Hallo, habe folgendes Projekt und unterschiedliche Meinungen zur Umsetzung (Ich habe die letzten 20 Jahre einige Victron Lösungen gebaut aber noch keine mit den neuen Vorgaben ). Wenn jemand aktuelle Informationen zur Umsetzung mit Victron und Tinetz hat, bitte Kontakt aufnehmen, Danke!
Also, kurz zu meiner Anlage 3-Phasen System:
3 Multiplus II 5000, Ekrano 1 Fronius Symo 5.0-3-M
1 Fronius Symo 8.2 M
4 Pytes V12 (je 12kwh)
12,3KWh Solar peak
13KW Netzzugang
Der Netzzugang liegt nach Absicherungen an AC in an Multiplus (3x) an. AC out 1 ist FI abgesichert und bedient den Sicherungsschrank. Die Fronius Inverter sind dabei auch entsprechend abgesichert.
Frage:
Da Fronius als MG50 innerhalb des Microgrid von Victron ist, regelt Victron bei einem geschlossenen Kontakt auf AUX1 (Master L1) die Fronius Inverter entsprechend, dass dabei kein Überschussstrom in das Netz fließt, ist das korrekt?
2)Ich würde gerne einen Umschalter für den Servicefall einbauen, würde aber dann in das Problem laufen, dass ich in den Fornius Invertern von MG50 wieder auf AT Ländercode umstellen muss. Gibt es da eine Lösung?
Hat jemand das schon in ähnlicher Weise (ev. Nur Victron ) neulich mit Tinetz gemacht, was waren die Anforderungen und Herausforderungen.
Habe auch 3 Multiplus2 5000va mit einem Solaredge 9k auf Ac out1 und bin auch Kunde bei Tinetz!
Solange du einen Netzzugang auf Ac In hast muss auf den Fronius Invertern auch der Österreichische (TOR) Ländercode aktiviert sein, denn Ac In und Ac Out sind durchgeschleift und miteinander verbunden, da macht es KEINEN Unterschied ob über den Multiplus oder den Umschalter!
Du musst nur den Wechselrichter Assistenten im Multiplus aktivieren, damit er bei Netzausfall und voller Batterie über die Frequenz gedrosselt bzw. abgeregelt wird.
Wäre aber auch nicht das Problem, da ich nur zu den Teuren Abend und Früh Stunden meinen Solarertrag ins Netz schiebe. (Mit dynamischen Einspeisetarif mit stündlicher Preisänderung nach Epex Spot)
Eine frequenzregelung bei Netzbetrieb ist nicht möglich.
Entweder das Netz ist vorhanden und durchgeschaltet, dann gibt das Netz die Frequenz vor.
Oder das Netz ist nicht vorhanden, sprich die Anlage befindet sich im Inselbetrieb, dann gibt das Victron system die Frequenz vor, welche dann auch geregelt werden kann.
Dem ist leider nicht so. Aux1 wirkt nur auf der Multi Seite und das auch nur mit der Multieigenen Messung. Alles am ACin wir dann über Netz versorgt, alles am ACout über MPPT oder Batterie. Die Froinius Wechselrichter sind hier völlig außen vor, auch mit Modbussteuerung das bedeutet die Fronius musst du über den Eingang am Fronius Ausschalten.
So zumindest der Stand vor ca. 6 Monaten.
Ich löse das hier in D über die digitaleingänge am Cerbo mit Nodered, bisher hat keiner nachgefragt….
Was ich nicht sagen kann ist ob du in Österreich überhaupt von einer Abregelung betroffen bist, oder ob bei dir die 70% Regel zählt….
Danke, habe die Aussage bekommen, dass die WLV bis Juni noch nicht relevant ist. Bzgl. der Regelung der an AC out 1 angehängten Fronius Symo hätte ich mir erwartet, dass diese über das “Microgrid” gesteuert werden - ich teste die Einstellungen wenn ich das System aufgesetzt habe (auch wenn ich es derzeit nicht brauche).
Eine andere Frage habe ich noch bzgl. Netzentkupplungsschutzes:
Bei Netzausfall schaltet der Multiplus 2 automatisch auf Inselbetrieb um. Hierbei regelt er den Fronius via Frequenz. Reicht das für den EVN als Netzentkuplungsschutz?
Bzw. wie habt ihr die Prüfklemmleiste laut TOR Erzeuger 6.3.4 (Längstrennklemmen + Buchsen) umgesetzt?
Das reicht meines Wissens, das solltest du mit dem Anlagenerrichter klären, meines Wissens braucht es für deine Anlage keinen zentralen NA Schutz, damit auch die Längstrennklemmen etc. nicht. Aber wie gesagt ich kenne die österreichischen Regeln nicht im Detail.