Off-Grid: Überlastbarkeit Multiplus 2

Und mancher erkennt nicht den Unterschied zwischen einer Regelung und einem statischen System. Lustigerweise wird im einfachsten Fall ein ohm’scher Widerstand geregelt, wenn man die Stromstärke in einem System ändern will.

Die Aussage, dass der Strom größer wird, wenn die Spannung steigt, ist so absurd falsch, wie eine Aussage nur sein kann. Und wer solche Aussagen verteidigt, der sollte sich ein anderes Themengebiet für seine Diskussionen suchen.

In einem linearen System behauptet ein Herr Ohm aber genau das.

Und was denn jetzt, vorhin war noch die Aussage “wenn die Spannung sinkt steigt der Strom” falsch.

Aus dem Zusammenhang gerissen, ist jede dieser Aussagen falsch oder richtig. Und einfach so in den Raum gestellt, nur total verwirrend.

Sorry, Schreibfehler. Die Falschaussage lautete, dass der Strom größer wird wenn die Spannung sinkt.

Der originale Kontext war das Thema “Spannungsabfall in einer Stromleitung”. Deshalb auch meine unmittelbare Frage auf den Schreiber, dass er sicher “Spannungsabfall” meint, wo er von Spannung schreibt, und dass die Kausalbeziehung umgedreht werden muss: der Strom wächst nicht wg Spannungsabfall, sondern der Spannungsabfall ist eine Folge eines hohen Stroms.

Dass jetzt, 50 Beiträge von Möchgtergernbesserwissern später, dieser Kontext aus den Augen verloren wurde, und dass wild über irgendwelche Regelsysteme schwadroniert wird, ändert daran gar nix.

Tut mir leid, aber da hast du den “original” Text falsch interpretiert.

Im Prinzip steht da, daß durch die Überlastung des MP2 die Spannung des Akkus viel stärker einbricht und er darum einen zusätzlich höheren Strom liefern muß. Immer in Bezug auf die Spannung des Akkus bei einer normalen Belastung durch den MP2 gesehen.

Das hier war der originale Text:

Was Forist Ferdinand mit “denn je niedriger die spannung desto hoeher der strom” was anderes gemeint hat, als dass durch eine niedrigere Spannung ein höherer Strom verursacht wird, warum schreibt er dann nicht, was er meint?

hallo,

ist doch ganz einfach: die ausgangsleistung ist konstant, die spannung am multi faellt und der strom steigt!

und es ging ja um die ueberlastbarkeit und die nimmt eben mit fallender spannung ab, weil dann eben mehr strom fuer die gleiche leistung benoetigt wird und die verluste erhoehen sich auch noch, durch den hoeheren strom!

tschuess

Haben Sie eigentlich schon mal bei sich selbst hinterfragt, woher das bei Ihnen kommt, dass Sie nicht widerstehen können, gleich mehrere Personen, die Sie nicht persönlich kennen und zu deren fachlichem Hintergrund Sie exakt gar nichts wissen, in selbstüberhöhender Art und Weise abzuqualifizieren und deren sachliche Aussagen abwertend einzuordnen? Dass Sie sich mit Ihren Einlassungen dabei kein bisschen auf die vorgetragenen Sachargumente beziehen, sondern es vorziehen, Diskursgegner durch persönlich verletzende Worte fachlich wie auch sozial zu diskreditieren, sagt mehr über Sie als über die von Ihnen Angegriffenen aus.

Es ist müßig zu versuchen Ihnen deutlich zu machen, dass Sie damit genau zu jenem Verfall der Diskurskultur beitragen, der vielerorts zu Recht beklagt wird: Wenn es keine inhaltlichen Argumente mehr gibt, verlegt man sich auf die persönliche Ebene, um am Ende als “Sieger” aus dem Ring zu gehen. Ich bin mir sicher, dass Sie sich ohne den Schutz durch die Internet-Anonymität nicht trauen würden, den vielen hier Engagierten so gegenüber zu treten, ihnen in die Augen zu sehen und solche Worte zu wählen.

Dass zugleich die meisten der “50 Beiträge von Möchgtergernbesserwissern” in diesem Thread von Ihnen verfasst wurden und Ihrerseits keine Bereitschaft zur Erweiterung des Horizontes oder wenigstens zur Einsicht eines Missverständnisses oder fachlichen Fehlers erkennen lassen, obwohl mehrere Sie hier höflich und fachlich fundiert darauf aufmerksam zu machen versucht haben, ja Ihnen sogar sehr respektvoll versucht haben, Ihre Fremdwahrnehmung zu spiegeln, ist der Treppenwitz an der Geschichte. David Dunning und Justin Kruger hätten in Ihnen einen wahrlich guten Kandidaten gefunden!

Die Ausgangsleistung ist aber Produkt aus Spannung und Strom am Ausgang. Wenn da die Spannung fällt, fällt logischerweise auch der Strom.

