Generator Anbindung mit 48V Netzteil

Hallo,

dieses Thema wurde zwar schon ein paar Mal behandelt, ich habe aber eine spezielle Frage, die ich so nicht gefunden habe..

Meine Anlage befindet sich gerade im Bau und wird später so aussehen.

Dazu mache ich mir gerade Gedanken, wie ich meinen (vorhandenen) Dieselgenerator anbinden kann. Da dieser leider nur einen Wechselspannungsausgang hat, ich aber 3 Multiplus betreiben möchte, kann ich den leider nicht vor die MP hängen. Daher die Idee, ein 48V-Netzteil (da hab ich noch welche da) zu nehmen und bei Stromausfall die 48V-Seite zu versorgen.
Meine Frage: Geht das grundsätzlich, einfach 48V zwischen Multiplus und Akku einzuspeisen? Oder muss da noch etwas beachtet werden?

Danke Euch!

ja, geht problemlos - aber ich frage mich, wozu der ganze Aufwand?

Oh, Klasse…
Was meinst Du mit Aufwand?
Geht mir ja nur drum, bei einem längeren Stromausfall das Haus weiter zu versorgen..

ja, vermeintliche Sicherheit - und wenn einer der MP2 kaputt ist, oder der Cerbo - hat das ganze Haus erst mal gar keinen Strom mehr

Das ist wahr.

Ich hab die AC Seite stark vereinfacht, da gibt es noch einen Bypass Schalter. Aber den muss natürlich auch jemand betätigen..

Moin moin … Dein Königreich … deine Gesetze … :innocent:

Wichtig ist nur, das du die “48 V” auf mindestens 51V - 51,5V hochregeln kannst und der Generator UND die Eaton Netzteile den Bedarfsstrom auch erzeugen können wenn keine PV die 48V Seite unterstützen können.

PS … solche Rectifier Module von Eaton hatte ich garnicht auf dem Schirm … eventuell kannst du ja ein paar Fotos und “Erfahrungen” schildern :wink:

Das würde gehen. ABER! Weil die Ausgangsstrom nicht steuerbar ist, kann man dieses Teil nicht anwenden um die Batterie zu 100% zu bringen. Bis zum Knie bei 95% soll kein Problem sein, ungefähr 53,5V.

Ein Shunt könnte hier gut passen, so dass Ihre Victron System wisst was lauft.

Alles klar,

Regelung sollte gehen, das Teil ist über ModBus steuerbar (da ist noch ein SC200 Controller dahei). Muss mich da noch ein bisschen reinfuchsen.

Es gibt dazu von Eaton eine Konfig-Software “DCTools”, das ganze ist ziemlich mächtig..

Leider hat der Netzteil-Träger den Plus-Pol auf Gehäuse/PE, das muss ich wohl noch umbauen..

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Nun, wenn Du nicht gerade ein Krankenhaus betreibst, in dem die Intensivstation um jeden Preis weiter mit Strom versorgt werden muss, ist das wohl eher nur für fanatische Prepper ein interessantes Thema. Aber da steht man dann vor der Entscheidung, ob man sein Geld lieber in einen Atombunker investieren soll, oder doch in die autarke Vollversorgung seines Hauses mit Strom.

Wir leben nicht in ländlichen Regionen der USA oder im Sudan, wo man mit täglichen Stromausfällen rechnen muss. Ich kann mich beim besten Willen nicht an einen Stromausfall bei mir erinnern, das muss sehr deutlich über 10 Jahre her sein, und war dann auch nicht länger als ein paar Minuten.

Aber wir haben nach dem mutmaßlich russischen Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin dieses Jahres gesehen, dass es doch mal vorkommen kann, dass man sogar über Tage keine Stromversorgung hat. Und da möchte man natürlich nicht danach den ganzen Inhalt der Gefriertruhe in den Müll kippen müssen.

