole wirklich deshalb weil der US5000 so einen hohen nominalen Ladestrom hat?

lg,

Florian

Wohl eher eine Frage für Pylontech. Habe mich dies aber auch schon gefragt. Ich nehme an dass die US5000 nicht einfach die selben (aber halt doppelt so viele) Zellen verwenden. Dies könnte aber vielleicht jemand genauer beantworten der schon mal Pylontechs offen hatte.

Auch möglich dass Pylontech bei den US2000 noch etwas vorsichtiger war was den Ladestrom betrifft, und dann mit der Zeit festgestellt hat dass auch ein höherer in Ordnung ist.

Die Rechnung an sich ist so einfach wie sie auf den ersten Blick scheint. Die 237A sind schlicht 4x25+37+100

Der limitierende Faktor ist idR das verbaute BMS, nicht die Zellen.
Bei der 5000er sind neben größeren/anderen Zellen also vermutlich auch ein anderes BMS verbaut und in Kombination kann der Akku dann scheinbar 1C.

das BMS kann hier wenig ausrichten, nur an-/ausschalten

Die Masterbatterie übergibt den max. Gesamtstrom an den MP2 - wie er sich aufteilt kann nicht beeinflusst werden

Es liegt an den unterschiedlichen Innenwiderständen der Akkus - ist bei mir mit 2 x Daly BMS parallel an 2 280A Blöcken - einer älter, einer neuer, genauso

Doch das BMS sagt ja dem System was es kann bzw was die Zellen können und was das BMS/die Zellen kann, hat der Hersteller im Vorfeld einprogrammiert.

Das sieht man oft bei den einfachen “drop-in” LiFePO4 Akkus.
Da hat ein Hersteller Modelle mit 50Ah, 100Ah, 150Ah und 200Ah und alle können laut Datenblatt den gleichen Strom liefern/aufnehmen, weil in allen Modellen das gleiche BMS mit der gleichen Programmierung drin ist, nur eben andere/größere Zellen.

sorry, hatte oben das “nominal” überlesen, dachte das sind die aktuellen Ladeströme

Aber ich verstehe die Zahl 237A zugegeben nicht - ja, alles zusammengerechnet, aber man kann doch jetzt nicht einfach ein Ladegerät mit 237A an die Parallelschaltung dieser 6 Batterien anschließen und hoffen das sich die Ströme auch so verteilen?

Ja, das kann durchaus ein Problem sein.

Bei Akkus unterschiedlichen Alters und/oder Kapazität wird sich der Strom vermutlich nie 100% gleich[1] verteilen, wodurch dann durchaus bei einem Akku mehr Strom ankommt, als gewünscht.
Darauf sollte das BMS aber entsprechend reagieren und das CCL und/oder CVL anpassen.

Das Victron System zeigt nur an, was vom BMS gesendet wird und kann auch nur damit arbeiten.


  1. bzw. entsprechend dessen, was die einzelnen Module eigentlich können ↩︎

Welchen Strom eine Batterie laden oder entladen kann ist detailabhängig. Die Mosfets auf dem Board müssen den Strom schalten können wenn sie die Zellen trennen, die Verkabelung muss den Querschnitten nach angepasst sein, Anschlussstecker ect. Die Wärmeabfuhr aus dem Gehäuse ist ja noch so ein Aspekt. Warum man den US2000 nur ein Viertel des Ladestroms zutraut ist durchaus interessant, würde mich auch interessieren. Aber ich würde bei diesen Batterien eher mit der Hälfte oder weniger laden.

Vielen Dank für die vielen Antworten. Für mein Verständnis hätte ich jetzt also ein “Misch” Ladestrom Limit von 0,63C. Würde es Sinn machen den Ladestrom auf 0,5C zu limitieren oder ist das egal? Ich habe derzeit kein Ladestrom Limit, nur DVCC aktiv. Was ich auch noch nicht ganz verstanden habe ist mit welchem Strom sich die einzelnen Packs laden: sie hängen ja alle an der gleichen Busbar. Hängt das vom Innenwiderstand ab? lg Florian