wir haben hier ähnliche Anforderungen: wir haben im Augenblick einen Verbund aus 3 Anlagen (im ESS Mode), die sich gegenseitig die Überschüssige Energie zusenden, das ganze funktioniert als ein Master/Slave System. Dabei läuft jedes System erstmal für sich alleine. Der Transfer der Überschussleistung lässt sich flexible einstellen. Das System ist beliebig erweiterbar in einer Art Baumstruktur. Es existiert ein Hauptmaster, an dessem AC-Out kann eine beliebige Anzahl Slaves hängen, jeder dieser Slaves kann dann wieder Master für weiter Slaves sein, die an seinem AC-Out hängen.
Die Software habe ich für GX-Version ab 3.6 geschrieben.
Wie ist das bei dem Microgrid, funktioniert dies auch als Inselsystem?
das war unsere erste Idee auch, aber was ist wenn du Wartungen an deinem “Master-System” machst. Dann geht der AC-Out AUS oder ? Daher sind wir beim MIcrogrid.
Oder hast du da ein Trick, dass das System trotzdem läuft.
Microgrid: ist je System (1phasig/ 2phasig/ 3phasig), dass wenn am AC-IN2 (Quattro) oder AC-In bei MP2 Spannung anliegt sich einschwingt, ähnlich ESS, wenn kein Netz anliegt, dann stellt das System eine Spannung und Frequenz zur Verfügung. Vorteil ist, dass du die einzelnen Systeme Ein- und Ausschalten kannst quasie, je nach Auslastung wie du willst. Energieverschiebung: Da kann macn tricksen oder, was wir wollen ein Kontakt zu den Entwicklern der Victron- Software, dass man hier für uns was einbaut.
Hoffe geholfen zu haben:
Gruss Jan
könnte ich mal eine Nachricht von euch bekommen, dass wir für uns ggf. eine angepasste Firmware bekommen, dass wir das Microgrid für uns besser nutzen können bzw. diverse Einstellung im Betrieb vornehmen können, die derzeit nur per USB- per Configurator auf den Geräten direkt geht. Es geht um Spannungen, Frequenzen etc. zu ändern. Für uns wäre das super. Ja man kann viel mit Node machen, aber es muss ja auch möglich sein auf die Daten der Config zu greifen zu können nach derzeitigen Stand. Oder man bohrt das ESS-System auf, mit der Auswahl des “Grids” nicht Deutschland, sonder “MIcrogrids”, dann könnte man ein ESS einrichten, die Abschaltfunktion muss man bei Netzaufall beachten etc., das ist uns bewusst.
Daher die Bitte an die Entwickler der Firmware mit uns kontakt auf zu nehmen.
Wir hätten für diverse Kunden diese Anforderungen…
ja, dann geht der AC-Out aus, aber das ist kein Problem, da alle Systeme autark funktionieren. Bei Ausfall, Störung etc. fallen die einzelnen Anlagen in den “normalen” Betrieb zurück.
Das sieht bei uns so aus: Wir sind eine kleine Siedlung von Wochenendhäusern, allerdings wohnen eine Parteien auch permanent dort. Die meisten haben ein Victron System, 3 Parteien sind bereits ins Netz integriert. Jedes dieser System war darauf eingestellt, das dazugehörige Haus autark zu betreiben. Für die, die permant anwesend sind, war es im Winter oft schwierig genug Solarenergie zur Verfügung zu haben, daher der Gedanke, möglichst viele Anlagen zu koppeln, so dass die leerstehenden Häuser im Winter ihre Energie an die anderen abgeben können. Der Master ist bei uns eine Anlage, die am Stromnetz hängt, was für unser System aber nicht unbedingt notwendig wäre. Da die Anlagen die Häuser immer im AutarkModus bedienen, spielt der Ausfall eines Master erstmal keine große Rolle. Lediglich der Energiefluss ist dann für den Teil des Baumes, der an diesem Master hängt, gestoppt. Sobald der Master wieder in Betrieb geht, baut sich das Netz neu auf. In Kürze kommen weitere Anlagen zum Netz hinzu. Bei uns ist die größte Herausforderung die Entfernung der einzelnen Häuser, die zwischen 50 und 200m betragen. Hier müssen wir Kabel mit großen Querschnitten legen oder die maximale Energie die transferiert werden kann begrenzen.