Es reicht mir, zu wissen, dass ich in solchen Fällen immer eine Strippe vom AC-OUT-1 meines MPII zu einer Mehrfachsteckdose ziehen kann, an die ich dann meine Gefriertruhe, Internetrouter, TV und Radio und eine Notbeleuchtung hängen kann. Damit kann ich dann auch wochenlang auskommen.

Übrigens: ein klein wenig Veranlagung zum Prepper habe ich doch. Ich habe in meiner Küche zusätzlich zum Induktionsherd auch einen Gasherd verbaut, der aus einer 11 kg Gasflasche versorgt wird.

Ich frage mich warum du überhaupt ein Victron System hast. Für einen reinen Netzparallelbetrieb wurden die Teile nicht entwickelt, da gibt es effektivere, kompaktere und leisere Systeme.

Ja, ist sicherlich schon Hardcore..
Ich hab mir vor ein paar Jahren einen Generator zugelegt, aus Sorge um längere Stromausfälle. War vermutlich übertrieben, aber nun ist er da und ich hab die 48V-Netzteile auch rumliegen, warum also nicht nutzen.

PV und Wechselrichter (leider kein Hybrid) hatte ich schon und wollte Akkus nachrüsten. Da erschien mir das Victron System vom Preis/Leistungsverhältnis am interessantesten..

Ja das macht auch Sinn. Um einen Speicher nachzurüsten… der Beitrag war an Tom gerichtet.

“da gibt es effektivere, kompaktere und leisere Systeme”

Ja, es gibt vielleicht effektivere Geräte, und Kompaktheit und Lautstärke sind für mich irrelevant (mein MPII hängt außen an der Hauswand). Ich hab’ das aber schon mehrfach erwähnt, was für mich die wichtigsten Entscheidungsgründe für ein konkretes System sind:

  • es muss ein “offenes System” sein, für das es eine breite DIY-Community gibt (und damit alleine haben wir ja eigentlich schon nur noch Victron auf der Liste stehen), und das möglichst vielfältig konfigurierbar ist
  • Ich will mich unter keinen Umständen von Herstellern, Händlern und Installateuren abhängig machen
  • es muss für mich bezahlbar sein, und es soll eine möglichst kurze Amortisationszeit haben (ich bin 70 Jahre alt und kann keine 25 Jahre mehr waretn bis zur Amortisation
  • es muss meinen Anforderungen entsprechen und mir einen möglichst hohen Autarkiegrad bieten
  • Und gegen eine Notstromversorgung hab’ ich ganz und gar nix. Bei Victron krieg ich die ohne Mehrpreis dazu. Aber dafür muss ja nicht das ganze Haus über Notstrom versorgt werden
  • und zuletzt: es muss meinen Hang zum Experimentieren und Basteln genügen

Da bleibt also nur noch Victron übrig.

Cool … danke … da hat sich Eaton wohl vor ein paar Jahren auch was aus der Telekommunikationsebene unter den Nagel gerissen …
Das die Sache von Hause aus mit Modbus kommt ist natürlich eine schöne Sache … die Eltek Steuerung ist auch überaus “mächtig” … aber all die Kontake und Kommunikationsprotokolle benötigt man für deine relativ “kleine” Lösung nicht.
Ich habe meine Eltek auf 51,5V eingestellt und damit laden sie den Akku bis 90% - 92% SOC ohne ihn zu stressen …

Das alle Netzteile aus dem Telekommunikationssektor eine -48V Spannung mit negativer Rahmenerdung haben ist schon interessant und der Grund konnte mir auch noch nicht wirklich beantwortet werden … Funkentstörung / Faradayische Käfig über -48V :thinking:
Aber an der Rückwandplatine kann man relativ einfach die Erdung ändern oder auch von woanders auf den Rahmen bekommen.

Wieviel Leistung hat denn so ein kleines Lüftermonster ? von der Größe her ein 3000er Eltek …

Das APR48 hat 1800W

Ich hab 2 Stück und werde die dann parallel abschießen..

