Das entbehrt IMO deutlich jeder Logik. Kleine Akkus sind pro kWh teurer als große. Und wenn es nur um geringe Kosten und schnelle Amortisierung geht, dann lass’ den Speicher komplett weg. Zwei Solarmodule á 400 Wp und ein Mikrowechselrichter, dazu noch Montagematerial und Kabel, und man ist mit 250 € dabei. Diese Kosten hat man in gut zwei Jahren wieder herausgeholt. Aber bei der Wirtschaftlichkeit geht es eben nie um maximale Rendite in Prozent eines kleinen, nicht vergrößerbaren Investments. Es geht um Gewinn in absoluten Zahlen. Und 50% Rendite auf 250 € sind nun mal deutlich weniger als 20% Rendite auf 3.500 €.
Mit einem Punkt hat der Autor recht: auf maximale Autarkie zu planen, ist meistens unwirtschaftlich. Aber bei heutigen Preisen für Solarmodule, WR und Akkus kann man problemlos 80% und mehr seines Jahresstromverbrauchs decken und bei DIY seine Anlage binnen 5 bis 6 Jahren refinanzieren. Und dabei ist eben gerade ein hinreichend großer Akku wirklich wichtig. Ich habe 5,4 kWp Solarmodule mit SmartSolar MPPTs, einen 15 kWh Akku, einen MP2-3000-GX, und noch einen 600-W-WR vom alten BKW. Kosten für alles zusammen lagen bei gut 3.200 €, plus 500 € für den Elektriker für Prüfung, Anmeldung und Inbetriebnahme. Damit decke ich ca 70% meines Jahresstromverbrauchs von 3.200 kWh (inkl Heizung per Wärmepumpe und Warmwasser), und speise noch 1.500 bis 2.000 kWh gegen Vergütung ins Netz ein. Pro Jahr beträgt die Summe aus Einsparung (bei 27 ct/kWh) und Vergütung (7,7 ct/kWh) deutlich über 700 €.