Das System funktioniert bisher ganz gut und zuverlässig. Es wird allerdings 1phasig betrieben, wobei ich denke, dass die Software auch auf 3 Phasen angepasst werden könnte.
bei einem verbund aus ess-anlagen sollte man auf jeden fall daran denken, dass ein nachgeschaltetes ess leistung am ac-in ausgibt, wenn eine last abgeschaltet wird. der master darf also nicht damit ueberlastet werden.
leider weiss ich noch nicht, wo die grenze liegt, also bei welcher ac-spannung keine leistung mehr uebertragen wird. ich muss einmal ausprobieren, wieviel leistung ich da in umgekehrter richtung uebertragen kann.
da ich bei mir nie ein groesseres system hinter einem kleinen haengen hab, sondern immer nur ein kleines oder gleich grosses hinter einem anderen, habe ich das problem nicht. allerdings laufen nur ein paar systeme als ess, weil ich nur so die zusammenarbeit richtig steuern kann. zmindest was die energieuebertragung am ac-in angeht oder die leistung wenn ich mit der eingangsstrombegrenzung nicht weit genug runter komme. auch die planung zum einschalten groesserer einphasiger lasten laesst sich so besser steuern, um die maximal erlaubte leistung nicht zu ueberschreiten. aktuell arbeitet mein system, wegen ausfall des akkus, nur mit einem deutlich zu kleinen akku, so dass es so konfiguriert ist, dass dieser akku moeglichst nie belastet wird!
aber es gibt viele moeglichkeiten, das gewuenschte ziel zu erreichen.
Danke für die Info!
Das heißt also ich könnte das 1Ph System MP2 24/3000 in meine 3 Ph 48/5000 OffGrid System per Microgrid einbinden.
Hier im ganzen System ist kein Netzanschluss vorhanden! Ich muss mich mal dazu erst mal einlesen aber grundsätzlich würde das so funktionieren!
Wenn man das (wie oben) für eine Wochenendhaus-Siedlung nutzt wäre es IMHO sinnvoll wenn die individuellen Anlagen bei einem Fehler im Microgrid auf autarke Inseln zurückfallen (also das jeweilige Gebäude weiter versorgen), statt dass es in der gesamten Siedlung dunkel wird.
Aber laut Anleitung für Microgrid sollen alle Lasten am AC-In hängen (also am Microgrid), an AC-Out darf überhaupt nichts unangeschlossen werden.
Gibt’s für diese Einschränkung irgend einen sinnvollen Grund?
jedes System mit dem Nutzen des AC-OUT und IN und als ESS verstehe ich, jedoch sehe ich pers. das für die Anwendung, wenn jede Insel für seine Leistung ausgelegt ist ausreichend. Ein Verbund der OUT- Lasten muss dann aber extra Programmiert werden.
Wir streben hier die “Industrie-Lösung” an, bei der auch grosse Leistungen gefahren werden. Der Vorteil ist, wir können jetzt NEU über Programmiercode die Werte einstellen die wir brauchen und so die Leistungen flexibel kaskadieren und schieben und auch die Ladungen der einzelnen Akku-Blöcke, die verteilt auf unserem Gelände sind steuern.
Es ist sehr interessant. Mit ESS binden wir quasi Victron- Überschussanlagen und “normale” Wechselrichter in unser Netz ein, um mehr Leistung zu haben. Unser HKA wird im Herbst dann angebunden mit Netzumschalter von EVU-Netz auf Inselnetz, um hier die Insel mit einer Grundlast von ca. 50kW zu versorgen. Wir sind gespannt, wie gut das geht. Wir sind optimistisch.
Was wir nicht verstehen, warum der AC-Out nicht genutzt werden soll / darf. Welchen Grund gibt es hierfür. Hier könnten wir einen gr. Mehrwert für unsere Kunden erziehlen, denn dann hätte wir zus. noch eine “USV-Funktion”.
Es ist IMHO nicht vermittelbar warum man für diese Funktion mehr (sogar baugleiche) Geräte kaufen soll, wenn die notwendige Technik praktisch bereits vorhanden ist. Die Nutzung des AC-Out sehe ich für sowas wie Klimatisierung der Packs (damit die nicht in der Sonne kochen oder im Winter nicht ladefähig sind, da wird “kauft dafür zusätzliche Inverter” IMHO zu einer “kauft etwas anderes”-Aussage) oder Offgrid-Anwendungen wie ein Kühlhaus welches ohne das Microgrid weiter laufen muss, aber PV-Überschuss sinnvollerweise für die Umgebung zur Verfügung stellen sollte (da Panels und Ladegeräte nicht auf Bäumen wachsen).
Ein Pack sollte auch ohne größere Klimmzüge aus dem Microgrid geladen werden können, die nötige “Erlaubnis” dazu sollten die problemlos autark (ohne zusätzliche Daten-Verkabelung) aus der Netzfrequenz gewinnen können. Dann würden sinnvolle Topographien möglich werden, wie die Auslagerung von Speichern für Nacht / Abdeckung von Spitzenlasten auf die grüne Wiese, statt die als Brandlast in Kellern von Häusern (bei denen PV prima auf die Dächer passt) zu haben - in den Gebäuden braucht es dann nur kleine Kapazitäten (für USV) und die PV-Leistung würde primär in das Microgrid geschoben.
