Hallo, seit Donnerstag habe ich einen VM3P75CT in meinem neuen Sicherungsverteiler. Heute musste ich feststellen, das ich angeblich ins Netz einspeise. Dies ist aber gar nicht möglich, da es sich um eine Inselähnliche Anlage handelt. Verbraucherkreise der Solaranlage und des restlichen Hauses sind getrennt. Der VM3P75CT hängt am Hauseingang und misst lediglich den Bezug aus dem Netz.
Momentan sind nur Verbraucher aktiv sind die über Solaranlage laufen. Lediglich ein Überbleibsel von Weihnachten (ein Schwippbogen mit LED-Beleuchtung) hängt noch am Netz auf L1. Ach ja auf L3 hängt noch ein Klingeltrafo, der die Relais für die Solar/Netzumschaltung betreibt.
Hier das Witzige. Wenn der Schwippbogen an ist, speise ich ein
Ich weiß das es sich hier wahrscheinlich um Messfehler handelt, kann man hier ggf. noch was Kalibrieren? Die Stomsensoren sind ja von Wer aus Kalibriert, und alle am richtigen Anschluss dran.
Ein anderes Problem ist die Darstellung. Das System weiß, das es einen Phoenix hat, warum wird dann eine Verbindung zwischen Netz, Wechselrichter und AC-Lasten angezeigt?
In der Konfiguration der RM habe ich unter System-Setup → AC-System → Position der AC-Lasten auf “AC-Ein- und Ausgang”. Als Alternative habe ich noch “nur Ausgang”. Ich bräuchte aber eher “nur Eingang”
Eigentlich ist das Energiemeter für das System ja überflüssig, ich wollte es aber haben, damit ich meinen Netzbezug überwachen kann. Gibt es eine Möglichkeit über LAN auf das Meter zuzugreifen, und so die Daten z.B. in HomeAssistant darzustellen? Aktuell habe ich es per ve.CAN am Cerbo, und über diesen dann in HomeAssistant.
Vielleicht ist der Stromwandler einfach nur verkehrt herum auf der Leitung?
Schließe an den Stromkreis noch mal einen größeren Verbraucher an, damit wäre das sehr einfach geklärt.
Irgend was merkwürdiges geht hier noch vor. Ich habe mal verschiedenen Verbraucher aktiviert, und geschaut, was das Meter anzeigt.
Als erstes meinen Heizstab für den Warm-Wasser-Kessel. Dieser soll 7kW haben, also pro Phase rund 2,3 kW. NAch Aktivierung zeigte er auf L2 & L3 jeweils ~2400W auf L1 aber nur ~500W.
Als nächstes bin ich mit dem Heizlüfter durchs Haus gelaufen, und hab ihn an die verschiedenen Phasen angeschlossen. Dabei kam ein ähnliches Ergebnis raus. Auf L2 & L3 hat er ~1400W verbraucht, aber auf L3 nur kanpp 300W. Wenn ich ihn auf L3 betreibe, bekomme ich auf L1 30W hinzu. Wenn ich ihn auf L2 betreibe, geht L1 ins negative.
Es sieht so aus, ob L1 irgendwie falsch misst. Kann das vieleicht damit zusammen hängen, das er ggf. die Solaranlage bei L1 mit einberechnet?
Du hast ja aktuell äußerst geringe Messwerte, Deine Messgeräte müssen aber einen sehr breiten Bereich abdecken. Wenn Du Deine Messsgeräte auf diesen aktuellen niedrigen Bereich kalibrierst, dann wirst Du am oberen Ende des Messbereichs extreme Messfehler feststellen. Eine echte Lösung dafür gibt es nicht. Wenn es sie gäbe, dann bräuchte man dort, wo es darauf ankommt, keine superteuren Messgeräte.
Nur so als Hinweis: der offizielle Stromzähler Deines Netzbetreibers in Deinem Zählerkasten braucht nur auf 3,5% genau zu messen. Es gibt kein perfektes Messgerät, und vermutlich sind die angezeigten Werte allesamt im Bereich der vorgesehenen Messgenauigkeit.
Ja da hast du Recht, nachdem ich die Verbraucher auf Solar umgeschaltet habe, geht ja alles (L3) gegen 0. Dafür ist es ja eigentlich noch genau genug. Mich hatte nur der negative Bezug (Einspeisung) gewundert, aber auch hier wohl Ungenauigkeit, denn der Stromzähler drehte sich ganz langsam nach rechts. Ich hatte Glück, das gerade der Strich auf der Scheibe zu sehen war.
Aber nun hat sich ja ein anderes Problem gezeigt (sieh letzten Beitrag von mir) der sich aber nicht mit Messfehlern erklären lässt.
Aktuell stehe ich vor einem Rätsel.