Du beschreibst keinen physikalischen Zusammenhang in einem einzigen Stromkreis, sondern ein Regelsystem mit zwei Stromkreisen, mit unterschiedlichen Spannungen und Strömen. Um in beiden die Leistung konstant zu halten, greift Regelelektronik ein. Das sind meistens Transistoren, die tatsächlich den Widerstand ändern, um damit den Stromfluss zu ändern. Das Wort “Transistor” ist übrigens ein Kofferwort mit dem “Resistor”, als “Widerstand” als zweitem Teil.

Der Strom steigt also ganz und gar nicht deshalb, WEIL die Spannung fällt. Er steigt in diesem speziellen Regelsystem genau deshalb, weil Spannung und Strom in zwei induktiv gekoppelten Stromkreisen so geregelt werden, dass in beiden die gleiche Leistung erbracht wird.

Es gibt ja noch 2 Leistungsformeln neben P=U*I

P=I²*R

P=U²/R

So eine Diskussion hatte ich mal mit einem alten Elektroniker, der meinte auch, dass viele den einfachen Stromkreis mit einem geregelten System verwechseln. In einem echten Wandler kann ein Spannungsabfall eben eine Regelung auslösen, wodurch der Strom aktiv nachgeregelt wird, nicht “von selbst” im selben Leiter steigt. Genau da liegt oft das Missverständnis, wenn man zu stark vereinfacht.

Es ist falsch, und es bleibt auch falsch! In einem Wechselrichter arbeiten die Leistungstransistoren nicht als veränderliche Widerstände! Das wäre nur in der Endstufe eines analogen Audioverstärkers so. Vielmehr arbeiten die Transistoren in der H-Brücke eines Wechselrichters als digitale Schalter - und als diese kennen sie nur die Zustände “ein” und “aus”. Alles andere würde enorme Wandlungsverluste nach sich ziehen!

Auch hält die Regelung in einem Wechselrichter nicht die Leistung konstant, sondern die Ausgangsspannung. Wird mehr Last abgerufen, steigt der Strom im Lastkreis und damit über die induktive Rückwirkung auch im Ansteuerkreis (ich beziehe mich hier auf die verbreitete Form des Trafo-Wechselrichters, zu denen auch die Multiplusse gehören).

Damit die Ausgangsspannung dennoch konstant bleibt, wird die Pulsbreite der Ansteuerung der H-Brücke im Primärkreis vergrößert. Damit arbeitet die Ansteuerung praktisch als Effektivwertsteller. Sinkt nun die Akkuspannung, würde wegen des konstanten Übersetzungsverhältnisses des Trafos auch die Ausgangsspannung des Wechselrichters sinken. Um dem entgegen zu wirken, muss der Effektivwert der Eingangsspannung erhöht werden, was bei sinkender Akkuspannung zwingend eine Vergrößerung des Eingangsstromes bedeutet.

Die Folge (wie nun schon vielfach hier geschrieben wurde): bei sinkender Akkuspannung steigt bei gleicher Last am WechselrichterAUSGANG die Stromstärke am WechselrichterEINGANG und damit eben die aus dem Akku entnommene Stromstärke. Und das ist keine Meinung, sondern ein Fakt, den jeder bei Interesse mit Spannungsmesser und Stromzange nachprüfen kann. Nichts anderes bringt die Gleichung P = U ’ I zum Ausdruck, auf die hier nun schon mehrfach verwiesen wurde.

Falsch. Wie die Regelung tatsächlich arbeitet, habe ich oben beschrieben. Es ist Folge des Energie-Erhaltungssatzes, des Induktionsgesetzes und der Trafo-Gesetze, DASS die Leistungen (unter gefälliger Vernachlässigung der Wandlungsverluste) in beiden Stromkreisen gleich groß sind. Die Regelung führt den Effektivwert der EINGANGSspannung über PWM so nach, dass die AUSGANGSspannung konstant bleibt. So arbeitet jedes Schaltnetzteil und jeder Wechselrichter.

Jetzt Alu-Hüte wieder aufsetzen.

Das ist völlig irrelevant, denn wenn in einem Stromkreis der Widersatnd unverändert bleibt, dann wird mit sinkender Spannung auch die Stromstärke sinken.

Wer das nicht kapiert, der ist mit einem Aluhut geboren.

Offensichtlich können und wollen Sie einfach nicht verstehen, dass die Annahme eines Stromkreises mit konstantem Widerstand im gegebenen Sachkontext falsch ist. Und aus einer falschen Prämisse lassen sich keine richtigen Schlüsse ziehen.

hallo,

gib es auf, er begreift es einfach nicht. ich habe es jedenfalls schon aufgeben, ihm etwas klar zu machen!

er kommt naemlich immer wieder mit den gleichen falschen argumenten!

tschuess

Offensichtlich können und wollen Sie nicht verstehen, dass die Behauptung, dass die Stromstärke in einem Stromkreis ansteigt, wenn die Spannung sinkt, grober Unsinn ist. Ich war ja derjenige, der Sie und andere darauf hingewiesen hat, dass sich dafür der Widerstand ändern muss, oder dass es sich dabei dann um zwei Stromkreise in einem Regelsystem handelt. Beidem haben Sie widersprochen, also scheinen Sie sich dem Foristen Ferdinand anschließen zu wollen, der hier schon mal ganz explizit behauptet hat, dass das Ohm’sche Gesetz nicht immer gilt.