GO-e an AC-OUT2

Hallo,

ich habe ein Victron ESS System bestehend ausfolgenden Komponenten:

  • MPPT RS 450/200
  • 3 MultiPlus-II 48/5000/70-50
  • Cerbo GX
  • Energimeter VM-3P75CT
  • 3 Lynx Distribution
  • 8 Pylontech US5000 C1
  • vier Strings da von je 2 mit 10 Modulen und 2 mit je 11 Modulen von DHN-54X16/FS(BB)-435W.

Das System ist als drei Phasen System konfiguriert.

AC-IN = Netz

AC-OUT1 = Haus

AC-OUT2 = WallBox go-e

Ich habe folgendes Problem: Wenn ich die Wallbox aktiviere, dann wird die Ladung komplett aus dem Netz bezogen.

Ich bin noch nicht so Sattelfest mit der Anlagenkonfiguration. Aktuell funktioniert das System soweit sehr gut,

bis auf das Problem am AC-Out2 mit der Wallbox go-e.

Angefügt eine Übersicht der Anlage:

Angefügt ein Screenshot wie sich die Anlage beim Laden des E-Auto verhält.

Hallo JG,

ACout 1 und 2 unterscheiden sich nur durch das Relais an ACout 2. Das Verhalten muss sich also bei den Hauslasten genauso zeigen. Schau mal ob unter ESS-Eigenverbrauch aus Batterie-Alle Systemlasten steht.

Der Fronius ist noch nicht in Betrieb?

Ich weis das war hier nicht die Frage, aber sicher dass das nicht etwas zu viele Panel sind für dieses System?

Die Pylontech haben eine Float-Spannung von 51.0V, der RS450 kann max 8x Float-Spannung als PV-Eingangsspannung vertragen, was somit 408V wären.

Die gewählten Panel erreichen als 10S bei -10°C 415.4V und als 11S 456.9V. Selbst bei ca. 37°C überschreiten die 11S Strings die maximale PV-Eingangsspannung! Ich würde diese Konfiguration nochmals überdenken.

Hallo chrigu,

Die vier Strings sind auf einem Walmdach mit 20 Grad Dachneigung auf allen vier Seiten verteilt.

Die beiden Strings mit 11 Modulen sind auf den Seiten Ost und West, die beiden Strings mit 10 Modulen auf den Seiten Süd und Nord installiert.

Deine Aussage macht mich jetzt unsicher, da ich davon ausgegangen bin, das ich bei dieser Dachneigung nicht an die Grenzwerte kommen würde.

Hallo dennibu,

Nein, der Fronius ist eine Fehlplanung. Hat aber eventuell schon einen neuen Besitzer.

ESS-Eigenverbrauch aus Batterie-Alle Systemlasten ist aktiviert.

@Victrojaner

Lädt der GO-e wirklich mit zwei Phasen und nicht drei?

Hast Du evtl. DESS an?

Bei 78% SOC sollten 8x Pylontech den Strom nicht so weit begrenzen, aber was ist der Wert für DCL? Discharge Current Limit. Findest Du bei der Battery im Advance Graph.

Hast Du im DVCC ein Limit gesetzt?

Welche Batterie-Spannung messen unter Last:

  • BMS
  • MP2
  • Multimeter an MP2 Batterieanschluß
  • Multimeter an Batteriepol

Bei mir war eine Differenz von 0,5V, welches den Strom limitierte. Eine V-Sense-Leitung von MP2 L1 zur Batterie schafft dann Abhilfe.

Wiso hast Du alle positiven Batterie-Kabel zwei mal gesichert? NH-Sicherung um Kasten und Adler-EF3 im Lynx.
Da können sich Widerstände addieren.

Der Go-e schon aber das Fahrzeug vermutlich nicht.

Irgendetwas begrenzt die inverterleistung….. Was Chrigu netterweise berechnet hat ist aber richtig. Ich bin da konsequent was die MPPT Berechnung angeht und würde das mit 11Modulen am RS450 nicht riskieren. Wäre es meine eigene Anlage würde ich vielleicht nach genauer Berechnung 10 Module noch „riskieren“.

…..Vielleicht hast du eine Netz- oder Eingangsstrombegrenzung eingestellt.

Die NH Trenner haben nur Trennmesser und keine Sicherungen.

