Mehrere ESS (jeweils bestehend aus Smartsolar, MP-II, GX, Akku) an den gleichen Solarmodulen

Könnte man, beispielsweise in einem Mehrfamilienhaus, mehrere komplette ESS mit eigenen Smartsolar MPPTs an einer gemeinsamen Solaranlage betreiben. Oder würden diese dann Probleme haben, den MPP zu finden, weil z.B. bei vollem Akku eines der ESS seinen Smartsolar drosselt und damit dann mehr Leistung bei den anderen auftaucht?

Im einfachsten Fall hängt ein String von Modulen an einem Eingangskasten mit Überspannungsschutz und LSS, und danach verzweigt sich der Strom auf mehrere MPPTs, von denen jeder sein eigenes ESS speist.

Was spricht gegen so eine Lösung?

hallo,

du kannst mehrere system an einem akku betreiben. wenn du aber eine sehr grosse pv am system hast, kann es dir passieren, dass die pv-leistung gedrosselt wird, obwohl der akku nur mit 50% des erlaubten ladestromes geladen wird. man soll das vermeiden koennen, indem man zusaetzliche dc-verbraucher, also die anderen systeme, alle hinter einen shunt haengt und den als dc-last definiert.

allerdings ziehe ich die variante vor, die pv ueber einen eigenen cerbo zu steuern, damit es nicht zu solchen problemen kommt und das auch ohne direkt bms-anbindung, was den ausfall der anlage bei bms-problemen verhindert.

tschuess

Da hast Du was falsch verstanden. Jeder hat sein eigenes ESS mit eigenem Akku. Geteilt sind nur die Solarmodule auf dem Dach.

Einfachstes Anwendungsbeispiel: Mehrfamilienhaus, mit Solarmodulen auf dem Dach. Jede Wohnung hat ihren eigenen Stromzähler, und davor einen Gridmeter, der das eigene ESS steuert. Jeder Haushalt hat auch seine eigenen Smartsolar MPPTs, seinen eigenen Multiplus-II, seinen eigenen Cerbo, und seinen eigenen Akku.

Es geht nur um das Teilen der Solarmodule. Sonst nix.

Der Strom aus den Modulen teilt sich dann auf die verschiedenen Haushalte auf. Der Nachteil: jede Wohnung braucht MPPTs in einer Größe, die die gesamte PV-Leistung aufnehmen kann, obwohl sie meistens nur einen kleinen Teil davon abbekommt.

Mehrere MPPTs an einer Solarmodulgruppe zu betreiben, könnte funktionieren, aber nicht optimal, da jeder Regler versucht seinen besten Arbeitspunkt zu finden. Ob das Ganze dabei möglicherweise ins Schwingen gerät, müßte man testen.

hallo,

das funktioniert so nicht, ausser man installiert umschaltrelais oder schuetze vor den mppts! oder man muss die anlage auf 2 systeme aufteilen.

eine pv-anlage an getrennten systemen funktioniert so leider nicht. es gibt zwar auch moeglichkeiten, mppts eingangsseitig parallel zu schalten, die muessen dann aber entsprechend gesteuert werden, dass einer im mppt-modus und einer im limit-modus arbeitet, sonst ziehen sie die pv-spannung komplett runter!

es wird also eine zentrale steuerung fuer die pv benoetigt!

tschuess

hallo,

es wird nicht schwingen, die pv-spannung wird aber bis auf die akkuspannung runter gezogen, weil jeder versucht, die maximale leistung zu bekommen!

tschuess

Das wiederspräche aber der MPPT Regelung wo versucht wird die meiste Leistung zu entnehmen, was garantiert nicht bei der niedrigsten Spannung passiert.

Ich denke eher, daß wenn ein MPPT auf 130V liegt und der andere auf 120V, man sich auf 125V einpegelt.

Da ich gerade auf Reisen bin kann ich das erst nächste Woche testen.

Das könnte man AC seitig lösen. Die große PV bekommt einen großen oder mehrere kleine Wechselrichter, die Leistung geht über einen Erzeugungszähler auf die Stromschiene im Schrank. Die verteilten ESS könnten dann über ACin unterschiedlich viel Leistung beziehen und verbrauchen bzw. in die Batterie laden. Das müsste dann sogar mit Messkonzepten zum Mieterstrom konform gehen.

Aber ein String hat genau einen mpp aus Spannung x und Strom y. Das bedeutet die Tracker müssten gemeinsam die passende Spannung suchen und den Strom untereinander aufteilen. Dazu müssten sie kommunizieren.

Damit wäre die Unsicherheit bzgl eventuellen Aufschwingens der MPPTs gelöst. Aber die individuellen ESS müssten dann miteinander und mit einem zusätzlichen gemeinsamen Gridmeter kommunizieren, um zu wissen, mit welcher Leistung jedes seinen Akku laden kann.

hallo,

du vergisst eine kleinigkeit. sobald ein mppt die spannung reduziert, um mehr leistung zu bekommen, reduziert sich auch beim anderen mppt die leistung, also versucht er den strom zu erhoehen und das geht nur, indem er die spannung weiter reduziert.

im endergebnis wird die pv-spannung ein 1-2V ueber der akkuspannung reduziert!

das ist immer das ergebnis, wenn ein geraet versucht, den ganzen strom fuer sich zu bekommen, weil es den nicht teilen will!

und es gibt immer nur EINE mppt-spannung zu einem zeitpunkt und keine 2 und mppts kommunizieren auch nicht miteinandert, die versuchen einfach nur, immer die maximal moegliche leistung zu bekommen und wird einem der strom weggenommen, reduziert er die spannung um wieder mehr leistung zu bekommen!

tschuess

tschuess

Klar, die Interaktion der ESS untereinander und mit dem zentralen Wechselrichter etc. muss man mit einem zentralen Controller steuern, der alle relevanten Messgrößen kennen muss. Nicht ganz trivial aber sicherlich lösbar.

Wobei man sich fragen müsste warum es nicht ein zentrales ESS mit riesiger Batterie gibt. Das wäre sicherlich deutlich effizienter und einfacher zu steuern.

Mit einem AC-WR würde es schon gehen… jeder Haushalt regelt ja für sich auf 0-Bezug..

schwierig wird nur die Abrechnung .. da man dann eine Menge Zähler braucht, um zu wissen, woher die Leistung der haushalte gekommen ist .. ob vom Netz oder vom WR.

Da würde ich gar nicht erst anfangen mit der Abrechnung. Aber das Problem ist dabei ja eher, dass das einzelne ESS gar nicht wissen kann, ob es und wie viel es aus dem Netz in den Akku laden kann. Es regelt sich ja nicht nur auf Null, sondern holt sich aus dem vorgelagerten Hausnetz die Leistung der PV-Inverter, und lädt damit den Akku.

Ja, denke ich jetzt auch. Ein ESS für’s ganze Haus wäre effizienter, einfacher zu steuern, und einfacher abzurechnen.

Dafür braucht man natürlich ein “externes” Programm .. mit dem man die WR Leistung an die Haushalte meldet .. damit die laden…

Und ein Zentrales macht auch Probleme .. man ist ja verpfichtet mit den Parteien entsprechend abzurechnen ;O)))

Ja ein System ist vermutlich die sauberste Variante, das Mieterstrom Modell wurde in den letzten Jahren vereinfacht und ist wirtschaftlich umsetzbar.