ich möchte bei meiner “Schwachstrom-PV” (aka “Inselanlage”) mit 48V alle Geräte über einen LYNX Distributor fahren. Grund ist die Überwachung der Sicherungen. Ich wollte das zunächst DIY stricken, aber Kosten und Aufwand für den Selbstbau sind auch nicht viele geringer als so ein Distributor.
Das Thema Sicherungen für einen “unterbelasteten” Lynx hat sich durch einen Post hier im Forum geklärt. Aber meine Frage:
Ich schließe 5 Geräte an:
2x SmartSolar
Ladegerät
Batterie
Phoenix
Aber der Distributor hat nur 4 Anschlüsse!
Kann ich die Batterie an die beiden freien aussenliegenden Busbar-Enden anschließen? Meine geplante EEL48V-Batterie hat eine eigene Sicherung. Technisch müsste das doch machbar sein.
Gibt es eine Art Abdeckung für die Busbar-Enden oder muss da der DIY-Prinz ran und eine Abdeckung dengeln?
zum einen brauchst du fuer die ueberwachung der sicherungen einen 5V stromversorgung und damit wird dann nur ueber eine led angezeigt, dass die sicherung ok ist. so eine anzeige kann man sich auch leicht selbst aus einem widerstand und einer led bauen, die parallel zur sicherung angeschlossen wird.
du kannst zwar an die enden vom lynx etwas anschliessen, dann aber bitte mit sicherung. denn sobald von einer seite strom fliessen kann, sollte das kabel auch abgesichert werden. wenn du allerdings sicherstellst, dass der maximale strom, der fliessen kann, kein problem fuer das kabel ist, kannst du die auch weglassen, aber auch nur dann!
die sicherungen dienen naemlich ausschliesslich dafuer, eine ueberbelastung der kabel zu verhindern! solange das also gewaehrleistet ist, kannst du machen, was du willst, auch auf sicherungen verzichten. es macht aber trotzdem sinn, geraete mit einer passenden sicherung abzusichern, damit das geraet stromlos wird, falls darin ein defekt auftritt!
also ich bin jedenfalls ein fan davon, jede leitung einzeln abzusichern!
Ich merke gerade, dass ich mich voll verrannt habe …
Ursprünglich wollte ich die Erkennung smart machen - also über Optokoppler jede Sicherung an den steuernden Computer (ESP) anschließen. Aber das war mir dann zu aufwändig - vor allem kann ich die Funktionslosigkeit eines Gerätes auch in der Software erkennen (wenn nix kommt ist was kaputt). Ich brauche also nur eine LED je Sicherung, die mir auf den ersten Blick zeigt dass die Sicherung durch ist.
Irgendwie habe ich jetzt den Spin nicht hinbekommen und viel zu kompliziert gedacht (Overthinker-Syndrom).
Natürlich: Widerstand und LED reicht doch vollkommen aus …
… DAS ändert dann doch wieder ALLES. Da ich eine Steuerung auf ESP-Basis bauen werde reicht mir eigentlich die Entdeckung, dass der Ausgang des Distributors im Grunde ein I2C-Bus ist sowie die Daten die er sendet. Ich kann ihn direkt an meinen ESP dengeln und auswerten!
Das reduziert meinen Bastelaufwand erheblich, der LYNX-Distributor ist “sauberer” als Busbars - aber es kostet ein paar Euro mehr.
Kennst du DTU on Battery?
Evtl kannst Du Teile davon für Deine Steuerung nutzen.
Es spricht VE.direct um Victron MPPT zu regeln, can Victron b BMS und Null-Einspeisung mit Hoymiles-Microwechselrichtern aufbauen.
Kontext: Ich will mein BKW erweitern um +2 Panels und eine Batterie. Ich habe volle unverschattete Südlage und kann und möchte so viel Strom produzieren wie möglich. Mein aktueller 600W Wechselrichter dreht ab sobald die Sonne richtig scheint - bei 1000W Panelleistung!
Problem: damit falle ich aus der BKW-Verordnung raus – und dann stehen die Kosten für den Elektromeister, Anmeldung etc. in keinem Verhältnis mehr. Also baue ich DIY eine “Schwachstrom-PV” (aka “Inselanlage”) mit großer Batterie – OHNE Einspeisung – , die selektiv systemrelevante Verbraucher versorgt. Also Wasserstrahl statt Gießkanne.
