Ich beschäftige mich seit einiger Zeit intensiver damit, wie weit sich ein Victron ESS über die normalen Einstellungen hinaus optimieren lässt.
Dabei ist mir in verschiedenen Diskussionen hier aufgefallen, dass einzelne Stellgrößen immer nur einen Teil des Systems beeinflussen. Grid-Setpoint, MinSoC, AC-/DC-Leistung, BMS-Grenzen, PV-Leistung und die Geschwindigkeit des Grid-Meters greifen letztlich alle ineinander.
Auch ein niedriger Netzbezug allein sagt noch nicht unbedingt, dass die Regelung optimal arbeitet. Kurze Lastwechsel können beispielsweise Bezug und Einspeisung verursachen, unterschiedliche Zählmethoden können bei dreiphasigen Anlagen die Bilanz beeinflussen und ein aggressiver Grid-Setpoint kann zwar Netzbezug reduzieren, dafür aber zusätzliche Einspeisung verursachen.
Deshalb würde mich interessieren, wie diejenigen von euch vorgehen, die ihr ESS über Node-RED oder andere externe Logiken optimieren:
Welche Mess- und Zustandsgrößen betrachtet ihr als wirklich entscheidend?
Ich denke momentan insbesondere an:
Netzleistung und Grid-Setpoint
PV-Leistung
Batterieleistung und SoC
CCL/CVL bzw. BMS-Grenzen
Hausverbrauch
Tageszeit bzw. Sonnenauf-/untergang
Regelabweichungen und deren Dauer
Und woran bewertet ihr anschließend, ob eine Regelstrategie tatsächlich besser geworden ist?
Nur an Netzbezug/Einspeisung oder betrachtet ihr auch Eigenverbrauch, Autarkie, Batterienutzung und Regelverhalten über mehrere Tage?
Mich interessieren dabei ausdrücklich auch einfache Lösungen. Nach einigen Diskussionen hier habe ich zunehmend den Eindruck, dass eine robuste Regelstrategie mit wenigen guten Eingangsgrößen möglicherweise sinnvoller ist als eine möglichst komplexe Regelung.
Erste Priorität des ESS ist es die Lasten zu versorgen, überschüssige Energie geht in den Alku, ist dieser voll und die Lasten versorgt gehen Überschüsse in das Netz. Hier gibt es ersteinmal nichts was man optimieren könnte.
Wenn die Batterie nicht den vollen Strom aufnehmen kann oder der WR Überschüsse nicht umsetzen kann gibt es Möglichkeiten diese Einschränkungen etwas zu umgehen.
Ich verstehe nicht was es zu optimieren gibt? Ausgenommen sind dynamische Tarife, dafür gibt es DESS.
Das lässt sich aber auch mit einer zusätzlichen NodeRed Programmierung nicht ändern.
Wenn eine Last ein/ausgeschaltet wird, braucht das System immer einen kurzen Moment um darauf zu reagieren.
Um das zu verhindern müsste die Steuerung ein paar Sekunden in die Zukunft schauen können und das ist meines Wissens nach noch nicht möglich.
(Auch nicht mit KI)
Das betrifft aber nur die Darstellung im VRM Portal, nicht die eigentliche Steuerung.
Wäre also nur ein “Schönheitsfehler”.
Ist aber natürlich nicht optimal, wenn man mit den Werten arbeiten möchte.
Lässt sich aber auch leicht verhindern, indem man einfach einen der empfohlenen und offiziell unterstützten Netzsensoren einbaut.
As @dennibu already noted, do not confuse ESS with DESS.
With Node-Red, I have configured ESS so that in the winter, the battery is sufficiently charged at night using a cheaper rate, meaning I do not need anything from the grid during the day.
Furthermore, another option is to disconnect myself when the grid voltage becomes too high. Everything then operates off-grid.
And finally, I limit grid consumption to a maximum of 2500W because we pay a capacity surcharge for every quarter hour of consumption above this power.
korrekt, aber wnn ich um Sommer z.B. 20kWh im Monat aus dem Netz hole, es macht wohl wenig Sinn hier lange zu optimieren um dann nur noch 15kWh aus dem Netz zu holen?