2 Netzteile von Eaton im Orbit … :sweat_smile:

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Hi @LoFi

ich finde immer spannend was hier für Ideen durchs Forum gehen und das meine ich im positiven Sinne.

Aber erst mal zurück zu deinem Bild ganz oben:

Die 4x UC 5000 sind meiner Meinung zu wenig für die 3x Mp2 5K
Das müssten für mein Verständnis mindestens 2x UC 5000 pro Mp2 5k sein = 6 UC5000.
Aber das ändert nichts an deiner Anfrage.

Die Plus an Masse hatte die Fernmeldetechnik schon so lange ich denken kann. Warum, ganz ehrlich keine Idee. Man muss nur sich nur genau der Thematik intensiv widmen, damit es z.B über den Schutzleiter/Masse keine Kurzschluss gibt.

Fernmeldetechnische Anlagen wie das Telefonnetz haben aus historischen Gründen oft den Pluspol ihrer Stromversorgungen als Bezugspotential, dieser Pol ist auch geerdet. Die Speisespannung einer Fernmeldeanlage ist z. B. −48 V bzw. −60 V, gemessen gegen Erde.

Ob das Eaton sich als Ladegerät oder nur als Netzgerät eignet kann ich dir nicht beantworten.

Wenn du die passende Ladespannung für die Pylontech eingestellt bekommst, dann sollte es passen. Ich würde da auch nicht zu hoch gehen, da du ja keine Reglung wie über den Cerbo angeschlossenen Geräte hast. Der Cerbo regelt Pylontech auf 52,4V, für den MP werden die manuellen Werte mit 52V und 51V angeben.

Ich würde mir einen Smart Shunt in die 48V Leitung der Wandler bauen und diesen als DC Ladegerät/ Lichtmaschine definieren, dass man diese auch in der Venus/VRM Grafik sieht

2x 48V/1800W bei 92% Wirkungsgrad sind rund 4000W, das passt gut zu dem 5000Watt Diesel, den du hast mit ein wenig Luft nach oben.

Da der Diesel auch einen Fernbedienungsanschluss könntest du dir über den Cerbo, ggf auch über Node Red eine Autostart Routine bauen.

Die Starterbatterie des Diesels würde ich an ein kleines 12 Ladegerät hängen. Auch die könnte der Smart Shunt mit dem Zusatzeingang überwachen

Und teste das Ganze bitte am Ende unter realen Bedienungen inkl der PV.

Dann kann der nächste Stromausfall ja kommen :wink:

Ich habe mich ganz bewusst gegen einen Stromerzeuger entschieden, da ich die Lagerung/Austausch des Kraftstoffs, sowie der regelmäßigen Probeläufe/Wartung in der aktuellen Wohnumgebung nicht realisieren kann.

Ich habe aber eine getestete Notstromroutine und kann die Akkus über eine Fahrzeuglichtmaschine nachladen wenn die PV nicht reicht. :electric_plug:

Hallo DirkW,

Danke für die Tipps und den Hinweis mit der Anzahl der Pylontech Akkus.

Smart Shunt muss ich mir nochmal anschauen - da hab ich noch keinerlei Erfahrungen mit. Es gibt die wohl passend zu den Lynx, wenn ich das richtig verstehe, die wären mir aber zu teuer.

Ich hatte das Set (MP + Pylontech) so als Paket bestellt und war anhand von dem Bild im Manual von 4 Akkus ausgegangen.

Die Tabelle ist ja für US2000 - bei den US5000 dürfte sich ja vermutlich nur die Kapazität ändern..
Aber wie kommst Du auf 6 Akkus?

VG LoFi

EDIT: Sehe gerade, dass ich das verwechselt habe, Smart Shunt gibts ja Einzelmodule unter 100€, das ist auf jeden Fall interessant - DANKE!!