hallo,
den akku zu betreiben, ohne das bms anzuschliessen, ist kein problem. allerdings sollte alles so eingestellt sein, dass der maximale ladestrom des akkus nicht ueberschritten wird und die spannung sollte auch nicht so hoch sein.
wenn man die daten vom bms auswerten kann, hat das zwar vorteile, aber es ist nicht zwingend erforderlich. man kann das system auch ohne soc steuern!
Soc hat man auch und zuverlässiger übers Shunt, das hatten wir doch schon. Ansonsten 100%tige Zustimmung. Wenn ich allerdings einen einzelnen Akkublock mit Gewalt und voller Last vollballern will hilft das BMS als williger Datenlieferant um die Ladeleistung so dicht wie möglich an den kritischen Bereich ranzufahren. Wie weit das dann sinnvoll ist sich dabei auf fragwürdige BMS Werte und gefrickelte Kommunikation zu verlassen ist die nächste Frage
Bei nur einem Akku ohne BMS Verbindung können die (manuellen) max Werte für Ladestrom und Spannung wohl funktionieren. Wenn aber mehrere Akkus im Spiel sind…woher weis dann ein System (MPPT) das er mehr Ladung liefert als der vom BMS addierte CCL zulässt?
Durch die von mir eigestellte Ladestrombegrenzung. Würde ich doch immer machen. Bei einem block mit 280 Ah ist 0,5 C 140 A. Ich gehe nicht über 50 pro Block. Dann wird die Floatspannung begrenzt und fertig.
Deshalb die Einschränkung bei mehr als einem Akku. Ich bin jetzt bei 5 bzw 7 Blöcken und teste sogar ab und an ob die BMS ihre Funktion erfüllen. Spätestens seit dem 3ten Block ist das kein Problem. So manche deftige Wolke über der PV oder ein und Ausschalten mancher Verbraucher verursacht größere Schwankungen im Akkusystem als ein trennendes BMS
Wie das im Leben halt so ist, wenn man neue Systeme einrichtet. Man sollte sich abseitz von YT Videos etwas mit der Materie beschäftigen und gerne mal eine Betriebsanleitung lesen. Übrigens ein Problem das auch abseitz der BMS genau so für Victron gilt.
Ich komme auf meine Eingangsfrage zurück. Mittlwerweile hat sich einiges geklärt:
Was ich beobachte wird durch das DCL verursacht. Dieses ist offensichtlich im BMS dynamisch errechnet.
Nach Kontakt mit dem Hersteller des BMS habe ich jetzt Vlow=2,97V (sync-Spannung für SoC=0) gesetzt. Die Abschaltspannung ist Vmin=2,90V.
Ich hab den Akku mit meiner Wärmepumpe leer gesaugt (~4kW/3Phasen). Um 8:15 fiel dann eine der Zellen unter 2,97V und es erfolgte wohl eine Sync auf SoC=0.
Bevor die Zelle 2,97V erreicht hatte, zeigte der SoC mindestens für 15min 0 an. Ich schließe daraus, dass wenn nicht ab und an eine Sync auf SoC=0 erfolgt, der angezeigte SoC-Wert im unteren Bereich erheblich falsch sein kann.
Was ich nicht weiß, ob ich den Algorithmus des DCL beeinflussen kann. In der Zeit von 6:00-10:00 lag das Limit bei ca.28A, was zu einer Ladeleistung von ca. 1,4kW geführt hatte. Der Rest wurde dann eben aus dem Netz zugeladen.
Evtl. hat einer eine Idee/Erfahrung. Das verbaute BMS stammt von 123/SmartBMS.
Der Hersteller des BMS (123/SmartBMS) hat sich wie folgt gemeldet:
DCL, CVL und CCL sind kalkulierte Werte aus Batteriekapazität, SoC und dem Lade-/Entladestrom.
Es besteht die Möglichkeit den Algorithmus zu verändern, was ich aber nicht machen werde.
Statt dessen werde ich meine Last mittels NodeRed anpassen: Z.B. DCL<50A → Last auf 1,4kW.
Damit ist dann wohl das Ziehen von Leistung aus dem Netz, wenn der Akku noch Leistung hat, unterbunden.
Voraussetzung ist allerdings, dass immer wieder mal eine Sync auf 0 erfolgt (bei mir Vlow einer Zelle <2,97V) sonst kann der SoC im unteren Bereich massiv daneben liegen.