Ich hoffe dieses Softwareproblem wird gelöst bevor China das schneller und billiger liefert.
ich glaube wir werden es einfach mal versuchen,… mal schauen was passiert. Eigentlich ist ja das Microgrid eine Version des ESS, bei dem der AC-Out auch genutzt werden darf. Ich werde mal ein Last auf einen AC-Out geben … melde mich wenn ich mehr weiss. Aber bisher ging immer mehr, auch mit dem Microgrid als in den Beschreibungen benannt.
Deswegen hätten wir gerne mal einen Austausch mit einem Entwickler!!! Ich denke da kommt dann sehr schnell die Rückmeldung was der Markt daraus macht und was der Wunsch ist. So wie ein Steuerung / Tool als Dachfunktion. Das bauen wir uns gerade selber, aber wenn man es Marktfertiger machen könnte wäre schon super.
Der Hintergrund ist, dass eine Last an einem der ACout Ausgänge - wenn er wie gewohnt durchgeschleift wäre - einen zu großen Einfluss auf die Regelung dieses Systems hätte. Es würde versuchen die Last deutlich früher abzufangen als die entfernteren Systeme, damit seinen eigenen Anteil an der AC-IN Versorgung etwas einknicken lassen, worauf die entfernten Systeme dann wieder zeitverzögert reagieren.
Das System stabilisiert sich wieder und die anderen müssen wieder nach unten korrigieren.
Das würde zu einem ziemlichen Schwingen zwischen den Systemen führen, wenn jedes System wechselnde ACOut Lasten hätte.
Sinngemäß kannst du dir Vorstellen: Beim Microgrid sollen X Systeme in einen Zentralen Punkt einspeisen, wo die Entnahme statt findet. Das ist stabil regelbar.
Bei Lasten an ACOut wären alle inverter näher an diesem Sternpunkt, als die Lasten an ACout. Sie wären quas “Außen” von der Mitte aus gesehen. Jeder Lastwechsel würde zu verzögerter Regelung in jedem Inverter führen.
(Achso: Bin selbst nicht an der Entwicklung beteiligt, das ist nur das was ich so den Workshops und Gesprächen bei der Intersolar entnommen habe)
@Wirl Wenn ich dein System richtig verstanden habe, bewegst du dich damit außerhalb dessen, was Victron (Stand heute) für das Microgrid vorgesehen hat.
Das Microgrid ist ja noch ganz neu und noch am Anfang der Entwicklung, da wird es über die nächsten Wochen/Monate sicher noch Änderungen/Anpassungen geben.
Ich habe einen der Entwickler mal einen Hinweis auf diesen Thread hier gegeben, aber ob er die Zeit hat sich das anzuschauen, weiß ist nicht.
Victron arbeitet bereits mit drei Firmen zusammen um solche externen Steuerungen zu realisieren.
Das sind CRE Technology, DEIF und ComAp.
CRE ist wohl sogar schon fertig, da braucht man, je nach System, mehrere Controller und jeder kostet wohl um die 1000€.
DEIF ist mit zwei Anlagen in der Testphase und bei ComAp wird es noch eine Weile Dauern.
Das wird demnächst sicher noch in die offizielle Dokumentation aufgenommen, wie gesagt, das ist noch ein sehr neues Feature und braucht Zeit sich zu entwickeln.
Ich würde ja jetzt nicht versuchen auf Krampf, über inoffizielle Wege, das selber übers Knie zu brechen.
Beispiel CRE
In diesem Beispiel sind 7 Controller nötig, also etwa 7000€:
Demnach nehme ich an dass hier nicht das schon bestehende InteliNeo zum Einsatz kommt, da dieses eine aktive Kommunikation mit dem Speicher voraussetzt. Bin gespannt auf die Lösung
wir arbeiten gerade an einer Oberfläche bzw. haben diese z.T. schon. Wie geschrieben sind wir an mehreren “Baustellen” dran um hier das System für uns passend zu machen. Bei uns sind die Lasten z.T. nahe an den Wechselrichter, z.T. weiter weg. Aber egal ob am AC-Out oder AC-In. Aber wenn man genug Wechselrichter hat, dann sollte ein System von 3Stk ja den AC-Out packen als USV sozusagen. Wir melden uns wenn wir alles steuern und schieben können wie wir es brauchen. Eine Vernetzung der Cerbos läuft schon, und die Ansteuerungen auf den VMConnnect geht auch gut.
Viel Spass dann noch.
Frage in die Runde: Kann es sein, dass sich Wechselrichter vom Netz trennen, wenn alle Akkus 100% haben, das Netz fast keine Last hat und die Wechselricherleistung überdimensioniert ist? Haben wir glauben wir jetzt mal gehabt…