Sicherungen sind nur in den Lynx verbaut.

Dann hätte ich persönlich vorallem vor dem West-String respekt. Die Voc Spannung wird erreicht wenn der Einstrahlwinkel zur Sonne passt, genug Sonneneinstrahlung herrscht, das Panel kalt und unbelastet ist. Im Normalfall wird das nur selten alles zusammen erreicht, deshalb auch der Hinweis von dennibu, 10S kann funktionieren mit einem gewissen Restrisiko.

Das Problem an 11S ist aber dass die nochmals erhöhte Voc Spannung nun nicht mehr so selten vorkommt. Es reicht eine volle Batterie um die Ladeleistung zu drosseln, an einem milden sonnigen Tag und schon steigt die PV Spannung da die Panel weniger Belastet werden. Tendenziell wird die Batterie wohl nachmittags voll sein, ich nehme also an dass am ehesten der West-String in Überspannung geht.

PV-Überspannung heisst beim MPPT RS nicht gleich Totalschaden. Letztens hatte jemand Probleme mit einem MPPT RS der die eingestellte Absorptionsspannung nicht einhielt. Anscheinend hält er die 8xVbat Grenze strikte ein, selbst wenn das heisst dass die Batterie überladen wird. Sprich wenn die PV auf 432V steigt zwingt das die Batteriespannung auf 54V z.B. (Ob das für die Pylontech mit 52.4V Ladeschlussspannung nun gut ist, ist ein anderes Thema)

Wie lange ist die Anlage schon in Betrieb? Was für PV Spannungs-Höchstwerte wurden denn bisher erreicht?

Guten morgen chrigu,

die Anlage läuft seit 18 Tage. Die Höchst-Spannung war vor 7 Tage mit dem Wert von 429,37V, Batterie max. 53,02V.

Welche Möglichkeiten habe ich um die Anlege zu schützen?

Vielen Dank

Nehme an das System wurde gemäss Victron-Pylontech Handbuch eingestellt, und DVCC ist aktiv, somit sollte 52.4V die Ladeschlussspannung sein. Interessant dass sich bei 53V noch nichts gemeldet hat.

Softwaremässig wäre ein Versuch wert den Gridsetpoint dynamisch anzupassen. Sprich wenn eine der PV-Spannungen z.b. über 400V geht dass das System mehr ins Netz einspeist. Dadurch werden die Panel mehr belastet was die PV-Spannung senkt. Wie sah das System aus während dieses Falles von 432V? Batterie voll nehme ich an, bei 53V. Einspeisung ins Netz?

Dies setzt jedoch voraus dass ein Netz zur Einspeisung zur verfügung steht, oder im Inselbetrieb/Notstrom zumindest irgendwelche Lasten im Gebäude zugeschaltet werden können.

Eine definitive Lösung ist leider nur die Strings auf 10S zu reduzieren, mit einem Restrisiko dass die Situation im Winter noch vorkommen könnte (10S bei -10°C Paneltemperatur könnten auf 415V gehen, bei korrektem Einstrahlwinkel und genug Einstrahlung. Alles zusammen passiert selten. Und selbst wenn, 415V/8=51.875V was zwischen der Absorptions und Floatspannung von Pylontechs liegt). Oder die Strings auf 9S zu reduzieren, dann bleibt Voc sicher unter dem maximum.

Ein möglicher Zwischenweg könnte z.b. sein, die beiden 11S auf 8S zu reduzieren. Die übrig bleibenden drei Panel pro Dachseite an je einen SmartSolar 150/35 (9S bzw. 2S übrig lassen an einen 100/20 reicht nicht bei einem 48V System).

Auch möglich wäre der Einsatz von Mikrowechselrichtern an den übrig bleibenden Panel.

Oder die 2 11er Strings doch an den Fronius, und wenn es geht 4x5 an den MPPt wenn nicht 2x10 an den MPPT

Hast Du das ESS System richtig installiert … auf allen 3 MP II?

Sio wie es aussieht findet hier nur Überschuß Einspeisung statt und kein Leistungsausgleich.

Hallo,

Vielen Dank an alle die mir helfen mit Rat und Tat versuchen eine Lösung zu finden.

Ich muss das erstmal verdauen.

Ich melde mich wenn ich eine Lösung für die Nutzung aller Module gefunden habe.