Setup:
4 Panels in 2 Strings
2x SmartSolar 48V
Batterie EEL 48V/17kWh (nicht nur Puffer, auch Notvorrat)
Phoenix 48/3000
Ladegerät für die Batterie
Netzwechselschalter (ATS) über Shelly smart gesteuert an jedem Verbraucher/Verbrauchergruppe
Die Regelung wird auf einem ESP realisiert, der die Daten des Systems sammelt und autonom eine einfache Regelung vornimmt (Ladegerät ON/OFF und Netzwechsel der Verbraucher). Alle Daten werden über ModBus an einen separaten Rechner geleitet. Dieser erhält ebenfalls Daten von der thermischen Solaranlage (Steuerung ist fertig) und einer Wärmepumpe (ist in Planung). Die Daten werden auf dem Rechner gespeichert. Er unterbreitet dann ganzheitlich den drei Einzelsteuerungen Schaltvorschläge nach Regelwerk und später mit KI (“Wer darf heute das Brauchwasser erhitzen…”).
Also: jede Steuerung hat eine autonome Basissteuerung (Fallback) mit lokalem Monitoring über Display und WebUI – kann aber auch extern geregelt werden.
Ich hoffe ich schaffe das noch in meiner verbleibenden Restlaufzeit
Ich hab den Sinn einer Sicherungsüberwachung noch nie verstanden. In meinen Augen ist das komplett überflüssig und verursacht nur unnötige Kosten.
Der Sinn einer Sicherung ist das Kabel zu schützen. Im Normalbetrieb darf also eine Sicherung nicht ausfallen. Erst bei einem Vorfall (Kurschluss durch ein loses Kabel, oder defekt in einem Gerät) sollte sie auslösen. Aber in beiden Fällen weiß ich dann welche Sicherung es ist, oder kann dies in kürzester Zeit mittels Multimeter feststellen.
In den über 5 Jahren in den die Anlage läuft ist mir noch nicht eine Sicherung kaputt gegangen. Und das bei 2 LYNX, also 8 Sicherungen + eine weitere in einem externen Halter.
Also wozu das Ganze?
Lediglich für eine Remoteüberwachung , z.B. bei einem Kunden, könnte ich mir das Vorstellen. Aber auch dann muss ich zur Anlage um diese nach der Ursache zu untersuchen und die Sicherung zu tauschen.
4 Panel am MPPT 150/45 lädt mit 1800W bei mir in die Batterie.
Eine Hoymiles Mikrowechselrichter holt die Leistung nicht vom Panel sondern aus der Batterie und speist in Dein Hausnetz.
OpenDTU on Battery streifet den Victron MPPT und Hoymiles Mikrowechselrichter, sodass nur das ins Hausnetz gespeist wird, was benötigt wird: „Null-Einspeisung“
Mit Deiner gesparten Zeit programmierst Du weitere Festure in OpenDTU in Battery und die Community freut sich Evtl ja Ansteurung von DC-Relais um Lasten nach SOC zu steuern.
Mit der neuen AR-N 4105 können DC-PV und Speicher Liebig groß werden. Relevant ist nur der Einspeise-Wechselrichter, der Max 800W Leistung haben darf. Victron hat leider keinen.
Das Thema wurde und wird in verschiedenen Foren kontrovers diskutiert. Wenn es nach mir geht soll irgendein Bundesamt ein Zertifikatshähnchen für ein Netzeinspeisegerät vergeben. Was du auf der PV-Seite machst ist dein Ding - wenn du einspeisen willst, dann nur über das zertifizierte Gerät. Und das spielt nach festgesetzten Regeln. Dass muss dann noch nicht mal ein Wechselrichter sein. Kann auch einfach ein Begrenzer sein.
So, ganz einfache Lösung.
Ähhhh - Sorry - ich vergaß … wir sind ja in Deutschland …
Diese ganze Regulierungswut ist affig und bremst nur die Energiewende aus. Auch in anderen Gewerken darf ich machen was ich will, solange ich mich an der Schnittstelle zum öffentlichen Netz an Regeln halte (was hinter der Wasseruhr passiert ist weitestgehend mein Ding mit Ausnahme des vorgeschriebenen Rücklaufschutzes). Das ist der neuralgische Punkt und das ist auch gut so das das kontrolliert wird.
Aber das ich eine Wielanddose vom Elektriker setzen lassen muss … Frechheit!
Leider nein, denn die Physik spielt da leider nicht mit. Selbst wenn es so einen Begrenzer geben sollte, dann wird dieser so teuer, das niemand ihn verwendet. Du bräuchtest dann nämlich auch wieder eine Art WR, die die Energie von der einen Seite zur anderen verschiebt. Strom kann man nicht einfach begrenzen. Weil wenn man das tut bauen sich Ladungen auf oder ab. Sprich wenn du begrenzt, was passiert dann mit der Energie, die deine Solaranlage produziert? Löst die sich in Luft auf?