Ich habe einen Durchlauferhitzer für Warmwasser, und der zieht auch oft ziemlich ungleich auf den 3 Phasen. Ich hab’ immer vermutet, dass das mit der jeweiligen Spannung der Phase zusammenhängt, und/oder mit der “elektronischen” Regelung des DLE.
Hab’ jetzt extra nochmals Warmwasser aufgedreht, und stelle fest: Mit der Spannung hat das wohl nix zu tun. Hier ganz aktuell:
Normalerweise sollte ein DLE auf allen drei Phasen gleich viel Leistung haben, wenn er auf voller Leistung läuft.
Ob/wann er auf voller Leistung läuft, hängt aber von verschiedenen Faktoren ab.
Wassertemperatur am Eingang, eingestellte Temperatur für den Ausgang und Durchfluss.
ggf. Muss man mehr als einen Hahn aufdrehen um ihn dauerhaft auf volle Leistung zu bringen.
Hat aber auch gar nix mit dem Thema zu tun.
@steffen-graap Wenn du einen Einfluss durch die PV Anlage vermutest, dann diese vielleicht mal abschalten.
Wie sieht denn deine Anlage überhaupt aus?
Wenn du wirklich mit einem Heizlüfter alle drei Phasen getestet hast, ohne das es einen Einfluss durch die PV Anlage geben kann, dann wird der Zähler wohl ein Problem habe.
Kannst ja vielleicht auch mal die Stromwandler unsereinander tauschen, vielleicht liegt das Problem ja auch an einem der Wandler (kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen)?
@steffen-graap
Ist der CT an L1 100% eingeschnappt?
Er misst ja ständig zu wenig, könnte sein, dass er nicht ganz geschlossen ist und dadurch zu wenig misst.
Mach’ doch mal eine Nahaufnahme vom CT.
Man kann die Daten via modbus aus dem gx device oder direkt vom VM3 holen. Hatte mal was gelesen, dass man das VM3 nicht unnötig “belasten” soll, daher ziehe ich die Daten aus dem gx device. (s.a. unten die HA Historie)
btw: Die modernen DLE regeln sich über das Variieren des Leistungsbezugs pro Phase. Es ist also normal, dass es, wenn er nicht in Volllast läuft, Unterschiede des Phasenbezugs gibt. Das ganze Verhalten ist auch sehr dynamisch. Hatte mich VOR dem Kauf eines der MODERNEN DLEs extra bei Vaillant durch die Hotline gekämpft bis ich endlich einen echten Techniker am Rohr hatte u. alles fachkundig durchquatschen konnte. (Mein alter DLE aus 1999 hat immer symetrisch gezogen und immer “volle Pulle”, egal welche Temp. eingestellt war. Die Temp. wurde intern hydraulisch heruntergeregelt. Der ist aber seit es ESS gibt durch einen modernen DLE ersetzt, weil der effektiver (viel sparsamer) arbeitet.)
Kein ESS aktiv, Batterie IDLE, DLE Wassertemp. auf 41°C eingestellt und ECO Mode, also Durchflussmenge gedrosselt. (Der Fachmann erkennt sofort, dass hier geduscht wurde… )
OFFTOPIC:
Welche Temp. ist am DLE eingestellt? Ändere die Temp. und das Verhältnis der Werte pro Phase sollte sich ändern.
Danke, das war es, der CT war nicht richtig eingeschnappt. Ich hatte zwar bei der Installation darauf geachtet, aber der VM wurde als erstes im Verteilerkasten verdrahtet. Danach kamen noch viele andere Stromkreise, und viele gingen neben dem CT vorbei. Da hab ich wohl die Verriegelung ausversehen wieder geöffnet.
Ein kurzer Test mit dem Heizstab zeigte, das jetzt L1 auch 2400W anzeigt. Nun ist auch keine Einspeisung mehr zu sehen, und die Beeinflussung von den anderen Phasen ist auch weg.
Der Heizstab ist ja ein passiver, welcher nur aus Widerständen besteht. Diese sollten alle ähnlich sein, aber auch Spannungsabhängig.
PS: danke für den Tip mit Modbus, wird jetzt aber wohl nicht mehr notwendig sein, es scheint ja zu funktionieren. Ich beobachte da mal die Tage.
Kleiner FunFact am Rande. Durch den Einbau des Energiemeters habe ich festgestellt, das der E-Herd nur auf Phase 1 angeklemmt war. Hatte mich gewundert, das beim morgendlichem Betrieb (Backofen und eine Platte) auf nur einer Phase ~4kW gezogen wurde, und die anderen Beiden still bleiben.
Hab ihn dann erst mal umkonfiguriert auf die anderen beiden Phasen mit aufgeklemmt. Warum ich ihn damals so angeklemmt habe weiß ich nicht mehr, hat aber über Jahre problemlos funktioniert, obwohl er auf Phase 1 schon mehr als die 16A gezogen hat mit der er abgesichert war. Aber da ist ja die Kennline noch ein wenig tollerant.